Ich war am Samstag 09.11.2019 in München auf der lit.Love. Es ist das vierte mal in Folge gewesen, das die Verlagsgruppe Random House, für die lit.Love, die Türen öffnete. Für die Leser, Blogger und alle anderen Literaturbegeisterte gab es jede menge Veranstaltungen, wie Talks, Meet & Greets, Worhshops und Lesungen. Ich selbst durfte auch ein weiteres Mal als Bloggerin unterwegs sein, um in die Welt der Buchstaben, Geschichten und Bücher einzutauchen. Da ich dieses Mal nur am Samstag die Veranstaltung besuchte, werde ich nur meine Highlights niederschreiben. Viel Spaß beim Lesen!

Heute, zum Jahresende nur für Euch, gibt es nochmal geballte lit.Love-Power! Hier kommen alle aktuellen Bücher der diesjährigen lit.Love-AutorInnen auf einen Blick. Es drehte sich das ganze Wochenende ausschließlich nur um das Thema Liebe. Lesen & Leidenschaft. Ich und alle anderen Besucher durften sich auf hochkarätigen internationalen Besuch, wie Beth O’Leary, Katherine Webb, Wladimir Kaminer, u.a. freuen.

Alle hier, auf dem Bild, erwähnten AutorInnen, waren mit ihren Verlagen, während des Wochenendes zusammen aufgetreten, wie Penguin, Goldmann, Blanvalet, cbj, cbt, Diana, Heyne u.a.

Natürlich geht ohne Sponsoren nicht all zu viel. Es wurden für jeden Besucher auf der lit.Love Taschen mit Goodies aufgefüllt und mit einem Bon am Ende ausgegeben. Von mir ein herzliches Danke an dieser Stelle.

Von 10.00 – 11. 00 Uhr startete ich mit einem Talk zu einem sehr spannenden Thema und freute mich schon sehr auf einen regen Austausch zwischen Anne Freytag (schreibt ihre Geschichten nicht zu Hause, sondern mit ihren ganzen Emotionen immer in einem CAFE), Manuela Inusa (schreibt ihre Geschichten immer zu Hause), Adriana Popescu (schreibt ihre Geschichten immer zu Hause) und Meike Werkmeister (schreibt ihre Geschichten immer zu Hause).

Freunde sind immer da, wenn man traurig ist. Und das ist immer wichtig in den Romanen. Freundschaft bleibt immer, wenn man daran arbeitet. Aber auch unter den Besten Freundinnen gibt es hin und wieder Streß, Eifersucht…. und das ist dann ganz arg schlimm!!! Wahre Freundinnen sagen sich immer die blanke Wahrheit. Echte Freundinnen können immer über alles und jeden Reden. Freundschaft muß nicht aus Kindergartenzeiten bestehen, auch erst in den späteren Jahren können Beste Freundschaften entstehen. Man braucht bei einer guten Freundschaft nicht immer viele Worte, man versteht sich auch Blind. Auch zusammen schweigen ist leicht…. DAS IST FREUNDSCHAFT!

Von 11:00 – 12:00 Uhr ging ich in den Workshop von und mit Meike Werkmeister. Wie erschaffen Autoren fiktive Charaktere, von denen man denkt, es gäbe sie wirklich? Charaktere, die wir vor uns sehen und von denen wir das Gefühl haben, sie zu kennen wie Freunde? Romanfiguren, die uns beim Lesen ans Herz wachsen und denen wir nachweinen, wenn die letzte Seite zugeklappt ist? Glaubwürdige und interessante Charaktere sind das A und O jeder guten Geschichte. Wie haucht ein Autor seinen Figuren Leben ein? Meike Werkmeister erzählt, wie sie beim Schreiben ihre Protagonisten findet, gibt konkrete Tipps für die Entwicklung authentischer Romanfiguren und bietet praktische Schreibübungen an. Ein Workshop zum Mitmachen und Mitdiskutieren.

Wie entsteht eine Romanfigur? Eine Protagonistin oder ein Protagonist muß immer jemandem gefallen. Was machen Figuren aus? Man kann sich ja in den Figuren wiederfinden! Dann fühlt man sich so einem Prota nah. Man muß jemanden beim Lesen wahr nehmen und kennen lernen. Analyse für Romanfiguren ist sehr wichtig. Kernbedürfnisse suchen? Außerdem entsteht eine weit aus bessere Geschichte, wenn man den Protas Steine & Konflikte in den Weg legt. Man möchte eine Entwicklung mit erleben und mit den Protas lernen.

Dieser Workshop war voll bis auf den letzten Platz und war so locker und fluffig gestaltet von Meike Werkmeister. Hat mega viel Spaß gemacht.

