Interview mit Lilli Beck

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1. Wer ist Lilli Beck? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Photographie von Susie Knoll

Sich selbst zu beschreiben ist ja nicht so einfach, deshalb hier die Biografie, die man auch auf meinen Büchern findet:
Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren, wo sie auch aufwuchs und nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau absolvierte. Ende 1968 wechselt sie nach München. Nach zwei Wochen tippen bei einem Rechtsanwalt, wurde sie von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disco ,Blow up’ entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschließend arbeitete sie u.a. für Zeitschriften wie BRIGITTE, landete wegen ihrer perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-Kühlerfigur der 70er Jahre und Covergirl auf der LP “Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz” von Marius Müller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte sie ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders’ “Der amerikanische Freund”), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann sie, Kurzgeschichten zu verfassen. Nach der Geburt ihrer Tochter gab sie die Schauspielerei auf und wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verließ sie die Welt des schönen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Veröffentlichungen von Kurzkrimis.
Aber ich bin auch Privatperson, ziemlich praktisch veranlagt, träume ständig vor mich hin, bin gerne allein, kenne keine Langeweile, lese viel, gucke auch gerne in die Glotze oder gehe ins Kino. Ich hasse Hausarbeit, koche aber sehr gerne und zwar täglich, verabscheue Fertigprodukte, kaufe vorwiegend Bio, achte auf Inhaltsstoffe in allen Produkten und habe im letzten Jahr meinen Konsum an Klamotten & Co. drastisch reduziert. Und als alte Hippiefrau träume ich immer noch vom Weltfrieden, obwohl das gerade mal wieder total unrealistisch ist.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Während meiner Modelzeit habe ich regelmäßig Tagebuch geschrieben, was dem Romanschreiben gar nicht so unähnlich ist. Mitte der 80er Jahre habe ich dann mit Kindergeschichten weitergemacht und einige auch an den Dtv-Verlag gesandt. Als die Lektorin mich ermutigt hat, es mit einem Kinderroman zu versuchen, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Bis zu meinem ersten Roman “Reich heiraten” hat es aber noch eine Weile gedauert und ich musste viele, viele Absagen einstecken. Erst 2008 erschien dann mein erster Roman “Reich heiraten” im Rowohlt-Verlag. Er handelt von einer Hippiefrau, die sich nie um Geld gekümmert hat und glaubt, durch eine reiche Heirat ihre Geldsorgen lösen zu können. Aber wie wir alle wissen: Geld macht nicht glücklich. Es stört aber auch nicht wirklich, sagt Betty, die Heldin in dieser Geschichte.
Die Pseudonyme waren und sind nicht meine Idee, die Verlage und Buchhandlungen stecken einen gerne in Genre-Schubladen, und da ich für Couchgeflüster eine jüngere Protagonistin hatte, wollte Rowohlt ihn nicht unter Lilli Beck veröffentlichen. Ähnlich war es beim Weihnachtsroman “Die hässlichste Tanne der Welt”, da musste noch mal ein neuer Name her. Im Januar erscheint nun bei Blanvalet ein Frauenroman mit einer älteren Protagonist unter dem Pseudonym Lilli Marbach, denn die Lilli Beck steht bei Blanvalet für historische Romane.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon geworden?

Für die heiteren Frauenromane rechne ich von der ersten Idee bis zur finalen Manuskriptabgabe ca. 6 Monate, bei den historischen dauert es 1,5 – 2,5 Jahre.

4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ein großartiger Moment war natürlich der erste Buchvertrag von Rowohlt im Jahre 2007, und dann der ersten Vertrag für ein Hardcoverbuch, Glück und Glas, für den der Verlag auch eine Buchpremiere spendiert hat. Grundsätzlich bin ich aber jeden Tag happy, weil ich schreiben darf und mittlerweile bereits am 12. Buch arbeite.

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Am Schreibtisch recherchiere ich und in meinem Bettschreibtisch schreibe ich dann die Texte. Dort habe ich keinen Internetzugang, das Handy ist ausgeschaltet und ich kann mich ganz auf meine Geschichte konzentrieren.

6. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Ideen “überfallen” mich oft bei einem Spaziergang. Bei den historischen Projekten ergeben sie sich aber auch beim Recherchieren.

7. Mittlerweile habe ich dich schon mehrmals getroffen, und weiß aus einigen Gesprächen, das du mal gemodelt hast? Du bist immer noch eine sehr hübsche Frau, warum übst du diesen Beruf nicht mehr aus, sondern erzählst uns Geschichten?

Vielen Dank für das Kompliment, aber ich habe es nur wegen der guten Bezahlung gemach und hatte nie vor, ewig zu modeln. Es ist ein oberflächlicher, stumpfsinniger Job, mit vielen Reisen. Abends sitzt man dann oft allein in einem Hotelzimmer oder man hetzt zum Zug, weil der Fotograf mal wieder kein Ende fand. Ist man erfolgreich, muss man jederzeit bereits sein, hockt quasi permanent auf gepackten Koffern und das Privatleben kann man vergessen. Sehr frustrierend. Dazu kommt die ewige Angst vor Falten, dem Alt- und Fettwerden. Und ab 30 schaffen es nur die ehemaligen Top-Top-Models wie Claudia Schiffer & Co noch gebucht zu werden. Und diese Glitzer-, Glamourwelt, von Frau Klum im TV, ist reine Fiktion.

8. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?

Sehr wichtig, zwar sehr zeitaufwenig, aber doch eine wunderbare Möglichkeit mit den Lesern in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

9. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?

Ich würde gerne mal einen langen Urlaub machen, allerdings bin ich kein Sonne-Strand-und-Meer-Typ. Ich liebe Städtereisen, und die sind sehr teuer. Dazu kommt meine Vorliebe für Luxushotels.

10. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?

Ich lese sehr viel, was ich nicht mag, sind brutale Krimis, erotische Romane oder Dystopien.

Interview mit Gabriele Diechler

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1.Wer ist Gabriele Diechler? Magst du dich mal vorstellen?

Ich bin 1,60 m klein, trage meine Haare super kurz und werde oft auf meinen offenen, wachen Blick angesprochen (dann muss es wohl stimmen … ). Ich liebe die tiefe Freude in meinem Herzen. Sie ist der Motor, meine Inspiration für alles, was jeder Tag so mit sich bringt. Und natürlich liebe ich Bücher, seit ich lesen kann.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das Schreiben begann mit einem Tagebuch, das ich zum Geburtstag geschenkt bekam. Ich war sofort verliebt in das grüne Büchlein, und gleich am nächsten Morgen schrieb ich den ersten Eintrag hinein. Später habe ich mich viele Jahre mit dem Thema Psychologie befasst. Mich interessieren die Hintergründe … warum Menschen tun, was sie tun … Das ist für mich das Wichtigste am Schreiben – neben einer tragfähigen, spannenden Geschichte. Ich mag es Figuren mit Ecken und Kanten zu erschaffen, und zu erzählen, warum sie das tun, was in meinen Romanen geschieht.

