Lesebuch

Meine Bücher und ich ...

Französische Schriftstellerin, Varietékünstlerin und Journalistin

✿*゚¨゚✎…. Endlich weiß ich,
was das Paradies ist:
der Ort, wo man seine vergessenen
Erinnerungen wiederfindet.

Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (1873-1954)

Interview mit Sylvia Morlok

✽•¨•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•¨•✽

1. Wer ist Sylvia Morlok? Magst du dich mal kurz vorstellen?


Bildquelle: Schwarzwälder Bote

Das ist nicht so leicht zu beantworten. Mein Leben ist verlaufen, wie die Fieberkurve eines Malariakranken – viele Aufs und Abs. Kurz und knapp: Studium der Betriebswirtschaft, erste Ehe, eine Tochter, Scheidung. Diese Ehe dauerte keine 2 Jahre. Zweite Ehe, zwei Kinder, Mitarbeit im Betrieb des Ehemannes. War auch nicht so toll. Heute getrenntlebend, nach heftiger Krebserkrankung wieder einigermaßen gesund. Lebe in Freudenstadt, ein durchaus kleinbürgerliches Leben, das manchmal nur mit Humor erträglicher wird.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht! Ich habe immer geschrieben, schon als ich noch nicht mal schreiben konnte! Es kam einfach und ging nie wieder.

3. Wovon handelt dein Roman “Schatz, wo ist die Leiche”? Möchtest du etwas darüber berichten…

Ein kleines Buch mit kurzen Krimi-Geschichten. Mit viel Humor. Soll unterhalten und nicht die Kriminalität verherrlichen. Es sind internationale Geschichten, d.h. auch aus U.S.A., Brasilien, aus England und (ist das Ausland?) dem Schwoba-Ländle! Ich selbst mag eigentlich keine Kriminellen. Darum habe ich versucht, meine Geschichten besonders interessant zu gestalten und den Fokus nicht auf das Verbrechen, sondern auf die agierenden Personen zu legen. Die sind es nämlich, die der ganzen Sache Leben einhauchen. Da gibt es z.B.: die schleichenden Erben, den geplagten Ehemann, oder auch die betrogenen Gattin. Sie alle begehen Morde, aber eben nicht einfach nur Morde, sondern ihre Motive sind total verständlich.

4. Drei Wörter die den Roman beschreiben?

Kurz, knackig, humorvoll.

5. Hast du einen Lieblingssatz aus diesem Buch, der dich besonders bewegt?

Rache ist süß!

6. Hast du einen Lieblingsort, an dem du besonders gut deine Geschichten schreiben kannst?

Überall, wo ich gehe und stehe. Habe immer einen Kuli bei mir.

7. Wie viele Bücher hast du bis heute schon veröffentlicht?

Es sind 7 oder 8. Einige unter Pseudonym.

8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser?

Sie sind das Wichtigste überhaupt. An der REAKTION erkennt man erst, ob die AKTION angekommen ist. Wie sonst sollte ich wissen, ob das, was ich schreibe, gefällt? Jemand möchte mir seine Meinung zu meinem Buch schreiben? Nur zu!

9. Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen, wäre wo?

Ein ruhiger Winkel im Wohnzimmer, oder abends im Bett. So mache ich es. Vor dem Einschlafen, einige humorvolle Seiten ! Herz, was begehrst du mehr?

10. Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?

So richtig gut! Der Täter hat sein Fett weg. Und dazu hat man auch noch den einen oder anderen Charakter erkannt. Der wohnt doch genau in der Nachbarschaft, oder?

Hallo Februar 2023

✿*゚¨゚✎…. Der Februar

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.

In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.

Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.

Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?

Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.

Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.

Erich Kästner

Die phantastischen Fälle des Rufus T. Feuerflieg/Der Boden ist Lava von Tommy Krappweis (Hörspiel)

