Meine Bücher und ich ...

Autor: Alexandra Richter Seite 5 von 189

Ich bin 1974 in Darmstadt, Hessen geboren. Aufgewachsen in Karlsruhe, Baden Würtemberg. Lebe nun fest mit meiner Familie in Bühlertal im Schwarzwald. Habe Krankenpflegehelferin gelernt und bin jetzt Mutter und Hausfrau.

Interview mit Stefanie Hohn/Franca Steffen/Stefanie H. Martin

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1.Wer ist Stefanie Hohn? Magst du dich mal vorstellen?

Wenn ich das wüsste… ich arbeite schon ziemlich lange daran, dass herauszufinden. Das ist natürlich Spaß, aber ein bisschen Wahrheit steckt da schon drin. Ich antworte mal persönlich, denn mein beruflicher Lebensweg würde hier wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Für Freunde und Familie bin ich (hoffentlich) die, auf die Verlass ist, mit der man intensive und ernste Gespräche führen kann, die aber auch nie ihren Sinn für Humor verliert. Ich gehe Dinge gerne auf den Grund und bin ehrgeiziger als mir guttut. Zugleich bin ich maximal harmoniebedürftig und ein Familienmensch. Mein Leben bestand (und besteht) im Grunde darin, zwischen diesen beiden Polen zu navigieren – mich beruflich zu entwickeln, meinen Hunger nach Herausforderung und Erfolg zu stillen und gleichzeitig im Privaten allen Bedürfnissen gerecht zu werden – denen meines Umfelds und natürlich zunehmend auch meinen eigenen.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Im Grundschulalter war mein Traumberuf Schriftstellerin. Allerdings habe ich erst nach einem Burnout mit Mitte Vierzig gelernt, meine Träume und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Das Schreiben ist für mich die einzige Tätigkeit, die es mir erlaubt, die gegensätzlichen Pole meines Wesens in Harmonie zu bringen. Im Schreiben bin ich ganz. Seit ich das weiß, schreibe ich.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?

Im Schnitt habe ich für jeden meiner Romane etwa ein Jahr gebraucht – von der ersten Idee bis zur Veröffentlichungsreife. Das heißt aber nicht, dass jeder Roman die gleiche Arbeitszeit erfordert hat. Ein historischer Roman zum Beispiel ist sehr rechercheintensiv, daher braucht die Vorarbeit für eine solche Geschichte länger als die für einen rein fiktiven, zeitgenössischen Roman. Wenn ich also für die Arbeit an meiner dreibändigen historischen Romanbiografie über Virginia Woolf und die Bloomsbury-Group Die Liebenden von Bloomsbury drei Jahre gebraucht habe, war die Arbeitsintensität nicht zu vergleichen mit der Zeit, die ich zum Beispiel für meinen Liebesroman Die Magie der Farben investiert habe. Das Bloomsbury-Projekt hat mich drei Jahre lang beinahe rund um die Uhr beschäftigt. Zeitgenössische, fiktive Romane erlauben sehr viel mehr andere Aktivitäten nebenher.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Das versuche ich zu vermeiden! Bei der Arbeit an der Bloomsbury-Saga war es nicht anders möglich. Die drei Bände sollten in einem Abstand von 6 Monaten erscheinen, daher musste ich nach Fertigstellung des einen Bandes recht zügig mit dem nächsten beginnen. Das war eine enorme Kraftanstrengung, die ich so ungern wiederholen möchte. Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, brauche ich eine gewisse Zeit der Erholung. Wenn ich an einer Geschichte arbeite, lebe ich in dieser Welt. Um bereit für eine ganz andere Welt zu sein, brauche ich Abstand, Leben im Außen und frische Inspiration für etwas Neues. Vor allem braucht auch mein Körper dann erstmal Erholung, sonst streikt nicht nur der Rücken.