3. Wie lange, hast du immer an einem der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Wie viele sind es denn schon geworden?

Ich schreibe an jedem Roman circa ein Jahr, inklusive Recherche. Inzwischen sind sieben Romane veröffentlicht. Der achte erscheint am 27. Oktober und wird „Schokoladentage“ heißen. Zusätzlich habe ich einige Kinder- und Jugendbücher geschrieben und sechs Filme für ARD und ORF, alles Komödien fürs Hauptabendprogramm.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Wenn ich ein Manuskript abgebe und das Lektorat beginnt, nehme ich mir jedes Mal vor, eine kleine Pause einzulegen. Im Garten auf der Bank sitzen, neue Rezepte ausprobieren, vielleicht einen Kurzurlaub mit meinem Mann und meiner Tochter einschieben … aber es kommt immer anders. Ich schreibe den Titel des nächsten Romans in meinen PC und schon geht es weiter. Frag mich nicht, warum das so ist. Aber es läuft sicher beim nächsten Mal wieder genauso ab.

5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Der schönste und irgendwie auch berührendste Moment war, als meine Agentin mich anrief, um mir mitzuteilen, dass der Insel Verlag meinen Roman „Ein englischer Sommer“ einkaufen möchte. Kein Witz, diese Szene hatte ich Tage zuvor genauso in meinem Kopf gesehen. Das war irgendwie verrückt und wunderschön.

6. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Der nächste Stoff existiert bereits als ausgearbeitetes Exposé. Meiner Agentin gefällt die Story, und mir natürlich auch. Diesmal entführe ich meine Leserinnen und Leser nach New York City und in die Hamptons. Die Geschichte ist sehr bewegend. Ich habe sie schon seit Jahren im Kopf. Also werde ich diesen Herbst anfangen, sie zu erzählen. Ich freue mich schon darauf, Emma, Ethan, und Geraldine … und den Hund Jimmy schreibend zu begleiten. Der Titel steht ebenfalls fest. Aber ein kleines Geheimnis muss bleiben.

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Kritik gehört dazu. Natürlich ist es nicht immer leicht, sie anzunehmen, aber sobald man schreibt, muss man gewillt sein, die Meinung der Leser zu respektieren. Ich schreibe allerdings erst mal für mich, denn ich bin, während des Schreibprozesses, auch die erste Leserin. Das Buch muss mir gefallen, mich berühren, mich bewegen … und wenn meine Leserinnen und Leser ähnlich empfinden ist das ein riesengroßes Geschenk.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? – Tee
Sommer oder Winter? – Sommer
Gut oder Böse? – Ich sehe mein Leben als große Chance Liebe zu empfinden und zu verschenken, deshalb: weder gut noch böse, sondern liebevoll …
Süß oder Sauer? – Lieber Süßes, aber auch Saures …
Print oder Ebook? – Print. Ebook habe ich versucht, aber ich vermisse die Haptik und den guten Geruch der Bücher.
Film oder Buch? – Ich mag Bücher und Filme, aber wenn ich wählen muss, dann ein Buch.
Fernsehen oder Lesen? –Lesen. Weil dabei eigene Bilder im Kopf entstehen … und man das Tempo selbst bestimmen kann.

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Ich würde nichts ändern wollen, denn ich habe großen Respekt vor der Dynamik des Lebens. Alles kommt, wie es kommen muss. Deswegen sage ich immer: Gabriele, gib dein Bestes und dann lass los …

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

Ja, man kann mich auf Messen antreffen. Am liebsten treffe ich mich mit Leserinnen, aber auch mit Kolleginnen und Kollegin tausche ich mich gerne aus. Hin und wieder hab ich auch mal eins dieser schicken Feste besucht. Das sind dann schöne Erinnerungen.

Interview mit Heike Fröhling/Leonie Haubrich

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1. Wer ist Heike Fröhling/Leonie Haubrich? Magst du dich mal vorstellen?

Seit 1999 schreibe ich, angefangen von einer literarischen Erzählung im Kleinverlag über journalistische Texte, Heftromane, aktuell Psychothriller und Romane, die wieder eher in Richtung des Literarischen gehen. 3 Kinder, 3 Katzen, 2 Hunde, 1 Mann, da ist das Leben auch neben dem Schreiben mehr als ausgefüllt. So freue ich mich umso mehr, meine Hütte am Waldrand zu haben, wo ich völlig ungestört schreiben kann.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudonym?

Schreiben war für mich schon immer meine Auszeit, mein Ausgleich, meine Leidenschaft, seit ich in der Grundschule schreiben gelernt habe. Ich habe es von Anfang an getan, ohne groß darüber nachzudenken. Bei den Psychothrillern war der Name „Fröhling“ nicht wirklich passend, das klingt nach Frühling oder fröhlich sein, aber nicht nach düsteren Spannungsromanen. So habe ich mir ein Pseudonym ausgesucht, das inzwischen auch offiziell im Personalausweis eingetragen ist.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Für mich gehört Schreiben, die Hütte, die Hunde und Tee zusammen. Sobald ich in der Hütte angekommen bin, der Tee gekocht ist, die Hunde sich hingelegt haben, fließt es wie von selbst.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Bei mir laufen meistens 2-3 Bücher parallel. Gerade bei den Verlagsbüchern dauert es einige Monate, bis das Buch dann herauskommt. Fertiggestellt habe ich es meistens ein halbes Jahr vorher. Gerade ist bei mir wieder solch eine „Zwischenphase“ zwischen verschiedenen Projekten:
– Projekt 1 (Verlagsbuch) „Weil du da bist“ erscheint am 7.5., das ist noch etwas hin. Zu tun gibt es für mich nichts.
– Projekt 2 (Psychothriller) „Dünenkind“, davon ist der 1. Teil schon im Korrektorat, der 2. Teil wird gerade vom Lektor überarbeitet. Auch hier muss ich nichts mehr tun, außer den Teil 2 in ein paar Tagen überarbeiten, die Änderungen aus dem Lektorat einfügen, und ans Korrektorat weiterleiten.
– Projekt 3 (Psychothriller) wird gerade von mir geplottet, auch erstelle ich das Cover für diesen Roman selbst mit professioneller Unterstützung.
Für meine Freundinnen ist es oft chaotisch, wenn sie mich auf ein Buch ansprechen, weiß ich nicht, von welchem sie reden, und wenn ich etwas erzähle, haben sie auch meistens den Überblick verloren.

