Interview mit Fiona Blum/Jules Virtac

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Fiona Blum/Jules Virtac? Magst du dich mal vorstellen?


(Copyrights: Susie Knoll)

Fiona Blum/Jules Virtac sind meine Pseudonyme, ich heiße mit richtigem Namen Veronika Rusch und bin “bayerische Hochgebirgspflanze”, komme aus dem südlichsten Zipfel Oberbayerns, wo ich inzwischen nach ein paar Umwegen und Zwischenstationen im In- und Ausland auch wieder wohne. Wenn ich nicht gerade schreibe, lese ich viel, spiele Gitarre (nicht besonders gut, aber mit Leidenschaft), reise oder wurschtle in meinem Garten herum. Außerdem mache ich gerne Yoga, treffe mich Freunden und esse gerne.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Geschichten ausdenken war irgendwie immer schon mein Ding. Als ich vor vielen Jahren als junge Anwältin eine sehr stressige Phase hatte, habe ich zur Entspannung begonnen, in den Mittagspausen und am Abend ein Buch zu schreiben. Als Stresstherapie sozusagen. Die Phantasie und Kreativität waren wohl auch ein Ausgleich zur trockenen Juristensprache und den ganzen Regeln und Gesetzen. Das hat mich dann so gepackt, dass ich dabei geblieben bin und die Freude daran hat mich bis heute nie mehr losgelassen. Inzwischen habe ich die Juristerei ganz aufgegeben. Vor genau zehn Jahren ist mein erster Roman erschienen. Noch unter meinem richtigen Namen: Das Gesetz der Wölfe. Daraus ist dann eine Reihe geworden, mit einer Protagonistin, der Anwältin Clara Niklas und ihrer Dogge Elise, die mir beide sehr ans Herz gewachsen sind.

3. Wie war für dich der Übergang von der Juristin zur Schriftstellerin. Hast du keine Bedenken, das du mal in eine Schreibblockade fällst, das du dem Beruf Autorin nicht mehr ausüben kannst?

Es war ein eher schleichender Übergang, ich habe ja noch bis 2014 parallel als Anwältin gearbeitet, allerdings nach und nach immer weniger. Die Bedenken davor, ins kalte Wasser zu springen, waren allerdings schon da, aber eher finanzieller Natur. Die Schriftstellerei ist ja nicht gerade das, was man eine sichere Bank nennen kann, wie im übrigen jeder kreative, selbständige Beruf. Aber bisher ging es immer gut und es hat sich für mich auch ausgezahlt, sich mit ganzem Herzen einer Sache zu widmen. Vor einer Schreibblockade hatte ich eigentlich noch nie Angst. Dieses Gefühl, nicht mehr schreiben zu können, die Angst vor der leeren Seite hat man immer mal wieder, aber das überwindet man am Besten,wenn man einfach weiterschreibt, auch wenn man glaubt, es käme nur Mist dabei heraus. Was meistens gar nicht so ist. Es ist der innere Kritiker, der einen blockiert, den muss man niederschreiben. Wenn mir wirklich mal gar nichts mehr einfallen sollte, dann mache ich etwas anderes. Eröffne ein Café, schreibe Reisebücher oder bewirte Wanderer auf einer Alm … irgendetwas wird sich ergeben. Noch ist es glücklicherweise nicht so weit. Und gottseidank gibt es auch noch genügend Leute, die lesen wollen, was ich schreibe. 

4. Im April ist Dein neuer Roman “Das Meer ist so nah” bei Goldmann erschienen. Wie kam dir die Idee zu diesem Roman und was möchtest Du den Lesern mitgeben?

Inspiration zu diesem Roman war mein Onkel, der Bruder meines Vaters, der ein sehr talentierter Musiker war und sehr früh gestorben ist. Ich hätte mir mehr Zeit gewünscht, ihn besser kennenzulernen. Als junger Mann, Ende der Sechziger war er viele Monate in Irland. Von ihm habe ich wohl die Liebe zu Irland irgendwie geerbt, zur Musik und irischen Literatur. Meine Eltern waren damals zusammen mit meinem Onkel auch für einige Zeit in Irland, auf einer ziemlich verrückten Theatertournee und mich haben ihre Erzählungen und die Fotos aus dieser Zeit immer fasziniert. Mit dem Buch wollte ich eine Geschichte schreiben, die diese Faszination und meine eigenen Eindrücke und meine Liebe zu dieser Insel wieder spiegelt und eine Erinnerung an meinen Onkel. Ich habe, wie gesagt, zu wenig Zeit mit ihm verbracht, um seine ganze Geschichte zu erfahren und so wollte ich mir eine für ihn ausdenken. Ich denke, sie würde ihm gefallen. Ich hoffe, die Leser finden jeder für sich etwas in dem Roman. Es sind ja viele kleine Geschichten darin verpackt und vielleicht findet sich der eine oder andere darin irgendwo wieder. Ich will damit vermitteln, dass es -auch- unsere eigene Entscheidung ist, glücklich zu sein. In jedem Leben, sei es auf den ersten Blick auch noch so verkorkst, steckt etwas Wertvolles und Lebenswertes, und in jedem Menschen etwas Liebenswertes, wenn man sich die Mühe macht, genauer hinzusehen. Es gibt so viele Vorverurteilungen, soviel Intoleranz, und Ressentiments bis hin zum offenen Hass zur Zeit. Ohne jetzt politisch werden zu wollen, würde ich mir wünschen, mit meinen Büchern ein ganz kleines bisschen dazu beitragen zu können, einmal die Perspektive zu wechseln, die Dinge positiv zu sehen, und Mut zu machen.

