Ich bin 1974 in Darmstadt, Hessen geboren. Aufgewachsen in Karlsruhe, Baden Würtemberg. Lebe nun fest mit meiner Familie in Bühlertal im Schwarzwald. Habe Krankenpflegehelferin gelernt und bin jetzt Mutter und Hausfrau.
Ich war noch auf einer weiteren Lesung von der lit.Love, nämlich von der österreichischen Schriftstellerin Beate Maxian. Sie schreibt nicht nur Krimiromane, sondern jetzt auch das Genre, Liebesromane. Ihr Buch nennt sich “Die Frau im hellblauen Kleid”. Das Buch ist der Auftakt einer Buchreihe, in der es um vier Frauen, so um 1927 aus der Filmbranche, gehen wird. Ich bin von der Autorin mehr als begeistert, sie kam wie eine Kumpeline rüber. Eine wahrhaftig offene Frau mit einem wundervollen Dialekt. Ihre Lesung hielt sie locker und mit Körper- und Stimmenbetonten Einsatz. Sie hatte ebenfalls mehrere Pausen eingelegt, einfach um die Frauen in ihrer Umgebung, noch etwas besser vorzustellen. Das ist ja in der Lesung nicht immer möglich, aus wenigen Zeilen, etwas um die Geschichte in sich zu erfahren, um es dann unbedingt lesen zu wollen. Natürlich ist das Buch in Kürze zu erhalten. Ich will es unbedingt lesen, da ich mich dann an die Schriftstellerin wahrhaftig noch erinnern werde. Die Österreicherin Beate Maxian wurde in München geboren und verbrachte ihre Jugend u.a. in Bayern und im arabischen Raum. Heute lebt sie mit ihrer Familie abwechselnd in Oberösterreich und Wien. Sie arbeitet neben dem Schreiben als Moderatorin und Journalistin, sowie als Dozentin an der Talenteakademie. Ihre in Wien angesiedelten Krimis um die Journalistin Sarah Pauli haben eine treue Leserschaft erobert und sind Betseller in Österreich. Des weiteren ist Beate Maxian die Initiatorin und Organisatorin des ersten österreichischen Krimivestivals: Krimi-Literatur_Festival.at. Da ich das Genre Krimi ja auch liebe, wird mich diese Autorin nun etwas begleiten.
Am Sonntag, 12.11.2017 war ich auf einer Lesung von der lit.Love in München. Ich durfte die Autorin Fiona Blum (Pseudonym) samstags in der Bloggerlounge schon persönlich kennen lernen. Sie ist eine herzliche Person, mit der man schnacken kann. Sie stellte ihren Roman “Frühling in Paris” vor, aus dem sie sonntags wiederum die Lesung abhielt. Sie las deutlich und einladend vor. Außerdem versuchte sie zwischendrin durch das Erzählen, wie man Macarons bäckt, das ganze harmonisch aufzulockern. Das Buch ist in einer gebundenen Ausgabe zu erhalten und hat ein wunderschönes Buchcover. Ich freue mich schon auf die Geschichte, die es voraussichtlich auch im Frühling schafft, gelesen zu werden. Fiona Blum studierte Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom und arbeitete als Anwältin in Verona sowie in einer internationalen Anwaltskanzlei in München, bevor sie sich selbständig machte. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrem Mann, ihrer Tochter und einer Katze in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. Für ihren Roman “Liebe auf drei Pfoten” erhielt sie den begehrten DeLia-Literaturpreis 2016. Es war mir ein wahres Vergnügen sie persönlich kennen zu lernen. Ich hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen.
