Lesebuch

Meine Bücher und ich …

Lesung: Anne Barns

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(.¸.•´ (¸.•` ☆ ¤º.`•.¸.•´ ☆…….. Lesung mit Anne Barns

Ich war in Knittlingen auf der Lesung von Anne Barns. Ich kenne die Autorin schon länger virtuell durch Facebook. Nun bekam ich die Möglichkeit sie persönlich kennen zu lernen. Und es war wie eine Freundin nach Jahren wieder zu treffen. Anne Barns, ebenso Juliane Albrecht und Anne Töpfer sind Pseudonyme von Andrea Russo. Sie schreibt Liebesromane, die hauptsächlich am Meer ihre Kulisse erhalten. Sie selbst liebt das Meer sehr. In ihren Büchern befinden sich immer wieder leckere Rezepte, die ich selbstverständlich auch schon nach gemacht habe. Köstliche Leckereien! Ihre Geschichten gefallen mir bisher auch immer wieder aufs Neue. Sie schreibt genau das, was ich lesen möchte. Natürlich habe ich sie etwas ausgefragt. Sie schreibt seit 2008, vorher war sie Förderschullehrerin. Aber jetzt hauptberuflich Schriftstellerin. Nehmen wir mal an, sie hat genau 4 Monate Zeit, um ein Buch zu schreiben… 2 Monate stellt sie sich seelisch und moralisch darauf ein… 2 Wochen Panik mit der einen oder anderen Recherche zu dem Buch. Der Abgabetermin rückt immer näher… Und der Knüller: sie nimmt sich 6 Wochen Zeit zum Schreiben, in absoluter Einsamkeit: Sie schließt sich in ihrem Kämmerchen ein und beginnt an zu Schreiben… Tolle, sympathische, erfolgreiche Liebesromanautorin. Anne Barns hat ihr Buch „Bratapfel am Meer“ laut und deutlich vorgestellt in einer schönen Umgebung und nebenher wurde Fudge hergestellt. Ich war begeistert.

Porzellan- oder Dornenhochzeit

Glück im Leben heißt,
jemanden zu finden,
der weiß,
dass du nicht perfekt bist,
dich aber so behandelt,
als wärst du es.

Ich liebe dich jeden Tag mehr.
Danke für die wunderschönen 20 Ehejahre,
ob in guten oder schlechten Tagen,
du bist immer für mich da.

Liebe kennt die Regeln nicht von Marleen Reichenberg

✿*゚¨゚✎…. Wohlfühlroman!

Nun habe ich das neueste Buch von Marleen Reichenberg auch gelesen. Ich schätze sie ja privat als Mensch, wie auch als Schriftstellerin, sehr. Sie schreibt wahrlich nachdenkliche tolle Liebesromane. Diese sind nicht schnulzig, sie haben immer einen nachdenklichen Anreiz in den Geschichten. Immer einen mitfühlenden Schreibstil. Hier sind gute Themen wieder in einer Handlung zusammengefaßt worden, wie Verlust, Tod, Krankheit, Burn-Out, LIEBE, Familie… u.a. Außerdem werden tolle Kulissen in das Buch mit eingebunden, nämlich New York und die Cote d´azur. Man kann sich hier Wort für Wort in das Geschehen fallen lassen und mitfühlen. Absolut Empfehlenswert.

Hörprobe: Bratapfel am Meer von Anne Barns

Quelle: Bratapfel am Meer von Anne Barns, gelesen von Alexandra Richter.

Winter in der Häschenschule von Albert Sixtus/Julia Walther

✿*゚¨゚✎…. Aus der Feder von Albert Sixtus

Gestern haben Henrik und ich das Buch „Winter in der Häschenschule“ vom Thienemann Verlag geschickt bekommen. Wir haben uns für eine Leseaktion angemeldet und dürfen nun das Buch lesen und in den Händen halten. Wir haben es auch schon gemeinsam durchgelesen. Wunderschöner Text von Albert Sixtus mit gelungenen Illustrationen von Julia Walther. Wir sind begeistert. Schade das man so schnell die Bilderbuchgeschichte durchgelesen hat. Es sind ja nur 40 Seiten, für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Allerdings finde ich sie auch im Erwachsenen Alter immer noch wunderschön. Wir lieben ja die Häschenschule, die vom Schriftsteller Albert Sixtus geschaffen wurde. Im Anschluß der Bilderbuchgeschichte, wird noch der Autor vorgestellt. Er lebte ja von 1882 – 1960. Und das man seine, von damals noch nicht veröffentlichten Verse bzw. Manuskripte, nun mit wunderschönen Illustrationen veröffentlicht. Absolut Gelungen.

