1. Wer ist Nadja Losbohm? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Hallo zusammen, ich bin Nadja, 36 Jahre, lebe und schreibe in Berlin etwas andere Geschichten für jedes Alter. Am besten funktioniert das in den Morgenstunden mit einer großen Tasse Stracciatella-Cappuccino.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Meinen ersten Fantasy-Roman habe ich mit neunzehn Jahren angefangen zu schreiben. Der Auslöser war ein Künstler/Schauspieler, dessen Arbeiten ich damals kennenlernte. Er machte so viele verschiedene Dinge, ohne sich festzulegen. Das hat mich fasziniert, weil ich bis dato lediglich gemalt und gezeichnet hatte. Doch durch seine Vielseitigkeit wurde ich dazu inspiriert, mal etwas Neues auszuprobieren.
3. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Vielleicht hast du ein Bild für uns…
Einen Arbeitsplatz in dem Sinne habe ich nicht. Ich schreibe an meinen Büchern dort, wo es sich gerade so ergibt: stehend am Herd in der Küche, sitzend auf der Bettkante, auf dem Sofa, auf einer Parkbank und, und, und.
4. Wann und Warum hast du dich entschlossen deine Erste Geschichte zu veröffentlichen? Und wieso gerade Fantasy?
Ich denke, es war etwa im Sommer 2011, dass ich den Wunsch hatte von einer Buchveröffentlichung. Das Warum ist einfach: Es wäre schade gewesen, wenn dieses Abenteuer in der Schublade versauert wäre. Und wieso Fantasy: Ich habe schon immer Märchen und Fantasy selbst gerne gelesen oder als Filme geschaut. Ich bin auch eine große Träumerin. Ich denke, da lag das Genre auf der Hand.
Buchreihe: Die Jägerin
5. Woher hattest du die Idee zu der Fantasy Buchreihe?
„Die Jägerin“ ist aus diversen seltsamen Dingen zustande gekommen. Ich sah ein Bild, jemand machte eine Bemerkung über mein Äußeres, ich hatte einen komischen Gedanken im Halbschlaf. All das bildete den Grundstein für diese freche, witzige, spannende, emotionale Reihe.
6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Da gibt es einige, würde ich sagen. Jedes veröffentlichte Buch ist schön, weil mitunter viel Kampf (sowohl im Privaten als auch was das Schreiben angeht) stattfindet, während es geschrieben wird. Jede Mut machende Nachricht von Lesern ist schön. Der überraschenste Moment war definitiv der, als ich in 2017 erfahren habe, dass mein Buch „Die Magie der Bücher“ für den Deutschen Phantastik Preis nominiert wurde. Damit hätte ich nie gerechnet. Auch nicht damit, dass die Kurzgeschichten so gut ankommen. Das verblüfft mich immer wieder, aber stets auf eine positive Weise.
7. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?
Sehr wichtig. Sie sind unablässig, um Menschen zu erreichen, um sich auszutauschen und natürlich auch um Werbung zu machen.
8. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?
Ich würde sie gern mehr reisend verbringen, aber das klappt leider nicht so, wie ich es gern hätte.
9. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?
Mein allerliebstes Genre ist definitiv Fantasy, egal ob historisch oder romantisch. Auch gerne aus dem Jugendbuchbereich. Ab und zu schleicht sich auch mal ein Roman darunter, aber das kommt sehr selten vor.
10. Möchtest du deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben?
Ich möchte gern in erster Linie Danke sagen, dafür dass sie mir ihre Zeit widmen, mich unterstützen und geduldig auf meine neuen Geschichten warten. Ich feuere nicht alle drei Monate, nicht mal alle sechs Monate, ein Buch heraus. Bei mir dauert es oft länger, aber ich hoffe, dass sich das Warten für meine Leser lohnt und sie dann ungewöhnliche Geschichten zu lesen bekommen, die in ihrer Form einzigartig sind und auch aufrütteln, aufwühlen, nachdenklich machen, zum Träumen anregen oder auch zum Weinen.
1. Wer ist Dietmar Hesse/Dinah Herbst? Magst du dich mal vorstellen?
Entschuldige, mich selbst vorzustellen, ist nicht einfach. Bei Amazon hört sich das so an: Dinah Herbst/Dietmar Hesse – Ich wohne alleine in einer kleinen Wohnung in einem Ort in der Nähe von Hannover. Meine Kids leben im Ausland. So habe ich die Zeit, an den Ideen zu feilen. Im letzten Jahr haben mich Ereignisse im privaten Bereich für lange Zeit zurückgeworfen. Jetzt habe ich mich davon erholt, und spiele wieder mit.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wieso unter einem männlichen und weiblichen Pseudonym?
Geschrieben habe ich seit meiner Schulzeit. Leider gibt es keinen der Aufsätze aus dem Deutsch-Unterricht mehr. Danach spielte ich Gitarre und versuchte mich in Liedtexten. Gedichte folgten. An Geschichten fing ich erst spät an, zu arbeiten. Immer wieder unterbrochen, brauchte ich für den ersten Roman sieben Jahre, bis er für mich fertig war.
Zum Pseudonym: Ich arbeitete für den zweiten Roman eng mit Kolleginnen zusammen. Als »Duft der Zypressen« herauskommen sollte, meinten sie, für einen Liebesroman bräuchte ich ein weibliches Pseudonym. Sie hatten überzeugende Argumente. So entstand in einem langen Telefonat mit meiner Freundin und Cover-Designerin der Name »Dinah Herbst«.
Zurzeit arbeite ich parallel an einem Krimi und einer Liebesgeschichte. Vielleicht erscheint der Krimi dann unter meinem richtigen Namen.
3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?
Rituale… lach. Nach dem Frühstück an den Rechner setzen, die letzten Seiten lesen und daran anknüpfen. Die Worte fließen nur so ins Manuskript. So wäre es top. Ich höre Musik, die zur Szene passt, versuche, mich einzufühlen, in die Situation. Gute Stimmung brauche ich, da gehört einiges dazu. Wenn ich merke, dass es läuft, schalte ich alles andere ab. Dann bin ich nicht zu erreichen. Da entstehen schon mal einige tausend Wörter am Tag. Ob die den Tag überstehen, das steht auf einem anderen Blatt.
4. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht. Willst du uns verraten wie viele? Ich kenne nur “Schneegestöber” von dir und mit 14 anderen Autoren….
Ohne Ahnung einfach mal so veröffentlichte ich meinen ersten Roman. »Achterbahn« fand nur wenige Leser. Schneegestöber, die Anthologie, zu der ich eingeladen wurde, hatte da mehr Erfolg. Die 14 anderen lieben Kolleginnen hatten einen Namen als Autor und ich war der Exot in der Runde. Wir konnten mit dem Erlös für das Buch der Stiftung Bärenherz helfen. Es gab dann noch eine Anthologie, bei der ich mitgeschrieben habe. »Sommer und noch mehr«, herausgegeben vom Autoren-Netzwerk.
Auf Messen und Events traf ich mich mit Kolleginnen, nervte sie mit Fragen und lernte viel von ihnen. 2017 veröffentlichte ich »Duft der Zypressen«, den ersten Teil der Toskana-Geschichten. Ein Jahr später dann »Raunen der Zypressen«, den zweiten Teil der Story um Eva und Jan. Am 30. April 2019 brachte ich die überarbeitete Version meines Debüts mit neuem Cover und dem Titel »Threats – Umweg für die Liebe« heraus. Der neue Roman ist in Arbeit und wird, wenn alles glattgeht, im Sommer erscheinen. Da geht es um einen begehrten Junggesellen. Auf den ersten Blick ein »Bad Boy.« Ach ja, an einem Krimi arbeite ich auch gerade.