5. Hast du denn Rituale oder einen Rückzugsort beim Schreiben? Wenn ja, welche/wo?

Ich habe ein fast ganz zu gewachses Gartenhäuschen in unserem ohnehin schon recht verwilderten Garten, in das ich mich zurückziehen kann, wenn mir der Trubel zu groß wird, oder mir am Schreibtisch im Haus die Decke auf den Kopf fällt. Schreibrituale habe ich eigentlich keine richtigen. Ich brauche Kaffee. Und wenn es sehr mir sehr schwer fällt anzufangen, schreibe ich ein Gedicht oder zeichne ein kleines Bild.

6. Wenn Du eine traurige, witzige, spannende oder gar krimiähnliche Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Oh ja. Ich heule sogar oft beim Schreiben, wenn ich von einer Szene oder einem Problem, das eine Figur hat, ergriffen bin. Und witzige Szenen zu schreiben macht sehr viel Spaß, weil es der eigenen Stimmung auch sehr gut tut.

7. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht, auch unter einem anderen Autorennamen. Warum hast du dich in ein neues Genre begeben.

Das hat sich so ergeben. Ich lese gerne Krimis aber auch andere Romane unterschiedlichster Genres und ich wollte nie nur eine Sache machen. Ich hatte, bzw. habe das Glück, für verschiedene Verlage und in verschiedenen Genres schreiben zu können und das macht mich wirklich glücklich und dankbar. Und es ist immer wieder eine neue Herausforderung, eine neue Stimme im mir selbst zu finden.

8. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ich denke, das waren zwei: Als mein allererstes Manuskript (Das Gesetz der Wölfe) vom GoldmannVerlag angenommen wurde, das war 2007, und als ich 2016 den DeLiA Autorenpreis für den Fiona-Blum-Roman “Liebe auf drei Pfoten” gewonnen habe. Da hat eine Kollegin, Julie Leuze eine so wunderbare Laudatio auf den Roman geschrieben, dass mir heute noch manchmal die Tränen kommen, wenn ich sie lese. Aber im Grunde ist jedes Mal, wenn ich eine Geschichte von mir endlich fertig und gedruckt als “echtes” Buch in den Händen halte, ein wunderbarer, unglaublicher Moment.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Rezensionen sind sehr wichtig und ich glaube nicht, dass es Autoren gibt, die das anders sehen, auch wenn sie es gelegentlich behaupten. Als Autorin schreibt man für Leser und daher ist es auch wichtig, was die Leser davon halten. Man muss allerdings lernen, mit Kritik umzugehen, denn man ist sehr verletzlich, wenn ein Buch frisch auf den Markt kommt und ist geneigt, alles persönlich zu nehmen, was man auch nicht tun sollte. Ich glaube schon, dass ich mit Kritik ganz gut umgehen kann, solange sie konstruktiv ist. Oft hilft sie einem ja auch weiter. Pauschale, destruktive Kritik versuche ich, so gut es geht, zu ignorieren.

10. Welches von den folgenden Stichwörtern trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? – Kaffee
Sommer oder Winter? –
Beides. Ich mag alle Jahreszeiten. Sogar den nebligen November.
Gut oder Böse? – Gut. So gut wie möglich. So gut man es kann. So gut wir sein können.
Süß oder Sauer? – Sauer
Print oder Ebook? – Ganz klar Print
Film oder Buch? – Eine typisch juristische Antwort: Kommt darauf an. Ich gehe auch sehr gerne ins Kino.
Fernsehen oder Lesen? – Lesen

Cowboy Klaus und die harten Hühner von Karsten Teich & Eva Muszynski

✿*゚¨゚✎…. Ideal für Erstleser!

Henrik (10) und ich haben dieses Buch über Cowboy Klaus und die harten Hühner gut als Gute Nacht Geschichte zusammen gelesen. Der Text ist lustig und ideal geschrieben, außerdem sind die witzigen Illustrationen wirklich gut in die Geschichte mit eingebunden. Wir gehen mit einem Lächeln in das nächste Buchobjekt mit Cowboy Klaus. Tolle Geschichte für Kinder ab 6 Jahren.

Interview mit Miriam Covi

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Miriam Covi? Magst du dich mal kurz vorstellen?