Weihnachtsfrauen küssen besser von Marit Bernson

✿*゚¨゚✎…. Weihnachtsgeschichte!

Ich habe über eine FB-Gruppe wieder die Möglichkeit erhalten, ein Buch von der Autorin Marit Bernson zu lesen. Ich werde nun auch, jahreszeitlich bedingte, Romane lesen. Man wird auf eine schöne Art und Weise in winterliche und vorweihnachtliche Stimmung gebracht. Hier waren lustige Charaktere erschaffen worden. Die Hauptprotagonistin fühlte sich nach ihrem Studienabschluß noch nicht da wo sie hinwollte. Sie war mit sich und der ganzen Situation unzufrieden. Dann nahm ihr bester Freund sie einfach zu einem Vorstellungsgespräch mit und was dann geschieht, müsst ihr selber lesen. Unkomplizierter Schreibstil, locker, das man einfach sich beim Lesen fallen lassen kann. Ich mag die Geschichten von Marit Bernson. Es sind keine dicken Romane, sondern wirklich einfach wunderschöne einfache Geschichten, die das Leben so mit sich bringt.

Buchempfehlung: Bratapfel am Meer von Anne Barns

Photo: ©Mira Taschenbuch Verlag

Hallo liebe Lesebuch Leser,
heute darf ich den Abschluß machen, von dieser Buchempfehlungs-Blogtour. Es wurde auf mehreren Blogs, das tolle Winterbuch „Bratapfel am Meer“ von der Autorin Anne Barns, mit einigen Rezeptideen für die Winterzeit und Schnipsel aus dem Buch vorgestellt.

Photo: ©Alexandra Richter

Klappentext:
»Bring meine Kette zurück zu meiner großen Liebe, nach Juist!«

Nur wenige Stunden vor ihrem Tod hat Caros Patientin ihr dieses Versprechen abgenommen. Nun steht Caro auf dem Klinikflur, der ihr alltäglicher Arbeitsplatz ist, und hält Elfriedes kunstvoll gearbeitete Perlenkette in den Händen. Sie spürt, dass dieses Schmuckstück ein ganz besonderes Geheimnis birgt, und beschließt, zum Jahreswechsel auf die kleine Nordseeinsel Juist zu fahren. So kann sie Elfriedes Wunsch erfüllen und sich, bei eisigem Wind und rauer Brandung vor den Fenstern, mit heißem Apfelpunsch die kleine Auszeit nehmen, nach der sie sich schon lange sehnt.

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (16. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3745700376
ISBN-13: 978-3745700374

Leserstimmen:
»Ich habe sehnsüchtig auf das neue Buch von Anne Barns gewartet und wurde nicht enttäuscht.« (Leserstimme auf Amazon
)
»Die Geschichte hat mich in ein wohlig-warmes Gefühl versetzt und eine richtig tolle entspannte Stimmung gezaubert. Sie ist einfach wunderschön, spannend, gemütlich und lecker! « (Julia von www.tealiciousbooks.de)

Photo: ©Anne Barns

Liebe Freunde der zuckersüßen Versuchung,

im echten Leben heiße ich Andrea Russo und ich habe das Glück, meinen Traumberuf ausüben zu dürfen. Bis vor einigen Jahren habe ich als Lehrerin in einer Förderschule gearbeitet. Jetzt schreibe ich Bücher. Dabei verwende ich mittlerweile auch das Pseudonym »Anne Barns«. In meiner Freizeit koche und backe ich sehr gerne. Sie finden mich also entweder im Schreibzimmer oder in der Küche. Da ich selbst davon träume, irgendwann irgendwo am Meer zu leben, schicke ich meine Buchheldinnen nach Juist, Rügen und an andere schöne Orte. Apfelkuchen, Karamell, Haselnusspasten und andere Köstlichkeiten vermischen sich dort mit dem salzigen Duft des Meeres und sorgen für ein zuckersüßes Lesevergnügen. Einige der Rezepte finden Sie in meinen Büchern.
Viel Spaß beim Nachzaubern und Naschen wünscht Andrea Russo

Photo: ©Salvatore Russo

Meine Lieblings-Textstelle:

Photo: ©Google / Bildbearbeitung: Alexandra Richter

Lesehörprobe:

Quelle: Bratapfel am Meer von Anne Barns, gelesen von Alexandra Richter.

