Interview mit Tina Wälde

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1. Wer ist Tina Wälde? Magst du dich mal kurz vorstellen? 

Ich bin Schwäbin, fast 52 Jahre alt, Mutter von erwachsenen Zwillingssöhnen und wohne mit meinem Mann und Hund Loui seit 2020 in Zypern. Bevor ich Autorin der Zypern-Krimi-Reihe wurde, habe ich Krimi-Theaterstücke geschrieben, die ich zusammen mit einer Theatergruppe in Form von Krimi-Dinner-Events auf die Bühne gebracht habe.

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Nachdem sich die Welt in der Pandemie anders weitergedreht hat und Theater nicht mehr möglich war, musste ich einen anderen Weg finden, meine Schreibsehnsucht zu stillen. So kam ich auf die Idee, meine Krimi-Schreib-Leidenschaft mit der Liebe zu meiner neuen Heimat Zypern zu kombinieren und schwupsdiwups war der erste Zypern-Krimi geboren.

3. Du lebst ja mit deiner Familie auf Zypern. Hast du dort einen festen Schreibtisch/Arbeitsplatz zum Schreiben?

Ja, sogar mit Meerblick!

4. Erzähl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale?

Der ist tatsächlich hart durchstrukturiert. Ich habe feste Zeiten für meinen Brotjob (meistens vormittags) und fürs Schreiben (meistens von 14 bis 18 Uhr), in der ich Autorin bin. In dieser Zeit schreibe ich – mal an meinem Schreibtisch, mal in einem Café oder im Garten – je nach Stimmung. Und wenn’s nicht läuft, sitze ich trotzdem vor meinem Manuskript, auch wenn ich nur blöd auf die leere Seite starre oder Kreise um den Esstisch drehe, um meine Gedanken zu ordnen. Das gehört alles dazu! Mein Ritual ist der morgendliche Spaziergang mit meinem Mann, mit dem ich immer die logischen Zusammenhänge der Kriminalfälle bespreche.

5. Weißt du bereits vorher genau, was in deinen Büchern passiert. Arbeitest du dich an einem genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?

Ich habe immer zuerst einen genauen Handlungsplan, den meine Figuren aber jedes Mal total auf den Kopf stellen.

6. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Mit vollem Körpereinsatz! Wenn ich selbst Herzklopfen und Gänsehaut kriege, weiß ich, dass die Szene sitzt.

7. Wann und Warum hast du dich entschlossen deine erste Geschichte zu veröffentlichen?

Meinen Debüt-Roman habe ich 2022 erstmal nur für mich geschrieben. Er handelt von meinen Lebensentscheidungen bzw. welche Konsequenzen sie hatten, vom Scheitern und Neubeginn bis hin zum Auswandern. Als er fertig war, dachte ich, dass meine Geschichte vielleicht auch andere dazu inspiriert, ihr Leben in die Hand zu nehmen und ihren Träumen zu folgen. Deshalb habe ich es veröffentlicht.

8. Was ist bis jetzt der schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Das war, als mir eine Frau schrieb, dass sie beschlossen hat, ihren nächsten Urlaub auf Zypern zu verbringen, nachdem sie mein Buch gelesen hat. Das hat mich besonders gefreut, weil es sonst meistens andersrum ist.

9. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke? Kritik von den Lesern ist wichtig und wie gehst du damit um?

Instagram ist mir sehr wichtig! Ich liebe dort die Zusammenarbeit mit Bloggerinnen und Bloggern. Auch deren Kritik ist mir wichtig, um mein Schreiben zu verbessern. Wenn es sich bei der Kritik nicht um den persönlichen Geschmack handelt, versuche ich auch immer, sie umzusetzen.

10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen du erzählen möchtest bzw. darfst?

Am 22.10.26 erscheint mein erster Norwegen-Krimi „Mord im Polarexpress” im dp Digital Publishers Verlag. Im November geht es dann weiter mit einem Thriller-Pojekt, mit dem ich schon Anfang des Jahres begonnen habe. 

Historischer Literaturpreis des Goldenen, Silbernen und Bronzenen Homer 2026

Am vergangenem Samstag, 03.10.26 war ja in Erfurt nun die Veranstaltung für den historischen Literaturpreis Goldener Homer, aber auch für den Silbernen und Bronzenen Homer.

Gold bekam die Autorin Beate Maly für das Buch “Gold aus der Wiener Werkstätte”.

Silber bekam die Autorin Ana Pawlik für das Buch “Der Fall des eisernen Königs”.

Bronze bekam die Autorin Maria Nikolai für das Buch “Little Germany – Der Duft der Neuen Welt”.

Der Publikumspreis bekam der Autor Oliver Pötzsch für das Buch “Der Totengräber und die Pratermorde”.

Ich gratuliere dem Preisträger und den Preisträgerinnen!