(Copyright: Fotostudio Susanne Clemens)

Aber gern. Ich wurde 1979 in Gütersloh geboren und bin nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Fremdsprachenkorrespondentin und habe seit 2005 in New York, Berlin, Rom, Bangladesch und Bangkok gelebt und gearbeitet. In Thailand sind mein Mann, unsere zwei Töchter (4 und 5 Jahre alt) und ich seit 2017 und dürfen hier hoffentlich noch drei Jahre bleiben, denn es gefällt uns wirklich gut. Ab September werde ich ein Jahr lang beurlaubt sein, um mich weniger meinem Bürojob und mehr meinen Kindern und Buchprojekten widmen zu dürfen. Seit April dieses Jahres ist mein Roman „Sommer in Atlantikblau“ im Handel erhältlich – es ist mein vierter veröffentlichter Roman, aber mein erster, der im Heyne Verlag erschienen ist.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Die wohl meist gegebene Antwort: Irgendwie habe ich schon immer geschrieben. Das ist die Wahrheit – ich habe mit fünf Jahren mein erstes Werk „Ein Heuschen am Schtrant“ (Ein Häuschen am Strand) geschrieben und beschlossen, dass ich mal Schriftstellerin sein möchte. Vermutlich haben meine Eltern mich sehr geprägt, denn die beiden haben Zeit meines Lebens Kinderbücher kreiert: Meine Mutter illustriert, mein Vater schreibt die Texte. Zu Beginn hatten meine Bücher auch noch Bilder, bis ich meinen Eltern erklärte, dass ich lieber Romane für Erwachsene schreiben würde, ohne Bilder. Ich fand meine Illustrationen im Vergleich mit denen meiner talentierten Mutter einfach zu schlecht. Und dabei ist es geblieben: Ich schreibe Romane für Erwachsene, ohne Bilder…

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Eigentlich nicht. Ich schreibe immer dann, wenn ich Zeit finde und Ideen habe, esse dazu manchmal etwas, manchmal nicht, trinke hin und wieder einen Kaffee oder abends auch mal einen Gin Tonic (sehr selten, hüstel) und habe schon an sehr unterschiedlichen Orten geschrieben: An Flughäfen, in Coffee Shops, auf Hotelbetten, auch mal ganz normal am Schreibtisch. Aber mein liebster Schreibplatz ist unser Sofa, auch wenn die Haltung mit Laptop auf dem Schoß vermutlich aus ergonomischer Sicht nicht ideal ist.

4. Wo holst du dir deine Inspirationen? Hast du dafür einen Lieblingsort oder eher eine Muse?

Mein Roman „Sommer in Atlantikblau“ spielt in Nova Scotia, an der kanadischen Ostküste. Dort durfte ich seit frühester Kindheit fast alle Sommer meines Lebens verbringen, weil meine Eltern dort mit Freunden ein Holzhaus haben bauen lassen. Ganz einsam und idyllisch, an einem See, mitten im Wald. Seit jeher habe ich dort die besten Einfälle. Wenn ich in der Stille an „unserem“ See bin, oder durch eines der malerischen Fischerdörfer wandere, oder einen langen Sandstrand am Atlantik entlang spaziere, sprudeln die Einfälle meistens nur so. Kein Wunder also, dass schon zwei meiner vier Romane in Nova Scotia spielten (außer meinem aktuellen Buch auch noch mein Erstlingswerk „Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich“). Ich freue mich schon sehr darauf, Ende Juli wieder nach Nova Scotia zu fliegen – auch wenn das von Bangkok aus eine halbe Erdumrundung bedeutet…

5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Oh ja, besonders bei traurigen habe ich selbst oft feuchte Augen. Aber ich muss bei lustigen Stellen manchmal auch kichern, besonders bei witzigen Dialogen. Dann sieht meine Familie mich immer kopfschüttelnd an, während ich grinsend in die Tasten haue …

6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Ja, meistens schon. Ich arbeite immer schon am nächsten Konzept, während das aktuelle Romanprojekt noch im Lektorat ist, damit ich nach Abschluss der Arbeit nicht in ein Loch falle.

7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Jede neue Veröffentlichung ist toll. Aber als das Angebot von Heyne kam, dass sie „Sommer in Atlantikblau“ veröffentlichen wollten, und ich dann auch noch erfahren habe, dass es eine broschierte Ausgabe mit Innenklappen werden würde, war ich hin und weg und habe vor Freude getanzt.

8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Ich lese mir alle Rezensionen durch, die ich finde. Über die positiven freue ich mich natürlich, aber auch Kritik ist mir wichtig, denn daraus lernt man. Wenn jemand schreibt, dass er sich mit einem Charakter nicht identifizieren konnte, dass er schlecht in die Geschichte gefunden hat oder ihm ein Strang der Handlung nicht logisch erschien, dann nehme ich mir das zu Herzen und versuche, es beim nächsten Roman besser zu machen.

9. Du bist ja nicht nur Romanautorin, sondern du hast ja auch eine Arbeitsstelle. Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?

