Über Alexandra Richter

Ich bin 1974 in Darmstadt, Hessen geboren. Aufgewachsen in Karlsruhe, Baden Würtemberg. Lebe nun fest mit meiner Familie in Bühlertal im Schwarzwald. Habe Krankenpflegehelferin gelernt und bin jetzt Mutter und Hausfrau.

Interview mit Konstanze Harlan

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Konstanze Harlan? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Gern! Ich lebe mit Mann und Kindern im schönen Hamburg und bin in meinem anderen Leben Opernregisseurin. Deshalb ist Konstanze Harlan ein Pseudonym. Mit der Geburt unserer Kinder habe ich mit dem Schreiben begonnen und vor einem Jahr meinen ersten Roman „Wer den Frosch küsst“ veröffentlicht, eine Geschichte, die ich mir auf dem Spielplatz ausgedacht habe.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Begonnen hat es mit Theaterstücken, die ich selbst inszeniert habe. Die Elternzeit habe ich genutzt, um mal etwas Längeres zu schreiben und damit einen Kindheitstraum zu verwirklichen.

3. Wie lange, hast du immer an einen deiner Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?

Nein, das erste hat natürlich am längsten gedauert (zweieinhalb Jahre), weil ich es eigentlich zweimal geschrieben habe. Das zweite hat dann „nur“ noch ein Jahr gebraucht, beides inklusive Lektorat. Natürlich habe ich mittlerweile mehr Routine und weiß schon besser, wie ich meine Geschichte strukturieren muss.

4. Mittlerweile sind es Zwei Romane? Willst du uns über diese Beiden etwas erzählen? Buchcover und Klappentexte…

„Wer den Frosch küsst“ – mein erster Roman – erzählt von dem harten Weg einer alleinerziehenden Schauspielerin zurück ins Showbusiness.
Klappentext: Früher war Cecilia ein Fernsehstar, heute ist sie Kellnerin und Mutter eines Fünfjährigen. Als wäre das nicht genug, baggert der Besitzer des Cafés sie derart unverfroren an, dass sie kurzerhand ihren Job schmeißt. Nach einem ernüchternden Termin beim Arbeitsamt hat sie keine andere Wahl, als sich ihrer Vergangenheit zu stellen und um eine zweite Chance als Schauspielerin zu kämpfen. Doch damit geht das Chaos erst richtig los. Auf einer Networking-Party trifft sie den vermeintlich brotlosen Schauspieler Alex und verbringt eine heiße Nacht mit ihm. Als sie ihm zu ihrem Schrecken kurze Zeit später bei einem Casting begegnet, entpuppt er sich ausgerechnet als Chef der Produktionsfirma. Doch damit nicht genug. Wenig später wird ihr morgens übel und ausgerechnet jetzt taucht auch noch der Vater ihres Sohnes auf …

„Puccini zum Frühstück“ ist nicht nur ein Liebesroman – er berichtet auch von meiner persönlichen großen Liebe für die Oper. Ich wollte die Leser mit in diese für viele unbekannte, aber ganz besondere Welt nehmen.
Klappentext: Neues Leben, neuer Job und das totale Liebeschaos. Nie hätte Charlie gedacht, wie rasant sich mit ihrem ersten Arbeitsvertrag am Theater alles verändern würde. Immerhin war sie noch nie verliebt und jetzt gibt es gleich zwei Männer, die in ihren Gedanken herumspuken. Doch eigentlich hat sie für die Liebe gar keine Zeit. Überraschend darf Charlie bei der nächsten Opernproduktion als Dramaturgin ins kalte Wasser springen. Dumm nur, dass die Regisseurin keine Gelegenheit auslässt, sie zu schikanieren. Ein paar Katastrophen später ist sogar die Premiere gefährdet. Wird das das Ende einer kurzen Karriere sein? Und welcher Mann ist nun ihr Mister Perfect?

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Vielleicht mit Photo!

Ich schreibe überall, wo man mich lässt. Auf einer Spielplatzbank, in Wartezimmern oder in der Ballettgarderobe meiner Tochter. Das Foto habe ich an unserem Küchentisch aufgenommen.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Die Nominierung für den „Deutschen Selfpublishing Preis“ im vergangen Jahr. Dass mein Roman aus 1200 anderen ausgewählt wurde, war ein fantastisches Gefühl für mich – besonders weil „Wer den Frosch küsst“ bei der Nominierung erst wenige Wochen auf dem Markt war. Ein unbezahlbarer Moment für mich!

7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Immer. Das Schwierige ist tatsächlich, wieder aus dem Gefühl in die Realität zu treten, wenn meine Schreibzeit vorbei ist.

8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Rezension sind immens wichtig, damit andere Leser sich ein Bild von dem Buch machen können. Deshalb freue ich mich über jede Einzelne. Auch über fundierte Kritik bin ich dankbar. Ich sehe mich als Lernende und finde es toll, wenn ich mich verbessern kann.

9. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du bist Ehefrau, Mutter und Hausfrau! Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?

Das kommt drauf an. Wenn mir eine Geschichte unter den Nägeln brennt, dann möchte ich am Liebsten überhaupt nicht gestört werden, bis jede Idee aufgeschrieben ist. Das klappt aber nur sehr selten. In der Regel aber genieße ich die Zeit, die ich mit den Kindern habe. Ich habe mich bewusst entschieden, weniger zu arbeiten und so viel wie möglich für sie da zu sein. Seit sie da sind, bin ich viel strukturierter geworden und erledige Aufgaben deutlich schneller. Das ist ein Segen und meiner Meinung nach eine der wesentlichen Qualitäten von Eltern im Berufsleben. Am besten geht es mir, wenn wir als Familie zusammen sind und etwas gemeinsam machen.

10. Und die letzte Frage: Welche Jahreszeit magst du am liebsten und weshalb?

Ich liebe die ersten Tage im Frühling, wenn man die Jacke zuhause lassen kann und die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spürt. 

Interview mit Antonia Günder-Freytag

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Antonia Günder-Freytag? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Ich bin wohl eine Kaffeesüchtige Gummibärchenabhängige Schreibwütige Faulenzerin, die hin und wieder einen Anfall bekommt und dann kaffeetrinkend gummibärchenkauend am Laptop hängt und meiner kriminellen Ader freien Lauf lässt. Ansonsten bin ich viel draußen in der Natur, kümmere mich um meine drei ehemaligen Zirkus-Shetlandponys und gehe sehr viel mit meinem rumänischen Hund spazieren. Dabei sammle ich Kräuter und Heilpflanzen (für Mensch und Tier) und beschäftige mich nebenher noch mit Malerei. Eigentlich würde ich gern noch viel mehr machen, aber immer ist irgendwann der Tag rum.