5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Seit ich Romane schreibe, habe ich so viele einzigartige Momente und Begegnungen erlebt, dass es mir schwerfällt, hier den einen herauszufiltern. Etwas ganz Besonderes war aber sicherlich mein Bildhauerkurs in der Toskana, an dem ich zur Vorbereitung auf die Arbeit an meinem Roman Die Ewigkeit des Augenblicks teilgenommen habe. In diesem Roman spielt die Bildhauerei, die Arbeit mit Marmor, eine zentrale Rolle und es war mir wichtig, zu wissen, wie es ist, wenn ein Stein unter meinen Händen seine Gestalt verändert.

6. Nun schreibst du auch Geschichten unter Pseudonymen? Warum machst du das? Hängt es vielleicht mit dem Genre zusammen?

Auch, ja, aber nicht nur. Das Pseudonym Franca Steffen steht für meine Spannungsromane. Für die historische Saga wünschte sich der Verlag ein international klingendes Pseudonym, im Historischen bin ich also Stefanie H. Martin. Als Stefanie Hohn veröffentliche ich im Selfpublishing zeitgenössische Romane und bald wird es ein weiteres Pseudonym geben. Das hat dann wiederum weniger mit einem Genrewechsel zu tun als mit verlagsgebundenen Marketingüberlegungen. Dazu kann ich aber noch nicht allzuviel erzählen, denn das betrifft meinen nächsten Roman, der bei S. Fischer erscheinen wird.

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Es gibt unterschiedliche Arten von Kritik, mit denen ich unterschiedlich umgehen kann. Wenn ich während der Arbeit an einem Roman merke, dass etwas nicht ganz stimmig ist, ich aber nicht herausfinde, woran es liegt, ziehe ich gern AutorenkollegInnen hinzu. Deren Kritik ist mir dann ganz wichtig und ich kann sie gut annehmen. Auch Kritik meiner Agentin bzw. meiner Lektorin ist mir enorm wichtig. Manchmal tut die weh, aber sie hilft immer und ich nehme sie gerne an. Mit Kritik an einem fertigen Roman, zum Beispiel im Rahmen einer Rezension, kann ich in der Regel gut umgehen. Mir ist bewusst, dass ich nicht jede/r LeserIn mit dem, was ich schreibe, begeistern kann. Ein- oder Zwei-Sternerezensionen mag ich natürlich überhaupt nicht, aber wer mag die schon. Meistens haben diese Bewertungen etwas mit einer enttäuschten Erwartungshaltung zu tun. Darauf habe ich in der Regel keinen Einfluss. Ich weiß von mir, dass ich mir jeden Satz aus dem Leib ringe, mich bis an die Schmerzgrenze bringe, um das Beste abzuliefern, was mir möglich ist – wenn das dann nicht gefällt, dann ist das eben so. Lesegeschmack ist eben individuell. Wenn ein bestimmtes Kriterium von mehreren LeserInnen bemängelt würde, dann würde ich mir die Sache natürlich genau ansehen und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen. Aber das hatte ich bisher zum Glück noch nie.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? – Tee
Sommer oder Winter? – Sommer
Gut oder Böse? – Gibt´s das in Reinform?
Süß oder Sauer? –  Hmh… Herzhaft!
Print oder Ebook? – Print
Film oder Buch? – Buch
Fernsehen oder Lesen? – Lesen!

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Ich darf mich zu den glücklichen Menschen zählen, die ihren Traumberuf ausüben. Ich wäre allerdings nicht ich, wenn ich sagen würde: Das war’s jetzt, ich lehne mich zurück und genieße das Erreichte. Ich habe immer noch Ziele, einzelne Stellschrauben, die ich nachjustieren möchte. Aber einen Kurswechsel würde ich niemals mehr vornehmen wollen. Ich bin auf dem richtigen Schiff, im richtigen Gewässer unterwegs. Nennt man das Glück?

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

Die Messen in Leipzig und Frankfurt gehören fest in meinen Jahreskalender. Dazu kommen Lesungen und Veranstaltungen wie der Bücherbummel in Düsseldorf. Im Wesentlichen geht es mir dabei um die Begegnung mit meinen LeserInnen, mit KollegInnen und mit lieben Menschen wie dir, die einen Großteil ihrer Freizeit damit verbringen, unsere Bücher zu lesen, darüber zu sprechen und uns Autorinnen in unserer Arbeit zu unterstützen. Dafür meinen tiefen Dank.