5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Ich muss das, worüber ich schreibe, auch fühlen. Der Leser merkt sonst sofort, dass ich nicht bei der Sache war. Mir hat mal ein erfolgreicher Autor gesagt, du kannst nur über etwas schreiben, dass du am eigenen Leib erfahren hast. Bekommt dein Protagonist eine Faust in den Magen und du hast noch keine Schlägerei mitgemacht, lass dir in den Bauch schlagen. Dann kannst du erzählen, wie es sich anfühlte.
6. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Ich bin neugierig...
Ich bin in der glücklichen Lage, einen separaten Büroraum zu haben. Hier steht mein Schreibtisch. Ein Laptop mit zweitem Monitor und zwei Druckern, an der Wand zwei Pinnwände und ein Regal mit den Signierten Büchern der Kolleginnen und Kollegen. Hier kann ich mich bei Recherchen ausbreiten und wenn die Tür geschlossen ist, ist das Chaos weggesperrt.
7. Angenommen, du hättest ausreichend Geld, um dir deinen Traum zu verwirklichen: Wo auf dieser Welt würdest du am liebsten dein Schreibdomizil errichten?
Vor zwei Jahren wäre meine Antwort spontan »Die Toskana« gewesen. Heute muss ich aus gesundheitlichen Gründen andere Dinge mit einfließen lassen. Ich würde gerne die Zelte auf Mallorca aufstellen. Gut, kein Zelt, aber abseits vom Ballermann gibt es da wunderbare Ecken.
8. Welcher deiner Träume, die du nachts hattest, würdest du gerne im wirklichen Leben erleben? Hast du schon einmal darüber nachgedacht, den Traum in einem Roman einfließen zu lassen?
Seit ich schreibe, erinnere ich mich nur an Träume, in denen ich an kniffeligen Szenen des aktuellen Projekts weiterschreibe. Die Träume und Visionen der Jugend besuchen mich schon lange nicht mehr. Das ist für mich kein Verlust, ich mache eh für mich das Beste aus jeder Situation.
9. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes (ähm .. ist das ein Wort?) Fach – und wieso?
Ha, Schulzeit. – Mathe fand ich toll, Deutsch und Englisch haben mir gefallen. Da hatte ich hübsche Lehrerinnen und ich hab den Stoff begriffen. Latein war ein Gräuel. Da besitze ich nur noch das Asterix-Wissen.
10. Welches von den folgenden trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? – Kaffee Sommer oder Winter? – Sommer, der Winter ist nett, aber nicht meins. Gut oder Böse? – Was ist gut, was böse. Im Roman brauche ich beides. Zu welcher Sorte ich gehöre, müssen andere entscheiden. Süß oder Sauer? – Ich liebe beides. Print oder Ebook? – Für uns ist Ebook Pflicht, Print ist die Kür, gehört dazu. Film oder Buch? – Ich lese lieber, Filme hinterher. Fernsehen oder Lesen? – Lesen
1. Wer ist Sarina Louis? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Hallo und vielen Dank erst mal für die Möglichkeit. Freue mich total hier sein zu dürfen. Ich schreibe seit letztem Jahr unter dem Namen Sarina Louis, habe mich aber erst im Februar getraut, meinen ersten Roman zu veröffentlichen. Ich bin 36 und seit 17 Jahren verheiratet. Zusammen mit meinem Mann und meinen zwei Kindern (11,7) wohne ich mit meinen Eltern in einem Dreigenerationenhaus. Da meine Schwester letztes Jahr mit Mann und Kind genau gegenüber eingezogen ist, wird es nie langweilig. Full House ist bei uns immer und jeden Tag. Ich arbeite halbtags in einer radiologischen Praxis und in meiner Freizeit tauche ich gerne in Geschichten ein. Ob meine eigene oder die von anderen.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit 3 Jahren korrigiere ich für ein paar befreundete Autoren und so nach und nach hat sich die Geschichte von Jordan in meinem Kopf gebildet. Trotzdem habe ich es mir nie zugetraut selbst zu schreiben, bis eine Freundin und ihr Mann meinten, dass ich mich einfach mal hinsetzen und es probieren soll. Und plötzlich wollte ich gar nicht mehr aufhören zu schreiben, auch wenn meine Protas mich manchmal in den Wahnsinn treiben.
3. In welchen Genre schreibst du eigentlich? Ich habe leider noch kein Buch von dir gelesen? Aber vielleicht könnte dein Debütroman, was für mich und meine Leser sein. Erzähl uns doch etwas davon…
Liebesroman in jeder Form ist genau mein Genre, das ich auch selbst am liebsten lese. Und genau hier fühle ich mich zu Hause.
Ich hatte plötzlich eine Szene vor Augen von einem allein erziehenden Vater, aber nicht mit Kleinkind, sondern einer fast erwachsenen Tochter, mit der das Leben nicht immer einfach ist. Nur mit dieser Szene habe ich dann angefangen zu schreiben und musste mit ansehen, wie die Geschichte manchmal in eine andere Richtung ging, als ich eigentlich geplant hatte.
Da ich nicht so viel spoilern möchte, kann ich leider nicht zu viel verraten. Aber es beginnt im Grunde damit, dass Jordan vor 17 Jahren seine Frau verloren hat. Von heute auf morgen die Verantwortung für seine Tochter tragen musste und sich das nicht so einfach herausstellt, wie er immer gedacht hat. Bei einem Männerabend lernt er dann eine Frau kennen, die ihn von der ersten Sekunde an fasziniert, aber nach einer gemeinsamen Nacht wacht er allein im Bett auf. Wie es dann weitergeht müsst ihr selbst lesen, sonst würde ich zu viel verraten.
4. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?
Rituale habe ich eigentlich keine. Die einzige Macke, die ich habe: Es muss relativ ruhig sein. Ich habe es schon mit Musik versucht, aber dann summe ich die ganze Zeit mit und kann meine Gedanken nicht hören. Nee Quatsch beiseite, aber ich schreibe am besten, wenn es leise ist. Kein Fernseher, kein Gequatsche.
5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Ich leide trifft es eher. Es ist schon das ein oder andere Mal vorgekommen, dass ich heulen musste, weil es mir so nahe geht. Dann habe ich aber auch Momente, in denen ich laut lachen muss und meine Familie mich ansieht, als wäre ich geistesgestört. Besonders wenn die Geschichte eine Wendung annimmt, mit der ich selbst nicht gerechnet habe. Dann stoße ich gerne mal ein gehässiges Lachen aus.
6. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?
Im Augenblick beschäftige ich mich intensiv mit dem Bruder von Jordan: Samuel. Blackstone wird wahrscheinlich eine Reihe von insgesamt fünf Büchern werden, die aber alle in sich abgeschlossen sind und einzeln gelesen werden können, ohne groß Vorkenntnisse aus den anderen Büchern zu haben.