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Mir wollte keiner mehr zuhören, da habe ich angefangen, es aufzuschreiben.

3. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Nein. Ich fühle es nicht mit, ich lebe es. Ich bin dann traurig, witzig oder gespannt, ob es gut ausgeht … Ich kann mich nämlich beim Schreiben noch selbst überraschen.

4. Wie viele Bücher hast du insgesamt schon geschrieben?

Eine fünfteilige Krimireihe und zwei Einzelromane sind bereits erschienen. Ein neuer Krimi liegt bei meiner Agentur, ein fertiger historischer Roman wartet auf die letzte Überarbeitung und das Korrektorat. Zwei weitere Romane dümpeln fertig auf der Festplatte – ein Kinderbuch und noch ein Fantasy-Buch … Sagen wir also mal so – erschienen 7 – bald werden es 9. Wenn die Agentur fündig wird, 10. Wenn ich endlich mal den Hintern hochbekomme – 13.

5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Auf keinen Fall. Ich bin doch nicht wahnsinnig. Tut mir auch leid für die Fans … Ich schreibe, wenn es hochkommt, ein bis zwei Geschichten im Jahr. Davon erscheinen welche gleich, andere bleiben erst mal so lange auf Halde, bis ich wieder was damit anfangen kann. Ich habe unglaublich viele Idee, aber ich habe auch noch ein Leben nach dem Buch.

Gut, ich darf nicht zu lange Pause machen, sonst verliert mich die schreibende Zunft endgültig. Aber so ein bis zwei Stunden müssen es schon sein.

6. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du hast ja auch eine Arbeitsstelle. Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?

Ein perfekter Tag also? Ein perfekter Schriftstellertag sieht bei mir so aus: 5:00 Uhr aufstehen, einen Liter Kaffee brauen, durchs Internet wuseln – nur lesend, nicht selbst postend. Danach einen Zettel nehmen und alles aufschreiben, was man so vor hat … Neuen Kaffee kochen und sich damit an den Computer setzen. Computer an und dann feststellen, dass man a) viel zu abgelenkt ist durch das, was man schon wieder alles gelesen hat und b) zu aufgedreht ist, durch den vielen Kaffee. Also erst mal was im Haushalt machen und mit dem Hund zu den Pferden fahren. Mittagessen. Müde aufs Sofa. Neuer Kaffee … Mal einen Punkt vom Zettel abarbeiten (Haushalt und so ein Zeug – es macht richtig Freude, wenn man das Wort „Staubsaugen“ durchstreichen darf) – feststellen, dass der Hund wieder raus will. Will man auch. Abendessen. Fernseher oder Buch lesen lockt. Gebe ich nach? Ja. 22:00 Uhr müde vom Lesen ins Bett – dort noch eine halbe Stunde lesen – Wecker ganz früh stellen, damit man die Dinge reinholt, die man gestern nicht geschafft hat – schlafen. Von Dingen träumen, die man schreiben will, malen will … Also 4:45 Uhr aufstehen … Kaffee kochen …

7. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Ich freue mich über jede Rückmeldung. Schlechte Rezensionen hatte ich noch nie. Aber wenn ich eine bekäme, würde ich mich damit auseinandersetzen. Mir überlegen, ob was Wahres daran ist und dann dem Einwurf stattgeben und versuchen, es das nächste Mal besser zu machen.

8. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Liebstes Fach: Literatur – ich glaube die Antwort erübrigt sich.

Blödestes Fach: Kalkulation – ich konnte einfach nicht akzeptieren, dass man in Großküchen damals noch mit einem viertel Pfennig kalkulierte, aber für ein Kartoffelgericht die Hälfte von einer Kartoffel wegschnitzte, um kleine runde Bällchen zu erhalten. Der Rest der Knolle kam in den Müll … also da vergeht mir persönlich die Kalkulation – mal abgesehen davon, dass ich in Mathe ´ne Niete bin.

9. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?

Wahrscheinlich. Aber ich habe es mir nicht gemerkt.

10. so spontan… was fällt dir dazu ein?

Lieblingsfarbe: Grün
Lieblingsbuch: äh … spontan … äh … nur eins? … äh …räusper… Die Unendliche Geschichte vielleicht
Lieblingsschriftsteller(in): äh … (weiter siehe oben) Mankell
Lieblingsgetränk: jetzt spontan: Kaffee!!!
Liebligsfilm: äh … (s.O.) … Ritter aus Leidenschaft
Lieblingsschauspieler(in): Leonardo DiCaprio, aber die Antwort war nicht spontan, sondern gut gewählt
Lieblingsort: Daheim
Lieblingsland: Weltenbürger
Lieblingshobby: Schlafen

Interview mit Ulrike Sosnitza

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Ulrike Sosnitza? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Photographie von Gerhard Bayer

Ich bin ein Büchernarr. Lesen gehört zu meinem Leben wie Luft und Schokolade. Kein Wunder, dass ich nach dem Abitur erst mal Bibliothekarin wurde. Das Schreiben von Büchern fand ich allerdings schon immer spannender als deren Verwaltung. Außerdem liebe ich meine Familie und meinen Garten. Früher habe ich auch sehr viel fotografiert und im Chor gesungen, dazu fehlt mir aber heute leider die Zeit.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich war fünfzehn, unglücklich verliebt und fing an, Gedichte über meine Gefühle zu schreiben. Daraus entwickelte sich dann alles andere. Kein Wunder, dass ich gerne Liebesromane schreibe.

3. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Natürlich, sonst wird das Ganze eine hölzerne Sache. Man muss nur aufpassen, im Kontakt mit anderen Menschen wieder in eine normale Stimmung zu kommen und sie nicht wütend anzuschreien, wenn man gerade einen Streit beschrieb.

4. Wie viele Bücher hast du insgesamt schon geschrieben?

Geschrieben habe ich sechs Romane, von denen vier bislang veröffentlicht wurden.

5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Es ist alles ein steter Fluss – nach Abgabe eines Manuskriptes ins Lektorat mache ich meist gar keine Pause, sondern überlege, was als Nächstes kommen soll. Oder recherchiere bereits, wenn ich weiß was kommt. Zum Veröffentlichungszeitpunkt habe ich bei den letzten Büchern meist schon mehr als die Hälfte des kommenden Projektes fertig. Ich genieße das sehr.

6. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Mein Schreibtisch steht quer zu einem Fenster, so dass ich in mein Arbeitszimmer voller Bücher schauen kann und auch aus dem Fenster auf eine wunderschönen alten Baum, eine Esche. Hinter der Esche fließt ein kleiner Bach, den ich gluckern hören kann, wenn das Fenster geöffnet ist. Genauso wie die Gänse und Hühner des benachbarten Bauernhofes. Wir leben sehr idyllisch. Auf meinem Schreibtisch habe ich eine Funktastatur und einen ziemlich alten Bildschirm, der PC steht unterm Tisch. Und vor mir steht ein Flipchart mit Fotos und Notizen zu meinem jeweiligen Projekt. Es ist ein ziemlich schöner Arbeitsplatz, muss ich sagen.

7. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Das Feedback meiner Leserinnen ist mir sehr wichtig. Ganz egal, wer diese Leserin ist – denn auch Lektorinnen sind in erster Linie Leser. Kritik annehmen zu können zeichnet für mich Professionalität aus. Sich alles in Ruhe anhören, drüber nachdenken und dann entscheiden, wie es weitergehen soll.

8. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Das ist einfach: ich liebte Deutsch und hasste Sport.

9. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?

Ja, doch, in den vierundfünfzig Jahren meines Lebens ist schon allerhand peinliches zusammengekommen. Ich habe mal an einer Lesung teilgenommen, bei der ich eine unveröffentlichten Kurz-Krimi vortrug. Während ich so las und las dachte ich auf einmal – komisch, der Stapel der Seiten ist so dünn. Schaue auf die letzte Seite und: es war nicht die letzte. Ich hatte drei Manuskriptseiten zu Hause im Drucker liegen gelassen. Das war echt peinlich. Ich habe dann das Publikum raten lassen, wie der Krimi ausging. Es kamen ein paar sehr lustige Ideen zusammen.

10. so spontan… was fällt dir dazu ein?
Lieblingsfarbe: Rot
Lieblingsbuch:
Der Wolkenatlas von David Mitchell
Lieblingsschriftsteller(in): Patricia Highsmith, Jane Austen, Virginia Woolf, Joanne K. Rowling
Lieblingsgetränk: Ostfriesentee

Lieblingsfilm: Game of Thrones
Lieblingsschauspieler(in): Habe ich nicht, da gibt es so viele
Lieblingsort: Eine Bucht in der dänischen Insel Fünen, wo wir beim Ankern Schweinswale beobachtet haben
Lieblingsland: Schweden
Lieblingshobby: Im Garten sitzen und den Eichhörnchen zuschauen

Interview mit Lilli Beck

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Lilli Beck? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Photographie von Susie Knoll

Sich selbst zu beschreiben ist ja nicht so einfach, deshalb hier die Biografie, die man auch auf meinen Büchern findet:
Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren, wo sie auch aufwuchs und nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau absolvierte. Ende 1968 wechselt sie nach München. Nach zwei Wochen tippen bei einem Rechtsanwalt, wurde sie von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disco ,Blow up’ entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschließend arbeitete sie u.a. für Zeitschriften wie BRIGITTE, landete wegen ihrer perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-Kühlerfigur der 70er Jahre und Covergirl auf der LP “Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz” von Marius Müller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte sie ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders’ “Der amerikanische Freund”), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann sie, Kurzgeschichten zu verfassen. Nach der Geburt ihrer Tochter gab sie die Schauspielerei auf und wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verließ sie die Welt des schönen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Veröffentlichungen von Kurzkrimis.
Aber ich bin auch Privatperson, ziemlich praktisch veranlagt, träume ständig vor mich hin, bin gerne allein, kenne keine Langeweile, lese viel, gucke auch gerne in die Glotze oder gehe ins Kino. Ich hasse Hausarbeit, koche aber sehr gerne und zwar täglich, verabscheue Fertigprodukte, kaufe vorwiegend Bio, achte auf Inhaltsstoffe in allen Produkten und habe im letzten Jahr meinen Konsum an Klamotten & Co. drastisch reduziert. Und als alte Hippiefrau träume ich immer noch vom Weltfrieden, obwohl das gerade mal wieder total unrealistisch ist.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Während meiner Modelzeit habe ich regelmäßig Tagebuch geschrieben, was dem Romanschreiben gar nicht so unähnlich ist. Mitte der 80er Jahre habe ich dann mit Kindergeschichten weitergemacht und einige auch an den Dtv-Verlag gesandt. Als die Lektorin mich ermutigt hat, es mit einem Kinderroman zu versuchen, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Bis zu meinem ersten Roman “Reich heiraten” hat es aber noch eine Weile gedauert und ich musste viele, viele Absagen einstecken. Erst 2008 erschien dann mein erster Roman “Reich heiraten” im Rowohlt-Verlag. Er handelt von einer Hippiefrau, die sich nie um Geld gekümmert hat und glaubt, durch eine reiche Heirat ihre Geldsorgen lösen zu können. Aber wie wir alle wissen: Geld macht nicht glücklich. Es stört aber auch nicht wirklich, sagt Betty, die Heldin in dieser Geschichte.
Die Pseudonyme waren und sind nicht meine Idee, die Verlage und Buchhandlungen stecken einen gerne in Genre-Schubladen, und da ich für Couchgeflüster eine jüngere Protagonistin hatte, wollte Rowohlt ihn nicht unter Lilli Beck veröffentlichen. Ähnlich war es beim Weihnachtsroman “Die hässlichste Tanne der Welt”, da musste noch mal ein neuer Name her. Im Januar erscheint nun bei Blanvalet ein Frauenroman mit einer älteren Protagonist unter dem Pseudonym Lilli Marbach, denn die Lilli Beck steht bei Blanvalet für historische Romane.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon geworden?

Für die heiteren Frauenromane rechne ich von der ersten Idee bis zur finalen Manuskriptabgabe ca. 6 Monate, bei den historischen dauert es 1,5 – 2,5 Jahre.

4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ein großartiger Moment war natürlich der erste Buchvertrag von Rowohlt im Jahre 2007, und dann der ersten Vertrag für ein Hardcoverbuch, Glück und Glas, für den der Verlag auch eine Buchpremiere spendiert hat. Grundsätzlich bin ich aber jeden Tag happy, weil ich schreiben darf und mittlerweile bereits am 12. Buch arbeite.

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Am Schreibtisch recherchiere ich und in meinem Bettschreibtisch schreibe ich dann die Texte. Dort habe ich keinen Internetzugang, das Handy ist ausgeschaltet und ich kann mich ganz auf meine Geschichte konzentrieren.

6. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Ideen “überfallen” mich oft bei einem Spaziergang. Bei den historischen Projekten ergeben sie sich aber auch beim Recherchieren.

7. Mittlerweile habe ich dich schon mehrmals getroffen, und weiß aus einigen Gesprächen, das du mal gemodelt hast? Du bist immer noch eine sehr hübsche Frau, warum übst du diesen Beruf nicht mehr aus, sondern erzählst uns Geschichten?

Vielen Dank für das Kompliment, aber ich habe es nur wegen der guten Bezahlung gemach und hatte nie vor, ewig zu modeln. Es ist ein oberflächlicher, stumpfsinniger Job, mit vielen Reisen. Abends sitzt man dann oft allein in einem Hotelzimmer oder man hetzt zum Zug, weil der Fotograf mal wieder kein Ende fand. Ist man erfolgreich, muss man jederzeit bereits sein, hockt quasi permanent auf gepackten Koffern und das Privatleben kann man vergessen. Sehr frustrierend. Dazu kommt die ewige Angst vor Falten, dem Alt- und Fettwerden. Und ab 30 schaffen es nur die ehemaligen Top-Top-Models wie Claudia Schiffer & Co noch gebucht zu werden. Und diese Glitzer-, Glamourwelt, von Frau Klum im TV, ist reine Fiktion.

8. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?

Sehr wichtig, zwar sehr zeitaufwenig, aber doch eine wunderbare Möglichkeit mit den Lesern in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

9. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?

Ich würde gerne mal einen langen Urlaub machen, allerdings bin ich kein Sonne-Strand-und-Meer-Typ. Ich liebe Städtereisen, und die sind sehr teuer. Dazu kommt meine Vorliebe für Luxushotels.

10. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?

Ich lese sehr viel, was ich nicht mag, sind brutale Krimis, erotische Romane oder Dystopien.

Interview mit Gabriele Diechler

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1.Wer ist Gabriele Diechler? Magst du dich mal vorstellen?

Ich bin 1,60 m klein, trage meine Haare super kurz und werde oft auf meinen offenen, wachen Blick angesprochen (dann muss es wohl stimmen … ). Ich liebe die tiefe Freude in meinem Herzen. Sie ist der Motor, meine Inspiration für alles, was jeder Tag so mit sich bringt. Und natürlich liebe ich Bücher, seit ich lesen kann.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das Schreiben begann mit einem Tagebuch, das ich zum Geburtstag geschenkt bekam. Ich war sofort verliebt in das grüne Büchlein, und gleich am nächsten Morgen schrieb ich den ersten Eintrag hinein. Später habe ich mich viele Jahre mit dem Thema Psychologie befasst. Mich interessieren die Hintergründe … warum Menschen tun, was sie tun … Das ist für mich das Wichtigste am Schreiben – neben einer tragfähigen, spannenden Geschichte. Ich mag es Figuren mit Ecken und Kanten zu erschaffen, und zu erzählen, warum sie das tun, was in meinen Romanen geschieht.

3. Wie lange, hast du immer an einem der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Wie viele sind es denn schon geworden?

Ich schreibe an jedem Roman circa ein Jahr, inklusive Recherche. Inzwischen sind sieben Romane veröffentlicht. Der achte erscheint am 27. Oktober und wird „Schokoladentage“ heißen. Zusätzlich habe ich einige Kinder- und Jugendbücher geschrieben und sechs Filme für ARD und ORF, alles Komödien fürs Hauptabendprogramm.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Wenn ich ein Manuskript abgebe und das Lektorat beginnt, nehme ich mir jedes Mal vor, eine kleine Pause einzulegen. Im Garten auf der Bank sitzen, neue Rezepte ausprobieren, vielleicht einen Kurzurlaub mit meinem Mann und meiner Tochter einschieben … aber es kommt immer anders. Ich schreibe den Titel des nächsten Romans in meinen PC und schon geht es weiter. Frag mich nicht, warum das so ist. Aber es läuft sicher beim nächsten Mal wieder genauso ab.

5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Der schönste und irgendwie auch berührendste Moment war, als meine Agentin mich anrief, um mir mitzuteilen, dass der Insel Verlag meinen Roman „Ein englischer Sommer“ einkaufen möchte. Kein Witz, diese Szene hatte ich Tage zuvor genauso in meinem Kopf gesehen. Das war irgendwie verrückt und wunderschön.

6. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Der nächste Stoff existiert bereits als ausgearbeitetes Exposé. Meiner Agentin gefällt die Story, und mir natürlich auch. Diesmal entführe ich meine Leserinnen und Leser nach New York City und in die Hamptons. Die Geschichte ist sehr bewegend. Ich habe sie schon seit Jahren im Kopf. Also werde ich diesen Herbst anfangen, sie zu erzählen. Ich freue mich schon darauf, Emma, Ethan, und Geraldine … und den Hund Jimmy schreibend zu begleiten. Der Titel steht ebenfalls fest. Aber ein kleines Geheimnis muss bleiben.

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Kritik gehört dazu. Natürlich ist es nicht immer leicht, sie anzunehmen, aber sobald man schreibt, muss man gewillt sein, die Meinung der Leser zu respektieren. Ich schreibe allerdings erst mal für mich, denn ich bin, während des Schreibprozesses, auch die erste Leserin. Das Buch muss mir gefallen, mich berühren, mich bewegen … und wenn meine Leserinnen und Leser ähnlich empfinden ist das ein riesengroßes Geschenk.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? – Tee
Sommer oder Winter? – Sommer
Gut oder Böse? – Ich sehe mein Leben als große Chance Liebe zu empfinden und zu verschenken, deshalb: weder gut noch böse, sondern liebevoll …
Süß oder Sauer? – Lieber Süßes, aber auch Saures …
Print oder Ebook? – Print. Ebook habe ich versucht, aber ich vermisse die Haptik und den guten Geruch der Bücher.
Film oder Buch? – Ich mag Bücher und Filme, aber wenn ich wählen muss, dann ein Buch.
Fernsehen oder Lesen? –Lesen. Weil dabei eigene Bilder im Kopf entstehen … und man das Tempo selbst bestimmen kann.

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Ich würde nichts ändern wollen, denn ich habe großen Respekt vor der Dynamik des Lebens. Alles kommt, wie es kommen muss. Deswegen sage ich immer: Gabriele, gib dein Bestes und dann lass los …

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

Ja, man kann mich auf Messen antreffen. Am liebsten treffe ich mich mit Leserinnen, aber auch mit Kolleginnen und Kollegin tausche ich mich gerne aus. Hin und wieder hab ich auch mal eins dieser schicken Feste besucht. Das sind dann schöne Erinnerungen.