Und zum Abschluß von diesem wundervollen Interview mit der Schriftstellerin Stefanie Hohn, darf ich noch eine Verlosung mit 2 Bücher Die Ewigkeit des Augenblicks starten.

Wer hier gerne ein signiertes Exemplar bekommen möchte, sollte uns noch eine Frage stellen, die wir gerne beantworten werden. Die Verlosung endet am Valentinstag 14. Februar 2024!

Good Luck!

Die beiden Bücher mit Widmung haben Claudia Neudörfer und Jaqueline Wrobel gewonnen. Herzlichen Glückwunsch ihr Beiden und habt eine schöne Lesezeit!

Wellentanz und Liebesglück (Herzklopfen in Dänemark 2) von Jane Hell

✿*゚¨゚✎….. Herzklopfen in Dänemark 2

Ich liebe den leichten und luftigen Schreibstil von der Autorin Jane Hell. Sie schreibt wundervolle Liebesgeschichten an der Nord- bzw. Ostsee. Eine tolle Buchreihe, die sich Fischbrötchen und ….. nennt, und da habe ich schon fünf Bücher gelesen und liebe sie. Und nun hat sie die Dänemark Buchreihe im Mountlake Verlag mit dem schon zweiten Buch herausgebracht. Ich finde es schade, dass ich die erste Geschichte noch nicht kenne. Ich arbeite dran… Aber zu der Geschichte von Simon und Lerke, kann ich berichten, dass es zwei tolle Charaktere sind. Beide haben schon eine Vergangenheit, die Narben hinterlassen hat, erlebt. Wenn ich Geschichten lese, in denen man sich einfach fallen lassen kann, sind es für mich gelungene Geschichten. Und hier sind es lebensechte Erfahrungen, die jemand erleben kann und dadurch an Lebenserfahrung mit nimmt, die einem Stärke, Kraft und Mut schenkt. Absolute Leseempfehlung, denn auch die tolle Seekulisse macht hier Punkte. Einfach zum Träumen – trotz ernstem Hintergrund.

Gmeiner Verlags-Weihnachtsgewinnspiel gewonnen!

Zum Jahresende 2023 hatte der Gmeiner Verlag zu diesem Picture auf Insta: https://www.instagram.com/p/C01zNnCtUnF/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==  
eine Frage gestellt. Man sollte schätzen, aus wievielen Büchern dieser literarische Weihnachtsbaum gebaut wurde?
Die Person, die die richtige Bücheranzahl erraten wird, gewinnt ein ganzes Jahr lang kostenlosen Lesestoff vom Gmeiner Verlag. Es werden jeden Monat ZWEI Bücher mich erreichen.
Ja , ihr lest richtig. Ich habe die Zahl mit 223 Bücher geraten und habe das Große Glück jeden Monat nun zwei tolle Bücher im Genre Krimi zu erhalten. Ich freu mich so über dieses Jahr.
Und ich möchte euch mitteilen, welche Krimis mich nun heimsuchen werden.

Januar:

Bitterkaltes Land: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag) (Kommissarinnen Brandes und Kurtoglu) Taschenbuch  erscheint am 14. Februar 2024.
Klappentext:
Auf dem Heimweg von einer Feier kommen Banu Kurtoğlu und Stella Brandes zufällig an einem brennenden Waldhäuschen vorbei. Die Journalistin Viktoria Beck kommt darin um. Der erste Verdacht fällt auf Becks Ex-Mann. Doch auch ihre Arbeit gerät in den Fokus der Ermittlungen, denn diese führte sie ins Alte Land zu einer Familie, die glaubt, von Dämonen heimgesucht zu werden. Als sich ein Zusammenhang zwischen dem Flammentod und der Familie abzeichnet, müssen die Kommissarinnen erkennen, dass das Grauen erst begonnen hat.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag; 2024. Edition (14. Februar 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 320 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839205611
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839205617