Natürlich war ich auf lit.Love 2017 wieder auf einigen Lesungen. Unter anderem auf der Lesung mit Jana Lukas (Pseudonym). Was tun wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über 10 Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben… aber in ihren Romanen ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer! Jana Lukas las aus dem Liebesroman “Landliebe” vor. Sie fing gleich richtig mit humorvollen Gesten an zu lesen. Sie riss alle in dem Saal mit, denn sie hatte ihre Stimme zu den einzelnen Protagonisten etwas höher oder tiefer beim Vorlesen gegeben. Ebenso ihre ganze Haltung während dem Lesen war irgendwie interessant zu beobachten. Sie war wirklich selbst mit drin in ihrer eigenen Geschichte. Einfach toll. Auch hier bin ich gespannt auf die Lektüre, denn der Eindruck hinterlies bei mir viele Lachszenen. Und humorvolle Liebesromane tun ja unseren Herzen sehr gut.
Cristina Gaboni, eine Autorin, lebend mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman “Die Rosenfrauen” verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang weit oben auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman “Die Honigtöchter”, der auf ihrer Heimatinsel Sardinien spielt, war ebenfalls ein großer Erfolg. Kurz um, sie las aus ihrem aktuellen Buch “Die Oleanderschwestern” in ihrer Heimatsprache, auf italienisch, vor. Das war wie in Urlaub fahren. Sie las mit einer Leidenschaft aus ihrem Werk vor, man verstand nicht viel, aber ihre Geste zum gelesenem war eindrucksvoll mitreißend. Selbst die Übersetzerin Elisabetta Cavani hat das übersetze ebenfalls mit viel Leidenschaft und Engagement vorgelesen. Cristina Gaboni selbst kam als Person auch herzlich und realistisch rüber. Ich bin auf das Buch gespannt. Natürlich ist da eine persönliche Widmung drin.
✿*゚¨゚✎…. Eine Reise zum wieder zu sich Selbstfinden!
Nun habe ich das zweite Buch von Claudia Winter gelesen. Aprikosenküsse hatte mir schon gefallen. Und daher habe ich mir das Buch Glückssterne schenken lassen. Ich bin froh darüber, es als TB zu besitzen. Das Buchcover ist schon wunderschön und allein der Buchtitel hat vieles zu erzählen. Diese Geschichte hat einen guten und flüssigen Schreibstil. Die Handlungsorte sind Frankfurt und Schottland. Die Protagonistin Josefine ist Anwältin und steht kurz vor ihrer Heirat mit ihrem Kollegen Justus. Aber bei dieser Heirat ist etwas anders als sonst. Es gibt da einen gewissen Brautring, der an einer Hochzeit dieser Familie zu tragen ist, um einem Unglück oder Schicksalsschläge zu vermeiden. Nun ist es so, das die Cousine mit dem Brautring nach Schottland abgehauen ist. Was steckt wirklich hinter dieser Geschichte um diesen Brautring? Ein Mythos ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, und was verbirgt sich dahinter? Was ist wahr an der Familientradition? Claudia Winter hat hier eine sehr schöne Geschichte geschaffen die in einer wunderschönen Kulisse abspielt. Man reist wirklich in Gedanken mit der Protagonistin und mit ihren Mitreisenden Tanten mit. Man leidet und freut sich mit ihr. Die Großmutter schickt sie ja auf diese REISE, um den Brautring wieder zurückzubringen. Aber Josefine lernt auf dieser REISE, wieder zu sich selbst. Denn sie hat sich sehr in der Berufswelt und im Allgemeinen verändert bzw. verbogen, sie war einfach nicht mehr sie selbst. Ein Satz aus diesem Buch hat mich selber zum Nachdenken gebracht. Dass Zorn ein Gefühl sei, das uns selbst viel mehr verletze als denjenigen, dem es gelte. Also man sollte lernen sich selber zu vergeben und dann dem anderen zu verzeihen. Das nehme ich mit aus dieser Geschichte. Dazu gibt es ein paar Originalrezepte zum Nachmachen. Absolute Lese- und Kaufempfehlung!
Ich war am WE 11./12.11.2017 in München auf derlit.Love.Es ist das zweite Mal gewesen, für dieVerlagsgruppe Random House, eine solche Veranstaltung für Leser, Blogger und für alle Literaturbegeisterte zu veranstalten. Ich selbst durfte auch ein weiteres Mal als Bloggerin unterwegs sein, um in die Welt der Buchstaben, Geschichten und Bücher einzutauchen.