Interview mit Heike Fröhling/Leonie Haubrich

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Heike Fröhling/Leonie Haubrich? Magst du dich mal vorstellen?

Seit 1999 schreibe ich, angefangen von einer literarischen Erzählung im Kleinverlag über journalistische Texte, Heftromane, aktuell Psychothriller und Romane, die wieder eher in Richtung des Literarischen gehen. 3 Kinder, 3 Katzen, 2 Hunde, 1 Mann, da ist das Leben auch neben dem Schreiben mehr als ausgefüllt. So freue ich mich umso mehr, meine Hütte am Waldrand zu haben, wo ich völlig ungestört schreiben kann.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudonym?

Schreiben war für mich schon immer meine Auszeit, mein Ausgleich, meine Leidenschaft, seit ich in der Grundschule schreiben gelernt habe. Ich habe es von Anfang an getan, ohne groß darüber nachzudenken. Bei den Psychothrillern war der Name „Fröhling“ nicht wirklich passend, das klingt nach Frühling oder fröhlich sein, aber nicht nach düsteren Spannungsromanen. So habe ich mir ein Pseudonym ausgesucht, das inzwischen auch offiziell im Personalausweis eingetragen ist.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Für mich gehört Schreiben, die Hütte, die Hunde und Tee zusammen. Sobald ich in der Hütte angekommen bin, der Tee gekocht ist, die Hunde sich hingelegt haben, fließt es wie von selbst.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Bei mir laufen meistens 2-3 Bücher parallel. Gerade bei den Verlagsbüchern dauert es einige Monate, bis das Buch dann herauskommt. Fertiggestellt habe ich es meistens ein halbes Jahr vorher. Gerade ist bei mir wieder solch eine „Zwischenphase“ zwischen verschiedenen Projekten:
– Projekt 1 (Verlagsbuch) „Weil du da bist“ erscheint am 7.5., das ist noch etwas hin. Zu tun gibt es für mich nichts.
– Projekt 2 (Psychothriller) „Dünenkind“, davon ist der 1. Teil schon im Korrektorat, der 2. Teil wird gerade vom Lektor überarbeitet. Auch hier muss ich nichts mehr tun, außer den Teil 2 in ein paar Tagen überarbeiten, die Änderungen aus dem Lektorat einfügen, und ans Korrektorat weiterleiten.
– Projekt 3 (Psychothriller) wird gerade von mir geplottet, auch erstelle ich das Cover für diesen Roman selbst mit professioneller Unterstützung.
Für meine Freundinnen ist es oft chaotisch, wenn sie mich auf ein Buch ansprechen, weiß ich nicht, von welchem sie reden, und wenn ich etwas erzähle, haben sie auch meistens den Überblick verloren.

5. Du hast auch schon mehrere Bücher geschrieben? Erzähle uns bitte etwas davon… Und warum ausgerechnet das Genre “Thriller” & “Frauenliteratur”?

22 Bücher sind zur Zeit erhältlich, wobei es noch einige Bücher gibt, die man nur noch antiquarisch bekommt und bei denen auch keine Neuauflage geplant ist. Dazu gehört zum Beispiel mein Erstlingswerk, die Erzählung „Blaues Integral“. Die Genres Thriller und Frauenliteratur hören sich erst einmal sehr unterschiedlich an, aber sie haben doch viel gemeinsam. Es sind zwei Pole von den extremsten Emotionen, die der Mensch zu bieten hat: Hass / Wut / Verzweiflung / Zerstörungslust bei den Thrillern, Liebe / Zuneigung / Freundschaft bei meinen Romanen. Wobei ich den Begriff „Frauenliteratur“ eigentlich nicht mag, versuche, ihn zu vermeiden. Warum soll ein Mann ein Buch nicht lesen, nur weil eine Frau die Protagonistin ist? Frauen lesen ja auch Bücher und sehen sich Filme an, wenn ein Mann die Hauptrolle bekommt.

6. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Oja. Es passiert schon, dass ich mitweine und mitlache. Deshalb bin ich auch froh, dass mir keiner außer den Hunden überhaupt beim Schreiben zusieht. Auch wenn eine Veröffentlichung alles andere als privat ist, ist das Schreiben für mich etwas, das nur mir gehört.

7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Das ist eine richtig schwere Frage. Sicher, ich war super froh, als ich das erste Mal (es war ein Text für eine Zeitschrift) richtig Geld für einen Text bekommen habe. Mein erster Verlagsvertrag mit Vorschuss war toll! Auf der Bild-Bestsellerliste zu sein, war toll. Die Überraschung, als der Postbote Blumen und Champagner gebracht hat, ein Überraschungsgeschenk vom Verlag für 50.000 verkaufte Exemplare des Islandromans, ja, das war auch toll. Das sind auch die Momente, die teilt man auf Facebook und Instagram, das gibt viel Zuspruch, das ist messbar, belegbar, nachvollziehbar. Aber ich muss gestehen: Ein einfacher guter Schreibtag, wenn das Schreiben wie von selbst fließt, wenn ich in die Geschichten eintauche, wenn mich die Figuren packen und in eine Richtung ziehen, die ich vorher nie geahnt habe, dann berauscht mich das absolut. Das sind die schönsten Momente, davon gibt es allerdings viele, nicht DEN schönsten Moment. Das ist auch das, warum ich schreibe, nicht aufgebe und auch einiges an Pannen eingesteckt habe, weil mich diese Momente beim Schreiben halten. Sie sind nicht außergewöhnlich, man kann sie nicht posten, aber ich liebe sie am meisten.

8. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Das ist schwer! Ich habe nur eine vage Idee bisher, bastele am Cover, versuche es zu formulieren auf Papier, aber bisher ist das, was existiert, noch absolutes Kraut-und-Rüben-Durcheinander. Auf jeden Fall wird es ein Psychothriller.

9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen? Immer wieder ein heißes Thema?