Regine Seemann ist eine waschechte Hamburger Deern. Nach Abitur und Lehramtsstudium übernahm sie ziemlich schnell die Schulleitung einer Grundschule auf Europas größter bewohnter Flußinsel Wilhelmsburg. Neben diesem Hauptberuf schreibt Regine Seemann seit noch nicht allzu langer Zeit Kriminalromane, die in ihrer geliebten Heimatstadt spielen. Da sowohl das Leiten einer Schule als auch das Verfassen von Krimis ziemlich spannende Tätigkeiten sind, relaxt Regine Seemann nach Feierabend gern mit ihren beiden Pferden, die in einem Offenstall nahe dem Hamburger Süden leben.


Wilde Wut: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag) Taschenbuch am  14. Februar 2024.
Klappentext:
Babs verliert ihre Wohnung in der UNESCO-Welterbestadt Bamberg an einen Immobilienhai. In ihrem Zorn schließt sie sich einer Anti-Gentrifizierungsgruppe an. Diese veranstaltet Pop-up-Demos in der Innenstadt und hetzt in den sozialen Medien gegen Makler, die Häuser im beliebten Zentrum aufkaufen und zu Luxusapartments umbauen. Als ein bekannter Wohnungsmakler tot aufgefunden wird, gerät Babs ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Privatdetektivin Katinka Palfy soll helfen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag; 2024. Edition (14. Februar 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 272 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 383920660X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839206607

Geboren und aufgewachsen in Coburg, wurde Friederike Schmöe früh zur Büchernärrin – eine Leidenschaft, der die Universitätsdozentin heute beruflich nachgeht. In ihrer Schreibwerkstatt in der Weltkulturerbestadt Bamberg verfasst sie seit 2000 Kriminalromane und Kurzgeschichten, gibt Kreativitätskurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet Literaturevents, auf denen sie in Begleitung von Musikern aus ihren Werken liest. Ihr literarisches Universum umfasst unter anderem die Krimireihen um die Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy und die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.


 

Meine Liebe zu Bücher!

“Bücher begleiten dich nicht einfach so. Sie bringen dich dorthin, wo du noch nie warst.”
(Anonymous)

Leipziger Buchmesse 2024 in Planung

Ich werde Leipzig zum ersten Mal an einem der Buchmesse Tage besuchen kommen. Welchen Tag würdet ihr mir empfehlen? Donnerstag oder Freitag? Und wen werde ich an welchen der Tage antreffen oder wer möchte mich wiedersehen oder kennen lernen? Schreibt mir eure Vorschläge in das Kommentarfeld… 

SWR2 Bestenliste für Februar aus Bühl, Baden


Ich war am letzen Dienstag, 30.Januar 2024 in unserer Mediathek in Bühl zur Bekanntgabe und Diskusion der Literarischen Bestenliste des SWR2 für den Monat Februar. Es moderierte Carsten Otte und in der Diskusionsjury waren Nicola Steiner, Helmut Böttiger und Christoph Schröder als Literarurkritiker eingeladen. Eine sehr schöne und faire Diskusionsrunde, die sehr kulturell geführt wurde. Es war meine erste Veranstaltung in dieser Art und ich war mehr als begeistert. Zu jedem der vier Bücher, die an diesem Abend kurz vorgestellt wurden, hatten Isabelle Demey und Johannes Wördemann, beide tätig als Literatur Sprecher, einige Passagen aus den Bücher vorgelesen. Ein wirklich beeindruckender Abend, der mich heute noch darüber nachdenken läßt. Meine Gedanken sind noch, welches der vier vorgestellten Bücher hat mir vom Inhalt am Besten gefallen. Wenn ich nach den Buchcover gehen würde, wäre es “Lichtungen” von Iris Wolff, die auch den ersten Platz erreicht hat. Aber nach meinem Lesegefühl tendiere ich zu der Geschichte von Marion Poschmann mit dem Titel: Chor der Erinnyen, hat den zweiten Platz erreicht. Den dritten Platz erreichte Uwe Timm mit seinem Buch: Alle meine Geister. Und dann wurde noch ein weiteres Buch vorgestellt, das auf Platz 10 der Bestenliste steht, nämlich Inga Machel mit “Auf den Gleisen”.