Blackstone – Samuel wird voraussichtlich am 05.07.2019 erscheinen
7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Wenn mich Freunde anschreiben, von denen ich schon lange nichts mehr gehört habe und sie mir sagen, dass sie mein Buch gelesen haben und es lieben. Wie stolz sie auf mich sind, dass ich mich getraut habe, diesen Weg einzuschlagen. Natürlich freut sich jeder Autor über Rezensionen, aber manchmal sind es auch einfach die kleinen Nachrichten, die einen glücklich machen.
8. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?
Mein Arbeitsplatz ist im Grunde unser großer Esstisch. In dem Raum, in dem sich immer alles abspielt. Was absurd klingt, denn mit einer großen Familie ist es selten leise. Aber irgendwie klappt es hier trotzdem am besten.
9. Liest du auch selbst gerne mal? Wenn ja, welches Genre bevorzugst du dann persönlich?
Leider komme ich im Moment selbst kaum zum Lesen. Durch meinen Alltag, das Korrigieren und Schreiben bleibt mir dafür einfach zu wenig Zeit, auch wenn ich eigentlich so viel lesen will.
10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?
Mathe und Deutsch waren schon immer meine liebsten Fächer, auch wenn in meinen Aufsätzen meistens stand: Thema verfehlt. Physik und Chemie konnte ich nie viel abgewinnen und war immer froh, wenn die Stunden fertig waren. Aber insgesamt hatte ich eine sehr schöne Kindheit und auch Schulzeit. Am Ende der Realschule habe ich meinen Freund kennengelernt, mit dem ich bis heute zusammen bin und ihn sogar geheiratet habe.
1. Wer istMarit Bernson? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Marit Bernson ist mein Pseudonym, unter dem ich Bücher veröffentliche. Ich bin über 40 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei hinreißenden Wirbelwindtöchtern und lebe in der Nähe von Bamberg. Ich bin kreativ, chaotisch und humorvoll. Und ich will alles ganz genau wissen.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich liebe Geschichten. In wirklich jeder Form. Bücher, Filme, Geschichten am Lagerfeuer, Gruselgeschichten im Ferienlager oder auch einfach, wenn mir jemand etwas erzählt. Geschrieben habe ich schon immer gern, früher Gedichte, dann Geschichten. Zusammen mit meiner überbordenden Fantasie kamen interessante Sachen dabei heraus, die unbedingt aufgeschrieben werden mussten.
3. Du hast nun ein Neues Buch veröffentlicht. Erzähl uns doch etwas darüber… (Klappentext/Buchcover)
Oh, es sind gleich zwei. Ich schreibe ja schon einige Jahre Kindergeschichten und jetzt hole ich die alle hervor und veröffentliche sie. In meinem neuen Kinderbuch geht es um einen Jungen, der herausfindet, dass seine Schwester ein mystisches Wesen ist. Ich liebe diese Geschichte. Mein anderes neues Buch ist ein Liebesroman. Ich bin ein Riesenfan von den Filmen “10 Dinge, die ich an dir hasse” und “Kiss me, Kate”, beides Adaptionen von Shakespeares “Der Widerspenstigen Zähmung”. Ich habe die Handlung in die moderne Geschäftswelt verlegt und nur den ungefähren Handlungsrahmen übernommen. Meine Hauptfigur Kate ist auch widerspenstig, aber eben auch etwas hinterlistig. Um freie Bahn zu haben – nicht bei einer Frau, sondern bei einem lukrativen Auftrag – engagiert ihr Widersacher Luke seinen Schulfreund Peter, um Kate mit einem vorgetäuschten Auftrag abzulenken. Eine Bianca kommt auch vor. Kate kann Peter überhaupt nicht ausstehen. Und es stört sie, dass er sich offensichtlich an sie ran macht. Peter legt sich aber noch mehr ins Zeug, weil er eigene Gründe hat, diese Scharade mitzumachen.
4. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Auf jeden Fall. Deshalb habe ich bisher noch keine Erotikszenen geschrieben.
5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?
Das ist total unterschiedlich. Ich bin meistens wie erstarrt, weil ich fasziniert zuschaue, wie es meinem Buchbaby so ergeht. Doch irgendwann reiße ich mich los, weil noch so viele Geschichten warten. Keine Ahnung, ob ich alle meine Ideen je zu Papier bringen kann, denn leider ist ja meine Lebenszeit begrenzt. Aber letztlich heißt es: schreiben, schreiben, schreiben.
6. Wie viele Bücher sind es denn insgesamt? Du schreibst ja auch in verschiedene Genre (Kinderbücher/Frauenliteratur)? Warum?
Vierzehn Bücher habe ich bereits veröffentlicht. Und wenn ich so im Kopf zähle, werden es noch einige in diesem Jahr mehr. Die meisten davon sind schon geschrieben und bekommen gerade ihren letzten Schliff. Angefangen hat es mit den Kinderbüchern. Deshalb scheint es, als würde ich die mal eben so aus dem Hut zaubern. Ist aber nicht so. Ich habe etliche Manuskripte in der virtuellen Schublade. Leider verlangt der Buchmarkt aus Verlagssicht im Kinderbuchbereich bestimmte Konventionen. Kurzgeschichten sind eh schwierig. Doch als Selfpublisherin bin ich da völlig frei. Meine Weihnachtskurzgeschichten haben es in die Amazon-eBook-Top 100 geschafft. Taschenbücher habe ich auch mehr verkauft, als es manch ein Verlag vermocht hätte. Und den Kinderbüchern gehört mein Herz. Außerdem liebe ich außergewöhnliche Liebesromane mit unkonventionellen Frauen. So sind u.a. “Die Mütter WG” und “Die Beziehungsvereinbarung” entstanden. Und dann noch meine schönen Weihnachtsbücher! Weihnachten lese ich eh sehr gern, am liebsten kurze Geschichten und dafür mehr. Deshalb sind meine Weihnachtsliebesromane etwas kürzer. Und mein fieser Weihnachtsroman ist halt einfach mein allererstes Buchbaby. Da ich Weihnachtsgeschichten so sehr liebe, fand ich es mehr als fair, eine bei dem mitten im Sommer stattfindenden Kindlestorytelleraward einzureichen. Gleichberechtigung für Weihnachtsgeschichten!
7. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?
Von den Rezensionen hängt vor allem mein finanzieller Erfolg ab. Ich habe ja schon erleben müssen, wie gleich nach Veröffentlichung eines Buches schlechte Rezis von Autorenkollegen vergeben wurden, die das Buch dann in den Abgrund gerissen haben. Nach einiger Zeit verschwinden die wie durch Zauberhand wieder und die Bücher erholen sich. Aber das finde ich dermaßen fies. Ein-Sterne-Rezis finde ich unfair, weil das bedeutet, dass es schlechter nicht geht. Also weder Cover noch Text oder irgendwas überzeugt. Die Besserwisser-Mami-Kommentare unter meinen Büchern, in denen Mütter die Hauptrolle spielen, ärgern mich auch total, weil da einfach jemand mal seine Erziehungsansichten kundtun muss. Dabei schreibe ich nichts Kontroverses. Es geht um simple Sachen wie selber Abschnallen im Auto oder ein Schulkind, das mit seiner Schwester allein den Fußweg zur Schule antritt. Ätzend diese Kommentare dazu! Und dann ärgern mich die “noch nie so viele Rechtschreibfehler gesehen” – Rezis. Kein Buch ist fehlerfrei, aber wenn ich nach der Veröffentlichung noch Fehler gemeldet bekomme von Lesern, was ich total nett finde, sind es höchstens mal einer oder zwei im gesamten Buch. Leider weiß noch nicht jeder, dass wir eine neue Rechtschreibung haben und denkt deshalb, ich hätte Fehler gemacht. Das nervt! Bei Rezensionen bin ich möglicherweise insgesamt etwas empfindlicher, weil sie so sehr ins Gewicht fallen. Ansonsten kann ich mit konstruktiver Kritik super umgehen. Ich will wissen, ob die Emotionen so rüber kommen, wie ich das wollte, ob man Handlungen nachvollziehen kann. Ich schreibe ja schließlich nicht nur für mich. Ich habe glücklicherweise einen schönen Kreis an Leuten, die mir ehrliches Feedback geben.
8. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?
Mathe war mein Lieblingsfach, weil ich darin einfach spitze war. Russisch mochte ich nicht wegen der Lehrer, die ich hatte. Schade eigentlich!
9. Mich würde dann noch brennend interessieren, hattest du so eine richtige Teenagerliebe?
Nein. Ich bin Serienmonogamistin und fing damit erst spät an.
10. so spontan… was fällt dir mit deinen Namenbuchstaben sofort ein?
M – Mathe A – Arbeit R – Riese I – Igel T – Tod
B – Bart E – Ehe R – Rummel N – Nase S – Siegel O – Ohr N – Neun
1. Wer ist May B. Aweley? Magst du dich mal vorstellen?
May ist eine blutrünstige Rothaarige mit schräger Mordlust- Fantasie, die sie gern auslebt. #May lacht# Nein, nicht wirklich. Das heißt, rothaarig bin ich tatsächlich. Und mein Hobby ist vielleicht ebenfalls seltsam. Ich glaube, es gibt wenig Morde im Realleben, die ich nicht schon gesehen oder gehört habe, sofern sie irgendwie als Reportage verfilmt wurden. Ich mag Verbrechen und ebenfalls die mühsame Jagd nach dem Mörder hinterher. Es fasziniert mich, in die Köpfe einzutauchen – mal wie ein Verbrecher zu denken, mal wieder auf der »guten« Seite zu stehen. Im normalen Leben bin ich eine gelegentlich Kekse/Kuchen backende Mutter, eine gelegentlich »nicht verpeilte« Ehefrau, Tochter, Nichte und Katzenmama. Bei besonders traurigen Filmen, brauche ich Taschentücher, doch wenn gemordet wird, leuchten meine Augen wieder.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit einem Pseudonym?
Zum Schreiben bin ich … ja wie eigentlich? Lesen war schon immer meins. Als ich in die Schule kam, konnte ich bereits fließend lesen; anders als meine Mitschüler. Und ich wurde zum absoluten Bücherwurm, wenn ich nicht gerade eine kleine Räubertochter war. Etwa mit 12 Jahren schrieb ich erste Gedichte. Dann kam der Schnitt; meine Eltern beschlossen, nach Berlin auszuwandern. Mit etwa 14 Jahren lernte ich mühsam meine zweite Muttersprache, in der ich heute Bücher schreibe. Aber es dauerte noch lange, bis ich wirklich das erste Buch schrieb. Mein allererstes war eine Diplomarbeit, die ich gar nicht so schwer fand. Danach bekam ich recht schnell zwei Kinder hintereinander und die Chance, eine Mutter-Kind-Kur zu machen. Als Ergebnis meiner Abende mit den Müttern entstanden viele nächtliche Notizen zum Thema: Wessen Schwiegermutter ihrer Schwiegertochter das Leben mehr zur Hölle macht? Zu Hause angekommen, fügte ich meine Notizen zu einem Buch zusammen. Seitdem habe ich nicht aufgehört zu schreiben. Nur das Thema wechselte von Roman zu Thriller. Ich bin mit der Wahl in Harmonie.
Warum Pseudonym? Einerseits um meine Familie zu schützen. Mein Name ist einfach sehr selten. Ich wollte nicht, dass meine Kinder seltsam angesprochen werden, oder Mütter gar Angst haben, uns Kinder für gemeinsames Spiel in Obhut zu geben. Oder dass eines Tages ein seltsamer Leser an meine Tür klopft. Eine andere Erklärung ist vielleicht weniger persönlich. Da meine Bücher bisher in New York spielen, brauchte ich einen amerikanischen Namen, dass es mir jemand abnimmt, was ich so schreibe. Wir haben im Kopf ein kleines Zentrum für Harmonie. Wenn etwas unstimmig erscheint wie, dass die Bücher einer deutschen Autorin in Amerika spielen, dann stört uns das oft unterbewusst. Mit dem Pseudonym wollte ich es verhindern. Und May ist mein absoluter Lieblingsname.
3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?
Mein Ritual ist: Ruhe. Und ein Becher Kaffee neben der Tastatur. Mehr nicht.
4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Wie läuft das bei Selfpublishing ab?
Wenn das Buch veröffentlicht wird, wird es überall beworben. Schließlich sollen alle erfahren, dass es ein Buch von mir gibt. Das bedeutet, ich bewege mich viel in der Social Media. Manchmal gibt es Verlosungen etc. Alles, was hilft, mich bekannt zu machen.
5. Du hast auch schon mehrere Bücher geschrieben? Erzähle uns bitte etwas davon… Und warum ausgerechnet das Genre “Thriller”?
Das erste Buch »Puppenbraut« entstand, als mein Großer etwa 2 km in der ersten Klasse zur Schule gehen sollte. Der Weg führte an einem entlegenen Park vorbei. Es dauerte etwas, dass ich mich daran gewöhnen konnte. Während ich mein Kind mit einem Lächeln im Gesicht laufen ließ, bibberte ich innerlich. Also stellte ich mich meinen Ängsten. Und anstatt sie an mein Kind weiterzugeben, donnerte ich sie in die Tastatur. So entstand der erste Thriller, in dem es um die Entführung eines Kindes durch einen Pädophilen geht. Das zweite Buch war leichter. Im ersten kam laut der Meinung meines Mannes mein FBI-Team zu kurz dran, also »lud« ich es im zweiten (»Existenzlos«) dazu. Dabei lernte ich mein Ermittlerteam so gut kennen, dass die Bücher: »Der Angstheiler«, »Lauf, Sophie«, sowie »Erlöse uns« entstanden. Mein derzeit letztes publiziertes Buch mit dem Namen »Erinnerung aus Glas« war ein Experiment für diejenigen Leser, die an der Ermittlungsarbeit weniger interessiert sind. Darin geht es um eine Illusion der Liebe und wie immer um Serientäter. Das neueste Projekt, das ich gerade noch endkorrigiere, ist wieder ein Experimentalbuch, das in Berlin spielt. Es ist ein Zugeständnis an einen lieben Menschen, seine Geschichte zu erzählen; nur dass ich statt einem Drama – ein Thriller gebastelt hatte. Aber langsam vermisse ich mein FBI-Team.
6. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Und wie! Am schlimmsten kann es sein, wenn ich in den Kopf eines Täters hineinspringe und seinen Gedanken folge. Sie sind manchmal so verrückt und böse, dass ich Zeit zum Erholen brauche, wenn ich ein Kapitel geschrieben habe. Wenn meine Ermittler oder meine Protagonisten Erfolge haben, fiebere ich natürlich mit. Und runzle die Stirn, wenn sie sich in Gefahr begeben. Das Schreiben kann eine emotionale Achterbahn sein …
7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Mal abgesehen von einer Veröffentlichung ist das schönste Moment, wenn ich meine Leser treffe (auf Messen) bzw. wenn sie mir schreiben, dass ich ihnen mit meinem Buch tolle Zeit geschenkt habe. Dafür die ganze Mühe, die ein Buch mit sich bringt! Es macht mich glücklich.
8. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?
»Keine Ideen«, was soll das für ein Zustand sein? In meinem Kopf schlummern tausende Ideen, die nur Zeit brauchen. Ich hoffe, sie finden alle zu Papier, bevor ich meine Augen für immer schließen muss. Soviel will ich verraten… Nach zwei langen Büchern ohne mein FBI-Team habe ich Sehnsucht entwickelt. Ich möchte sie wiedersehen. Das sollte im nächsten Projekt passieren.
9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen? Immer wieder ein heißes Thema?
Die Rezensionen der Leser (wohlgemerkt nicht die der Kollegen, die sich als Leser tarnen) sind mir sehr wichtig. Die sauge ich auf, denn ich will gern wissen, was der Leser vermisst, was ihm gut gefallen hat. Manche der »Vorschläge« landen direkt im nächsten Projekt, daher sind sie für mich essentiell. Jedem Autor ist es klar, dass er den Geschmack aller Leser nicht treffen wird. Was jemand ganz toll fand, findet der nächste langweilig. Das ist okay so! Aus negativen Beurteilungen kann man sehr viel lernen, sofern sie ehrlich gemeint sind. Der Umgang damit muss von jedem Schreibling erst gelernt sein. Wer schreibt, offenbart viel von sich selbst, ist daher zunächst nicht immun gegen Kritik. Mit den Jahren lernt jeder Schreibling, mehr oder minder erfolgreich gelassen zu sein.
10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?
Mein allerliebstes Fach war schon immer Mathematik, das ich jahrelang dann auch gelehrt habe. Warum? Weil Mathematik so wunderschön logisch ist. Was kaum einer so wahrnimmt – ohne Mathematik, gäbe es keine Kunst, keine Musik, keine Verständigung. Es ist das Fach, das unser Leben am meisten prägt und Grundlage für alle Wissenschaften stellt. Ich sehe selbst Sprachen oft mathematisch. Manche sind es sehr – wie die slawischen. Manche weniger – wie Englisch. Es ist für mich eine gefühlte Sprache – voller Idiome. Sie folgt den Regeln nicht so streng, wie es andere tun. Also war mein Lieblingsfach ein Fundament für all das, was wir für uns im Laufe der menschlichen Entwicklung erarbeitet haben. So richtige Hassfächer hatte ich nicht. Jedes Fach kann etwas Faszinierendes beinhalten. Obwohl ich ein Mathematik-Physik-Schüler war, konnte ich mich nicht weniger für Erdkunde begeistern. Vielleicht mochte ich am wenigsten aber Musik, obwohl mich Musik jeden Tag begleitet. Ohne Klassik gibt es bei mir keine Zahnbehandlung oder Sonstiges. Musik ist Balsam für die Seele. Und ohne Musik gibt es keine Balance. Aber Musik ist für mich etwas, das einen durchdringt und etwas mit einem macht. Etwas, was dich zugleich entsetzen und dich in Euphorie versetzen kann. Da war es mir unwichtig, wer das Werk komponiert hatte oder ob ich die Noten lesen kann. Was es mit mir gemacht hat, war mir wichtig. Leider schlechte Voraussetzung für ein Schulfach.
1. Wer ist Konstanze Harlan? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Gern! Ich lebe mit Mann und Kindern im schönen Hamburg und bin in meinem anderen Leben Opernregisseurin. Deshalb ist Konstanze Harlan ein Pseudonym. Mit der Geburt unserer Kinder habe ich mit dem Schreiben begonnen und vor einem Jahr meinen ersten Roman „Wer den Frosch küsst“ veröffentlicht, eine Geschichte, die ich mir auf dem Spielplatz ausgedacht habe.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Begonnen hat es mit Theaterstücken, die ich selbst inszeniert habe. Die Elternzeit habe ich genutzt, um mal etwas Längeres zu schreiben und damit einen Kindheitstraum zu verwirklichen.
3. Wie lange, hast du immer an einen deiner Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?
Nein, das erste hat natürlich am längsten gedauert (zweieinhalb Jahre), weil ich es eigentlich zweimal geschrieben habe. Das zweite hat dann „nur“ noch ein Jahr gebraucht, beides inklusive Lektorat. Natürlich habe ich mittlerweile mehr Routine und weiß schon besser, wie ich meine Geschichte strukturieren muss.
4. Mittlerweile sind es Zwei Romane? Willst du uns über diese Beiden etwas erzählen? Buchcover und Klappentexte…
„Wer den Frosch küsst“ – mein erster Roman – erzählt von dem harten Weg einer alleinerziehenden Schauspielerin zurück ins Showbusiness. Klappentext: Früher war Cecilia ein Fernsehstar, heute ist sie Kellnerin und Mutter eines Fünfjährigen. Als wäre das nicht genug, baggert der Besitzer des Cafés sie derart unverfroren an, dass sie kurzerhand ihren Job schmeißt. Nach einem ernüchternden Termin beim Arbeitsamt hat sie keine andere Wahl, als sich ihrer Vergangenheit zu stellen und um eine zweite Chance als Schauspielerin zu kämpfen. Doch damit geht das Chaos erst richtig los. Auf einer Networking-Party trifft sie den vermeintlich brotlosen Schauspieler Alex und verbringt eine heiße Nacht mit ihm. Als sie ihm zu ihrem Schrecken kurze Zeit später bei einem Casting begegnet, entpuppt er sich ausgerechnet als Chef der Produktionsfirma. Doch damit nicht genug. Wenig später wird ihr morgens übel und ausgerechnet jetzt taucht auch noch der Vater ihres Sohnes auf …
„Puccini zum Frühstück“ ist nicht nur ein Liebesroman – er berichtet auch von meiner persönlichen großen Liebe für die Oper. Ich wollte die Leser mit in diese für viele unbekannte, aber ganz besondere Welt nehmen. Klappentext: Neues Leben, neuer Job und das totale Liebeschaos. Nie hätte Charlie gedacht, wie rasant sich mit ihrem ersten Arbeitsvertrag am Theater alles verändern würde. Immerhin war sie noch nie verliebt und jetzt gibt es gleich zwei Männer, die in ihren Gedanken herumspuken. Doch eigentlich hat sie für die Liebe gar keine Zeit. Überraschend darf Charlie bei der nächsten Opernproduktion als Dramaturgin ins kalte Wasser springen. Dumm nur, dass die Regisseurin keine Gelegenheit auslässt, sie zu schikanieren. Ein paar Katastrophen später ist sogar die Premiere gefährdet. Wird das das Ende einer kurzen Karriere sein? Und welcher Mann ist nun ihr Mister Perfect?
5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Vielleicht mit Photo!
Ich schreibe überall, wo man mich lässt. Auf einer Spielplatzbank, in Wartezimmern oder in der Ballettgarderobe meiner Tochter. Das Foto habe ich an unserem Küchentisch aufgenommen.