Ein „heißes“ Thema nicht unbedingt, aber ein sehr zwiespältiges. Es gibt das begründete Lob, wenn jemand genau erklärt, was er warum gut fand. Das freut mich riesig und zeigt mir, was gelungen ist. Eine 5-Sterne-Rezension mit „schnelle Lieferung“, ja, das gibt es auch, aber was soll ich dazu sagen??? Nett, dass es den Sterneschnitt hebt? Da zucke ich mit den Schultern. Eine schlechte Rezension, in der jemand begründet, warum ihm etwas AM BUCH / AM TEXT nicht gefallen hat. Das ist interessant, ich frage mich dann schon, ob dadurch Verbesserungspunkte aufgezeigt werden. Wenn ja, ist das durchaus hilfreich. Aber es gibt auch die 1-Sterne-Rezensionen, wo jemand schreibt „blöd“. Oder: „Mein Kindle ist kaputt. “Ganz spannend: „Ein tolles Buch, ich kann es immer wieder lesen. Mein Lieblingsbuch“ – und dann einen Stern.
Rezensionen sind ungeheuer vielfältig, wie die Menschen auch. Manche lassen nur Frust ab, weil sie einen schlechten Tag haben, manche schreiben gar nichts zum Buch. Aber jede begründete Erklärung, egal ob positiv oder negativ, ist mir sehr wichtig und ich weiß es sehr zu schätzen, wenn sich jemand die Zeit nimmt zu erklären, warum ihm etwas gefallen hat oder nicht. Das ist ein Riesengeschenk!

10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Mein Lieblingsfach war Mathe, weil es so nachvollziehbar war, die Gedankengänge für mich logisch und es fiel mir leicht. Ich hatte auch das Glück, wirklich ausschließlich tolle Mathelehrer gehabt zu haben, das war in keinem anderen Fach so. Mein verhasstestes Fach: Französisch. Umso größer die Erleichterung, als ich es in der Oberstufe abwählen konnte. Auch das lag zum Teil am Lehrer und daran, dass ich leider nie eine Verbindung zu der Sprache habe aufbauen können. Wobei das etwas ist, was ich inzwischen schade finde. Gerade bei meinen Aufenthalten in Frankreich bin ich so vielen netten Menschen begegnet, dass ich schon häufiger dachte: Irgendwann lernst du noch mal richtig diese Sprache.

Interview mit Roberta Gregorio/Raffaella Belli

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Roberta Gregorio/Raffaella Belli? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Photographie von Eleonora Ferolla

Ich bin ein Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Ängsten und Zweifeln, aber auch mit Zuversicht und Mut. Die Gegensätzlichkeit, die ich wegen meiner deutsch-italienischen Herkunft in mir trage, scheint in jeder Lebenslage und in jeder Charaktereigenschaft durch. Früher habe ich dagegen angekämpft, heute sehe ich sie als eine meiner größten Bereicherungen. Dadurch bin ich sehr einfühlsam und flexibel geworden. Tolerant, sowieso.
Was es sonst noch über mich zu wissen gibt? Nun, ich bin fast 43 Jahre alt, Mutter von zwei Söhnen, staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Seit 18 Jahren lebe ich in Italien, genauer im Cilento, das ist ein Naturpark im südlichen Teil Kampaniens.
Ich mag gutes Essen, gute Bücher und Schuhe. Morgens bin ich immer grantig. Oft muss ich allein und für mich sein. Familie bedeutet mir alles.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Zum Schreiben hat mich meine Leidenschaft für Bücher gebracht. Ich habe schon immer viel gelesen und mich an eigenen Kurzgeschichten und mehr oder weniger dramatischen Gedichten versucht. Erst in meiner ersten Schwangerschaft habe ich mich an ein komplettes Manuskript gewagt. Aus diesem Versuch wurde „Wie im Märchen“, mein erster Roman.
Pseudonyme verwende ich in der Regel, wenn ich mich von meinem üblichen Genre wegbewege, oder um eine neue Phase einzuläuten.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon?

Das ist ganz verschieden. Mal geht es schneller, mal langsamer. Kreativität lässt sich nicht immer steuern. Ein paar Monate brauche ich, wenn ich konzentriert und konsequent arbeite, für die Rohfassung aber schon.
Inzwischen habe ich über 20 Bücher geschrieben.

4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Ich denke an die Anfänge zurück, als ich vom Schreiben noch gar nicht so viel wusste und mich auf die Suche nach einer Agentur gemacht habe. Der Tag, an dem ich einen Anruf von einer Agentin erhielt, die mich unter Vertrag nehmen wollte, ist und bleibt einer der schönsten meiner gesamten Karriere. In dem Moment habe ich begriffen, dass meine Geschichten etwas wert sind. Noch immer bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke. Meine Agentin ist eine Konstante, der Fels in der Brandung. Ohne sie hätte ich das Schreiben vermutlich längst aufgegeben.

5. Du lebst ja in Italien und du schreibst auch Romane über das Meer, die Küste und das Leben dort. Was gefällt dir denn da am meisten, das du uns dann diese Geschichten schreibst?

Mein Leben in Italien erlebe ich als Mensch, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Also praktisch als Deutsche, obwohl ich doch sehr italienisch bin. Dieser seltsame Kontrast erlaubt mir, das Leben hier aus einer gewissen Distanz beobachten zu können. Deshalb sehe ich vermutlich die vielen Besonderheiten, die ich dann gerne mit meinen Lesern teile.

6. Mittlerweile sind es einige Verlage, bei denen du unter Vertrag bist. Bedeutet, du schreibst hauptberuflich? Wie schaffst du das dann noch eine Familie zu managen, denn du mußt ja dann viele Geschichten schreiben?

Ich schreibe zwar hauptberuflich, aber ich mache nebenher noch eine ganze Menge: unterrichten, übersetzen, redigieren …
Ganz ehrlich: Ich schaffe es nicht immer, alles unter einen Hut zu bringen. Der Alltag, die Familie … das alles muss ja trotzdem laufen. Wenn mir alles zu viel wird, verschwinde ich für ein paar Stunden und gehe ans Meer. Dort finde ich die Kraft, um mich wieder aufs Wesentliche zu besinnen.

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Kritik ist mir absolut wichtig. Wenn sie konstruktiv ist, nehme ich sie mir sehr zu Herzen. Bisher hatte ich noch keine Kritik, die mich bis in den Schlaf verfolgt oder nachhaltig verletzt hat. Aber selbst dann, denke ich, wüsste ich damit umzugehen. Man wird mit der Zeit ja reifer und besonnener.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? Tee. Aber nur Kräutertee. Oder Rooibos.
Sommer oder Winter?Frühling und Herbst. Ich hasse Extreme. Ich brauche milde Temperaturen.
Gut oder Böse?Gut! Aber ich kann auch Böse. Das dauert, doch wenn ich bei Böse angelangt bin, dann gibt es kein Zurück.
Süß oder Sauer?Sauer mag ich gar nicht. Süß schon deutlich mehr, aber ich versuche, nicht zu übertreiben.
Print oder Ebook? Ich bevorzuge Print. Ebooks aber gerne auf Reisen, oder im Wartezimmer.
Film oder Buch? – Buch – immer das Buch!
Fernsehen oder Lesen? –Lesen – ist doch klar!