Wie alle berufstätigen schreibenden Mütter muss ich dann an den Laptop, wenn ich Feierabend habe und die Kinder versorgt sind. Mal ist das schon nachmittags, wenn meine Mädchen zum Beispiel bei einem „Playdate“ sind, wie es so schön heißt. Oder aber erst abends, wenn sie schlafen. Oder mal am Wochenende, wenn mein Mann die Kleinen unterhält. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich an einem Romanprojekt schreiben darf, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Sprich: Ohne, dass sich meine Familie vernachlässigt fühlt…

10. so spontan… was fällt dir mit deinen Namenbuchstaben sofort ein?

M Meer
I Island (Leser von „Sommer in Atlantikblau“ wissen, warum)
R Roman
I Inseln (hier in Thailand gibt es sehr schöne …)
A Atlantik
M Manuskript

C Connor (seufz)
O Ohh wie schön ist Kanada
V Vancouver (an der anderen Küste von Kanada, wo ich immer schon mal hinwollte)
I Indianersommer (die schönste Jahreszeit in Kanada, wenn sich die Ahornbäume leuchtendrot färben)

Interview mit Rosita Hoppe/Sita Torasi/Susanna Rossi

✽•*¨*• Autoreninterview *¨*

1. Wer ist Rosita Hoppe/Sita Torasi/Susanna Rossi? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Töchter und mittlerweile zwei zauberhafte kleine Enkelkinder. In dem Dorf, in dem ich geboren wurde, lebe ich noch heute. Gelernt habe ich den Beruf der Reiseverkehrskauffrau und hatte dadurch die Chance tolle Reisen zu machen. Meine aufregendste Reise ging nach Südafrika, aber das war schon Ende der siebziger Jahre, also eine gefühlte Ewigkeit her. Ich reise immer noch sehr gern, aber inzwischen bleibe ich meistens in Deutschland und am liebsten bin ich auf einer Nordseeinsel. Amrum steht da ganz hoch im Kurs. Einige Jahre lang habe ich als pädagogische Mitarbeiterin in einer Grundschule und als freie Mitarbeiterin für unsere Lokalzeitung gearbeitet. Jetzt konzentriere ich mich nur noch aufs Schreiben.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Mit dem Schreiben begann ich im Herbst 2005, nachdem mir einige Wochen lang eine Menge durch den Kopf gegangen war und ich nicht wusste, wohin damit. Ich erzählte zufälligerweise meiner damaligen Physiotherapeutin davon und sie riet mir, alles doch mal aufzuschreiben. Sie hätte einen Bekannten der Krimis schreibt und veröffentlicht. Tja, was soll ich sagen, dieser Vorschlag ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich setzte mich tatsächlich hin und begann anfangs die freien Seiten in ausrangierten Schulheften meiner Töchter zu füllen. Ziemlich rasch füllten sich die Seiten und Hefte und ich merkte, wie viel Spaß mir das Schreiben machte. Seit dem Moment habe ich quasi nicht mehr aufgehört.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Zuerst schaue ich in mein E-Mailfach und auf Fb, erst danach kann ich mich aufs Schreiben konzentrieren. Verrückt, oder? Meistens brauche ich zwischendurch ein bisschen Nervennahrung in Form von Schoki – nicht gerade förderlich bei einem sitzenden Job.

4. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Besonders bei traurigen Szenen leide ich mit und habe sowohl beim Schreiben, als auch bei späteren Überarbeitungen so manche Träne vergossen. Bei witzigen Szenen grinse ich während des Schreibens vor mich hin.

5. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht. Willst du uns verraten wieviele?

Bisher sind fünf Romane, dreizehn Kurzromane (als Susanna Rossi und Sita Torasi) und etwa 40-50 Kurzgeschichten veröffentlicht.

6. Angenommen, du hättest ausreichend Geld, um dir deinen Traum zu verwirklichen: Wo auf dieser Welt würdest du am liebsten dein Schreibdomizil errichten?

Am liebsten in einem kleinen schnuckeligen Häuschen direkt am Meer.

7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Der erste Verlagsvertrag, die erste tolle Rezension.

8. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?