6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Die Nominierung für den „Deutschen Selfpublishing Preis“ im vergangen Jahr. Dass mein Roman aus 1200 anderen ausgewählt wurde, war ein fantastisches Gefühl für mich – besonders weil „Wer den Frosch küsst“ bei der Nominierung erst wenige Wochen auf dem Markt war. Ein unbezahlbarer Moment für mich!
7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Immer. Das Schwierige ist tatsächlich, wieder aus dem Gefühl in die Realität zu treten, wenn meine Schreibzeit vorbei ist.
8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?
Rezension sind immens wichtig, damit andere Leser sich ein Bild von dem Buch machen können. Deshalb freue ich mich über jede Einzelne. Auch über fundierte Kritik bin ich dankbar. Ich sehe mich als Lernende und finde es toll, wenn ich mich verbessern kann.
9. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du bist Ehefrau, Mutter und Hausfrau! Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?
Das kommt drauf an. Wenn mir eine Geschichte unter den Nägeln brennt, dann möchte ich am Liebsten überhaupt nicht gestört werden, bis jede Idee aufgeschrieben ist. Das klappt aber nur sehr selten. In der Regel aber genieße ich die Zeit, die ich mit den Kindern habe. Ich habe mich bewusst entschieden, weniger zu arbeiten und so viel wie möglich für sie da zu sein. Seit sie da sind, bin ich viel strukturierter geworden und erledige Aufgaben deutlich schneller. Das ist ein Segen und meiner Meinung nach eine der wesentlichen Qualitäten von Eltern im Berufsleben. Am besten geht es mir, wenn wir als Familie zusammen sind und etwas gemeinsam machen.
10. Und die letzte Frage: Welche Jahreszeit magst du am liebsten und weshalb?
Ich liebe die ersten Tage im Frühling, wenn man die Jacke zuhause lassen kann und die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spürt.
1. Wer ist Antonia Günder-Freytag? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Ich bin wohl eine Kaffeesüchtige Gummibärchenabhängige Schreibwütige Faulenzerin, die hin und wieder einen Anfall bekommt und dann kaffeetrinkend gummibärchenkauend am Laptop hängt und meiner kriminellen Ader freien Lauf lässt. Ansonsten bin ich viel draußen in der Natur, kümmere mich um meine drei ehemaligen Zirkus-Shetlandponys und gehe sehr viel mit meinem rumänischen Hund spazieren. Dabei sammle ich Kräuter und Heilpflanzen (für Mensch und Tier) und beschäftige mich nebenher noch mit Malerei. Eigentlich würde ich gern noch viel mehr machen, aber immer ist irgendwann der Tag rum.
2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Mir wollte keiner mehr zuhören, da habe ich angefangen, es aufzuschreiben.
3. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Nein. Ich fühle es nicht mit, ich lebe es. Ich bin dann traurig, witzig oder gespannt, ob es gut ausgeht … Ich kann mich nämlich beim Schreiben noch selbst überraschen.
4. Wie viele Bücher hast du insgesamt schon geschrieben?
Eine fünfteilige Krimireihe und zwei Einzelromane sind bereits erschienen. Ein neuer Krimi liegt bei meiner Agentur, ein fertiger historischer Roman wartet auf die letzte Überarbeitung und das Korrektorat. Zwei weitere Romane dümpeln fertig auf der Festplatte – ein Kinderbuch und noch ein Fantasy-Buch … Sagen wir also mal so – erschienen 7 – bald werden es 9. Wenn die Agentur fündig wird, 10. Wenn ich endlich mal den Hintern hochbekomme – 13.
5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?
Auf keinen Fall. Ich bin doch nicht wahnsinnig. Tut mir auch leid für die Fans … Ich schreibe, wenn es hochkommt, ein bis zwei Geschichten im Jahr. Davon erscheinen welche gleich, andere bleiben erst mal so lange auf Halde, bis ich wieder was damit anfangen kann. Ich habe unglaublich viele Idee, aber ich habe auch noch ein Leben nach dem Buch.
Gut, ich darf nicht zu lange Pause machen, sonst verliert mich die schreibende Zunft endgültig. Aber so ein bis zwei Stunden müssen es schon sein.
6. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du hast ja auch eine Arbeitsstelle. Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?
Ein perfekter Tag also? Ein perfekter Schriftstellertag sieht bei mir so aus: 5:00 Uhr aufstehen, einen Liter Kaffee brauen, durchs Internet wuseln – nur lesend, nicht selbst postend. Danach einen Zettel nehmen und alles aufschreiben, was man so vor hat … Neuen Kaffee kochen und sich damit an den Computer setzen. Computer an und dann feststellen, dass man a) viel zu abgelenkt ist durch das, was man schon wieder alles gelesen hat und b) zu aufgedreht ist, durch den vielen Kaffee. Also erst mal was im Haushalt machen und mit dem Hund zu den Pferden fahren. Mittagessen. Müde aufs Sofa. Neuer Kaffee … Mal einen Punkt vom Zettel abarbeiten (Haushalt und so ein Zeug – es macht richtig Freude, wenn man das Wort „Staubsaugen“ durchstreichen darf) – feststellen, dass der Hund wieder raus will. Will man auch. Abendessen. Fernseher oder Buch lesen lockt. Gebe ich nach? Ja. 22:00 Uhr müde vom Lesen ins Bett – dort noch eine halbe Stunde lesen – Wecker ganz früh stellen, damit man die Dinge reinholt, die man gestern nicht geschafft hat – schlafen. Von Dingen träumen, die man schreiben will, malen will … Also 4:45 Uhr aufstehen … Kaffee kochen …
7. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?
Ich freue mich über jede Rückmeldung. Schlechte Rezensionen hatte ich noch nie. Aber wenn ich eine bekäme, würde ich mich damit auseinandersetzen. Mir überlegen, ob was Wahres daran ist und dann dem Einwurf stattgeben und versuchen, es das nächste Mal besser zu machen.
8. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?
Liebstes Fach: Literatur – ich glaube die Antwort erübrigt sich.
Blödestes Fach: Kalkulation – ich konnte einfach nicht akzeptieren, dass man in Großküchen damals noch mit einem viertel Pfennig kalkulierte, aber für ein Kartoffelgericht die Hälfte von einer Kartoffel wegschnitzte, um kleine runde Bällchen zu erhalten. Der Rest der Knolle kam in den Müll … also da vergeht mir persönlich die Kalkulation – mal abgesehen davon, dass ich in Mathe ´ne Niete bin.
9. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?
Wahrscheinlich. Aber ich habe es mir nicht gemerkt.
10. so spontan… was fällt dir dazu ein?
Lieblingsfarbe: Grün Lieblingsbuch: äh … spontan … äh … nur eins? … äh …räusper… Die Unendliche Geschichte vielleicht Lieblingsschriftsteller(in): äh … (weiter siehe oben) Mankell Lieblingsgetränk: jetzt spontan: Kaffee!!! Liebligsfilm: äh … (s.O.) … Ritter aus Leidenschaft Lieblingsschauspieler(in):Leonardo DiCaprio, aber die Antwort war nicht spontan, sondern gut gewählt Lieblingsort: Daheim Lieblingsland: Weltenbürger Lieblingshobby: Schlafen
1. Wer ist Ulrike Sosnitza? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Photographie von Gerhard Bayer
Ich bin ein Büchernarr. Lesen gehört zu meinem Leben wie Luft und Schokolade. Kein Wunder, dass ich nach dem Abitur erst mal Bibliothekarin wurde. Das Schreiben von Büchern fand ich allerdings schon immer spannender als deren Verwaltung. Außerdem liebe ich meine Familie und meinen Garten. Früher habe ich auch sehr viel fotografiert und im Chor gesungen, dazu fehlt mir aber heute leider die Zeit.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich war fünfzehn, unglücklich verliebt und fing an, Gedichte über meine Gefühle zu schreiben. Daraus entwickelte sich dann alles andere. Kein Wunder, dass ich gerne Liebesromane schreibe.
3. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Natürlich, sonst wird das Ganze eine hölzerne Sache. Man muss nur aufpassen, im Kontakt mit anderen Menschen wieder in eine normale Stimmung zu kommen und sie nicht wütend anzuschreien, wenn man gerade einen Streit beschrieb.
4. Wie viele Bücher hast du insgesamt schon geschrieben?
Geschrieben habe ich sechs Romane, von denen vier bislang veröffentlicht wurden.
5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?
Es ist alles ein steter Fluss – nach Abgabe eines Manuskriptes ins Lektorat mache ich meist gar keine Pause, sondern überlege, was als Nächstes kommen soll. Oder recherchiere bereits, wenn ich weiß was kommt. Zum Veröffentlichungszeitpunkt habe ich bei den letzten Büchern meist schon mehr als die Hälfte des kommenden Projektes fertig. Ich genieße das sehr.
6. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?
Mein Schreibtisch steht quer zu einem Fenster, so dass ich in mein Arbeitszimmer voller Bücher schauen kann und auch aus dem Fenster auf eine wunderschönen alten Baum, eine Esche. Hinter der Esche fließt ein kleiner Bach, den ich gluckern hören kann, wenn das Fenster geöffnet ist. Genauso wie die Gänse und Hühner des benachbarten Bauernhofes. Wir leben sehr idyllisch. Auf meinem Schreibtisch habe ich eine Funktastatur und einen ziemlich alten Bildschirm, der PC steht unterm Tisch. Und vor mir steht ein Flipchart mit Fotos und Notizen zu meinem jeweiligen Projekt. Es ist ein ziemlich schöner Arbeitsplatz, muss ich sagen.
7. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?
Das Feedback meiner Leserinnen ist mir sehr wichtig. Ganz egal, wer diese Leserin ist – denn auch Lektorinnen sind in erster Linie Leser. Kritik annehmen zu können zeichnet für mich Professionalität aus. Sich alles in Ruhe anhören, drüber nachdenken und dann entscheiden, wie es weitergehen soll.
8. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?
Das ist einfach: ich liebte Deutsch und hasste Sport.
9. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?
Ja, doch, in den vierundfünfzig Jahren meines Lebens ist schon allerhand peinliches zusammengekommen. Ich habe mal an einer Lesung teilgenommen, bei der ich eine unveröffentlichten Kurz-Krimi vortrug. Während ich so las und las dachte ich auf einmal – komisch, der Stapel der Seiten ist so dünn. Schaue auf die letzte Seite und: es war nicht die letzte. Ich hatte drei Manuskriptseiten zu Hause im Drucker liegen gelassen. Das war echt peinlich. Ich habe dann das Publikum raten lassen, wie der Krimi ausging. Es kamen ein paar sehr lustige Ideen zusammen.
10. so spontan… was fällt dir dazu ein? Lieblingsfarbe: Rot Lieblingsbuch: Der Wolkenatlas von David Mitchell Lieblingsschriftsteller(in): Patricia Highsmith, Jane Austen, Virginia Woolf, Joanne K. Rowling Lieblingsgetränk: Ostfriesentee Lieblingsfilm: Game of Thrones Lieblingsschauspieler(in): Habe ich nicht, da gibt es so viele Lieblingsort:Eine Bucht in der dänischen Insel Fünen, wo wir beim Ankern Schweinswale beobachtet haben Lieblingsland: Schweden Lieblingshobby: Im Garten sitzen und den Eichhörnchen zuschauen
1. Wer ist Lilli Beck? Magst du dich mal kurz vorstellen?
Photographie von Susie Knoll
Sich selbst zu beschreiben ist ja nicht so einfach, deshalb hier die Biografie, die man auch auf meinen Büchern findet: Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren, wo sie auch aufwuchs und nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau absolvierte. Ende 1968 wechselt sie nach München. Nach zwei Wochen tippen bei einem Rechtsanwalt, wurde sie von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disco ,Blow up’ entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschließend arbeitete sie u.a. für Zeitschriften wie BRIGITTE, landete wegen ihrer perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-Kühlerfigur der 70er Jahre und Covergirl auf der LP “Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz” von Marius Müller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte sie ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders’ “Der amerikanische Freund”), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann sie, Kurzgeschichten zu verfassen. Nach der Geburt ihrer Tochter gab sie die Schauspielerei auf und wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verließ sie die Welt des schönen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Veröffentlichungen von Kurzkrimis. Aber ich bin auch Privatperson, ziemlich praktisch veranlagt, träume ständig vor mich hin, bin gerne allein, kenne keine Langeweile, lese viel, gucke auch gerne in die Glotze oder gehe ins Kino. Ich hasse Hausarbeit, koche aber sehr gerne und zwar täglich, verabscheue Fertigprodukte, kaufe vorwiegend Bio, achte auf Inhaltsstoffe in allen Produkten und habe im letzten Jahr meinen Konsum an Klamotten & Co. drastisch reduziert. Und als alte Hippiefrau träume ich immer noch vom Weltfrieden, obwohl das gerade mal wieder total unrealistisch ist.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?
Während meiner Modelzeit habe ich regelmäßig Tagebuch geschrieben, was dem Romanschreiben gar nicht so unähnlich ist. Mitte der 80er Jahre habe ich dann mit Kindergeschichten weitergemacht und einige auch an den Dtv-Verlag gesandt. Als die Lektorin mich ermutigt hat, es mit einem Kinderroman zu versuchen, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Bis zu meinem ersten Roman “Reich heiraten” hat es aber noch eine Weile gedauert und ich musste viele, viele Absagen einstecken. Erst 2008 erschien dann mein erster Roman “Reich heiraten” im Rowohlt-Verlag. Er handelt von einer Hippiefrau, die sich nie um Geld gekümmert hat und glaubt, durch eine reiche Heirat ihre Geldsorgen lösen zu können. Aber wie wir alle wissen: Geld macht nicht glücklich. Es stört aber auch nicht wirklich, sagt Betty, die Heldin in dieser Geschichte. Die Pseudonyme waren und sind nicht meine Idee, die Verlage und Buchhandlungen stecken einen gerne in Genre-Schubladen, und da ich für Couchgeflüster eine jüngere Protagonistin hatte, wollte Rowohlt ihn nicht unter Lilli Beck veröffentlichen. Ähnlich war es beim Weihnachtsroman “Die hässlichste Tanne der Welt”, da musste noch mal ein neuer Name her. Im Januar erscheint nun bei Blanvalet ein Frauenroman mit einer älteren Protagonist unter dem Pseudonym Lilli Marbach, denn die Lilli Beck steht bei Blanvalet für historische Romane.
3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon geworden?
Für die heiteren Frauenromane rechne ich von der ersten Idee bis zur finalen Manuskriptabgabe ca. 6 Monate, bei den historischen dauert es 1,5 – 2,5 Jahre.