5. Du hast auch schon mehrere Bücher geschrieben? Erzähle uns bitte etwas davon… Und warum ausgerechnet das Genre “Thriller” & “Frauenliteratur”?

22 Bücher sind zur Zeit erhältlich, wobei es noch einige Bücher gibt, die man nur noch antiquarisch bekommt und bei denen auch keine Neuauflage geplant ist. Dazu gehört zum Beispiel mein Erstlingswerk, die Erzählung „Blaues Integral“. Die Genres Thriller und Frauenliteratur hören sich erst einmal sehr unterschiedlich an, aber sie haben doch viel gemeinsam. Es sind zwei Pole von den extremsten Emotionen, die der Mensch zu bieten hat: Hass / Wut / Verzweiflung / Zerstörungslust bei den Thrillern, Liebe / Zuneigung / Freundschaft bei meinen Romanen. Wobei ich den Begriff „Frauenliteratur“ eigentlich nicht mag, versuche, ihn zu vermeiden. Warum soll ein Mann ein Buch nicht lesen, nur weil eine Frau die Protagonistin ist? Frauen lesen ja auch Bücher und sehen sich Filme an, wenn ein Mann die Hauptrolle bekommt.

6. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Oja. Es passiert schon, dass ich mitweine und mitlache. Deshalb bin ich auch froh, dass mir keiner außer den Hunden überhaupt beim Schreiben zusieht. Auch wenn eine Veröffentlichung alles andere als privat ist, ist das Schreiben für mich etwas, das nur mir gehört.

7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Das ist eine richtig schwere Frage. Sicher, ich war super froh, als ich das erste Mal (es war ein Text für eine Zeitschrift) richtig Geld für einen Text bekommen habe. Mein erster Verlagsvertrag mit Vorschuss war toll! Auf der Bild-Bestsellerliste zu sein, war toll. Die Überraschung, als der Postbote Blumen und Champagner gebracht hat, ein Überraschungsgeschenk vom Verlag für 50.000 verkaufte Exemplare des Islandromans, ja, das war auch toll. Das sind auch die Momente, die teilt man auf Facebook und Instagram, das gibt viel Zuspruch, das ist messbar, belegbar, nachvollziehbar. Aber ich muss gestehen: Ein einfacher guter Schreibtag, wenn das Schreiben wie von selbst fließt, wenn ich in die Geschichten eintauche, wenn mich die Figuren packen und in eine Richtung ziehen, die ich vorher nie geahnt habe, dann berauscht mich das absolut. Das sind die schönsten Momente, davon gibt es allerdings viele, nicht DEN schönsten Moment. Das ist auch das, warum ich schreibe, nicht aufgebe und auch einiges an Pannen eingesteckt habe, weil mich diese Momente beim Schreiben halten. Sie sind nicht außergewöhnlich, man kann sie nicht posten, aber ich liebe sie am meisten.

8. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Das ist schwer! Ich habe nur eine vage Idee bisher, bastele am Cover, versuche es zu formulieren auf Papier, aber bisher ist das, was existiert, noch absolutes Kraut-und-Rüben-Durcheinander. Auf jeden Fall wird es ein Psychothriller.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen? Immer wieder ein heißes Thema?

Ein „heißes“ Thema nicht unbedingt, aber ein sehr zwiespältiges. Es gibt das begründete Lob, wenn jemand genau erklärt, was er warum gut fand. Das freut mich riesig und zeigt mir, was gelungen ist. Eine 5-Sterne-Rezension mit „schnelle Lieferung“, ja, das gibt es auch, aber was soll ich dazu sagen??? Nett, dass es den Sterneschnitt hebt? Da zucke ich mit den Schultern. Eine schlechte Rezension, in der jemand begründet, warum ihm etwas AM BUCH / AM TEXT nicht gefallen hat. Das ist interessant, ich frage mich dann schon, ob dadurch Verbesserungspunkte aufgezeigt werden. Wenn ja, ist das durchaus hilfreich. Aber es gibt auch die 1-Sterne-Rezensionen, wo jemand schreibt „blöd“. Oder: „Mein Kindle ist kaputt. “Ganz spannend: „Ein tolles Buch, ich kann es immer wieder lesen. Mein Lieblingsbuch“ – und dann einen Stern.
Rezensionen sind ungeheuer vielfältig, wie die Menschen auch. Manche lassen nur Frust ab, weil sie einen schlechten Tag haben, manche schreiben gar nichts zum Buch. Aber jede begründete Erklärung, egal ob positiv oder negativ, ist mir sehr wichtig und ich weiß es sehr zu schätzen, wenn sich jemand die Zeit nimmt zu erklären, warum ihm etwas gefallen hat oder nicht. Das ist ein Riesengeschenk!

10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Mein Lieblingsfach war Mathe, weil es so nachvollziehbar war, die Gedankengänge für mich logisch und es fiel mir leicht. Ich hatte auch das Glück, wirklich ausschließlich tolle Mathelehrer gehabt zu haben, das war in keinem anderen Fach so. Mein verhasstestes Fach: Französisch. Umso größer die Erleichterung, als ich es in der Oberstufe abwählen konnte. Auch das lag zum Teil am Lehrer und daran, dass ich leider nie eine Verbindung zu der Sprache habe aufbauen können. Wobei das etwas ist, was ich inzwischen schade finde. Gerade bei meinen Aufenthalten in Frankreich bin ich so vielen netten Menschen begegnet, dass ich schon häufiger dachte: Irgendwann lernst du noch mal richtig diese Sprache.

Interview mit Roberta Gregorio/Raffaella Belli

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1. Wer ist Roberta Gregorio/Raffaella Belli? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Photographie von Eleonora Ferolla

Ich bin ein Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Ängsten und Zweifeln, aber auch mit Zuversicht und Mut. Die Gegensätzlichkeit, die ich wegen meiner deutsch-italienischen Herkunft in mir trage, scheint in jeder Lebenslage und in jeder Charaktereigenschaft durch. Früher habe ich dagegen angekämpft, heute sehe ich sie als eine meiner größten Bereicherungen. Dadurch bin ich sehr einfühlsam und flexibel geworden. Tolerant, sowieso.
Was es sonst noch über mich zu wissen gibt? Nun, ich bin fast 43 Jahre alt, Mutter von zwei Söhnen, staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Seit 18 Jahren lebe ich in Italien, genauer im Cilento, das ist ein Naturpark im südlichen Teil Kampaniens.
Ich mag gutes Essen, gute Bücher und Schuhe. Morgens bin ich immer grantig. Oft muss ich allein und für mich sein. Familie bedeutet mir alles.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Zum Schreiben hat mich meine Leidenschaft für Bücher gebracht. Ich habe schon immer viel gelesen und mich an eigenen Kurzgeschichten und mehr oder weniger dramatischen Gedichten versucht. Erst in meiner ersten Schwangerschaft habe ich mich an ein komplettes Manuskript gewagt. Aus diesem Versuch wurde „Wie im Märchen“, mein erster Roman.
Pseudonyme verwende ich in der Regel, wenn ich mich von meinem üblichen Genre wegbewege, oder um eine neue Phase einzuläuten.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon?