Photo: ©Alexandra Richter

Rezept für Olivenölkuchen mit Zitrone und Honig:
Kuchenteig:
3 Eier
300g Zucker
3 Zitronen
300ml Milch
300ml gutes Olivenöl
50g Honig
300g Mehl (Type 550)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
Garnitur:
Puderzucker, Creme Fraiche/Schmand, Zitronenschale, Honig

Zubereitung:
Eier und Zucker cremig und hellschaumig schlagen. Zitronenschale von den Zitronen dünn abreiben, mit Milch, Olivenöl und dem Honig zur Ei-Zucker-Mischung geben. Behutsam verrühren. Mehl und Backpulver mischen und auf die Eimasse sieben. Salz dazugeben. Kurz unterheben und den Teig in eine rechteckige Backform (24x38cm) füllen.
Den Kuchen bei Umluft 160 Grad etwa 35min backen. Herausnehmen, abkühlen lassen. Kreise ausstechen oder in Quadrate schneiden. Mit Puderzucker bestäuben. Jeweils einen Löffel Creme Fraiche/Schmand daraufsetzen. Mit Zitronenschale bestreuen und etwas flüssigen Honig darüberträufeln.
Bon Appetit!

Photo: ©Alexandra Richter

Rezension:
✿*゚¨゚✎…. Wunderschön!
Ich habe das Buch eben zu Ende gelesen und muß euch unbedingt mitteilen, das es mir sehr gefallen hat. Mal wieder ein Roman, den ich in wenigen Tagen gelesen habe. Die Autorin Anne Barns hat so einen tollen leichten Schreibstil, das man sich immer wieder sofort in die Handlung fallen lassen kann. Die Protagonistin ist eine Intensiv Krankenschwester, und möchte sich etwas vom kaputten Eheleben und der Arbeit erholen und das macht sie auf der Zauberinsel Juist in der Nordsee. Und dann Weihnachten, Tod, Kranke, Freundin, wie auch Ehebruch uvm. waren hier in eine geniale Geschichte verpackt worden. Für den Monat Oktober war das mein Highlightbuch. Ich habe mich einfach mit dem Buch verbunden gefühlt, weil ich nämlich auch eine Krankenschwester bin. Absolute Lese- bzw. Kaufempfehlung!

Photo: ©Alexandra Richter

Tourplan:
Diana Zilinski: https://www.facebook.com/TeamBuchmagie

Monika Schulze: https://suechtignachbuechern.de
Anja Göbel: https://www.facebook.com/anjasseitenweise
Franziska Scheuermann: https://franzis-hexenbibliothek.de
Julia Ehrenberg: https://www.tealiciousbooks.de
Anke Gehrke-Behrend: https://svanvithe.blogspot.com
Hier auf dem Blog…


Interview mit Franziska Erhard

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Franziska Erhard? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Eine gute Frage, die ich mir auch manchmal stelle; Franziska Erhard ist:

  • eine Vollblut-Autorin, die manchmal den Montagmorgen kaum erwarten kann, um weiterzuarbeiten
  • Glücklicherweise die Ehefrau ihres Mannes
  • Eine liebende Mutter (meistens) von zwei großartigen, einzigartigen, wunderbaren, witzigen Kindern (auch meistens)
  • Hausfrau mit fatalem Hang zu sauberen Böden, aber wenig Affinität zum Bügelbrett
  • Gelernte Augenoptikerin mit richtigem Gesellenbrief und so
  • Diplom-Ingenieurin für Augenoptik
  • Begeisterte Leserin, die bei einem guten Buch immer heult, aktuell aber leider kaum noch Zeit zum Lesen findet eine Freundin, die nicht nur in guten Zeiten für ihre Lieblingsmenschen da ist, sondern zur Not auch mal um Mitternacht Tochter von wunderbaren Eltern, die kleine Schwester, der man immer noch manches nachsieht, aber leider nicht mehr alles
  • Schwägerin und Schwiegertochter und manchmal auch die ruppige Verwandtschaft
  • Sehr gerne Tante und bald Großtante, was sie kaum noch abwarten kann
  • Listen-süchtig. Eine, die ihre Listen in Listen organisiert. So in der Art.
  • Dekorationsfan. Und schon ganz zappelig, bis nun endlich das ganze Weihnachts-Glitzer-Zeug aus den Kisten darf.