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Auf persönlicher Ebene stehe ich ziemlich genau dort, wo ich sein wollte. Beruflich warte ich noch immer auf einen Spiegel-Bestseller.

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

Ich bin leider nicht so oft auf Messen. Das hängt einfach mit der doch etwas längeren Anreise aus dem Ausland zusammen. Auch mag ich kleinere Veranstaltungen lieber. Auf der lit.Love in München, zum Beispiel, bin ich sehr gerne. Ich liebe das Gespräch mit meinen Leserinnen, die ganz besondere Atmosphäre, die auf derartigen Events herrscht. Ebenfalls interessant ist es, einfach mal zu schauen, was es so Neues gibt. Die Buchwelt ist magisch. Ich lasse mich gerne verzaubern.

Interview mit Anne Marie Käfer

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Anne Marie Käfer? Magst du dich mal vorstellen?

Anne-Marie Käfer ist mein Pseudonym, unter dem ich humorvolle Romane veröffentliche. Ich bin verheiratet, Mama eines erwachsenen Sohnes und mittlerweile auch zweifache Omi. Ich lebe in einem ländlichen Teil des Ruhrgebietes und wenn ich mal nicht am Schreibtisch sitze, findet man mich im Garten beim Unkrautjäten oder ich muss Dinge erledigen, die mich vom Schreiben abhalten.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wenn ich die Geschichte glaube, die meine Eltern und Großeltern erzählt haben, bin ich schon mit einem Block und Bleistift auf die Welt gekommen. Ich schrieb sehr gerne und freiwillig. Auf meinem Wunschzettel an das Christkind standen an erster Stelle immer: Schöne Schreibhefte und: Ein Füller. Als Jugendliche nahm ich an einem bundesweiten Schreibwettbewerb teil und ergatterte den 2. Platz. Anschließend habe ich weiter mit Buchstaben jongliert … meine Geschichten sind immer länger geworden.

3. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Mein Arbeitsplatz befindet sich mitten in einem Blätterwald. Auf meinem Schreibtisch liegen unglaublich viele Zettel, an den Wänden vor und neben mir hängen ebenfalls Notizen, die ich während des Schreibens meiner Bücher gemacht habe. Ich weiß aber genau, wo was angepinnt ist oder liegt, wenn ich es brauche. Und … neben meinem Laptop steht immer eine große Tasse mit Kaffee oder Kakao. Mein Büro ist Sperrgebiet.

4. Wann und Warum hast du dich entschlossen deine Erste Geschichte zu veröffentlichen?

Ich hatte schon immer den Wunsch, mein Geschriebenes zu veröffentlichen. Als ich vom Selfpublishing erfahren habe, war das für mich keine Frage mehr, denn Amazon hat ein neues Spielfeld freigegeben und neue Regeln aufgestellt. Mein Debüt-Roman „Lügen haben rote Haare“ hat den Anfang gemacht und wurde ein Bestseller. Mittlerweile sind u.a. 9 Bände der Roten Haare Reihe erschienen.

5. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Ich sehe einen Anfang und das Ende eines Romans. Das Dazwischen wächst von Tag zu Tag.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Das war der Moment, in dem ich mein erstes gedrucktes Buch in den Händen gehalten habe.

7. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?

Wenn es was zum Austauschen gibt, sind sie eine sehr schöne Möglichkeit der Kommunikation und die finde ich schon wichtig. Ich pflege auch sehr viele Kontakte per E-Mail oder PN.

8. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?

Schreiben ist mein Leben. Es ist für mich eine Strafe, nicht schreiben zu können, weil ein Hausputz ansteht oder ich Dinge erledigen muss, die mich vom Tippen abhalten.

9. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?

Ich komme nicht mehr sehr viel zum Lesen. Seit Wochen schmökere ich Andreas Eschbachs „NSA“. Ein bestimmtes Genre bevorzuge ich nicht. Ich bin für alles offen, es muss mich nur anspringen.

10. Möchtest du deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Nicht nur meinen Lesern. Mir gefällt ein Spruch von Albert Einstein. “Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt”. Mir wird jeden Tag bewusst, welche Macht die Fantasie hat.

Interview mit Dorothea/Katharina Stiller

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Dorothea/Katharina Stiller? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Ich bin Jahrgang 1974, im nördlichen Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, habe Englisch und Deutsch auf Lehramt studiert und bis letztes Jahr als Lehrerin an einem Berufskolleg unterrichtet. Aber Familie, Schreiben und Beruf kamen sich immer mehr ins Gehege und ich habe nach einer Lösung gesucht, bei der ich mich nicht immer so zwischen meinen Verantwortlichkeiten zerreißen muss (und letztlich keiner mehr gerecht werde). So habe ich mich selbstständig gemacht und arbeite jetzt als freie Autorin, Lektorin, Übersetzerin, Dozentin und Schreibcoach. Das lässt sich meistens ganz gut mit der Familie vereinbaren. Ich muss nur oft meine Schreibzeit mit Zähnen und Klauen verteidigen. Der Fluch aller, die im Home Office arbeiten, schätze ich. („Du bist ja sowieso zu Hause, da könntest du ja auch …). Und wenn man mich lässt, dann schreibe ich historische Romane, Krimis und Liebesromane und Kinder- und Jugendbücher.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Geschrieben habe ich eigentlich immer schon gerne. In der Schule habe ich Hefte mit selbsterfundenen Geschichten vollgekritzelt, später habe ich über Fan Fiction, Kurzgeschichten und Drabbles dann wieder zum Schreiben gefunden und es dann irgendwann tatsächlich geschafft, einen Roman zu Ende zu schreiben. Mein Pseudonym (Katharina Stiller) ist eigentlich nur mein zweiter Vorname. Ich habe mich dazu entschlossen, um meine Geschichten für Erwachsene besser von denen für Kinder und Jugendliche abgrenzen zu können.

3.Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon geworden?

Es hängt von Umfang und Komplexität des Buches ab. Meistens rechne ich so mit drei Monaten für einen Roman. So genau kann ich es oft gar nicht sagen, weil ich meine Schreibzeit ja immer um den Familienalltag und meine Kurse herum organisiere. So ist mal mehr Zeit und mal weniger, dann dauert es natürlich länger und manchmal schreibe ich auch parallel an mehreren Büchern. Insgesamt sind es jetzt zwölf Veröffentlichungen (beziehungsweise dreizehn, wenn ich das Gemeinschaftsprojekt mitzähle) und noch ein fertiger Roman, der erst im Frühjahr 2021 erscheinen wird.

4. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Puh! Ganz schwer zu sagen. Begegnungen mit LeserInnen auf Messen sind immer toll, Treffen mit AutorenkollegInnen und natürlich jedes Mal, wenn ein Buch neu erscheint. Gerade heute habe ich noch den Verlagsvertrag für mein Jugendbuch von einem großen Kinder- und Jugendbuchverlag geschickt bekommen. Sobald ich darf, verrate ich natürlich mehr. Das sind immer Glücksmomente.

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Ich habe ein hochoffizielles Arbeitszimmer, richtig mit Bürostuhl, Schreibtisch, Whiteboard und so weiter. Allerdings liegt das im Dachgeschoss. Im Sommer ist es dort schrecklich warm und auch sonst arbeite ich eher selten dort, denn du kannst dir sicher vorstellen, was passiert, wenn ich mich gerade an den Schreibtisch gesetzt habe. Richtig: es klingelt garantiert jemand an der Tür. Post, Freunde der Kinder, die Kinder, Nachbarn, meine Mutter … Also arbeite ich meistens unten im Wohnzimmer an unserem Esstisch. Oder mit dem Laptop auf dem Schoß auf dem Sofa. Da mein Mann seit diesem Frühjahr auch überwiegend im Home Office arbeitet, haben wir jetzt einen kleinen Büroraum gemietet. Meistens nutzt er ihn und ich arbeite zuhause, aber es besteht ein auch die Möglichkeit, mich dort zu vergraben, wenn ich mehr Ruhe brauche. Mein Arbeitsplatz ist also meistens eher chaotisch, weil ich meinen Laptop einfach zwischen alles stelle, was noch so auf dem Wohnzimmertisch/Esstisch herumliegt. Eine Tasse Kaffee oder Tee darf auch nicht fehlen.

6. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Das ist schwer zu sagen. Mal ist es die Idee zu einer Figur, die am Anfang steht, mal ein Satz, den man aufgeschnappt hat, etwas, das man erlebt hat, eine Schlagzeile oder sonst etwas, das plötzlich das Gehirn ans Arbeiten bringt. Manchmal können es sogar Träume sein, die Ideen liefern. Oft kann ich hinterher gar nicht mehr sagen, wie ich zu einer bestimmten Idee gekommen bin.

7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Ja, ich leide natürlich mit meinen Figuren und freue mich mit ihnen.

8. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch .Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?

Ich habe immer viel zu viele Ideen und zu wenig Zeit. Aktuell arbeite ich an der Vorgeschichte zu »Der Myrtenzweig«. Es wird ein Kurzroman, der erzählt, wie sich die Hauptfiguren, Dorothy und Archibald (Lord und Lady Beresford) kennengelernt haben. Danach muss ich mich ratzfatz an die Arbeit für den zweiten Agnes-Munro-Schottland-Krimi machen. Der spielt natürlich wieder in Tobermory auf der Isle of Mull und trägt den Arbeitstitel »Hamlets letzter Monolog«. Agnes Munro besucht das Theaterfestival in Edinburgh, bei dem ein ehemaliger Schüler einen Theaterpreis verliehen bekommt. Sie lädt ihn ein, mit seiner Schauspielgruppe ein Gastspiel in seiner alten Heimat zu geben. Während der Generalprobe bricht der Schauspieler allerdings tot zusammen und Agnes, die sich verantwortlich fühlt, ermittelt gemeinsam mit Inselpolizist Matthew Jarvis und seiner Vorgesetzten DCI Mary Sinclair aus Oban – natürlich wieder mit tatkräftiger Unterstützung ihres Herzensmannes, Gemeindepfarrer Andrew Fletcher. Danach schreibe ich an einem Sylt-Krimi, bei dem es die Kosmetikerin Siggi und ihren Lebensgefährten Torsten (Törtchen) aus dem Ruhrgebiet auf die Insel verschlägt, wo sie mitten in einen spannenden Mordfall gerät. Also … ich habe gut zu tun. Danach muss ich endlich das Kinderbuch schreiben, das ich meiner Tochter versprochen habe, bei dem es um einen kleinen Wassergeist geht. Also … ich habe gut zu tun.

9. Du liebst Comedy Serien. Welche denn? Ich bin neugierig…

Nicht nur Comedy. Ich mag überhaupt Serien, weil ich für einen langen Film abends meistens zu müde bin. Ich liebe »Big Bang Theory«, »That 70s Show« (nur im Originalton, die Übersetzung ist leider echt schlecht), Akte X, Sherlock, Stranger Things, Game of Thrones (wo ich allerdings bei Staffel 4 hängengeblieben bin aufgrund von Zeitmangel), Star Trek (TNG, Voyager, DS9, Discovery, Enterprise …), Sex and the City, the OA, Grace und Frankie … ach, es gibt so viele!

10. Etwas aus der Vergangenheit: Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes Fach – und wieso?

Mein liebstes Fach definitiv Englisch. Deutsch nicht so sehr, weil ich da meistens Lehrerinnen hatte, die ich nicht so mochte. Dafür mochte ich Kunst immer sehr. Mein verhasstestes war wahrscheinlich Sport, weil mir da konsequent die Lust am Sport ausgetrieben wurde und ich sie erst später selbst wieder entdecken musste. Außerdem noch Chemie, weil ich da wirklich absolut gar nichts kapiert habe. Allerdings hatte ich immer noch eine 3, weil mein älterer Bruder beim selben Lehrer hatte und der total genial in Chemie war. Also hat der Lehrer wahrscheinlich gedacht, ich sei einfach nur still und nicht komplett unfähig.

Meet & Greet mit Franziska Dollinger (Bloggerin)

✽•*¨*•๑✿๑ Meet & Greet mit Franziska Scheuermann ๑✿๑•*¨*•✽

Mittlerweile treffe ich mich fast regelmäßig mit einer ganz lieben Bloggerin Franziska Scheuermann. Wenn wir uns treffen, sind wir gemeinsam auf Lesungen von AutorInnen rund um Karlsruhe/Bruchsal unterwegs. Diese wenigen Auszeiten sind für uns beide, lesebegeisterte und Bloggerinnen, sehr wertvoll. Aber auch privat versuchen wir uns im Sommer näher kennen zu lernen. Wir waren immerhin schon zusammen Eis essen. Ein wirklich liebenswerter Mensch, den ich unbedingt im Freundeskreis haben möchte. Franzi, bleib mir ja treu…