{"id":27832,"date":"2025-12-02T17:19:37","date_gmt":"2025-12-02T16:19:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=27832"},"modified":"2025-12-02T17:21:19","modified_gmt":"2025-12-02T16:21:19","slug":"interview-mit-jana-thiem-frida-luise-sommerkorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=27832","title":{"rendered":"Interview mit Jana Thiem\/Frida Luise Sommerkorn"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>\u273d\u2022\u00a8\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022\u00a8\u2022\u273d<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>1. Wer ist Jana Thiem\/Frida Luise Sommerkorn? Magst du dich mal vorstellen?\u00a0<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-28204\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n-700x700.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/361319137_860414865561170_7687144461881531104_n.jpg 1638w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Hi, ich bin Jana, wurde vor knapp 55 Jahren in G\u00f6rlitz geboren, bin im Zittauer Gebirge aufgewachsen und schon viel auf der Welt rumgekommen. In der Jugend war ich aktive Skilangl\u00e4uferin und Biathletin, habe danach Schneiderin, Einzelhandelskauffrau und Webdesignerin gelernt, um schlie\u00dflich im Autorinnendasein das gro\u00dfe Gl\u00fcck zu finden. Meine Reiselust stille ich mittlerweile am liebsten mit meinem Camper quer durch Europa, war aber auch schon in Costa Rica, Australien oder Kanada unterwegs. Ich liebe es, den Menschen zu lauschen, neue L\u00e4nder zu erforschen und mich auf kulinarische Erlebnisse einzulassen. Hier tauchen ganz selbstverst\u00e4ndlich neue Romanideen auf. Gerade schreibe ich an meinem 24. Buch, das in Schweden spielt. Seit 2023 bin nun auch Verlegerin beim Neissuferverlag.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>2.<\/em><\/strong> <strong><em>Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/em><\/strong><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Und warum hast du zwei Autorennamen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Da kann ich direkt die wohl meistgegebene Antwort zur\u00fcckgeben: Ich habe schon immer gerne geschrieben! Mit f\u00fcnf Jahren habe ich meine ersten Buchstaben aufs Papier gekritzelt, manchmal spiegelverkehrt, aber ich war so stolz. Und das ist irgendwie geblieben. Meine erste Geschichte habe ich zwei Jahre sp\u00e4ter in ein kleines Schulheft geschrieben, danach folgten Berichte \u00fcber Klassenfahrten, Beitr\u00e4ge f\u00fcr Zeitungen und sp\u00e4ter Onlineartikel \u00fcber verschiedene Events. Zum Romanschreiben bin ich \u00fcber einen Onlineworkshop gekommen. Hier ist mein erster Krimi \u201eHumboldt und der wei\u00dfe Tod\u201c entstanden. Womit wir gleich zum zweiten Teil deiner Frage kommen. Die Krimis schreibe ich unter meinem Klarnamen Jana Thiem, die Liebes-, Familien- und Reiseromane unter dem Pseudonym Frida Luise Sommerkorn. Damals, vor zw\u00f6lf Jahren, hatte ich das Gef\u00fchl, ich w\u00fcrde die beiden Genre gerne trennen. Au\u00dferdem war es sehr aufregend, sich einen neuen Namen vergeben zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>3.<\/em><\/strong> <strong><em>Warum schreibst du verschiedene Genre-Richtungen? Was hat dich zu diesem Schritt inspiriert?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Im Grunde sind meine Romane in beiden Genres mit Spannung, Humor und Liebe gespickt. Deshalb finde ich den Spagat zwischen Liebesromanen und Regionalkrimis nicht so riesig. Nat\u00fcrlich ist die Gewichtung unterschiedlich. W\u00e4hrend beim Krimi die Ermittlung im Vordergrund steht, ist es beim Liebesroman eben die Verwicklung zwischen zwei Personen. Dabei geht es um zwischenmenschliches Miteinander, um die L\u00f6sung von Problemen und im besten Fall um einen vers\u00f6hnlichen Abschluss der Geschichte. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen sich meine Leserinnen \u00fcber ein Happy End in den Liebesromanen freuen. Obwohl auch da jede f\u00fcr sich entscheidet, was Happy End bedeutet.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>4.<\/em><\/strong> <strong><em>Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich bin eine Plotschreiberin. Das hei\u00dft, die Geschichte mit ihren Charakteren, Schaupl\u00e4tzen und Wendungen steht fest, bevor ich anfange zu schreiben. Und nicht nur das, ich arbeite mir einen richtigen Zeitplan aus, den ich einhalten muss, um das Fertigstellungsziel zu erreichen. Was sicher auch daran liegt, dass ich hauptberufliche Autorin bin und zwei bis drei B\u00fccher pro Jahr schreibe. Oft werde ich gefragt, wo denn die Kreativit\u00e4t bei einem so engen Schreibpensum bleibt. Die ist aber in allen Prozessen dabei. Beim Entwickeln der Charaktere, der szenischen Wendungen, der passenden Schaupl\u00e4tze und auch beim letztendlichen Schreiben. Denn die Worte kommen ja erst, wenn ich am Text sitze. Und ja, hin und wieder weiche ich von meinem