Außerdem lacht sie gerne (auch mal über sich selbst), ist aufgeschlossen, engagiert, verbeißt sich in Dinge, die sie wirklich will, ist fantasiebegabt, hilfsbereit, manchmal leicht verrückt, ab und zu ein klein wenig schwierig, gelegentlich auch mal ungerecht, und ziemlich ungeduldig. Woran sie allerdings arbeitet. Jetzt. SOFORT.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Diese Frage bekomme ich in der Tat sehr oft gestellt, und jedes Mal denke ich, die romantische Antwort wäre, dass ich seit jeher davon träumte. Da es allerdings nicht so ist, werde ich sie auch dieses Mal nicht geben. Obwohl ich eigentlich schon immer geschrieben habe, aber eben nie mit dem Gedanken, auch zu veröffentlichen. Das kam mir lange gar nicht in den Sinn, und hat letztendlich auch so viel Mut erfordert, dass ich dazu eben etwas Zeit brauchte.

Aber tatsächlich war es so, dass ich in einer Phase meines Lebens das Gefühl hatte, dass nichts so richtig läuft. Die Kinder eben aus dem Gröbsten raus und morgens im Kindergarten, der alte Job weg, und kein neuer in Sicht. Ich tat, was ich in diesen Situationen immer tue, ich flüchtete mich in die Bücher. Nur dass es damals die Falschen waren. Ich las also von Frauen, die mit sich haderten und nichts lief. Soweit gut. Dann aber nahmen sie ab und zack – das Leben war perfekt, der Mann auch, und der Job sowieso. Und ein seltsamer Trotz packte mich. Ich wollte Geschichten lesen, in denen es auf andere Weise klappte, das Leben in den Griff zu bekommen, die mich inspirieren würden. Und in denen man nicht erst Modelmaße erreichen musste. Natürlich gibt es diese Geschichten, aber zu meinem Glück hatte ich damals andere Bücher auf meinem SUB. Und so habe ich mich eines Morgens einfach an den Rechner gesetzt und angefangen zu schreiben. Die Geschichte hatte sich schon seit längerer Zeit in meinem Kopf versteckt, und ich musste sie nur herauslassen. Und seither habe ich einfach nicht mehr aufgehört, weil es das Beste ist, was ich jemals tun durfte.

3. Wie viele Bücher hast du insgesamt schon geschrieben? Gibt es denn einen Charakter, in dem du dich selbst wiederfindest?

Ich habe bisher fünfzehn Bücher veröffentlicht, am sechzehnten schreibe ich fleißig. Und tatsächlich steckt in jedem Charakter ein wenig Franziska Erhard. Irgend eine Kleinigkeit, eine Macke, eine Angewohnheit (oder ein Fettnäpfchen). Beim Schreiben muss ich mich ganz in die Figur hineindenken, ich muss fühlen wie sie, denken wie sie, spüren, wie sie agieren wird, damit der Charakter rund und glaubhaft wird. Das finde ich extrem spannend, weil ich mich selbst dadurch verändere. Ich lerne neue Sichtweisen kennen, spiele mir ungewohnte Reaktionen durch. Insofern beeinflussen wir uns gegenseitig, und nach einem Buch steckt dann auch ein Stückchen der neuen Protagonistin in mir.