✿*゚¨゚✎…. Der Boden ist Lava – Teil 16

Das neue Hörspiel von Rufus T. Feuerflieg ist am 18.11.22 erschienen. Diesmal wurden wir sofort mit lustigen Hörszenen gekappert. Der Autor Tommy Krappweis ist wieder in seiner Paraderolle als “Vierfinger Franz” in dieser Folge zu hören. Und wenn ihr schon die Folge mit dem Vierfinger Franz gehört habt, wißt ihr das er ein urtypischer Bayer ist. Und daher waren die Dialoge wieder zum schlapplachen, denn wenn der frisch gebackene Hausmeister Vierfinger-Franz versucht, Rufus T. Feuerflieg etwas zu erklären, geht das eigentlich nie gut aus. Doch diesmal scheint es so, als hätte Franz dem Anwalt tatsächlich eine böse Überraschung erspart: Das geheimnisvolle Päckchen auf der Straße vor der Kanzlei kommt auch Kreszenzia höchst verdächtig vor. Die drei beschließen, das Paket in einen Steinbruch zu verfrachten, um es dort möglichst vorsichtig zu öffnen… so der Klappentext für das Hörspiel. Diese Hörspiel-Serie genießt du exklusiv nur bei Audible, in einer Hörbuchlänge von 24 min ideal für zwischendurch. Ich kann sie immer wieder wärmstens empfehlen.

US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin und Diplomatin

✿*゚¨゚✎…. Denke immer daran:
Ohne deine Zustimmung
kann dir niemand
das Gefühl geben,
minderwertig zu sein.

Anna Eleanor Roosevelt (1884-1962)

Lesung: Sylvia Morlok

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Lesung mit
Sylvia Morlok

Die Lesung mit der Selfpublisher Autorin Sylvia Morlok vom 13. Januar 2023 war in der Wortwerke Buchhandlung zu hören. Ich bekam die Möglichkeit eine sympathische Frau kennen zu lernen, die sich auf jeden Fall Zeit nahm, ihre Gäste/Leser zu begüßen und sich mit ihnen zu unterhalten. Sie las aus dem Buch “Schatz, wo ist die Leiche?” einige Zeilen vor und die eine Kurzgeschichte sogar ganz, um uns einfach auf das Ganze vorzubereiten und schmackhaft zu machen. Bei mir ist es ihr gelungen. Habe mir das Buch gekauft, signeren lassen und nun lese ich die Kurzgeschichten abends durch. Die Buchbesprechung findet ihr demnächst hier auf dem Buchblog. Außerdem las sie noch aus einem anderen Buch einige Zeilen vor. Ihre ausgesuchten Buchzeilen hat sie wirklich interessant vorgetragen, denn ich und die anderen Gäste konnten durchaus zwischendurch lachen. Es war ein schöner Abend mit schönen Anekdoten zum mit heimnehmen. 

 



NordFriesenMord – 1. Fall für Emily Anderson von Stefanie Schreiber


✿*゚¨゚✎…. NordFriesenMord

Ich habe einen Auftakt einer neuen Kuschelkrimireihe von der Erfolgsautorin Stefanie Schreiber ausgelesen. Ich liebe ihre Heimat die Nordseeküste. Ihre Bücher über und aus St. Peter Ording habe ich schon teilweise verschlungen. Denn wenn ich aus dem Ort Geschichten lese, und die einzelnen Orte drumherum schon kenne, ist es fast ein Heimspiel für mich, auch wenn ich kein waschechtes Friesenkind bin. In der neuen Krimibuchreihe “Küstenkrimi”, ab morgen wird schon Band 2 “Nordfriesenfrost” im Buchhandel erhältlich sein, sind die Emilia und Piet als Autorenduo Emily Anderson die Protagonisten, neben den Beiden Kommissaren Sommerfeld und Grimm. Alle habe ich sie nun kennengelernt und ich finde sie gut, haben tolle Charakter bekommen. Stefanie Schreiber schreibt ihren Kuschelkrimi leicht und super spannend, so dass ich fast den/die Mörder erraten hatte. Aber nur fast! Die Kulisse im Buch war diesmal Husum an der Nordseeküste. Eine schöne kleine Stadt, in der auch Hans Theodor Woldsen Storm, ein deutscher Schriftsteller geboren wurde. Ich denke es werden abgeschlossene Geschichten werden, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Aber wie immer ist es hilfreich im Erstbuch die Protagonisten kennen zu lernen. Freue mich schon auf den Folgeband!

Interview mit Carla Berling/Felicitas Fuchs

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Carla Berling/Felicitas Fuchs? Magst du dich mal vorstellen?

Schriftstellerin, Mutter von zwei Söhnen, Oma, Ehefrau, Tochter, Schwester, Schwägerin und Freundin. Ich bin gebürtige Ostwestfälin und seit 20 Jahren auszubildende Rheinländerin. 