Plot ab oder die Charaktere haben andere Ideen, als ich sie ihnen angedacht habe. Es passiert gar nicht so selten, dass ich zum Beispiel denke, die Protagonistin k\u00f6nnte den Beruf aus\u00fcben, dann aber schreibe, dass sie in Schichten arbeitet und damit einer v\u00f6llig anderen T\u00e4tigkeit nachgeht. Das ist immer faszinierend, wenn die Charaktere ihren eigenen Kopf haben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>5. <\/em><\/strong><em><strong>Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Oh ja, und wie! Wenn es spannend wird, kann ich einfach nicht aufh\u00f6ren zu schreiben. Manchmal muss ich mich richtig ermahnen, wieder entspannter zu atmen. Genauso heule ich mit, wenn meine Protagonisten verzweifelt sind und keinen Ausweg mehr sehen. Zum Beispiel in meinem letzten Roman \u201eZwischen uns der Tag\u201c hatte Lucys Mann einen Bootsunfall und ist seitdem verschollen. Alle um sie herum reden auf sie ein, dass er nicht zur\u00fcckkommen wird und sie ihn loslassen muss. Aber Lucy bricht es das Herz, ihr gro\u00dfe Liebe aufgeben zu m\u00fcssen. Bei diesen Szenen habe ich auch sehr mitgelitten. Bei den lustigen Abschnitten hingegen ertappe ich mich \u00f6fter dabei, wie ich \u00fcber das ganze Gesicht grinse.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich versuche immer, das wundersch\u00f6ne Gef\u00fchl, etwas geschafft zu haben, so lange wie es geht auszukosten. Au\u00dferdem gibt es ja genug rund um die Ver\u00f6ffentlichung eines Buches zu tun. Aber nach ein paar Wochen fl\u00fcstern die Ideen f\u00fcr das n\u00e4chste Projekt und ich beginne wieder mit der Entwicklung der Geschichte, suche nach Charakteren und deren Aussehen und \u00fcberlege, wo der Roman spielen k\u00f6nnte. Und schwupps bin ich mittendrin.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>7.<\/em><\/strong> <em><strong>Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Sch\u00f6ne Momente gab es viele: Jedes neue Taschenbuch zum ersten Mal in den H\u00e4nden zu halten, der Austausch mit lieben Schreibkolleginnen, der Kontakt zu meinen Leserinnen und Lesern. Aber der wohl unglaublichste Moment war der, als mein Roman \u201eKaffeeduft und Meeresluft\u201c auf Platz 1 der Thalia E-Book Bestsellerliste stand und dort auch f\u00fcr einige Wochen nicht weichen wollte. Das hat mich sehr ber\u00fchrt!<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>8. Hast du als Kind auch gerne gelesen und wenn ja, an welche B\u00fccher kannst du dich erinnern?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Es war so \u00e4hnlich wie mit dem Schreiben. Kaum konnte ich selber lesen, wurde ich wohl selten ohne Buch angetroffen. Habe ich mir sagen lassen. Das ist auch bis heute so. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht lese. Und wenn es abends vor dem Einschlafen noch zwei Seiten sind. Meine liebsten Kinderb\u00fccher sind \u201eTaps und Tine im Garten\u201c, weil mich die Geschichte sehr an meine Ferien bei Oma und Opa erinnert hat, und \u201eKolumbus auf der Havel\u201c, weil ich es sehr mochte, wie das einfache Leben auf einem Boot beschrieben wurde. Heute habe ich zwar kein Boot, aber einen Camper und mag das unkomplizierte Reisen in der Natur.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. Du hast ja Familie, Mann und Kinder. Wie denken sie \u00fcber deine Autorenarbeit?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Meine Kinder sind damit gro\u00df geworden. Mittlerweile sind sie beide erwachsen, aber ich glaube, sie kennen mich beruflich nur als Autorin. Sie mochten es gerne, wenn ich ihnen von meinen Geschichten, an denen ich gerade sa\u00df, erz\u00e4hlt habe. Was auch f\u00fcr mich klasse war, weil ich damit meine Texte reflektieren konnte. Mein Mann hat es mittlerweile aufgegeben, Ideen f\u00fcr die n\u00e4chsten Urlaubsziele anzusprechen. Jetzt fragt er nur noch danach, wo denn der n\u00e4chste Roman spielen soll, dann wei\u00df er, wohin die Reise geht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was w\u00fcrdest du \u00e4ndern wollen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Beruflich gesehen f\u00fchle ich mich als Autorin vollkommen angekommen. Und das zieht sich auch in meinen Alltag. Ich liebe es, mir meinen Tag einzuteilen, Geschichten auszudenken, zwischendurch im Garten zu arbeiten oder Freundinnen zu treffen. Ich wohne im wundersch\u00f6nen Zittauer Gebirge, habe engen Kontakt mit meinen Herzensmenschen und bin gesund. Also \u2026 nein \u2026 ich w\u00fcrde nichts \u00e4ndern wollen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022\u00a8\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022\u00a8\u2022\u273d 1. Wer ist Jana Thiem\/Frida Luise Sommerkorn? Magst du dich mal vorstellen?\u00a0 Hi, ich bin Jana, wurde vor knapp 55 Jahren in G\u00f6rlitz geboren, bin im Zittauer Gebirge aufgewachsen und schon viel auf der Welt rumgekommen. 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