Es war eine kleine Auswahl, 18 bekannte (nationale und internationale) Autorinnen persönlich kennen zu lernen. Diese sind mit ihren Verlagen während des Wochenendes zusammen aufgetreten, wie Blanvalet, cbj, cbt, Diana, Goldmann, Heyne u. a. Sie haben ein tolles Programm u.a. Talks & verschiedene Themenrunden, Lesungen, Meet & Greets, wie auch Workshops und die BloggerLoungen, auf die Beine gestellt. Einfach nur fantastisch!
Ich hatte das Glück, in diesem Jahr, auf zwei Bloggerloungen teilnehmen zu dürfen. In diesen Bloggerloungen bekam man die Möglichkeit, mehr über die Autorinnen, nicht nur beruflicher Art, sondern auch privat, zu erfahren. Für mich ist es immer wieder ein Highlight, die Schriftstellerinnen so nah, kennen zulernen. Dieses Erlebnis, wird mich noch Tage, Wochen, vielleicht auch Jahre, begleiten.
Bloggerlounge 1:
In der ersten Lounge habe ich Constanze Wilken, Emilia Schilling und Beate Maxian treffen und kennen lernen dürfen. Ich bin von diesen drei Schriftstellerinnen sehr begeistert, und freue mich bald ihre Werke zu lesen. Emilia Schilling und Beate Maxian haben mich mit ihrem Wiener Dialekt so sehr mitgerissen, einfach nur charmant. Sie sind so natürlich und auch begeistert an uns Blogger ran getreten, das war einfach nur eine tolle Runde zum small talken… Einige Blogger vom letzten Jahr habe ich dort auch wiedergetroffen.
Eine verfallene Pilgerraststätte zieht Lili in ihren Bann – doch was verbindet die junge Frau mit dem mystischen Ort? InConstanze Wilkens neuem Roman „Das Erbe von Carreg Cottage“, den sie Euch bei der lit.Love persönlich vorstellen wird, steht die 35-jährige Lili Gray vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Lili macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und dringt dabei tiefer in die Vergangenheit vor, als sie jemals zu hoffen gewagt hätte …
Eine Prise Zufall, ein Teelöffel Liebe und ein Spritzer Lebenslust – fertig ist das Glück. Klingt einfach, dauert aber manchmal durchaus etwas länger. So wie im Fall der jungen Zuckerbäckerin Charlie, die als Patissière in Wien zwischen Torten und Petit-Fours ihren Traummann finden will. Das ist gar nicht so leicht, wenn man von einem Chaos ins nächste stolpert und die Gefühle einfach nicht aufhören, Achterbahn zu fahren. Ob es ein Happy End für Charlie gibt? Das könnt Ihr im wunderbar-witzigen Roman „Frühlingsglück und Mandelküsse“ von Emilia Schillingselbst herausfinden.
Der Glanz der Wiener Theaterwelt und die sepiagetönten Jahre des Nachkriegsfilms:Beate Maxianentführt uns in ihrem neuen Roman „Die Frau im hellblauen Kleid“ ins Wien des 20. Jahrhunderts und lässt uns tief eintauchen in eine ebenso faszinierende wie glamouröse Welt. Wir freuen uns sehr, dass die Autorin im November aus Österreich in ihre Geburtsstadt München kommen wird, um uns ihr Buch persönlich vorzustellen!
Bloggerlounge 2: In dieser Lounge durfte ich nochmal drei weitere Autorinnen treffen. Ich habe Claudia Winter wieder getroffen und allerdings die Möglichkeit bekommen Ulla Scheler und Fiona Blum kennen zu lernen. Auch hier war es ein positives Treffen/Wiedersehen, das mich weiterhin begleiten wird. Ich mußte mir unbedingt die Bücher von Ulla Scheler und Fiona Blum besorgen. Man konnte hier in den Loungen natürlich auch die Bücher mit persönlichen Widmungen unterschreiben lassen. Das ist einfach ein MUSS! Claudia Winter ,Ulla Scheler und Fiona Blum sind wunderbare Menschen, die diese Gabe besitzen, uns mit tollen Geschichten zu begeistern.