Fast.. Das war so unglaublich, dass es mir beinahe den Boden unter den Füßen weggezogen hätte. Zum Glück ist es letztendlich gut ausgegangen. Es war in diesem Jahr auf der LBM. Ich hatte am Sonntag eine Lesung aus Glück am Meer – meine erste Messelesung überhaupt. Etwa zwei Stunden vor Lesetermin kam ich an – wer dieses Jahr die LBM besuchte, erinnert sich sicher an das Eis- und Schneechaos, dass dort herrschte. Ich wollte mich mit meiner Tochter dort treffen, die aber wegen ausgefallener S-Bahnen nicht pünktlich ankam. Also bin ich allein los und zuerst zum Stand von Delia, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren. Dort unterstützte ich liebe Kolleginnen beim Standdienst. Eine halbe Stunde vor Lesung machte ich mich auf zum Verlagsstand in der Nebenhalle, wo auch die Lesung stattfinden sollte. Vorher bin ich noch mal kurz – ihr wisst schon – aufs Klo. Meine Umhängetasche und die Tüte mit meinem Lesungsbuch und den Lesezeichen hängte ich an den Haken der Toilettenwand. Prompt klingelte mein Handy – tja, auf dem Klo war endlich Empfang und ich besprach mich mit meiner Tochter, wo wir uns treffen wollten. Eine Viertelstunde später fiel mir auf, dass ich die Tüte mit meinem Leseexemplar nicht mehr hatte. Das hatte ich auf der Toilette vergessen. Panik hoch drei! Wir rannten zurück, vor Schreck wusste ich nicht, wie auf dem schnellsten Weg dorthin. Und dann natürlich, besagte Kabine war besetzt. Ich rief durch die Tür und fragte, ob da eine Tüte hängen würde. Antwort: Nein. Auweia!!!!!!!! Da fand meine Tochter die kleine Tasche auf einer Ablage vor den Spiegeln. Ich kann gar nicht sagen, wie es mir in diesen Minuten ging. Ich sah all meine Felle, bzw. meine Lesung davonschwimmen und war total durch den Wind. Wir also wieder zurück, gleich zur Leseinsel und kamen noch rechtzeitig an. Ich war noch während meiner gesamten Lesung total durch den Wind und ich schwöre, dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser?

Rezensionen sind mir sehr wichtig, spiegeln sie doch wieder, ob mein Buch bei den vorwiegend weiblichen Lesern ankommt. Oder falls nicht, was ihnen nicht gefallen hat und bestenfalls auch mit einer Erklärung, warum. Konstruktive Kritik kann man für künftige Projekte nutzen.

10. Welches von den folgenden trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? – Kaffee
Sommer oder Winter? – Sommer
Gut oder Böse? – Gut
Süß oder Sauer? – Süß
Print oder Ebook? – Beides
Film oder Buch? – Buch
Fernsehen oder Lesen? – Lesen

Rocky Mountain Kiss von Virginia Fox

✿*゚¨゚✎…. Wundervoller Start in den 15. Band…

Wieder war ich einige Zeit mit den Einwohnern von Independence in den Rocky Mountains unterwegs. Gleich zu Beginn ist die Bürgermeister Kandidatur erwähnt worden. Der Bürgermeister will der VGI mal einen Schritt voraus sein. Ob ihm das gelingt? Virginia Fox hat meiner Meinung mal diesen Band anders begonnen, als ich gedacht hatte. Ich wurde irgendwie anders an die Geschichte gefesselt. Mehr verrate ich nicht! Es lohnt sich weiterhin, sich diese Buchreihe zu kaufen, zu lesen und sich einfach beim Lesen zu entspannen. Ich war, wie soll es anders sein, absolut begeistert von der Geschichte zwischen dem Starkoch Gregory Dumont und der Vi Stone.  

Cowboy Klaus und das pupsende Pony von Karsten Teich & Eva Muszynski

✿*゚¨゚✎…. Ein pupsendes Pony

Gerade haben Henrik (10) und ich zum Tagesausklang diese nette Geschichte vom Cowboy Klaus und dem pupsenden Pony gelesen. Wir haben etwas gelacht, weil Cowboy Klaus nicht ein echter Cowboy ist, aber einer sein möchte. Er muß in seinen Garten und Mais ernten. Aber da entdeckt er etwas und erlebt ein kleines Abenteuer. Schön geschrieben, verständlich für Kinder ab 6 Jahren. Schöne Bilder verschönern die kleine Geschichte zusätzlich.

Das Sandwichkind von Juliane Sophie Kayser

✿*゚¨゚✎…. Schönes Lesebuch für kleine Krimifans!

Henrik (10) und ich haben von der Autorin Juliane Sophie Kayser das Buch “Sandwichkind” zum Lesen und besprechen erhalten. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflußt. Wir beide haben zusammen dieses Buch gelesen. Die Autorin hat wundervolle Überschriften gemacht, so das sich der Leser/die Leserin auf das konzentrieren konnte, was jetzt passieren wird. Außerdem sind die Illustrationen von Nina Hammerle wundervoll in die humorvolle und rasante Kinderkrimi Geschichte eingebunden worden. Während dem Lesen habe ich mich als Erwachsene doch gewundert, wie lange die Eltern der kleinen Protagonisten Ruhe bewahren. Das Ende hat mich aufgeklärt, absolut gut geschrieben. Ideal für kleine Krimileser, die gerne mal träumen.

Vom Meer geküsst von Carolin Kippels

✿*゚¨゚✎….Vom Meer geküsst!

Ich habe das Rezensionsexemplar von bookshouse für eine Blogtour erhalten. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflußt. Nachdem ich im Klappentext gelesen habe, das es um Meermenschen geht, freute ich mich auf eine fantasyvolle Lesereise. Ein modernes Märchen zum Verlieben und Träumen, erzählt aus der Sicht des Menschenmädchens Sarah und des Meerjungens Livian. Eigentlich gut geschrieben, aber aus irgend einem Grund fehlt mir hier etwas. Landmädchen verliebt sich in einen Meerjungen. Kann das denn überhaupt klappen?  Für Jugendliche ein netter Lesespaß, ich war dann doch nicht ganz von der Geschichte überzeugt.War ok.