https://www.swr.de/swr2/literatur/index.html


Die ersten drei Plätze in der Literatur Bestenliste vom SWR sind für Februar 2024:

1. Platz


»Du hättest zurücksehen müssen, dachte er, allein um zu wissen, ob sie sich nach dir umgewandt hat.«
Zwischen Lev und Kato besteht seit ihren Kindertagen eine besondere Verbindung. Doch die Öffnung der europäischen Grenzen weitet ihre Lebensentwürfe und verändert ihre Beziehung für immer. Voller Schönheit und Hingabe erzählt Iris Wolff in ihrem großen neuen Roman von zeitloser Freundschaft und davon, was es braucht, um sich von den Prägungen der eigenen Herkunft zu lösen.
Als der elfjährige Lev über Wochen ans Bett gefesselt ist, wird ausgerechnet die gescheite, aber von allen gemiedene Kato zu ihm ans Krankenbett geschickt, um ihm die Hausaufgaben zu bringen. Zwischen dem ungleichen Paar entsteht eine unverbrüchliche Verbindung, die Lev aus seiner Versteinerung löst und den beiden Heranwachsenden im kommunistischen Vielvölkerstaat Rumänien einen Halt bietet. Ein halbes Leben später läuft Lev noch immer die Pfade ihrer Kindheit ab, während Kato schon vor Jahren in den Westen aufgebrochen ist. Geblieben sind Lev nur ihre gezeichneten Postkarten aus ganz Europa. Bis ihn eines Tages eine Karte aus Zürich erreicht, darauf nur ein einziger Satz: »Wann kommst du?« Kunstvoll und poetisch verwandelt Iris Wolff jenen Moment in Sprache, wenn ein Leben ans andere rührt, und zeichnet in ihrem großen europäischen Roman das Porträt einer berührenden Freundschaft, die sich als Reise in die Vergangenheit offenbart und deren Leuchten noch lange nachklingt.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Klett-Cotta; 2. Druckaufl., 2024 Edition (13. Januar 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 256 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3608987703
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3608987706

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen. Studium der Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn. Lebt als freie Autorin in Freiburg im Breisgau. Für ihre Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt u.a. den Marieluise-Fleißer-Preis, den Marie-Luise Kaschnitz-Preis, den Eichendorff-Literaturpreis, den Solothurner Literaturpreis und den Chamisso-Preis.
Foto@Annette Hauschild/Ostkreuz


2. Platz


Ihr Mann hat fluchtartig das Haus verlassen, ohne sich näher zu erklären. Eine Freundin aus Kindertagen taucht auf, und ihre sonst so zurückhaltende Mutter übt plötzlich eine geheimnisvolle Macht aus. Mathilda, die Nüchterne, die distanzierte Studienrätin für Mathematik und Musik, wird sich selbst unheimlich. Hat sie von ihrer Mutter das Zweite Gesicht geerbt? Sie muss erleben, wie sich ihre Visionen in der Wirklichkeit zu manifestieren beginnen. Etwas dunkles Inneres meldet sich zu Wort, ihre Handschrift verselbständigt sich, geflügelte Frauen nehmen in ihrem Alltag immer mehr Raum ein. Es kommt zu Waldbränden und skurrilen Heilritualen, zu fragwürdigen Geschenken. Es kommt Wind auf, dessen Flüstern ihr seltsam vertraut erscheint. Hört sie tatsächlich den Chor der Erinnyen?
Humorvoll, poetisch und höchst originell schreibt Marion Poschmann über angepasste Freundinnen und aufbegehrende Mütter, über den Frevel an der Natur und ihre fragile Schönheit, über die Dämonisierung von Frauen und die Kraft der Verbundenheit. Chor der Erinnyen ist keine Fortsetzung, sondern eine Parallelgeschichte zu ihrem bei Kritik und Publikum überaus erfolgreichen letzten Roman Die Kieferninseln.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Suhrkamp Verlag; 1. Edition (11. September 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 189 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3518431412
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3518431412


Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Prosa und Lyrik wurde sie vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Peter-Huchel- Preis und den Ernst-Meister-Preis für Lyrik; ihr Roman »Die Sonnenposition« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und gewann den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2013.