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum jetzt auch mit einem Pseudonym?

Mitte der Neunziger war ich in einer sehr prekären finanziellen Lage, mein damaliger Mann war arbeitslos, unsere Kinder waren klein und wir hatten kein Geld, um unsere Rechnungen zu bezahlen. Und da es in der Provinz keine Kinderbetreuung gab, die sich mit den Arbeitszeiten im Einzelhandel oder der Gastronomie vertrug, schien es mir klug, einen Roman zu schreiben. Ich dachte, den hätte ich in ein paar Monaten fertig, würde ihn an einen Verlag schicken und dann könnte ich alle Rechnungen bezahlen. 
Das hat leider überhaupt nicht geklappt, mein erster Roman erschien erst 2007.

3. Im welchem Genre schreibst du eigentlich deine Bücher?

In den letzten Jahren habe ich eine Krimiserie geschrieben, danach drei Komödien, und mit diesen Büchern war ich in etlichen Städten zu Lesungen. Der Name Carla Berling steht also als Marke für Krimi und Komödie. Als ich 2020 meine Trilogie, einen historischen Familienroman, bei Heyne vorstellte, war man sich einig, dass dieses Genre unter einem Namen veröffentlicht werden sollte, um die Leser nicht zu irritieren. 

4. Beruhen deine Bücher auf wahre Begebeneiten? Oder ist alles reine Fiktion?

Die Krimis beruhen auf wahren Versatzstücken, die Komödien sind reine Fiktion und die Trilogie ist eine wahre Familiengeschichte. 

5. Erzähl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale?

Ach, das ist langweilig! Ich stehe früh auf, mache morgens erst Sport, dann den Haushalt und gegen zehn fange ich an zu arbeiten. Immer zuerst Social media, Leserpost, Lesungsanfragen, Bürokram eben. Dann schreibe ich bis 15 Uhr, mache eine Stunde Pause und schreibe dann wieder bis 18:45, dann gibt es bei uns Essen. (Mein Mann kocht, ich kann nur Wasser kochen …) 

6. Du hast bereits schon mehrere Bücher geschrieben und veröffentlicht. Gibt es noch Romanideen für andere Genre?

Oh ja!! Der Roman HANNE ist grade erschienen. Ich arbeite derzeit an einer Komödie, die ich im März im Verlag abgebe, anschließend schreibe ich wieder einen historischen Stoff, der für 2025 geplant ist. Zusammen sind es schon an die 20 veröffentlichten Bücher.

7. Wie lange, hast du immer an einem der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?

Nein, Komödien dauern nur ein paar Wochen, aber die 600-Seiten-Bücher der Trilogie haben um die acht Monate gedauert. Es kommt immer darauf an, wieviel ich recherchieren muss, wie viele Bücher ich dafür lese und wieviele Gespräche mit Fachleuten oder Zeitzeugen nötig sind.  Ich schreibe  5 – 10 Seiten am Tag. 

8. Weißt du bereits vorher genau, was in deinen Büchern passiert, d.h. arbeitest du dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?

Oh ja! Ich habe die Idee, entwickle das Exposee und lege es meiner Agentur vor. Wenn die das Okay geben, schreibe ich einen Kapitelplan, danach die Biografien aller Personen. Bevor ich den Roman beginne, sind schon über 100 Seiten Hintergrundmaterial geschrieben. 

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Also ich freue mich sehr über detaillierte, konstruktive Kritik, mit der ich für spätere Bücher etwas anfangen kann. Schlechte Bewertungen, wenn sie einfach nur unter die Gürtellinie zielen und keinen Inhalt haben, ignoriere ich. Man kann an einem Buch, das erschienen ist, ja eh nix mehr ändern. 

10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen du erzählen möchtest bzw. darfst?

Teil 3, der Familien Trilogie, “ROMY” folgt im Juli 2023.

 

Deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus

✿*゚¨゚✎…. Man muss etwas machen,
um selbst keine Schuld zu haben.
Dazu brauchen wir einen harten Geist
und ein weiches Herz.
Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst,
nur suchen wir sie zu wenig.

Sophie Scholl (1921-1943)

Österreichische Schriftstellerin

✿*゚¨゚✎…. Nenne dich nicht arm,
wenn deine Träume nicht
in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur,
der nie geträumt hat.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)

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