Manchmal findet man erst durch Umwege zum wahren Glück! Im Fall von Anwältin Josefine, der Protagonistin inClaudia Winters Roman „Glückssterne“, führt dieser Umweg über Schottland, wo sie in den verregneten Highlands von einem Schlamassel in das nächste gerät. Eine wundervolle romantische Komödie mit liebenswürdigen Charakteren, schottischem Charme und jeder Menge Herzklopfen.
Wunderschön, poetisch, gefühlvoll, dramatisch: Das sind nur ein paar von vielen Begriffen, die man im Zusammenhang mit Ulla Schelers Debütroman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ so liest. Wir freuen uns sehr, dass die Autorin, die erst letzte Woche für den Jugendliteraturpreis nominiert wurde, im November zu uns nach München kommt, um uns ihren zweiten Roman vorzustellen. „Und wenn die Welt verbrennt“ erzählt auf ebenso berührende wie spannende Weise von der Liebe zwischen Felix & Alisa, die ihr Herz aneinander verlieren und sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Feuer einlassen. Wir sind schon jetzt sehr gespannt!
Ein kleines Café in der Rue d’Estelle in Paris, die besten Macarons der Stadt und eine Besitzerin, die durch ihre Unbekümmertheit den Menschen ihre Lebensfreude wiedergibt – das sind die Zutaten vonFiona Blumszauberhaftem neuen Buch „Frühling in Paris“, das sie Euch bei der lit.Love 2017 vorstellen wird. Ein Roman voller Poesie für alle, die noch träumen können!
Ausserdem besuchte ich einige Lesungen, wie Talks und Meet & Greets (mehr dazu in extra Beiträgen). Mein Schlußwort dazu ist nicht in Worte zu packen, denn diese Veranstaltung muß man besuchen und erleben. Das lit.Love Team hat sich wieder voll ins Zeug gelegt, und mir ein Gefühl vermittelt, einfach nach Hause zu kommen. Danke!
Martin Widmark gelingt es immer wieder mit seinen kleinen geheimnisvollen Geschichten die Kinder im Alter von 8-10 Jahren, beim Lesen oder Vorlesen zu begeistern. Ich selbst als Erwachsener rate immer mit. Ebenso die Illustrationen von Helena Willis sind immer wieder ein Hingucker. LasseMaja finden wieder den Übeltäter im Museumsgeheimnis. Wunderbar und liebevoll spannend geschrieben.
Ich habe nun den ersten Band “Schweigen im Schwarzwald”, der Krimireihe “Lea und ihr Team” gelesen. Ich hatte zu Beginn erst einige Probleme, alle Charaktere unter einen Hut zu bekommen. War aber doch nach einigen Seiten recht schnell reingekommen. Die Idee, in der Nähe Pforzheim, den Tatort spielen zu lassen, fand ich genial, da ich aus unmittelbarer Nähe herkomme. Karsruhe, Frankfurt bis hin nach Stuttgart sind die Orte kurz erwähnt worden, was es richtig interessant machte. Der Ablauf zur Tätersuche, war wie im Fernsehen gestaltet. Viele Recherchen in verschiedene Richtungen war hier nötig. Auf die weiteren Verbrechen, die sie noch lösen werden, bin ich gespannt.