3. Platz


In seinem neuen Buch erzählt Uwe Timm von seinen Lehrjahren als Kürschner im Hamburg der Fünfzigerjahre. Von kuriosen Erlebnissen im Beruf und der Welt der Mode, von besonderen Freundschaften und den Büchern, die sein Leben verändert haben.
Hamburg 1955 – der noch 14-jährige Uwe wird von seinem Vater, dem Inhaber eines Pelzgeschäfts, in die Kürschnerlehre gegeben. Im Takt der Stechuhren lernt der junge Mann die kreative Präzision, die das heute fast ausgestorbene Handwerk erfordert, schult den Blick für das Material, die Kundinnen, die Tücken und Geheimnisse dieser Kunst. Er lauscht den Geschichten der Kollegen, schließt Freundschaften, bekommt Bücher empfohlen, entdeckt die Stadt und den Jazz. Der Lehrling, der vom Schreiben träumt, liest heimlich im Sortierzimmer Salinger und Camus, begleitet den »roten Erik« auf die Reeperbahn, erkundet mit dem Kollegen Johnny-Look, reichlich schüchtern noch, die Liebe, wird von Meister Kruse politisch initiiert und streitet sich nun umso intensiver mit dem Vater über die NS-Zeit.
Inzwischen ist auf dem Pelzmarkt ein Preiskampf ausgebrochen, das Kürschnergeschäft der Familie floriert nicht mehr, und als der Vater plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, muss der 18-Jährige ein völlig überschuldetes Geschäft sanieren. Die harte Arbeit und die großen Sorgen bringen ihn nicht ab von der Vorstellung eines ganz anderen Lebens.
Ein großartiges Buch der Erinnerungen und des Aufbruchs, präzise und poetisch. Ein sprechendes Zeitbild, ein Initiationsroman der Liebe, des Lesens, des Arbeitens und Träumens.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer&Witsch; 3. Edition (7. September 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 288 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3462005499
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462005493

Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren. Geschichten faszinierten Uwe Timm von klein auf: Er lauschte dem »Seemannsgarn« seines Großvaters, einem Kapitän, schlich immer wieder zu seiner Tante ins Hafenviertel, in deren Küche sich Leute aus dem Rotlichtmilieu trafen, und schrieb schon als Schuljunge eigene Geschichten. Nach dem Tod des Vaters leitete er drei Jahre lang das Kürschnergeschäft, machte dann am Braunschweig-Kolleg sein Abitur und studierte in München und Paris Philosophie und Germanistik. Er promovierte mit einer Arbeit über Albert Camus. Anschließend studierte er Soziologie und Volkswirtschaftslehre.

Den Aufbruch Ende der sechziger Jahre erlebte Uwe Timm als Student aktiv mit. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der 68er-Generation; die Aufarbeitung dieser Zeit zieht sich durch sein gesamtes Werk.

Der Vater von vier Kindern verfasste auch vier Kinder- und Jugendbücher. Außerdem arbeitete er als Drehbuchautor. Für seine Romane und Erzählungen erhielt Uwe Timm zahlreiche Auszeichnungen und Preise: 2001 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und den Tukanpreis der Landeshauptstadt München, 2002 den Literaturpreis der Landeshauptstadt München, 2003 den Schubart-Literaturpreis und den Erik-Reger-Preis der Zukunftsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz. 2006 wurde Uwe Timm mit dem Premio Napoli sowie dem Premio Mondello ausgezeichnet, 2009 erhielt er den Heinrich-Böll-Preis und 2012 die Carl-Zuckmayer-Medaille. 2013 wurde Uwe Timm der Kulturelle Ehrenpreis der Landeshauptstadt München verliehen, 2018 der Schillerpreis und das Bundesverdienstkreuz.
Uwe Timm lebt in München und Berlin.


