Interview mit Madeleine Puljic

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1. Wer ist Madeleine Puljic? Magst du dich mal vorstellen?

Ich bin Autorin, Grafikerin, österreichische Hamburgerin und Mama von zwei sehr aufgeweckten Mädels. Alles das führt dazu, dass ich derzeit sehr wenig schlafe.

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Die banalste Antwort: Ich hatte schon immer zu viel Fantasie. Ich bin schon in U-Bahn-Endstationen stecken geblieben, weil ich vor lauter Tagträumerei die letzte Haltestelle verpasst habe. Dann hat mir irgendjemand mal einen Tipp gegeben mit „guck mal, ein Schreibwettbewerb“ – tja, und ab dann war ich dabei.

3. Wieviele Romane hast du schon veröffentlicht? Erzähl uns bitte etwas darüber…

Uff. Also derzeit sind es 14 Romane, 3 Novellen und etliche Kurzgeschichten. Die Kurzgeschichten sind hauptsächlich Horror-Stories, bei den Romanen ist ein bisschen SciFi dabei. Dazu kommen noch ein fetter Perry-Rhodan-Roman und etliche Heftromane für diverse Serien … Mein Einstieg ins Vollzeit-Autorinnendasein war vielseitig und entsprechend anstrengend. Mittlerweile konzentriere ich mich wieder auf meine eigenen Projekte, die man mit etwas Schieben und Schubsen wohl alle unter Romantasy zusammenfassen kann.

4. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Emotionale Szenen beim Schreiben an sich tatsächlich weniger. Beim Planen der Szenen sehr (da bin ich im Kopfkino-Modus) und später, wenn ich den Text nochmals lese zum Überarbeiten oder für Lesungen. Witzige Stellen entstehen bei mir dagegen meistens ungeplant beim Schreiben, da kann ich also schon mal vor mich hinkichern.

5. Hast du denn Rituale oder einen Rückzugsort beim Schreiben? Wenn ja, welche/wo?

Neuerdings mein absoluter Konzentrationsretter: Noisecancelling Kopfhörer! Die setze ich auf und bin im Arbeitsmodus. Ansonsten schreibe ich meistens bequem und in den unmöglichsten Positionen auf dem Sofa – an einem Tisch findet man mich nur, wenn es gar nicht anders geht.

6. Drei Wörter die all deine Romane beschreiben?

Phantastik, Selbstbestimmung, Selbstliebe.

7. Weißt du bereits vorher genau, was in deinen Büchern passiert? Oder arbeitest du dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?

Die meisten Bücher plotte ich sehr genau. Meine Figuren brechen trotzdem gerne mal aus, aber mit einem ausführlichen Szenenplan kann ich sie meistens irgendwann wieder einfangen. Langweilig wird mir also trotz aller Planerei bestimmt nicht.

8. Hast du einen Lieblingssatz aus einem deiner Bücher, der dich besonders bewegt?

Ich gestehe, am bewegendsten ist für mich immer das, was zwischen den Sätzen liegt. Diese Stille zwischen einem Fakt und dem nächsten, die man mit dem eigenen Herzen füllt. Klingt kitschig – aber die Emotionen sollen ja eher beim Lesen entstehen.

9. Der perfekte Ort, um eines deiner Bücher zu lesen?

Ich finde, lesen kann man überall.

10. Und nun die letzte Frage: Welche Dinge verfolgst du mit Leidenschaft?

Meine Geschichten. Das kommt davon, wenn man sein Hobby zum Beruf macht.

Ein Gedanke zu „Interview mit Madeleine Puljic

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