MEIKE WERKMEISTER, die als freie Journalistin für verschiedene Magazine schreibt, hat eine große Leidenschaft: das Meer. Wann immer sie Zeit findet, fährt sie dorthin – besonders gern nach Norderney, wo sie seit Kindertagen mit ihrer Familie Urlaub macht. Kein Wunder, dass die wunderschöne Nordseeinsel eine große Rolle in ihrem aktuellen Roman „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ spielt. Welche genau? Das erzählt sie euch persönlich bei der lit.Love 2019! @GoldmannVerlag

Von 12:00 – 13:00 Uhr besuchte ich die Lesung von und mit Brenda Strohmaier. Sie las aus ihrem Buch „Nur über seine Leiche“ vor. Sie war etwas aufgeregt zu Beginn beim Lesen, machte es aber durch die humorvollen Scripteinlagen wieder weg. Ein etwas schwarzer Humor Buchbeginn, das mir sehr gut gefiel. Der Tod des Ehemannes. Sehr elegantes Buchcover, lädt ein es besitzen zu wollen. Während des Schreibens begleitete sie die Oper „Die lustige Witwe“. Immer und immer wieder, bis die Kapitel fest standen. Hier der Klappentext des Buches:

Ehrlich, witzig, selbstbewusst – der inspirierende Weg einer Frau, die nach einem Schicksalsschlag ihr Leben umkrempelt. Zehn Jahre lang versuchte Brenda Strohmaier, ihren Freund vom Heiraten zu überzeugen. Kaum hatte er endlich »Ja« gesagt, war sie plötzlich: Witwe. Mit 44. Fort war ihr kluger, schöner Mann, zurück blieb sie mit Trauerschmerz plus Bürokratieirrsinn. Und Fragen. Wie soll das gehen, so ein Leben und Lieben danach? Kann man mit Mitte 40 noch mal von vorne anfangen? Sie beschließt, der erzwungenen Rückkehr ins Single-Dasein ein paar neue Erkenntnisse abzutrotzen. Reist ein paar Monate durch die Welt, konsultiert Nachlassexperten, Meditationslehrer, Friseure, küsst eine Frau. Fazit ihrer irrwitzigen Odyssee: Bedingt lustig, dieses „verwitwet“. Aber verdammt lehrreich.

BRENDA STROHMAIER kann so schreiben, dass Deutsch auf einmal anfängt zu tanzen.«, sagt Moderator Jörg Thadeusz über die Berlinerin, die sich als Stilredakteurin bei der WELT um Trends aller Art kümmert. Mit zur lit.Love bringt sie uns ihr aktuelles Buch „Nur über seine Leiche. Wie ich meinen Mann verlor – und verdammt viel übers Leben lernte“, das auf ehrliche, witzige und selbstbewusste Weise den inspirierenden Weg einer Frau nachzeichnet, die nach einem Schicksalsschlag ihr Leben umkrempelt… @penguinverlag!

So in der Mittagszeit bin ich durch das Verlagsgebäude geschlendert und lauschte den Klängen der Sängerin Julia Kautz. Dieser Live Act war sensationell. Was für eine Stimme!

Von 14:00 – 15:00 Uhr besuchte ich die Lesung von und mit der österreichischen Autorin Beate Maly. Sie las etwas aus ihrem neuen Buch „Lottes Träume“ vor. In dem Buch wird von einem Skisportgeschäft das um 1900 sehr im Kommen war, erzählt. Ski fahren war damals hoch angesehen. Die Autorin hat sich im Skimuseum in Fischen viele wertvolle Inspirationen für die Recherche geholt und hat sie uns wirklich spannend vorgestellt. Daraus entstand dann auch Lottes Träume. Sie las wirklich toll im Dialekt und mit verschiedenen Stimmlagen aus dem Buch vor.
Hier der Klappentext des Buches:

Als Lotte 1904 in Wien ankommt, ist für sie noch alles neu und fremd. Bisher hat sie mit ihrem Vater in dem kleinen Ort Mürzzuschlag gewohnt und von der großen Stadt nicht viel mitbekommen. Aber ihre Zeit in den Bergen und auf Skiern ist ihr jetzt hilfreich. In dem kleinen Bergsportladen in der Kaiserstraße bekommt sie deshalb gleich eine Anstellung, denn der Skisport ist erst im Kommen, nur die wenigsten kennen sich mit den neuartigen Brettern aus. Dass das auch etwas für Frauen ist, kann man sich schon gar nicht vorstellen. Aber Lotte lässt sich davon nicht beirren, und als dann noch ein junger Herr bei ihr seine Skier bestellt und Gefallen an ihr findet, befürchtet sie, dass das alles nur ein Traum sein könnte …

BEATE MALY, geboren und aufgewachsen in Wien, arbeitete zunächst als Kindergärtnerin und in der Frühförderung, bevor sie mit dem Schreiben begann. Neben Geschichten für Kinder und pädagogischen Sachbüchern hat sie inzwischen neun historische Romane geschrieben und drei historische Krimis. Lottes Träume ist der Auftakt einer Reihe um eine junge Frau, die in Wien ihr Glück sucht, und die Anfänge des Skisports zu Beginn des letzten Jahrhunderts. @blanvaletverlag

15:00 Uhr… Endlich das Meet&Greet mit Maria Nikolai. Ich habe hierfür eine persönliche Einladung von Penguin Verlag bekommen, denn nicht alle durften dazu stoßen, nur ein kleiner ausgewählter Leserkreis. Und dort gab es Häppchen, Schokolade und etwas zu trinken. Wir haben uns über die Hintergründe der Schokoladen Villa 1 und 2 unterhalten. Maria etwas privater kennen gelernt und natürlich auch etwas aus dem dritten Band vorgelesen bekommen. Spannend!