4. Wenn du die Geschichten deiner Bücher mit 5 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

(Diese Frage fürchte ich in Interviews, ganz ehrlich. Frag mal meine Familie, ich kann nichts in fünf Wörtern wiedergeben, ich rede und denke in Romanen. Aber ich habe mir jetzt einen eleganten Weg aus dieser Klemme gesucht und einfach fünf Adjektive aus Rezensionen herausgepickt, die mich beim Lesen sehr gefreut haben.)

bezaubernd – wunderschön – fesselnd – romantisch – witzig

5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Oh, da waren sehr, sehr viele schöne Momente. Vielleicht der allererste Kauf meines Debütromanes? Oder als ich zum ersten Mal in die Top 100 gekommen bin? Die erste Mail einer Leserin, die sich für eine Geschichte bedankte? Oder jede weitere Nachricht, die mich unglaublich gefreut hat? Der erste Verlag, der von sich aus an anklopfte und fragte, ob ich an einer Zusammenarbeit interessiert sei? Die tollen Gespräche, die ich mit Leserinnen führen durfte? Oder als ich zum ersten Mal mit: „Sind Sie nicht diese Autorin?“ begrüßt wurde? Oder doch die Nachrichten, in denen mir Menschen erzählten, dass ihnen eines meiner Bücher in schweren Zeiten ein wenig Glück geschenkt hat oder sie durch das Lesen motiviert wurden, etwas zu ändern oder neue Sichtweisen zu entdecken? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass jeder dieser schönsten Momente immer damit zusammenhängt, dass es Leser gibt da draußen, die meine Geschichten lieben. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

6. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Rezensionen sind mir sehr wichtig, denn sie sind das wichtigste Tool, mit dem ich Rückmeldungen bekomme. Wenn ein Leser dort seine Eindrücke schildert, kann ich so vieles lernen. Was gefiel, was ankam, und auch, wo ich etwas besser machen kann. Ohne solche Rückmeldungen kann ich nicht lernen und nicht versuchen, immer etwas besser zu werden. Und natürlich freut sich jeder von uns, wenn er Reaktionen auf seine Arbeit bekommt, eine Rückmeldung erhält.

Ich vergleiche es jetzt mal ganz profan mit dem Kochen, was viele von uns ja täglich machen. Wir überlegen uns, was es geben soll. Wir schnippeln und brutzeln, schmecken ab, geben uns Mühe und versuchen, ein richtig gutes Mahl auf den Tisch zu stellen. Und dann? Setzten sich alle, essen, stehen auf und gehen einfach? Nein. Natürlich ist es toll, zu hören, dass es schmeckt. Oder was vielleicht noch besser dazu gepasst hätte. Wir freuen uns, wenn es gewürdigt wird, und die Arbeit eine Wertschätzung erhält. Und wenn die Kommentare dann eben mal: »Naja, nicht schlecht, musst du aber so schnell nicht mehr kochen« lauten, dann weiß man, dass man sich für den nächsten Tag etwas anderes ausdenken muss.

So ist es auch mit den Büchern. Natürlich bekomme ich lieber gute Rückmeldung als schlechte. Aber wenn sie erklärt, was genau nicht gefallen hat, dann reflektiere ich das sehr genau, selbst wenn es weh tut. Nur mit ganz fiesen Rezensionen habe ich Schwierigkeiten, das gebe ich zu. Die verletzen, auch wenn man sich sagt, dass der Schreiber vielleicht einfach einen schlechten Tag hatte und dann auch noch sein Kühlschrank kaputt ging und er das jetzt einfach abladen wollte.

7. Wie vereinbarst du das Schreiben mit der Familie? Bekommst du Unterstützung von deiner Familie?

Das Schreiben ist erst einmal ein Job. Ich arbeite wie viele andere Mütter, nur dass ich dazu in kein Büro fahre, sondern zuhause bleiben darf. Allerdings ist es manchmal ein ziemlich verrückter Job. In manchen Phasen kann ich einfach nicht aufhören, dann schreibe ich auch mal eine Nacht durch. Und lege dann einen Zettel auf den Tisch, dass ich eben erst ins Bett bin und bitteschön jetzt schlafen will. Das geht, aber natürlich nur in Ausnahmefällen und idealerweise am Wochenende.