Das ist ganz verschieden. Mal geht es schneller, mal langsamer. Kreativität lässt sich nicht immer steuern. Ein paar Monate brauche ich, wenn ich konzentriert und konsequent arbeite, für die Rohfassung aber schon.
Inzwischen habe ich über 20 Bücher geschrieben.

4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ich denke an die Anfänge zurück, als ich vom Schreiben noch gar nicht so viel wusste und mich auf die Suche nach einer Agentur gemacht habe. Der Tag, an dem ich einen Anruf von einer Agentin erhielt, die mich unter Vertrag nehmen wollte, ist und bleibt einer der schönsten meiner gesamten Karriere. In dem Moment habe ich begriffen, dass meine Geschichten etwas wert sind. Noch immer bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke. Meine Agentin ist eine Konstante, der Fels in der Brandung. Ohne sie hätte ich das Schreiben vermutlich längst aufgegeben.

5. Du lebst ja in Italien und du schreibst auch Romane über das Meer, die Küste und das Leben dort. Was gefällt dir denn da am meisten, das du uns dann diese Geschichten schreibst?

Mein Leben in Italien erlebe ich als Mensch, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Also praktisch als Deutsche, obwohl ich doch sehr italienisch bin. Dieser seltsame Kontrast erlaubt mir, das Leben hier aus einer gewissen Distanz beobachten zu können. Deshalb sehe ich vermutlich die vielen Besonderheiten, die ich dann gerne mit meinen Lesern teile.

6. Mittlerweile sind es einige Verlage, bei denen du unter Vertrag bist. Bedeutet, du schreibst hauptberuflich? Wie schaffst du das dann noch eine Familie zu managen, denn du mußt ja dann viele Geschichten schreiben?

Ich schreibe zwar hauptberuflich, aber ich mache nebenher noch eine ganze Menge: unterrichten, übersetzen, redigieren …
Ganz ehrlich: Ich schaffe es nicht immer, alles unter einen Hut zu bringen. Der Alltag, die Familie … das alles muss ja trotzdem laufen. Wenn mir alles zu viel wird, verschwinde ich für ein paar Stunden und gehe ans Meer. Dort finde ich die Kraft, um mich wieder aufs Wesentliche zu besinnen.

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Kritik ist mir absolut wichtig. Wenn sie konstruktiv ist, nehme ich sie mir sehr zu Herzen. Bisher hatte ich noch keine Kritik, die mich bis in den Schlaf verfolgt oder nachhaltig verletzt hat. Aber selbst dann, denke ich, wüsste ich damit umzugehen. Man wird mit der Zeit ja reifer und besonnener.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? Tee. Aber nur Kräutertee. Oder Rooibos.
Sommer oder Winter?Frühling und Herbst. Ich hasse Extreme. Ich brauche milde Temperaturen.
Gut oder Böse?Gut! Aber ich kann auch Böse. Das dauert, doch wenn ich bei Böse angelangt bin, dann gibt es kein Zurück.
Süß oder Sauer?Sauer mag ich gar nicht. Süß schon deutlich mehr, aber ich versuche, nicht zu übertreiben.
Print oder Ebook? Ich bevorzuge Print. Ebooks aber gerne auf Reisen, oder im Wartezimmer.
Film oder Buch? – Buch – immer das Buch!
Fernsehen oder Lesen? –Lesen – ist doch klar!

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Auf persönlicher Ebene stehe ich ziemlich genau dort, wo ich sein wollte. Beruflich warte ich noch immer auf einen Spiegel-Bestseller.

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

Ich bin leider nicht so oft auf Messen. Das hängt einfach mit der doch etwas längeren Anreise aus dem Ausland zusammen. Auch mag ich kleinere Veranstaltungen lieber. Auf der lit.Love in München, zum Beispiel, bin ich sehr gerne. Ich liebe das Gespräch mit meinen Leserinnen, die ganz besondere Atmosphäre, die auf derartigen Events herrscht. Ebenfalls interessant ist es, einfach mal zu schauen, was es so Neues gibt. Die Buchwelt ist magisch. Ich lasse mich gerne verzaubern.

Interview mit Anne Marie Käfer

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1. Wer ist Anne Marie Käfer? Magst du dich mal vorstellen?

Anne-Marie Käfer ist mein Pseudonym, unter dem ich humorvolle Romane veröffentliche. Ich bin verheiratet, Mama eines erwachsenen Sohnes und mittlerweile auch zweifache Omi. Ich lebe in einem ländlichen Teil des Ruhrgebietes und wenn ich mal nicht am Schreibtisch sitze, findet man mich im Garten beim Unkrautjäten oder ich muss Dinge erledigen, die mich vom Schreiben abhalten.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wenn ich die Geschichte glaube, die meine Eltern und Großeltern erzählt haben, bin ich schon mit einem Block und Bleistift auf die Welt gekommen. Ich schrieb sehr gerne und freiwillig. Auf meinem Wunschzettel an das Christkind standen an erster Stelle immer: Schöne Schreibhefte und: Ein Füller. Als Jugendliche nahm ich an einem bundesweiten Schreibwettbewerb teil und ergatterte den 2. Platz. Anschließend habe ich weiter mit Buchstaben jongliert … meine Geschichten sind immer länger geworden.

3. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Mein Arbeitsplatz befindet sich mitten in einem Blätterwald. Auf meinem Schreibtisch liegen unglaublich viele Zettel, an den Wänden vor und neben mir hängen ebenfalls Notizen, die ich während des Schreibens meiner Bücher gemacht habe. Ich weiß aber genau, wo was angepinnt ist oder liegt, wenn ich es brauche. Und … neben meinem Laptop steht immer eine große Tasse mit Kaffee oder Kakao. Mein Büro ist Sperrgebiet.

4. Wann und Warum hast du dich entschlossen deine Erste Geschichte zu veröffentlichen?

Ich hatte schon immer den Wunsch, mein Geschriebenes zu veröffentlichen. Als ich vom Selfpublishing erfahren habe, war das für mich keine Frage mehr, denn Amazon hat ein neues Spielfeld freigegeben und neue Regeln aufgestellt. Mein Debüt-Roman „Lügen haben rote Haare“ hat den Anfang gemacht und wurde ein Bestseller. Mittlerweile sind u.a. 9 Bände der Roten Haare Reihe erschienen.

5. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Ich sehe einen Anfang und das Ende eines Romans. Das Dazwischen wächst von Tag zu Tag.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Das war der Moment, in dem ich mein erstes gedrucktes Buch in den Händen gehalten habe.

7. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?

Wenn es was zum Austauschen gibt, sind sie eine sehr schöne Möglichkeit der Kommunikation und die finde ich schon wichtig. Ich pflege auch sehr viele Kontakte per E-Mail oder PN.

8. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?

Schreiben ist mein Leben. Es ist für mich eine Strafe, nicht schreiben zu können, weil ein Hausputz ansteht oder ich Dinge erledigen muss, die mich vom Tippen abhalten.

9. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?

Ich komme nicht mehr sehr viel zum Lesen. Seit Wochen schmökere ich Andreas Eschbachs „NSA“. Ein bestimmtes Genre bevorzuge ich nicht. Ich bin für alles offen, es muss mich nur anspringen.

10. Möchtest du deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Nicht nur meinen Lesern. Mir gefällt ein Spruch von Albert Einstein. “Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt”. Mir wird jeden Tag bewusst, welche Macht die Fantasie hat.

Interview mit Dorothea/Katharina Stiller

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1. Wer ist Dorothea/Katharina Stiller? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Ich bin Jahrgang 1974, im nördlichen Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, habe Englisch und Deutsch auf Lehramt studiert und bis letztes Jahr als Lehrerin an einem Berufskolleg unterrichtet. Aber Familie, Schreiben und Beruf kamen sich immer mehr ins Gehege und ich habe nach einer Lösung gesucht, bei der ich mich nicht immer so zwischen meinen Verantwortlichkeiten zerreißen muss (und letztlich keiner mehr gerecht werde). So habe ich mich selbstständig gemacht und arbeite jetzt als freie Autorin, Lektorin, Übersetzerin, Dozentin und Schreibcoach. Das lässt sich meistens ganz gut mit der Familie vereinbaren. Ich muss nur oft meine Schreibzeit mit Zähnen und Klauen verteidigen. Der Fluch aller, die im Home Office arbeiten, schätze ich. („Du bist ja sowieso zu Hause, da könntest du ja auch …). Und wenn man mich lässt, dann schreibe ich historische Romane, Krimis und Liebesromane und Kinder- und Jugendbücher.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Geschrieben habe ich eigentlich immer schon gerne. In der Schule habe ich Hefte mit selbsterfundenen Geschichten vollgekritzelt, später habe ich über Fan Fiction, Kurzgeschichten und Drabbles dann wieder zum Schreiben gefunden und es dann irgendwann tatsächlich geschafft, einen Roman zu Ende zu schreiben. Mein Pseudonym (Katharina Stiller) ist eigentlich nur mein zweiter Vorname. Ich habe mich dazu entschlossen, um meine Geschichten für Erwachsene besser von denen für Kinder und Jugendliche abgrenzen zu können.

3.Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon geworden?

Es hängt von Umfang und Komplexität des Buches ab. Meistens rechne ich so mit drei Monaten für einen Roman. So genau kann ich es oft gar nicht sagen, weil ich meine Schreibzeit ja immer um den Familienalltag und meine Kurse herum organisiere. So ist mal mehr Zeit und mal weniger, dann dauert es natürlich länger und manchmal schreibe ich auch parallel an mehreren Büchern. Insgesamt sind es jetzt zwölf Veröffentlichungen (beziehungsweise dreizehn, wenn ich das Gemeinschaftsprojekt mitzähle) und noch ein fertiger Roman, der erst im Frühjahr 2021 erscheinen wird.

4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Puh! Ganz schwer zu sagen. Begegnungen mit LeserInnen auf Messen sind immer toll, Treffen mit AutorenkollegInnen und natürlich jedes Mal, wenn ein Buch neu erscheint. Gerade heute habe ich noch den Verlagsvertrag für mein Jugendbuch von einem großen Kinder- und Jugendbuchverlag geschickt bekommen. Sobald ich darf, verrate ich natürlich mehr. Das sind immer Glücksmomente.

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Ich habe ein hochoffizielles Arbeitszimmer, richtig mit Bürostuhl, Schreibtisch, Whiteboard und so weiter. Allerdings liegt das im Dachgeschoss. Im Sommer ist es dort schrecklich warm und auch sonst arbeite ich eher selten dort, denn du kannst dir sicher vorstellen, was passiert, wenn ich mich gerade an den Schreibtisch gesetzt habe. Richtig: es klingelt garantiert jemand an der Tür. Post, Freunde der Kinder, die Kinder, Nachbarn, meine Mutter … Also arbeite ich meistens unten im Wohnzimmer an unserem Esstisch. Oder mit dem Laptop auf dem Schoß auf dem Sofa. Da mein Mann seit diesem Frühjahr auch überwiegend im Home Office arbeitet, haben wir jetzt einen kleinen Büroraum gemietet. Meistens nutzt er ihn und ich arbeite zuhause, aber es besteht ein auch die Möglichkeit, mich dort zu vergraben, wenn ich mehr Ruhe brauche. Mein Arbeitsplatz ist also meistens eher chaotisch, weil ich meinen Laptop einfach zwischen alles stelle, was noch so auf dem Wohnzimmertisch/Esstisch herumliegt. Eine Tasse Kaffee oder Tee darf auch nicht fehlen.

6. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Das ist schwer zu sagen. Mal ist es die Idee zu einer Figur, die am Anfang steht, mal ein Satz, den man aufgeschnappt hat, etwas, das man erlebt hat, eine Schlagzeile oder sonst etwas, das plötzlich das Gehirn ans Arbeiten bringt. Manchmal können es sogar Träume sein, die Ideen liefern. Oft kann ich hinterher gar nicht mehr sagen, wie ich zu einer bestimmten Idee gekommen bin.

7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Ja, ich leide natürlich mit meinen Figuren und freue mich mit ihnen.

8. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch .Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Ich habe immer viel zu viele Ideen und zu wenig Zeit. Aktuell arbeite ich an der Vorgeschichte zu »Der Myrtenzweig«. Es wird ein Kurzroman, der erzählt, wie sich die Hauptfiguren, Dorothy und Archibald (Lord und Lady Beresford) kennengelernt haben. Danach muss ich mich ratzfatz an die Arbeit für den zweiten Agnes-Munro-Schottland-Krimi machen. Der spielt natürlich wieder in Tobermory auf der Isle of Mull und trägt den Arbeitstitel »Hamlets letzter Monolog«. Agnes Munro besucht das Theaterfestival in Edinburgh, bei dem ein ehemaliger Schüler einen Theaterpreis verliehen bekommt. Sie lädt ihn ein, mit seiner Schauspielgruppe ein Gastspiel in seiner alten Heimat zu geben. Während der Generalprobe bricht der Schauspieler allerdings tot zusammen und Agnes, die sich verantwortlich fühlt, ermittelt gemeinsam mit Inselpolizist Matthew Jarvis und seiner Vorgesetzten DCI Mary Sinclair aus Oban – natürlich wieder mit tatkräftiger Unterstützung ihres Herzensmannes, Gemeindepfarrer Andrew Fletcher. Danach schreibe ich an einem Sylt-Krimi, bei dem es die Kosmetikerin Siggi und ihren Lebensgefährten Torsten (Törtchen) aus dem Ruhrgebiet auf die Insel verschlägt, wo sie mitten in einen spannenden Mordfall gerät. Also … ich habe gut zu tun. Danach muss ich endlich das Kinderbuch schreiben, das ich meiner Tochter versprochen habe, bei dem es um einen kleinen Wassergeist geht. Also … ich habe gut zu tun.

9. Du liebst Comedy Serien. Welche denn? Ich bin neugierig…

Nicht nur Comedy. Ich mag überhaupt Serien, weil ich für einen langen Film abends meistens zu müde bin. Ich liebe »Big Bang Theory«, »That 70s Show« (nur im Originalton, die Übersetzung ist leider echt schlecht), Akte X, Sherlock, Stranger Things, Game of Thrones (wo ich allerdings bei Staffel 4 hängengeblieben bin aufgrund von Zeitmangel), Star Trek (TNG, Voyager, DS9, Discovery, Enterprise …), Sex and the City, the OA, Grace und Frankie … ach, es gibt so viele!

10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Mein liebstes Fach definitiv Englisch. Deutsch nicht so sehr, weil ich da meistens Lehrerinnen hatte, die ich nicht so mochte. Dafür mochte ich Kunst immer sehr. Mein verhasstestes war wahrscheinlich Sport, weil mir da konsequent die Lust am Sport ausgetrieben wurde und ich sie erst später selbst wieder entdecken musste. Außerdem noch Chemie, weil ich da wirklich absolut gar nichts kapiert habe. Allerdings hatte ich immer noch eine 3, weil mein älterer Bruder beim selben Lehrer hatte und der total genial in Chemie war. Also hat der Lehrer wahrscheinlich gedacht, ich sei einfach nur still und nicht komplett unfähig.

Meet & Greet mit Franziska Dollinger (Bloggerin)

✽•*¨*•๑✿๑ Meet & Greet mit Franziska Scheuermann ๑✿๑•*¨*•✽

Mittlerweile treffe ich mich fast regelmäßig mit einer ganz lieben Bloggerin Franziska Scheuermann. Wenn wir uns treffen, sind wir gemeinsam auf Lesungen von AutorInnen rund um Karlsruhe/Bruchsal unterwegs. Diese wenigen Auszeiten sind für uns beide, lesebegeisterte und Bloggerinnen, sehr wertvoll. Aber auch privat versuchen wir uns im Sommer näher kennen zu lernen. Wir waren immerhin schon zusammen Eis essen. Ein wirklich liebenswerter Mensch, den ich unbedingt im Freundeskreis haben möchte. Franzi, bleib mir ja treu…

Interview mit C.R. Scott

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist C.R. Scott? Magst du dich mal vorstellen?

Hallo! Ich bin C. R. Scott, 34 Jahre alt und ich schreibe zeitgenössische Liebesromane mit dem gewissen Prickeln und Happy End. Bürgerlich heiße ich Carina und so kann man mich auch gerne nennen.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe, seit ich das in der Grundschule gelernt habe. Seitdem habe ich davon geträumt, Schriftstellerin zu werden, und jahrelang an meinem Stil gefeilt.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Vielleicht das Cafe um die Ecke?

Ja, tatsächlich versuche ich mehrmals wöchentlich für zwei, drei Stunden im Café um die Ecke zu schreiben. Dadurch komme ich mal raus, unter Menschen. Aber auch zu Hause brauche ich unbedingt ein Heißgetränk neben der Tastatur, ob nun Tee oder Kaffee.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Wie läuft das bei Selfpublishing ab?

Als verlagsunabhängige Autorin kümmere ich mich um viele Dinge, die rund um das Schreiben anfallen, selbst. Ich pflege einen engen Kontakt zu meinen Lesern, gebe Cover, Lektorat und Korrektorat in Auftrag, buche Anzeigen, organisiere Verlosungsmaterial, erledige die Buchführung – und was eben noch so anfällt. Da ich sehr häufig veröffentliche, wird mir also nie langweilig. Entweder bin ich gerade am Schreiben oder kümmere ich mich um das Drumherum. Und ich liebe es!

5. Vor deiner Zeit als verlagsunabhängige Autorin hast du für den renommierten Carlsen Verlag geschrieben. Warum jetzt als Selfpublisher?

Ehrlich gesagt war mein Wechsel zum Selfpublisherdasein mehr ein Plan B. Ich wollte eigentlich gerne weiter für große Publikumsverlage schreiben, allerdings wollten die mich nicht. Sehr viele meiner Bewerbungen wurden von den Verlagen und auch Agenturen abgelehnt. Da war es mehr ein Greifen nach dem letzten Strohhalm, das Selfpublishing auszuprobieren. Anfangs wusste ich nämlich nicht, dass das Selfpublishing so viele Möglichkeiten bietet und mittlerweile dermaßen professionell geworden ist. Aber gleich mein Debütroman als C. R. Scott war ein voller Erfolg, und seither kann ich mir nichts Schöneres mehr vorstellen. Man hat viel Verantwortung, aber eben auch viele Freiheiten, und das weiß ich sehr zu schätzen.

6. Du hast auch schon mehrere Bücher geschrieben? Erzähle uns bitte etwas davon… Und warum ausgerechnet prickelnde Liebesromane mit Happy End?

All meine Werke sind Liebesgeschichten, die in der heutigen Zeit spielen und in den USA stattfinden. Sie sind figuren bezogen geschrieben und enthalten mit ein paar Erotikszenen das gewisse Etwas. Warum? Weil ich genau das auch total gerne lese und dementsprechend mit Begeisterung und Erfahrung dahinterstehe.

7. Was genau ist der Romance-Club?

Der Romance-Club ist ein Zusammenschluss aus aktuell 46 Liebes- und Erotikromanautorinnen, die sich gegenseitig unterstützen, statt sich als Konkurrenz anzusehen. Unser Steckenpferd ist unser gemeinsamer Newsletter, der alle zwei Wochen erscheint und aktuelle Lesetipps zu Neuerscheinungen enthält. So können wir unsere Stammleser bündeln und die Abonnenten erhalten romantische Neuveröffentlichungen bequem auf einen Blick. Außerdem bieten wir darin Gewinnspiele an, die von der jeweiligen Autorin selbst organisiert werden. Es lohnt sich also, sich anzumelden.

8. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Oh ja, unbedingt! Ich kann mich immer gut in die Figuren rein fühlen und nehme die Geschichte beim Schreiben so wahr, als würde sie wirklich passieren und ich wäre hautnah dabei. Immer, wenn ich nicht schreibe, kommt es mir so vor, als würden die Figuren eingefroren herumstehen und hilflosen Blickes auf mich warten.

9. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Puh, das ist schwer zu sagen. Wie soll man sich da entscheiden? Einmal, da hat mich eine Leserin im Flugzeug erkannt und angesprochen, als ich gerade in den Urlaub nach Irland gereist bin. Ich weiß nicht, ob das der schönste Moment von allen war, aber es war definitiv eine nette Überraschung.

10. so spontan… was fällt dir dazu ein?
Lieblingsfarbe: Blau
Lieblingsbuch: Stolz und Vorurteil
Lieblingsschriftsteller(in): Jane Austen
Lieblingsgetränk: Cappuccino
Lieblingsfilm: Stolz und Vorurteil (2005)
Lieblingsschauspieler(in): Sandra Bullock
Lieblingsort: Zu Hause
Lieblingsland: USA
Lieblingshobby: Freunde treffen

Interview mit Alizee Korte

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Alizee Korte? Magst du dich mal vorstellen?

Hallo und danke für die Einladung! Es freut mich, dass ich hier sein darf. Was kann ich über mich erzählen? Ich bin 48 Jahre alt, vollzeitarbeitende Familienernährerin und Freizeitautorin. Als Autorin Alizée Korte bin ich seit achtzehn Monaten aktiv. Ich habe bisher zwei Bücher veröffentlicht, meinen Roman „Dein Weg, meine Liebe“ im Oktober 2017 und im Juli 2018 den Erzählungsband „Das Echo der Farben“. Beide Bücher finden sich im Genre zeitgenössische Belletristik.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Die wohl am häufigsten gegebene Antwort: Ich habe immer schon gern Geschichten erzählt und der Erwerb der Schreibfähigkeit war eine willkommene Möglichkeit, sie festzuhalten und über längere Zeiträume hinweg zu optimieren. Mit dreizehn beschloss ich, Schriftstellerin zu werden. Mit sechzehn korrigierte ich: notfalls auch Journalistin! Mit siebenundzwanzig blickte ich auf sieben Romanmanuskripte, zahllose Kurzgeschichten, Erzählungen und Notizbücher voller Plotskizzen und gratulierte mir zu meinem Magister in Politikwissenschaft und dem Scheitern meines Plan A. Denn ich hatte es weder zu einem Verlagsvertrag, noch zu wirklich relevanten Publikationen gebracht. Also trat Plan B in Kraft. Ich wurde Journalistin. Dass ich 2012 doch noch mal einen Anlauf nahm, mit „Dein Weg, meine Liebe“ einen Roman zu schreiben, lag auch daran, dass ich vor meiner Tochter weder als „gescheitert“ dastehen wollte, noch als eine Frau, die aufgibt. Und da man heutzutage auch ohne Verlag publizieren kann, war das mein Weg.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Nein. Mein Rechner, meine Tastatur und ich. Bräuchte ich mehr, würde sich meine spärliche Schreibzeit noch mehr reduzieren und ich würde gar nichts mehr schaffen. Für „Dein Weg, meine Liebe“ habe ich neben Vollzeitjob und Familie fünf Jahre gebraucht. Die Erzählungen aus „Das Echo der Farben“ stammen bis auf eine, die ich im Frühjahr 2018 schrieb, aus den Jahren vor 2004. Ich habe sie lediglich überarbeitet.

4. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Ja, natürlich. Ich muss mich beim Schreiben sehr in die Szene hineinbegeben, alles ganz genau visualisieren und mithören. Nur dann kann ich das Geschehen realistisch wiedergeben, ohne dass eine Figur zwischendurch Augenfarbe oder Garderobe wechselt, die Sonne mittags untergeht oder sich die Architektur nach Harry-Potter-Manier verschiebt. Ich visualisiere übrigens auch meine Charaktere so individuell, dass es keine realen Abbilder von ihnen gibt. Ich musste mal jemanden suchen, der aussieht wie Etienne Jeancour. Ich bin fast verzweifelt. Inzwischen kann ich verraten: Er hat ein bisschen was von Jon Kortajarena – aber nur in einigen (alten) Bildern. Dass es für mich beim Schreiben dann auch sehr emotional wird, sollte klar sein. Deshalb schreibe ich auch ungern an Orten, wo Fremde mich sehen könnten.

5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Nach der Veröffentlichung von „Dein Weg, meine Liebe“ habe ich angefangen, meine Autorenpräsenz (Website, Facebook, Twitter, Instagram) aufzubauen und mit Bloggerinnen in Kontakt zu treten. Ich dachte nicht, dass ich noch ein zweites Buch herausbringen würde, wollte aber alles tun, damit das erste möglichst viele LeserInnen findet. Ich bin einfach sicher, dass wir in der Literatur mehr Figuren wie Etienne Jeancour brauchen und dass es dafür auch ein Publikum gibt. Etwa ein halbes Jahr nach Erscheinen des Romans habe ich gedacht, dass ich auch meine Erzählungen veröffentlichen könnte. Quasi als Abschluss meines schriftstellerischen Schaffens. Irgendwann währenddessen kam mir dann die Idee, aus den ausrangierten Romanszenen eine Fortsetzung zu schreiben. Daran arbeite ich jetzt seit über einem Jahr.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ich finde jeden Moment großartig, wenn ich mitbekomme, dass jemandem mein Buch gefallen hat. Ich mag es, wenn Frauen sich trotz seiner Behinderung in Etienne Jeancour „verlieben“ und wenn mir jemand schreibt, dass sich der eigene Blick auf Menschen mit Behinderung durch meine Geschichte verändert hat.

7. Neben dem Schreiben und Reisen ist Japan eine große Leidenschaft von Dir? Erzähl uns doch bitte, warum das so ist. Ich und meine Leser sind neugierig! (Mein Älester macht gerade Work&Travel und ist seit 26.4.19 in Japan)

Japan war eins der ersten Länder, das ich allein bereist habe. Ich war mit meiner japanischen Freundin unterwegs und hatte viel Familienanschluss. Damals mit knapp zwanzig habe ich viele Dinge entdeckt, die ich bis heute schätze, zum Beispiel japanische Reiskuchen, die ich gerade jetzt nasche.

8. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du hast ja auch eine Arbeitsstelle. Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?

In meinem Roman sagt Etienne Jeancour einmal: „Ein gutes Leben ist wie ein guter Kampf im Karate: Man trifft, man trifft nicht. Es kommt darauf an, eine Balance zu finden zwischen dem, was gelingt und dem, was nicht gelingt.“ In meinem Leben als vollzeitberufstätige Familienernährerin gibt es Einiges auszubalancieren und die Dinge, die gelingen, kommen glücklicherweise aus allen Bereichen. Gerade war ich mit meiner Tochter einige Tage in Florenz und habe ihr die Kunst der Renaissance näher gebracht. Das war eine sehr schöne Mutter-Tochter-Zeit. Auch beruflich gibt es neue, spannende Entwicklungen und nach Feierabend habe ich gerade einen guten Lauf mit meinem zweiten Roman. Dafür sind die Gesundheit und die Sozialkontakte momentan Schwachstellen. Das Leben ist eben nie perfekt, aber solange es Dinge gibt, die gelingen, nenne ich es gut.

9. Der Roman “Dein Weg, meine Liebe” erschien ja im Herbst 2017. Mit “Das Echo der Farben”, einem Erzählungsband, erschien im Juni 2018. Hast du nur diese Beiden oder hast du evtl. auch unter Pseudonyme schon veröffentlicht?

Alizée Korte ist mein einziges Pseudonym. Unter meinem bürgerlichen Namen findet sich alles, was mit meinem Hauptjob zu tun hat, das heißt: auch Vieles zu meinen Chefs. Das wollte ich nicht mit meiner schriftstellerischen Tätigkeit vermischen.

10. Etwas aus der Vergangenheit und mal ganz spontan eine andere Frage: Hattest du während deiner Schulzeit eine Judendliebe?

Ja, hatte ich. War eine komplett einseitige Sache und ich habe danach Jahre gebraucht, um zu kapieren, dass Liebe nichts ist, was man sich durch Anpassung und Gefallen-Wollen erarbeitet, sondern etwas, was man bedingungslos geschenkt bekommt.

Interview mit Carin Müller/Charlotte McGregor/Charlotte Taylor

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Carin Müller/Charlotte McGregor/Charlotte Taylor? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Mein echter Name ist Carin und ursprünglich komme ich aus München, lebe aber seit inzwischen 16 Jahren in Frankfurt. Ich bin verheiratet, wir haben einen Hund  (Airedale Terrier Toni) und lieben es, in der Weltgeschichte herumzureisen. Charlotte ist deutlich jünger – die gibt’s erst seit Ende 2014 und hat sich in unserer Autoren-WG auf die Liebe spezialisiert.

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Meine Standard-Antwort darauf lautet: Weil ich in der ersten Klasse dazu gezwungen wurde. Ich hatte aber tatsächlich schon sehr früh den Wunsch, Geschichten zu schreiben. Nach dem Abitur habe ich ein Germanistik-Studium begonnen und nebenbei beim Radio gearbeitet. So bin ich zum Journalismus gekommen. Irgendwann wurde der Drang nach einem eigenen Buch immer größer und dann habe ich einfach losgelegt. Mein erster Roman “Mopsküsse” ist vor 10 Jahren bei Goldmann erschienen.

3. Warum schreibst du mittlerweile unter zwei Pseudonymen? Ist das wegen dem Genre?

Ja genau, ich wollte das trennen. Charlotte hat sich ganz und gar der Liebe verschrieben – und da darf es auch mal ein bisschen expliziter prickeln. Als Carin bin ich nicht so eindeutig aufgestellt, aber definitiv ohne Erotik.

4. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Du machst dir gar keine Vorstellung, wie sehr! Gerade bei traurigen Szenen heule ich während des Schreibens manchmal Rotz und Wasser … Ganz, ganz schlimm.

5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Unterschiedlich. Wenn es beendet ist, ist es in der Regel ja noch nicht veröffentlicht. Da kommt dann der ganze Rattenschwanz mit den diversen Überarbeitungsschritten, Lektorat, Korrektorat noch hinterher. Wenn ich ein Buch im Selfpublishing veröffentliche muss ich mich auch um den ganzen Marketing-Kram kümmern. Da bleibt nicht so viel Zeit für ein anderes Projekt parallel. Anders ist es bei Verlagstiteln, da mahlen die Mühlen langsamer und da kann es gut sein, dass ich bereits am nächsten Manuskript arbeite (oder es sogar schon fertig habe) ehe das vorherige überhaupt veröffentlicht ist.

6. Wieviele Bücher hast du insgesamt schon geschrieben?

Wenn ich alles zusammenrechne, komme ich auf knapp 30. Da sind dann aber auch kürzere Geschichten dabei.

7. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Ideen habe ich fast unendlich viele – und einige Projekte sind auch schon weiter gediehen. Am 6.6. erscheint mein nächster Charlotte-Roman. Zwei weitere Projekte, die aber eher Verlagsstoffe sind, sind auch schon in der Mache.

8. Bist du mittlerweile auch eine Freie Autorin oder hast du noch einen BrotJob? Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich dann am wohlsten?

Ich bin seit 1999 selbständig und verdiene mein Geld mit Schreiben. Das ist leider nicht immer mit Büchern, sondern auch journalistische Arbeit, PR-Projekte … Das mache ich auch immer noch zum Teil, aber hauptsächlich arbeite ich als Buchautorin. Und da ist es so wie in jedem Job. Es macht nicht jeden Tag Spaß.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen? Immer wieder ein heißes Thema?

Die Meinung der Leser ist mir sehr wichtig. Da geht es mir wie den allermeisten anderen Kollegen. Natürlich wollen wir alle erfahren, wie unsere Buchbabys bei den echten Menschen draußen ankommen. Ich persönlich lege großen Wert auf ehrliche Meinungen und finde es auch nicht schlimm, wenn mal Kritik dabei ist. So ist das Leben, nicht alles kann jedem gefallen. Ich freue mich über jede Einschätzung, weil sich dann ein Mensch die Mühe gemacht hat, mein Buch zu lesen und zu beurteilen. Das allein verdient schon Respekt. Dass es manchmal Fake- oder Hass-Rezis gibt (von denen ich bislang weitgehend verschont geblieben bin), ist natürlich nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Es gibt schlimmere Dinge im Leben. Insofern bin ich da ziemlich gelassen.

10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Geliebt habe ich tatsächlich Deutsch – weil ich  mich einfach schon immer gern mit dem geschriebenen Wort auseinandergesetzt habe. Biologie mochte ich auch wahnsinnig gerne und kann mich bis heute dafür begeistern. Nicht so mein Fall waren Mathe, Physik und Chemie… auweia, auweia…