Anschließend von 16:00 – 17:00 Uhr war ich in einem Talk: Podcast Penguin lädt ein. Im Gespräch erfuhren wir mit Maria Nikolai und Persephone Haasis wie ein Podcast entsteht und warum diese für die Verlage immer wichtiger werden. Außerdem haben wir über Genuß, Sinnlichkeit und die verschiedenen Jahreszeiten in Romanen gesprochen. Eine interessante Stunde!

Nun war dann fast das Ende des Tages erreicht. Um 17:00 – 18:00 Uhr besuchte ich die Lesung von und mit Jana Voosen. Die Autorin lernte ich neu kennen und sie war mir auch sehr sympathisch. Als sie aus ihrem Buch vorlas, konnte ich mich doch nochmal in eine Geschichte fallen lassen, nach so einem ereignisreichen literarischen Tag. Sie hat eine klare und deutliche Aussprache beim Lesen.
Wie hält man zusammen, wenn die Welt um einen herum zerbricht? Darum dreht sich das ebenso mitreißende wie berührende Buch von Jana Voosen, das sie uns in diesem Jahr zur lit.Love mitgebracht hatte. Hier der Klappentext des Buches:

Altes Land, 1939: Es ist ein Skandal, der das Dorf Jork wochenlang in Atem hält. Die erst 17-jährige Tochter des wohlhabenden Obstbauern Landahl erwartet ein Kind vom Sohn des Pfarrers. Trotz überstürzter Hochzeit und angekratztem Ruf ist das junge Paar glücklich. Doch als der Zweite Weltkrieg ausbricht, muss Fritz an die Front, und Klara schlägt sich mit ihrem Sohn alleine in einer kleinen Wohnung in Hamburg durch. Als sie entdeckt, dass der alte Mann in der Dachgeschosswohnung nicht der ist, für den er sich ausgibt, trifft Klara eine folgenschwere Entscheidung.
Hamburg, 2019: Die frisch getrennte Journalistin Marie stößt bei Recherchen zu einem Artikel auf die Lebens- und Liebesgeschichte von Klara und Fritz Hansen. Sie ahnt nicht, dass die Begegnung mit den beiden ihr eigenes Leben maßgeblich beeinflussen wird.

JANA VOOSEN ist ein echtes Ausnahmetalent, sagt die Hamburger Morgenpost über unsere lit.Love-Autorin, die man nicht nur durch ihre tollen Bücher beim @HeyneVerlag, sondern auch aus verschiedenen TV-Produktionen (Tatort, Marienhof, Hochzeitsreise zu viert u.a.) kennt.

Nun kam der Abend zum ausklingen, mit einem Aperitiv. Man unterhielt sich mit Freunde, Bloggerkolleginnen und AutorenInnen. Hier habe ich mir dann auch noch einige Widmungen in meine Bücher gesammelt.

BETH O´LEARY studierte Englische Literatur und arbeitete in einem Kinderbuchverlag. Auf der täglichen Zugfahrt zum Verlag schrieb sie ihren ersten Roman Love to share, der international Begeisterung auslöste und in über 35 Ländern erscheint. Heute ist Beth freie Autorin, und wenn sie nicht an ihrem Schreibtisch sitzt, macht sie es sich gerade irgendwo mit einem Buch, einer Tasse Tee und mit mehreren Wollpullovern (bei jedem Wetter) gemütlich. @HeyneVerlag

KRISTINA VALENTIN lebt und arbeitet in Norddeutschland. Sie verbringt jede freie Minute damit zu schreiben und liebt es, Geschichten zu erfinden. Sie veröffentlicht auch unter den Namen KRISTINA STEFFAN und KRISTINA GÜNAK.
Sie stellte ihr Buch Garten der Wünsche auf der lit.Love vor.

LUCINDE HUTZENLAUB wurde 1970 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur lebte und studierte sie mehrere Jahre im Ausland. Lucinde ist Autorin, Kolumnistin, Kommunikations-Designerin und Heilpraktikerin. Sie ist verheiratet, hat vier Kinder und zwei Katzen, leider keinen Hund, reist sehr gerne und lebte von 2009 bis 2012 mit ihrer Familie in Japan, wo auch Lucindes erstes Buch „Hallo Japan“ entstanden ist.
Sie stellte ihr Buch Pasta D’Amore auf der lit.Love vor.

Jetzt ist die lit.Love 2019 schon wieder eine GANZE WEILE her und ich bin immer noch ganz beseelt von den vielen atemberaubenden Ereignissen, den leidenschaftlichen Gesprächen über Bücher und den spannenden und inspirierenden Talks und Workshops. Ein ganz besonderes Danke an das wundervolle lit.Love Team. Ich liebe Euch!

Quelle: https://www.litlove.de