10. Platz


Ein Sohn verliert seinen Vater, dann sich selbst – und findet beides wieder auf den Straßen Berlins. Radikal und voller Schönheit erzählt Inga Machel in ihrem ersten Roman vom tiefen Verlangen nach Nähe und Beziehung, vom Scheitern, von Schmerz, Wut und Trauer und von der Suche nach einem Weg ins Leben.
Vor zehn Jahren verlor Mario, damals Mitte zwanzig, seinen Vater. Ein einzelner Winterstiefel lag auf den Gleisen einer ICE-Strecke, mehr blieb nicht von ihm. Seit fünf Jahren kämpft Mario bereits selbst ums Überleben, als er in einer Zufallsbegegnung mitten in Berlin seinen Vater zu erkennen glaubt. Er nennt den Mann P. und wird von nun an dessen stiller, täglicher Begleiter. P., der heroinabhängig am Rand der Gesellschaft seinen ganz eigenen Lebenskampf austrägt, wird für Mario zum Stellvertreter, um das Trauma der gescheiterten Beziehung zum Vater, die Erinnerungen an die Kindheit in der brandenburgischen Provinz und das Fehlen von bedingungsloser Liebe und Sicherheit endlich verarbeiten zu können. Satz für Satz entwickelt sich ein beinahe märchenartiges Kammerspiel, in dem Raum und Zeit, Vergangenheit und Zukunft, Rationalität und Gefühle ineinanderfließen bei dem Versuch, dem sinnlos Erscheinenden einen Sinn abzutrotzen.
Inga Machel ist ein sprachmächtiges, kluges Debüt gelungen über eine kaum in Worte zu fassende Trauer und über die Frage, wie ein Mensch leben will und was er braucht, um es zu können.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Buchverlag; 1. Edition (30. Januar 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 160 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3498003429
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3498003425


Inga Machel, geboren 1986, lebt in Berlin. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim, war freiberuflich als Rundfunkautorin und Lektorin tätig und ist außerdem Heilpraktikerin für Psychotherapie. Ihre Erzählung «Lieber A.» wurde mit dem New German Fiction Prize ausgezeichnet und erschien bei Matthes & Seitz als E-Book sowie als «Dear A.» in der Übersetzung von Donal McLaughlin bei Readux Books. Auf Tegel Media veröffentlichte sie die Story «Being with Paul». «Auf den Gleisen» ist ihr erster Roman.


Challenge #12für2024 “Das erste Buch”

Für den Januar habe ich mich für das Buch von Carmen Mayer entschieden. Und ich bin noch am lesen. Meine Buchbesprechung findet ihr dann im Menü unter der Rubrik – Rezensionen.

Wenn der Schatten kommt von Carmen Mayer

Klappentext:
KONRAD BERGMANN UND TESSA PLANK ERMITTELN
“Ich habe keinen von ihnen vergessen.
Ich mache mich auf die Suche nach ihnen.
Sie werden für ihr Tun büßen.
Einer nach dem anderen.”
Eichstätt hat eine neue Kriminalpolizei-Inspektion. Schon nach wenigen Tagen haben Hauptkommissar Konrad Bergmann und seine Kollegin Tessa Plank einen ersten Mordfall. Eine alte Dame liegt tot in der Altmühl. Alles deutet zunächst auf einen natürlichen Tod hin. Aber: Wer ist diese Frau und wie kommt ihre Leiche in die Altmühl?
Erste Spuren führen zu Birgit Scherer, deren Ohrring am Tatort gefunden wurde. Dann verschwindet plötzlich Tessa Plank und zwei weitere Senioren werden ebenfalls tot aus der Altmühl geborgen. Während der Polizeiapparat auf Hochtouren läuft, um die verschwundene Kollegin zu finden und die Morde aufzuklären, findet Konrad Bergmann ein Tagebuch mit verstörendem Inhalt …
Geht es bei den Morden um ein dunkles, bedrohliches Geheimnis und um Angst und Verständnislosigkeit, die sich schließlich in Wut und Rachegedanken umkehren? Geht es um den Schatten eines Mörders, der nicht verblassen will und zu immer neuen Opfern führt? Ist Birgit Scherer die Frau, die sie vorgibt zu sein? Und was, wenn am Ende doch alles ganz anders war, als es scheint?
Konrad Bergmann und seine Kollegen ermitteln in einem Fall, bei dem es um mehr geht als um Leben und Tod.