Kartengestaltung 9

 

Seit ewiger Zeit, mal wieder etwas zu einem Anlass selbst gebastelt. Habe ein Bastelkarton Zeichenblockgröße in drei Teile gefalten und aussen entstand Scrapbooking und Stamping im Spielmodus und innen habe ich einen Gutschein mit Scrapbooking in Szene gesetzt. 

(Scrapbooking bedeutet, man macht wunderschöne, kunstvoll gestaltete Fotoalben bzw. wie ich  Karten. Um die Fotos oder Gutscheine herum werden “Scraps” (englisch für Schnipsel, Stückchen) geklebt, um die Seiten zu verzieren und die Bilder in Szene zu setzen. Als Scraps können Eintrittskarten, Zeitungsausrisse, Sticker und vieles mehr dienen.) 

Neue Bücher

Wieder konnte ich beim Stöbern, diesmal in der Fundfabrik in Freiburg, nicht NEIN sagen. Wenn ich Bücher entdecke, muss ich schauen, welche dort zu finden sind. Und leider werde ich immer wieder fündig.
Aber ein Exemplar ist ein Buchgewinn von Julia Kröhn. “Das Lächeln der Kinder” fühlt sich mit dem umweltfreundlichen Buchumschlag so leicht an. Das gefällt mir. Mal schauen, wie es ausgelesen aussieht.
Und ein Rezensionsexemplar “Weihnachtswunder für Anfänger” von Gina Greifenstein hat mich erreicht. Du hast das so liebevoll mir zukommen lassen. Vielen herzlichen Dank dafür.

Piper Verlag
Gmeiner-Verlag
Penguin
dtv Verlag
Thiele Verlag
Ullstein Buchverlage

Lesung mit Sarah Tischer

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(.¸.•´ (¸.•` ☆ ¤º.`•.¸.•´ ☆………. Lesung mit Sarah Tischer

Die Lesung im Januar 2026 in der Wortwerke in Rastatt mit Sarah Tischer war voll spannend. Sie las aus ihrem Krimi “Letzte Chance Baden Baden – Maxi Morel ermittelt 2”, der im Gmeiner Verlag im August 2025 erschienen ist, mit einer angenehmen Lautstärke und Stimme einige Passagen daraus vor. Sie selbst ist eine sympathische Person öffentlichen Lebens, denn sie schreibt nicht nur Geschichten, Kochbücher und/oder Kurzgeschichten. Nein, sie leitet auch eine Black-Forest-Lodge in Freudenstadt im Schwarzwald. Ich finde es immer wieder interessant, was die Autoren/Autorinnen, vor dem Schreiben alles gemacht bzw. gelernt haben. Sarah Tischer war in der Finanzdienstleistungsbranche in der Schweiz 3,5 Jahre tätig, bis sie ihren Job gekündigt hatte – um dann eine andere Tätigkeit im Leben ansteuerte. Sie kaufte einen alten Bauernhof mit Pension und baute ihn teilweise zu Ferienwohnungen und Ferienzimmer um. Dort schreibt sie ihre Geschichten. 

Interview mit Sarah Tischer

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1. Wer ist Sarah Tischer? Magst du dich mal kurz vorstellen?


@Birgit-Cathtin Duval

Aufgewachsen bin ich am Bodensee. Nach einigen Zwischenstopps während meines VWL-Studiums in München und Barcelona, habe ich in Zürich gelebt und in der Finanzdienstleistungsbranche gearbeitet. Ich bekam jedoch relativ bald eine Sinnkrise und habe mein Leben komplett verändert: Nach einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg kaufte ich mir mit 28 Jahren 2015 ein ehemaliges Pensions- und Bauernhaus. Nach zwei Jahren Renovierungszeit eröffnete ich die Black Forest Lodge (www.black-forest-lodge.eu). Seit beinahe 10 Jahren bin ich also Gastgeberin. Im Haus lebe ich auch selbst, mittlerweile mit meiner Familie. Ich koche gerne, mache Sport (wandern, Yoga, Laufen) und lese viel. Eine weitere Leidenschaft von mir ist das Schreiben und ich habe verschiedene Bücher veröffentlicht. (www.sarah-tischer.de)

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Geschrieben habe ich eigentlich schon immer gerne – früher Tagebücher und Briefe, später auch auf Blogs. Gleichzeitig hatte ich schon lange den Traum, irgendwann ein eigenes Buch zu schreiben. Konkreter wurde dieser Traum während der Corona-Pandemie, als ich plötzlich mehr Zeit hatte, mich intensiv mit dem Schreibhandwerk zu beschäftigen. Anschließend habe ich meine eigene Geschichte aufgeschrieben, was ich schon länger im Hinterkopf hatte: »750 Meter Glück – raus aus der Finanzwelt und rein ins Landleben«. Nach ein paar Kurzgeschichten hatte ich dann Lust, mich an einen richtigen Roman zu wagen.