Ansonsten haben sich meine Lieben inzwischen daran gewöhnt, dass ich eben ein wenig emotionaler bin, wenn ich im Schreibprozess stecke, und je nachdem auch mal schlecht gelaunt bin, wenn die Kinder heimkommen, weil ich gerade an einer Szene arbeite, in der es kracht, und ich die Stimmung bewahren will, bis ich weiterschreiben kann. Sie gehen damit wirklich großartig um. Und sie haben mich vom ersten Moment an unterstützt und an mich geglaubt. Ganz zu Beginn habe ich mit meinem Mann darüber gesprochen, dass ich gerne als Autorin arbeiten würde. Er hat das ziemlich entspannt aufgenommen, und wir haben einen Deal geschlossen, dass ich es ein Jahr ausprobiere, ehe ich mich wieder um einen „normalen“ Job kümmere. Zum Glück war das dann nicht mehr nötig. Und mittlerweile finden es die Kinder richtig cool zu sagen, dass die Mama Autorin ist, und wir haben tolle Diskussionen, wenn es um neue Titel oder Coverentwürfe geht.

8. Bist du eher ein spontaner Typ, oder brauchst du eine genaue Planung für Unternehmungen? Und wie wirkt sich das auf dich als Autorin aus?

Eigentlich bin ich ein Mensch, der gerne alles plant und tausend Listen schreibt. Natürlich auch beim Schreiben. Leider halten meine Protagonisten nichts davon. Irgendwann entwickeln sie ihre eigene Ideen und werfen meine ganze schöne Planung um. Das macht mich einerseits verrückt, andererseits habe ich mittlerweile gelernt, dass es besser ist, ihnen zu vertrauen. Dadurch erlebe ich die Geschichten selbst, und es ist eine spannende Sache, wenn ich mich von ihnen leiten lasse. Deshalb habe ich für das Schreiben jetzt einen neuen Plan: Ich weiß, wo es losgeht und wer mitkommt. Ich weiß, wo unser Ziel ist. Ich kenne ein paar Stationen der Reise. Und dann starten wir und lassen uns überraschen, was auf dem Weg so alles passiert.

9. Angenommen, du hättest ausreichend Geld, um dir deinen Traum zu verwirklichen: Wo auf dieser Welt würdest du am liebsten dein Schreibdomizil errichten?

Irgendwo am Meer. In einem schönen Haus mit großer Terrasse, von der aus man das Wasser glitzern sieht. Für Regentage stünde ein Schreibtisch vor einer großen Fensterfront, ebenfalls mit Meerblick. Aber eigentlich muss ich zugeben, dass ich ein ziemlich heimatverbundener Mensch bin und dass ich ungern auf meine ganze Familie und meine Freunde verzichten würde. Von daher bin ich auch sehr zufrieden mit meinem aktuellen Schreibdomizil. Und hole mir meine Dosis Meer im Urlaub, wo ich es dann auch voll und ganz genießen kann.

10. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?

Eins? Am Tag? So in etwa. Ich bin die Königin der Fettnäpfchen, weil ich leider erst rede und dann nachdenke, wenn mich etwas wirklich bewegt. Oder weil ich immer tausend Dinge zeitgleich erledigen will, obwohl ich eigentlich nicht multitaskingfähig bin. Oder einfach nur zu dämlich dazu. Neulich zum Beispiel rief die Schule an. Der Große hat Bauchweh und möchte bitte abgeholt werden. Ich war mitten im Schreiben und wollte noch unbedingt dieses eine Kapitel fertigstellen. Deshalb musste es danach schnell gehen, noch eben zur Toilette, und dann ab die Post.

Ich fahre also zur Schule, melde mich brav im Sekretariat, gehe rüber ins Krankenzimmer, plaudere kurz mit der Oberstufenschülerin, die sich um den Kerl kümmerte, und marschiere mit Kind zurück über den Schulhof zum Auto. Auf dem Heimweg noch eben beim Bäcker angehalten, wenn man jetzt eh schon unterwegs ist, dann nach Hause.

Und dort, erst dort, sagt der Bub: »Mama, diese Hosen-Schürzen-Kombination ist echt ziemlich seltsam.« Ich sehe an mir hinunter, Pulli und Rock, eigentlich nichts Außergewöhnliches. Dann dämmert es mir, und euch vermutlich auch. In der Eile blieb der Rock im Bund der Strumpfhose stecken, und ich hatte natürlich keine Zeit, um mal schnell in den Spiegel zu sehen, ehe ich aus dem Haus renne. Zum Glück war es eine dieser superblickdichten, aber ich argwöhne immer noch, dass die Verkäuferin beim Bäcker seither so seltsam grinst …

Brüder Grimms Märchen Rätsel 32

Ich möchte euch jeden Freitag ein Zitat aus den Brüder Grimms Märchen vorstellen. Heute ist dieses zu erraten, aus welchem Märchen, das wohl stammt?