Interview mit Tamara Leonhard

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Tamara Leonhard? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Hallo! Ich heiße Tamara, bin sechsunddreißig und komme eigentlich aus der Schweiz, habe aber seit meinem 13. Lebensjahr in Deutschland, genauer gesagt im Saarland gelebt. Geschichten habe ich mir in der ein oder anderen Form schon immer ausgedacht, egal ob als Comic, als selbst aufgenommenes Hörspiel oder später als Kurzgeschichte. Dieses Jahr ist nun mein Debütroman „Memories of your Smile“ erschienen.

Steckbrief:  
Name: Tamara Leonhard
Wohnort: In Frankreich, an der Grenze zum Saarland
Alter: 36
Größe: Etwas über 1,70
Gewicht: Netter Versuch (smile)
Augenfarbe: Bunt … irgendwie grün, mit Braun in der Mitte und ein bisschen Dunkelblau am Rand
Lieblingsfarbe: Pink, hellblau und lila
Lieblingsessen: Rösti oder Bratkartoffeln mit Spiegelei
Lieblingsmusik: Ganz schwierig. Mir gefällt so viel. Von Oldies über Rock und Pop bis hin zu Jazz oder Klassik. Zurzeit mag ich deutschen Poprock sehr gerne.
Lieblingsautor(in): Petra Hülsmann lese ich sehr gern, aber auch Gernot Gricksch und Mona Kasten.
Lieblingsbuch: „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ von Gernot Gricksch. Das habe ich im Zuge der Recherche für meinen eigenen Roman gelesen (man will ja nicht aus Versehen etwas schreiben, was zu ähnlich wie eine andere Geschichte ist) und fand es ganz zauberhaft. Der Roman wurde auch verfilmt und der Film ist ganz lustig, aber inhaltlich kaum mit dem Buch zu vergleichen, weder was die Handlung noch was die Charaktere angeht. Es ist fast ein eigenes Werk.
Hobbys: Lesen, Reiten und Singen

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich bin eine von denen, die „irgendwie schon immer“ geschrieben haben. Einen Roman wollte ich schon lange schreiben, aber manchmal braucht es einfach den richtigen Zeitpunkt im Leben, um sich ganz auf ein so großes Projekt einlassen zu können. Und der war letztes Jahr gekommen.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Ich schreibe in der Regel früh morgens, so ab fünf Uhr, spätestens halb sechs. Aber ansonsten bin ich sehr flexibel, was den Ort, irgendwelche Getränke oder sonstiges angeht.

4. Wo holst du dir deine Inspirationen? Hast du dafür einen Lieblingsort?

Ich würde inzwischen von mir sagen „ich sammle Menschen“. Klingt ein bisschen krank, aber wenn ich irgendwo bin, schaue ich einfach unheimlich gern, wie die Leute so aussehen, wie sie sich bewegen, ihre Mimik und Gestik,… Das ist sehr inspirierend.
Ansonsten sind es auch immer wieder einzelne Liedzeilen, die Ideen für Szenen anstoßen.
Einen Lieblingsort habe ich nicht, aber ich lebe sehr gerne auf dem Land, die Weite ist einfach herrlich. Und ich bin wahnsinnig gern mit dem Pferd im Wald. Da kann man auch wunderbar die Gedanken schweifen lassen und über neue Handlungen nachdenken.

5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Absolut. Meistens ziehe ich auch die passenden Gesichter dazu. Oft ohne es zu merken, manchmal sitze ich aber auch da und mache absichtlich irgendwelche Gesten oder Mimiken, um zu spüren, wie sie sich anfühlen. Zum Glück bin ich fast immer allein im Zimmer, wenn ich schreibe.

6. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Ich habe vor Kurzem mit „Projekt Nina“ angefangen. Einen richtigen Namen hat die Geschichte noch nicht, aber wer „Memories of your Smile“ gelesen hat, kennt die Protagonistin bereits. Nina erscheint zu Beginn des Romans und geht dann ihren eigenen Weg, von dem ich nun erzählen möchte. Es wird also ein Spin-Off, das man aber auch ohne Vorkenntnisse lesen kann.

7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Debüt-Autorin gewesen?

Da gab es schon ganz viele! Die erste gedruckte Version des Buches in den Händen zu halten war schon wahnsinnig besonders. Das hatte ich gar nicht erwartet. Aber es ist schon etwas völlig anderes, als wenn die eigenen Worte „nur“ auf dem Kindle oder Tolino stehen.
Toll ist auch, wenn ich beim Scrollen durch Instagram plötzlich ein Bild von meinem Buch sehe oder auf Amazon wieder eine neue, liebe Rezension entdecke. Dass diese Geschichte ihren Weg aus meinen Gedanken in die Bücherregale und Herzen anderer Menschen findet, ist immer noch sehr surreal, aber wunderschön.