3. Deine Heimat ist im Schwarzwald. Dort führst du eine kleine Pension. Wie koordinierst du diese Arbeit mit dem Schreiben?

Das ist schon eine Herausforderung und oft wünsche ich mir mehr Zeit zum Schreiben. Gleichzeitig bin ich so dankbar für die Möglichkeit, schreiben und veröffentlichen zu dürfen, dass ich eine große Motivation habe und jede freie Minute dafür nutze (manchmal stehe ich auch gegen 5 Uhr morgens auf). Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass wenig Zeit manchmal sogar ganz hilfreich sein kann. Wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht, arbeitet man oft besonders effektiv. Hat man dagegen sehr viel Zeit, kann es manchmal sogar schwieriger sein, sich zu motivieren.

4. Erzähl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale oder gar einen festen Schreibplatz?

Einen festen Schreiballtag gibt es bei mir nicht. Es gibt durchaus Tage, an denen ich neben meiner Lodge und meiner Familie überhaupt nicht zum Schreiben komme – und das akzeptiere ich auch. Am liebsten schreibe ich tatsächlich im Café. Zu Hause finde ich nämlich immer etwas zu tun: Haushalt, Garten … ich glaube, das kennen viele Wenn ich keine Gäste habe und mein Kind im Kindergarten ist, fahre ich deshalb gerne früh morgens ins Café und verbringe dort ein paar Stunden mit meinem Laptop. Das liebe ich! Und wenn ich zwischendurch einmal etwas Zeit zum Schreiben finde, verziehe ich mich einfach in einen freien Raum. Platz habe ich in meinem Haus zum Glück genug.

5. Weißt du bereits vorher genau, was in deinen Büchern passiert. Arbeitest du dich an einem genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?

Ich vergleiche das Schreiben immer gern mit dem Verreisen: Wenn man alles genau im Voraus durchplant, nimmt man sich den Raum für das, was während der Reise entstehen kann. Wenn man gar keinen Plan hat, kann das aber auch blöd enden. Daher plane ich ein bisschen, liebe es aber auch, wenn sich beim Schreiben spontan neue Ideen auftun oder Figuren ungeplante Richtungen einschlagen.

6. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Auf jeden Fall passiert dann auch etwas mit mir und ich denke, es ist wichtig, selbst etwas zu fühlen, um einen emotionalen Text zu schreiben. Allerdings bedeutet das nicht, dass ich bei jeder traurigen Szene selbst in Tränen ausbreche. Ich kann mich emotional auf eine Szene einlassen und gleichzeitig noch als Autorin einen gewissen Abstand behalten.

7. Du schreibst ja nicht nur Krimis, sondern auch Kurzgeschichten und Kochbücher? Welches Genre macht dir am meisten Freude daran zu arbeiten bzw. zu schreiben?

Ich hatte schon immer das »Problem«, dass ich mich für zu viele Dinge interessiere – und das wird mit der Zeit nicht besser. Deshalb kann ich mich auch beim Schreiben nicht für ein Genre entscheiden. Ich liebe die Mischung und finde es spannend, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Besonders schön finde ich es allerdings, in meine eigenen, fiktiven Romanwelten einzutauchen und Zeit mit meinen selbst geschaffenen Figuren zu verbringen. Das hat einen ganz besonderen Reiz.

8. Was ist bis jetzt der schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Schwer zu sagen. Ich denke wirklich spontan an Momente im Café, wenn ich Zeit zum Schreiben hatte und dachte: Wow, ich bin Autorin und darf das jetzt tun. Aber es ist auch immer (wirklich bei jedem neuen Buch) sehr besonders, das gedruckte Werk in den Händen zu halten. Und ich habe auch tolle Erinnerungen an Lesungen, z. B. die ausverkaufte Lesung an der Natur zu meiner Geschichte in meinem Heimatdorf.

9. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke? Kritik von den Lesern ist wichtig und wie gehst du damit um?

Ich mag den Austausch in den sozialen Medien, habe aber immer etwas Angst, dass ich dort Zeit »vertrödle«, die ich eigentlich zum Schreiben nutzen könnte. Das Schreiben an sich ist mir daher viel wichtiger. Kritik ist für mich wertvoll, solange sie respektvoll formuliert ist. Natürlich hört man lieber Begeisterung von seinen Lesern. Aber auch Kritik kann einen weiterbringen. Und manchmal denke ich tatsächlich: »Ja, der oder die hat schon einen Punkt. Beim nächsten Buch mache ich es besser.«

10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen du erzählen möchtest bzw. darfst?

Ich habe viele Ideen. Aktuell plotte ich einen neuen Schwarzwald-Krimi.