4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Ein großartiger Moment war natürlich der erste Buchvertrag von Rowohlt im Jahre 2007, und dann der ersten Vertrag für ein Hardcoverbuch, Glück und Glas, für den der Verlag auch eine Buchpremiere spendiert hat. Grundsätzlich bin ich aber jeden Tag happy, weil ich schreiben darf und mittlerweile bereits am 12. Buch arbeite.
5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?
Am Schreibtisch recherchiere ich und in meinem Bettschreibtisch schreibe ich dann die Texte. Dort habe ich keinen Internetzugang, das Handy ist ausgeschaltet und ich kann mich ganz auf meine Geschichte konzentrieren.
6. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?
Ideen “überfallen” mich oft bei einem Spaziergang. Bei den historischen Projekten ergeben sie sich aber auch beim Recherchieren.
7. Mittlerweile habe ich dich schon mehrmals getroffen, und weiß aus einigen Gesprächen, das du mal gemodelt hast? Du bist immer noch eine sehr hübsche Frau, warum übst du diesen Beruf nicht mehr aus, sondern erzählst uns Geschichten?
Vielen Dank für das Kompliment, aber ich habe es nur wegen der guten Bezahlung gemach und hatte nie vor, ewig zu modeln. Es ist ein oberflächlicher, stumpfsinniger Job, mit vielen Reisen. Abends sitzt man dann oft allein in einem Hotelzimmer oder man hetzt zum Zug, weil der Fotograf mal wieder kein Ende fand. Ist man erfolgreich, muss man jederzeit bereits sein, hockt quasi permanent auf gepackten Koffern und das Privatleben kann man vergessen. Sehr frustrierend. Dazu kommt die ewige Angst vor Falten, dem Alt- und Fettwerden. Und ab 30 schaffen es nur die ehemaligen Top-Top-Models wie Claudia Schiffer & Co noch gebucht zu werden. Und diese Glitzer-, Glamourwelt, von Frau Klum im TV, ist reine Fiktion.
8. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?
Sehr wichtig, zwar sehr zeitaufwenig, aber doch eine wunderbare Möglichkeit mit den Lesern in Kontakt zu kommen und zu bleiben.
9. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?
Ich würde gerne mal einen langen Urlaub machen, allerdings bin ich kein Sonne-Strand-und-Meer-Typ. Ich liebe Städtereisen, und die sind sehr teuer. Dazu kommt meine Vorliebe für Luxushotels.
10. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?
Ich lese sehr viel, was ich nicht mag, sind brutale Krimis, erotische Romane oder Dystopien.
1.Wer ist Gabriele Diechler? Magst du dich mal vorstellen?
Ich bin 1,60 m klein, trage meine Haare super kurz und werde oft auf meinen offenen, wachen Blick angesprochen (dann muss es wohl stimmen … ). Ich liebe die tiefe Freude in meinem Herzen. Sie ist der Motor, meine Inspiration für alles, was jeder Tag so mit sich bringt. Und natürlich liebe ich Bücher, seit ich lesen kann.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben begann mit einem Tagebuch, das ich zum Geburtstag geschenkt bekam. Ich war sofort verliebt in das grüne Büchlein, und gleich am nächsten Morgen schrieb ich den ersten Eintrag hinein. Später habe ich mich viele Jahre mit dem Thema Psychologie befasst. Mich interessieren die Hintergründe … warum Menschen tun, was sie tun … Das ist für mich das Wichtigste am Schreiben – neben einer tragfähigen, spannenden Geschichte. Ich mag es Figuren mit Ecken und Kanten zu erschaffen, und zu erzählen, warum sie das tun, was in meinen Romanen geschieht.
3. Wie lange, hast du immer an einem der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Wie viele sind es denn schon geworden?
Ich schreibe an jedem Roman circa ein Jahr, inklusive Recherche. Inzwischen sind sieben Romane veröffentlicht. Der achte erscheint am 27. Oktober und wird „Schokoladentage“ heißen. Zusätzlich habe ich einige Kinder- und Jugendbücher geschrieben und sechs Filme für ARD und ORF, alles Komödien fürs Hauptabendprogramm.
4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?
Wenn ich ein Manuskript abgebe und das Lektorat beginnt, nehme ich mir jedes Mal vor, eine kleine Pause einzulegen. Im Garten auf der Bank sitzen, neue Rezepte ausprobieren, vielleicht einen Kurzurlaub mit meinem Mann und meiner Tochter einschieben … aber es kommt immer anders. Ich schreibe den Titel des nächsten Romans in meinen PC und schon geht es weiter. Frag mich nicht, warum das so ist. Aber es läuft sicher beim nächsten Mal wieder genauso ab.
5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Der schönste und irgendwie auch berührendste Moment war, als meine Agentin mich anrief, um mir mitzuteilen, dass der Insel Verlag meinen Roman „Ein englischer Sommer“ einkaufen möchte. Kein Witz, diese Szene hatte ich Tage zuvor genauso in meinem Kopf gesehen. Das war irgendwie verrückt und wunderschön.
6. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?
Der nächste Stoff existiert bereits als ausgearbeitetes Exposé. Meiner Agentin gefällt die Story, und mir natürlich auch. Diesmal entführe ich meine Leserinnen und Leser nach New York City und in die Hamptons. Die Geschichte ist sehr bewegend. Ich habe sie schon seit Jahren im Kopf. Also werde ich diesen Herbst anfangen, sie zu erzählen. Ich freue mich schon darauf, Emma, Ethan, und Geraldine … und den Hund Jimmy schreibend zu begleiten. Der Titel steht ebenfalls fest. Aber ein kleines Geheimnis muss bleiben.
7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?
Kritik gehört dazu. Natürlich ist es nicht immer leicht, sie anzunehmen, aber sobald man schreibt, muss man gewillt sein, die Meinung der Leser zu respektieren. Ich schreibe allerdings erst mal für mich, denn ich bin, während des Schreibprozesses, auch die erste Leserin. Das Buch muss mir gefallen, mich berühren, mich bewegen … und wenn meine Leserinnen und Leser ähnlich empfinden ist das ein riesengroßes Geschenk.
8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? – Tee Sommer oder Winter? – Sommer Gut oder Böse? – Ich sehe mein Leben als große Chance Liebe zu empfinden und zu verschenken, deshalb: weder gut noch böse, sondern liebevoll … Süß oder Sauer? – Lieber Süßes, aber auch Saures … Print oder Ebook? – Print. Ebook habe ich versucht, aber ich vermisse die Haptik und den guten Geruch der Bücher. Film oder Buch? – Ich mag Bücher und Filme, aber wenn ich wählen muss, dann ein Buch. Fernsehen oder Lesen? –Lesen. Weil dabei eigene Bilder im Kopf entstehen … und man das Tempo selbst bestimmen kann.
9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?
Ich würde nichts ändern wollen, denn ich habe großen Respekt vor der Dynamik des Lebens. Alles kommt, wie es kommen muss. Deswegen sage ich immer: Gabriele, gib dein Bestes und dann lass los …
10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?
Ja, man kann mich auf Messen antreffen. Am liebsten treffe ich mich mit Leserinnen, aber auch mit Kolleginnen und Kollegin tausche ich mich gerne aus. Hin und wieder hab ich auch mal eins dieser schicken Feste besucht. Das sind dann schöne Erinnerungen.