8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Die Meinung der Leser ist mir sehr wichtig und ich finde es wahnsinnig spannend, was für völlig neue Aspekte und Ideen da immer wieder aufkommen. Darum macht mir der Austausch mit Lesern auch richtig Spaß. Bisher hatte ich das Glück, nur sehr lieb geschriebene Bewertungen zu bekommen. Wenn es Kritikpunkte gab, konnte ich deshalb gut damit umgehen und für mich überlegen, was ich daraus mitnehmen kann.

9. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Deutsch und Englisch waren meine Lieblingsfächer. Das wurden ja später neben Phonetik auch meine Studienfächer. Die Theorie und Entwicklung von Sprachen und Dialekten interessiert mich bis heute.
Gar nicht gemocht habe ich Mathe und Physik. Da habe ich einfach keinen Zugang gefunden.

10. so spontan… was fällt dir mit deinen Namenbuchstaben sofort ein?

T – Tanzend durchs Leben – Ich finde, wenn man nicht alles so verkrampft sieht, ist einfach vieles leichter!
A – Alleinsein – Klingt für viele nach einem negativen Wort, aber ich habe gelernt, dass ich das regelmäßig brauche, um wieder bei mir anzukommen.
M – Musik – Ist mir sehr wichtig. Sie macht gute Laune, motiviert, entspannt, inspiriert, … Was halt grade nötig ist.
A – Augenblick – Etwas, das wir viel zu selten genießen, weil wir mit den Gedanken ständig in der zukunft oder der Vergangenheit festhängen…
R – Reiten – Mit dem Pferd in den Wald… Entspannung pur.
A – Authentisch sein – Nicht immer einfach, aber immer erstrebenswert!

L – Lachen – Das Wichtigste an jedem Tag.
E – Emotionen – Für mich das Hauptkriterium, ob mir ein Buch gefällt oder nicht. Nur wenn Gefühle rüber kommen, will ich auch wirklich wissen, wie es ausgeht.
O – Optimistisch – Bei mir ist das Glas meist erstmal halbvoll.
N – Natur – Ich bin ein Landei und werde es wohl immer bleiben. Wälder, Felder, Blumen, Tiere,… damit kann man mich froh machen.
H – Humor – Witze erzählen kann ich zwar nicht, aber ich nehme mich selbst nicht allzu ernst und bin auch nicht beleidigt, wenn mich jemand auf die Schippe nimmt, solange es nicht böse gemeint ist.
A – Anders sein – Es wäre schön, wenn wir uns noch viel weniger Gedanken darüber machen würden, ob wir ins Schema passen.
R – Rotstift – Der beste Freund und gleichzeitig der größte Feind beim Schreiben.
D – Dankbarkeit – Einfach mal dran denken, wie viel wir doch haben, das gar nicht so selbstverständlich ist, wie wir manchmal meinen…

Interview mit Felicity Green

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Felicity Green? Magst du dich mal vorstellen?


(Copyright: Nadja Schneider)

Hallo! Ich schreibe Fantasy und Paranormal Mystery-Serien für Leserinnen, die Mythen und Magie, unerwartete Wendungen, Gänsehaut und große Gefühle lieben.
Ich komme ursprünglich aus Norddeutschland und zog nach dem Abitur nach England. Nach meinem Literatur- und Schauspielstudium tingelte ich mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland – eine Inspiration für die Schauplätze meiner Romane. Später studierte ich Kreatives Schreiben.
Mit meinem Mann Yannic, Tochter Taya und Kater Rocks lebe ich jetzt an der Schweizer Grenze und arbeite als freie Autorin und Bloggerin.
Gerade ist der fünfte Band meiner Highland-Hexen-Krimi-Reihe, DER TEUFEL IM SPIEL, erschienen. Diesmal stürzt sich Wetterhexe Jem Rivers in einige magische Abenteuer. Mehr über das neue Buch, die Serie und meine anderen Bücher gibt es auf: www.felicitygreen.com

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wie die meisten Autoren wahrscheinlich habe ich schon als Kind unheimlich viel gelesen und mich als Jugendliche an dem einen oder anderen Buch versucht. Aber meine Liebe gehörte immer der Schauspielerei. Den Traum habe ich verfolgt, bis ich irgendwie genug davon hatte, von anderen abhängig zu sein, die mir die Chance geben mussten, auf der Bühne zu stehen. Da habe ich ein eigenes Stück geschrieben und am Brighton Fringe Festival aufgeführt. Da merkte ich, dass mir das Schreiben viel mehr lag. Ich bewarb mich für einen Masters in Creative and Critical Writing und habe einen Platz an der University of Sussex bekommen. Seitdem schreibe ich praktisch. Ich habe einige Kurzgeschichten auf Englisch geschrieben, aber mein erster Felicity-Green-Roman kam dann ein paar Jahre später. Zu der CONNEMARA-SAGA inspirierte mich konkret ein Dublin-Urlaub. Ich hatte eine zündende Idee, habe angefangen zu schreiben und daraus wurde dann auch was. 