1. Wer ist Heike Wanner? Magst du dich mal vorstellen?
Heike Wanner… … wurde vor vielen Jahren in Dortmund geboren … lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Wiesbaden … schreibt seit 2008 Frauen- und Jugendromane … entspannt sich am liebsten bei einem guten Buch und einem Glas Wein … freut sich über jedes Feedback zu ihren Büchern … ist auch auf Facebook oder per Mail zu erreichen … hat eine eigene Homepage: www.heike-wanner.de
2. Soeben ist Dein neuer Roman “Du + Ich = Liebe” erschienen. Er erzählt die Geschichte einer jungen Liebe, die so manchen Stolperstein zu überwinden hat. Ben und Nika sind beide noch jung, doch sie haben sie jeder für sich schon ein sehr bewegtes Leben. Wie kam dir die Idee zu diesem Roman und was möchtest Du den Lesern mitgeben?
Die Idee, eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen zu erzählen, war schon lange in mir drin – und irgendwann mußte sie einfach raus. Ich habe noch nie so gern und so intensiv an einem Manuskript gearbeitet. Das ging sogar so weit, dass ich es kaum geschafft habe, Ben und Nika abends am Schreibtisch zurückzulassen. Die beiden sind mir einfach ans Herz gewachsen. Ich hoffe, das meine LeserInnen das spüren und diese Geschichte genauso lieben werden, wie ich es tue. Und wenn ich ihnen etwas mitgeben dürfte, dann wären das zwei kurze Sätze: Liebe muß nicht immer perfekt sein. Aber immer echt.
3. Bereits vor einem halben Jahr hast du den ersten Testlesern (darunter war auch Alexandra Richter) Einblick in den Roman gewährt, sogar noch vor dem eigentlichen Lektorat. Das ist sehr mutig – weshalb hast du dich dafür entschieden und was bedeuten Dir die Rückmeldungen deiner LeserInnen?
“Mutig” klingt nach Risiko, und so habe ich das nie empfunden. Ich habe die Testlese-Aktion eher als tolle Gelegenheit angesehen, mir vorab Feedback einzuholen – und zwar von den Leuten, die wirklich etwas davon verstehen und für die das Buch gedacht ist: von meinen LerserInnen. Normalerweise zittert man sich als Autor ja förmlich zu den Rezensionen. Durch diese Aktion aber kamen Rückmeldungen schon weit vor dem Erscheinen des Romans bei mir an. Zu meiner Begeisterung waren sie durchweg positiv und immer begleitet von wertvollen Tipps und Anmerkungen, die ich so gut wie möglich eingearbeitet habe. Ich würde das jederzeit wieder so machen. Deshalb an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an alle Testleserinnen.
4. Man merkt beim Lesen direkt, dass Du Bens Situation sehr detailreich und realistisch beschrieben hast? Woher hattest Du Deine Informationen, wie hast Du für diesen Charakter recherchiert?
Die ersten Informationen zum Thema Querschnittlähmung habe ich mir aus dem Internet zusammengegoogelt. Aber dabei bin ich sehr schnell an meine Grenzen gestoßen. Es gibt nicht den einen, typischen Fall, jede Verletzung ist individuell. Also habe ich eine “Fachfrau” gesucht und hatte das große Glück, Annette Schwindt zu finden. Annettes Mann Thomas ist querschnittgelähmt und den beiden konnte ich jede (wirklich jede) Frage stellen. Annette hat mir nicht nur bereitwillig Antworten gegeben, sondern hat auch ganz begeistert mitgelesen. Sie war sozusagen die erste Testleserin.
5. In Deinem Roman befindet sich auch eine Playlist. Nach welchen Kriterien hast Du diese Lieder ausgewählt?
Das ging ganz wild durcheinander: einige hatte ich schon beim Schreiben im Kopf, andere habe ich täglich im Radio gehört, und ein paar Lieder wurden mir von Freunden und Bekannten empfohlen. Die Diskussion darüber, welche Songs unbedingt auf die Playlist müssen, hat ganze Abendgesellschaften unterhalten. Aber das war OK für mich, denn ich bin ja sozusagen noch die Generation, die mit Modern Talking aufgewachsen ist. Da ist es gut, wenn man die Lieder zunächst mal im Freundes- und Familienkreis testet.