  • Herausgeber ‏ : ‎ MAXIMUM Verlag; 1. Edition (4. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 258 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3948346429
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3948346423

Die phantastischen Fälle des Rufus T. Feuerflieg/Stromausfall von Tommy Krappweis (Hörspiel)

✿*゚¨゚✎…. Stromausfall – Teil 23

Folge 23 war wieder der Hit. Wie Rufus und Kreszenzia im Dunkeln in der Kanzlei ausharren müssen. Und wie es so ist, könnte sein, dass die Beiden irgendwie mehr als nur Arbeitskollegen sein könnten! Aber dann geht das Licht wieder an und sie sind in ihrem Arbeitsrythmus wieder drin…. Ob wir irgendwann nochmal so eine ähnliche Situation zwischen den Beiden erleben…. Absolut genial wieder gesprochen und erzählt. Ich liebe diese kostenlose Hörspielreihe von Tommy Krappweis bei Audible.

Knecht Rubrecht von Theodor Sturm

✿*゚¨゚✎….. Poesie für Kinder

Der Kindermann Verlag läßt alte Geschichten wieder aufleben. Hier wird mit sehr schönen Illustrationen das berühmte Weihnachtsgedicht Knecht Ruprecht von Theodor Storm uns allen wieder erzählt. Ich habe ja eine Vorliebe für Bilder-Kinderbücher, aber dieses hier wurde mit Bildern geschmückt, die nicht ganz so kindlich sind, also auch für die Erwachsenen geeignet. Ausserdem finde ich die Gedichte von Theodor Storm wunderschön, habe sie in meiner Kinder- und Jugendzeit in der Schule gerne auswendig gelernt. Absolute Empfehlung für Kleine und Große LeserInnen für das kommende Weihnachten!

Talsommer von Sandra Altmann

✿*゚¨゚✎….. Ein Sommer im Jahre 1899

Dieses Büchlein mit 145 Seiten hatte es in sich. Es war eine Geschichte mit allem drum und dran. Genau richtig für mich, denn es gab Familie, Tod, Mord und Erinnerungen ins Jahr 1899. All meine Lieblingsgenre waren hier in dem Buch: Krimi, Historisches, Familiengeschichte…. Denn die junge zehnjährige Protagonistin Mizzi erzählt von ihrer Jugend, wie sie in die Schule ging, Vater und Freundin verloren hatte, die u.a. nicht an einem normalen Tod verstorben waren. Wie sie während ihrer Schulzeit im Bergdorf hinterm Ausschank des Gasthofes vom Onkel die Krüge spülte und ein paar Groschen dazu verdiente. Das sie den berühmten Komponisten Richard Strauss durch die Arbeit beim Maler kennen lernte. Die kleinen, aber feinen, Kapitel waren so spannend niedergeschrieben, das man mit Mizzi sich freute und mitgelitten hatte. Mein erstes Buch von der Autorin Sandra Altman und sie verdient mit der Geschichte von mir 5 Sterne. Ich liebe es in Geschichten von vor mehr als 100 Jahren einzutauchen. Und das ist eine sehr tolle Geschichte, die ich empfehlen möchte, für alle die auch an den lieben Herrgott glauben und an die anderen Sagen zu dieser Zeit. Perfekt!

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