Interview mit Bianka Mertes

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Bianka Mertes? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Ich wurde vor nun mehr 50 Jahren in Unkel am Rhein geboren. Nun lebe ich mit meinem Mann und meinen 2 Mädels, meinem ersten Enkel und 2 Katzen, am Anfang des Westerwaldes in einem idyllischen kleinen Städtchen auf dem Land. Wenn ich nicht gerade schreibe, zeichne und male ich auch sehr gerne. Ansonsten kümmere ich mich um den Haushalt, Kinder und Enkel.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das hat schon in meiner Schulzeit angefangen. Kleine Geschichten erfinden um der Realität zu entfliehen und meiner Fantasie freien Lauf lassen. Doch richtig geschrieben und veröffentlicht habe ich erst viel später. Es ist halt nicht leicht, seine eigenen Texte anderen zum Lesen zu geben.

3. Wie lange, hast du immer an einen deiner Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?

Oh, schwierige Frage. Ich denke, es kommt auch auf das Genre an und wie viel Zeit einem der Alltag lässt. Jedes Buch habe ich in unterschiedlichen Zeiten geschrieben. Manchmal brauche ich auch sehr lange, da ich nur staffelweise schreibe, wie die Zeit es halt zulässt.

4. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Ich höre Musik, am besten eine, die zu den bestimmten Szenen passt. Da fällt es mir leichter, mich in die Protagonisten und ihre Gefühle zu versetzen.

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Das ist einfach zu beantworten. Ich arbeite da, wo andere essen. Im Esszimmer. So bin ich auch immer gleich zur Stelle, sollte etwas mit Kindern, Enkel oder Mann sein. Aber ab und zu nehme ich meine Schreibarbeiten sogar mit ins Bett.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Der schönste Moment ist für mich, wenn ich mein gedrucktes Buch in den Händen halten kann und die Reaktionen der Leser, wenn sie die Gefühle wiedergeben, die ich mit bestimmten Szenen auch erreichen wollte.

7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Oh ja. Es kommt sogar vor, dass ich unbewusst weine oder lache, wenn ich die Zeilen selbst noch einmal lese. Bei einem Buch hat mich sogar der Protagonist selbst in meinen Träumen nicht zur Ruhe kommen lassen. Ich bin halt nah am Wasser gebaut.

8. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Zur Zeit habe ich den Plot für Sprouts 3 fertiggestellt. Und ich schreibe noch an 2 Liebesromanen.
Das Cover für Sprouts 3 steht auch bereits, nun muss ich nur noch schreiben.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Rezensionen sind mir sehr wichtig. Schließlich geht es hier um die Meinung meiner Leser. Klar, dass ein Buch nicht immer nur gute Rezis bekommen kann und ich glaube, dass ist auch bei jedem Autor so. Geschmäcker und Erwartungen sind verschieden. Aber es gibt auch Rezensionen, mit denen ich mich gar nicht abfinden kann. Entweder weil sie unfair sind oder unterhalb der Gürtellinie. Wie z.B. »Das hat überhaupt nichts mit der Realität zu tun.« Oder »Als würden sich Teenager so je verhalten.« Hallo, ich schreibe hauptsächlich im Bereich Fantasy. Realität ist da kaum zu finden, oder?

10. Und die letzte Frage: Welche Jahreszeit magst du am liebsten und weshalb?

Ich liebe den Winter. Die frische klare Luft, der Schnee der unter den Schuhen knirscht und die aufkommende Weihnachtsstimmung. Vielleicht liegt es daran, dass ich im November geboren wurde. Jedenfalls ist das für mich die schönste Zeit des Jahres.

Abschließend möchte ich mich bei dir noch ganz herzlich für das Interview bedanken und für die Zeit, die du in jedes einzelne steckst. Danke auch an die Leser, die sich die Mühe machen, meine Zeilen zu lesen.

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