Link zur Spotify-Playlist: htpp://bit.ly/Heike_Wanner_DuIchLiebe
6. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht, doch mit Ben und Nika begibst Du Dich in ein neues Genre. Weshalb hast Du Dich für jüngere Charaktere entschieden und ist es deswegen ein reines Jugendbuch oder “All Age” d.h. für jede Altersgruppe?
Ich glaube nicht, dass Du * Ich = Liebe ein reines Jugendbuch ist, sondern eher ein “All Ager”. Das zeigen ja auch die Rückmeldungen der TestleserInnen. Aber es ist defenitiv etwas Anderes als das, was ich bislang geschrieben habe. Nach neun Romanen im Genre “Frauenbuch”, hatte ich einfach Lust, mal etwas Neues auszuprobieren. Die Entscheidung für jüngere Charaktere war aber kein bewußter Entschluß, sondern kam durch die Story, die ich im Kopf hatte, ganz automatisch.
7. Gibt es noch Romanideen für andere Genre, z.B. Sachbuch oder Psychothriller?
Mein Sohn wird nächstes Jahr mit dem Studium beginnen und dann eventuell auch ausziehen. Ich überlege ernsthaft, eine Art Nachschlagewerk über die “Basics” der Haushaltsführung für ihn zu schreiben. Aber ich glaube, so ein Sachbuch ist mir zu trocken. Und für einen Psychothriller ist meine Fantasie nicht kriminell genug. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, noch ein Jugendbuch zu schreiben. Oder einen historischen Roman. Auf jeden Fall irgendetwas it einer schönen Liebesgeschichte.
8. Erzähl uns und Deinen Lesern doch ein wenig aus Deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast Du bestimmte Rituale?
Da ich auch noch einen “richtigen” Job habe und eine Familie, die versorgt werden will, beschränkt sich meine Schreibzeit aufs Wochenende. Dann sitze ich im Dachgeschoß unseres Hauses, habe die Fenster weit geöffnet (oder die Heizung an, je nach Jahreszeit) und trinke kannenweise starken schwarzen Tee.
9. Weißt Du bereits vorher genau, was in Deinen Büchern passiert, d.h. arbeitest Du Dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen Dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte? Wie war ei bei Du + Ich = Liebe?
Einen groben Handlungsrahmen habe ich immer im Kopf, die Feinheiten ergeben sich dann erst während des Schreibens. Es passiert mir aber tatsächlich regelmäßig, dass eine meiner Figuren über sich hinauswächst. Bei “Du + Ich = Liebe” war das zum Beispiel Bens Freund Rick. Der war eigentlich nur als eine Randfigur vorgesehen. Das hat ihm aber anscheinend gar nicht gepasst. Und so hat er sich Stück für Stück in mein Herz geschlichen und gleich mehrere zusätzliche Szenen für sich herausgehandelt. Eigentlich hätte er seine eigene Geschichte verdient.
10. Hast Du Vorbilder im Schreibbereich – Lieblingsautoren oder Romane, die Du selbst gern geschrieben hättest?
Direkte Vorbilder habe ich nicht, ich mache liebe mein eigenes Ding. Es bringt ja auch nichts, einen anderen Stil zu kopieren zu wollen. Das merken die LeserInnnen sofort. Aber ich habe natürlich Lieblingsautoren. Dazu zählen Rebecca Gable, Tess Gerritsen, Agatha Christie und Erma Bombeck.
11. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen Du erzählen möchtest bzw. darfst?
Ich schreibe eigentlich immer an einem Buch. Oft aber erst einmal im stillen Kämmerchen und für mich allein. Dann kann ich nämlich auch wieder aufhören, wenn mich nach den ersten Seiten die Lust verlässt, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Momentan bin ich – mal wieder in einer solchen Findungsphase. Deshalb möchte ich (noch) nicht mehr verraten.
Dieses Interview wurde im August 2017 zwischen Heike Wanner und dem Edel Elements Verlag geführt. Mit Verweis auf Edel Elements darf ich das Interview hier in meinem Blogbeitrag verwenden. Ein herzliches Dankeschön dafür.