3. Warum schreibst du ausgerechnet Urban Fantasy und Paranormal Mystery-Serien? Was begeistert dich so an die Mythen und Magie?

Hmm, gute Frage …Wahrscheinlich, weil ich Bücher in diesen Genres auch gerne selber lese. Meine absolute Lieblingsautorin ist Charlaine Harris, die ja auch in diesen beiden Genres unterwegs ist.
Mythen… ich sage immer, ich bin im Herzen Akademikerin und ich habe Englische Literatur studiert und später einen Masters in Creative and Critical Writing gemacht. Ich recherchiere unheimlich gerne und es fasziniert mich, wie sich die Leute früher die Welt erklärt haben. Für die war „Fantasy“ so real wie Wissenschaft für uns heute. Und nicht ohne Grund haben diese alten Mythen und Legenden so lange überlebt und es steckt immer noch so viel Kraft in ihnen. Viele von ihnen sind Blaupausen für Geschichten, die heute erzählt werden, ohne dass wir das überhaupt wissen. Tja, und ich glaube, dass viele heutzutage gerne Bücher mit einem Touch Fantasy lesen, wie es ja bei Urban Fantasy und Paranormal Mysteries der Fall ist, oder bei Superhelden-Geschichten usw., weil doch irgendwie noch ein bisschen Bedarf an Magie da ist.
Ich finde, wir können alle ein kleines bisschen Magie im Leben gebrauchen.

4. Hast du denn Rituale oder einen Rückzugsort beim Schreiben? Wenn ja, welche/wo?

Eine Tasse Kaffee habe ich meist neben mir stehen und am liebsten habe ich Ruhe. Ich schreib lieber auf dem Sofa oder im Bett, nicht ganz so gern am Schreibtisch. Aber sonst ist es mir ehrlich egal, wenn ich erstmal im Flow bin.

5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Ja! Nach dem Buch ist bei mir vor dem Buch. Deshalb organisiere ich meist eine Facebook-Launch-Party, denn so zwinge ich mich sozusagen, einen Tag lang zu feiern, wenn das Buch erscheint. Damit ich den Erfolg auch genießen kann. Gerade kam mein neuester HIGHLAND-HEXEN-Krimi heraus und da hab ich mir auch wieder etwas schönes einfallen lassen, obwohl ich aktuell mit dem Kopf schon in meinem nächsten Projekt stecke, von dem schon fast die Hälfte fertig ist.

6. Wenn du eine traurige, witzige, spannende oder gar magische Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Auf jeden Fall! Wenn ich so im Schreibflow bin, dann fühle ich total mit den Charakteren mit. Es ist ein bisschen so, als ob ich in einem Film drin bin, der in meinem Kopf abläuft.

7. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht. Willst du uns verraten wieviele?

Ich habe bislang 8 Romane, 5 Novellen und ein paar Kurzgeschichten veröffentlicht.

8. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ehrlich gesagt war der schönste Moment einfach, als ich ein Exemplar meines Debütromans EICHENWEISEN in der Hand hielt. Ich habe den Moment fotografiert und das Bild aufgehängt, um mich immer daran zu erinnern. Alle anderen Buchgeburtstage, Erfolge, Nachrichten von Fans, Treffen anderer Kollege, Messen usw. seitdem waren natürlich auch toll, aber einen ersten Roman endlich mal fertig geschrieben zu haben, alles, was zum Selfpublishing dazugehört, sich selber erfolgreich beigebracht zu haben, den Sprung gewagt zu haben … das war schon ein unvergleichlicher Moment.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Ich lese alle Rezensionen, auch die nicht so guten. Ehrlich gesagt deshalb, weil es mich so freut, wenn Fans sich so an meinen Büchern erfreuen – für die schreibe ich sie ja und die positiven Worte ermutigen mich, weiterzuschreiben. Wenn Kritik angebracht ist, dann versuche ich, daraus zu lernen. Aber oft ist es nur eine persönliche Meinung, dass ich einfach nicht den Geschmack der Person getroffen habe und ich versuche, es mir nicht zu Herzen zu nehmen. Besonders fies sind unangebrachte Rezis, wo unfairerweise etwas kritisiert wird oder einfach etwas gesagt wird, das nicht stimmt. Man kann sich ja nicht dagegen wehren.
Grundsätzlich sind Rezensionen gerade für Indie-Autoren, wie mich, so wichtig, weil wir darauf angewiesen sind, dass Leser weitererzählen, wie sehr ihnen unsere Bücher gefallen – unser wichtigstes Marketinginstrument sozusagen, weshalb ich auch jedem unendlich dankbar bin, der eine schreibt.

10. Welches von den folgenden Stichwörtern trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? –
Sommer oder Winter?
– Winter (also eher Frühling oder Herbst, aber wenn ich mich zwischen Sommer oder Winter entscheiden müsste, würde ich Winter wählen.
Gut oder Böse?  – Immer gut!

Süß oder Sauer?
– Süß
Print oder Ebook?
– ebook
Film oder Buch?  – Buch

Fernsehen oder Lesen?  – Lesen