{"id":27815,"date":"2025-10-17T08:00:46","date_gmt":"2025-10-17T06:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=27815"},"modified":"2025-10-20T17:35:06","modified_gmt":"2025-10-20T15:35:06","slug":"interview-mit-daniel-wolf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=27815","title":{"rendered":"Interview mit Daniel Wolf"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong><span id=\"fbPhotoSnowliftCaption\" tabindex=\"0\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}\">\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/span><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>1. Wer ist Daniel Wolf? Magst du dich mal vorstellen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-27846\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-700x495.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-2048x1448.jpg 2048w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Autorenfoto-424x300.jpg 424w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><em><strong><br \/>\n(c) Klaus Venus<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Mit b\u00fcrgerlichem Namen hei\u00dfe ich Christoph Lode, Daniel Wolf ist mein Pseudonym f\u00fcr historische Romane. Die schreibe ich seit mittlerweile dreizehn, vierzehn Jahren, unterbrochen von einem kurzen Abstecher ins Krimigenre (\u00bbWahnspiel\u00ab als Kilian Eisfeld). Vor meinem Historiendeb\u00fct \u00bbDas Salz der Erde\u00ab im Jahr 2013 hatte ich Fantasy bzw. Phantastik f\u00fcr Erwachsene und Jugendliche geschrieben, beispielsweise die \u00bbPand\u00e6monia\u00ab-Trilogie. Ich bin Jahrgang \u201977 und lebe mit meiner Frau im pf\u00e4lzischen St\u00e4dtchen Speyer, wo wir uns sehr wohl f\u00fchlen. Ich interessiere mich \u2013 das wird jetzt niemanden \u00fcberraschen \u2013 f\u00fcr Geschichte und Literatur \u2026 und daneben f\u00fcr viele weitere Dinge: Rockmusik, Kochen, Schwimmen, Fremdsprachen, um nur einige zu nennen. Zu viele Interessen, zu wenig Zeit: Das beschreibt mich und meinen Alltag wohl ganz gut. Zumal das Schreiben einen gro\u00dfen Teil meines Tages beansprucht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Diese Frage h\u00f6re ich in der Tat oft \u2013 leider habe ich darauf noch keine klare Antwort gefunden. Schreiben fasziniert mich, seit ich in der ersten Klasse die Buchstaben gelernt habe. Sp\u00e4testens seit der Mittelstufe ist es f\u00fcr mich eine nat\u00fcrliche Ausdrucksform. \u00c4hnlich ist es beim Geschichtenerz\u00e4hlen. Ich schreibe seit der Jugend erz\u00e4hlende Texte, weil ich es mag, etwas Neues zu erschaffen. Im jungen Erwachsenenalter entwickelte sich daraus der Wunsch, es professionell zu betreiben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<figure><\/figure>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3. Du wurdest mit dem Buch \u201cDie Templer \u2013 Rose &amp; Kreuz\u201d f\u00fcr den Goldenen Homer 2025 nominiert. Das ist ein Preis f\u00fcr hervorragende Historische Literatur. Wie hast du dich gef\u00fchlt, als du von der Nominierung erfahren hast und nach dem du dann auch mit dem Silbernen Homer heimgegangen bist?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27847\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-300x205.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-300x205.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-700x478.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-768x524.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-1536x1049.jpg 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-2048x1398.jpg 2048w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Foto-Preisverleihung-439x300.jpg 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>(c) Ana Pawlik<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich war gerade auf einem Roadtrip durch England, als ich von der Nominierung erfuhr, und hatte \u00fcberhaupt nicht damit gerechnet. Entsprechend gro\u00df war die \u00dcberraschung. Allerdings hatte ich bei dieser hochkar\u00e4tigen Shortlist nicht gedacht, tats\u00e4chlich einen Homer zu gewinnen. Dass es wider Erwarten geklappt hat, ist eine tolle Auszeichnung, die mich sehr freut.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Wie kamst du auf die Idee zu diesem Buchtitel? Wie lange hast du an diesem Buch gearbeitet?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich habe an \u00bbDie Templer. Rose und Kreuz\u00ab etwa 15 Monate geschrieben, die ersten Ideen zum Buch hatte ich allerdings bereits 2018, wenn ich mich richtig erinnere. Damals war ich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum mit meiner Friesensaga ausgelastet, aber die Idee zu \u00bbRose und Kreuz\u00ab lie\u00df mich nicht los, sodass ich \u00fcber die Jahre mehrere Notizb\u00fccher dazu f\u00fcllte. Als ich dann in der Anfangszeit der COVID19-Pandemie ein Fachbuch \u00fcber mittelalterliche Medizin las und darin auf den \u00bbDrachenstein\u00ab stie\u00df, wusste ich, dass das ein zentrales Motiv des Romans sein w\u00fcrde \u2013 und die Geschichte, wie sie heute im Buch steht, nahm konkrete Formen an.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>5. Wie verlief die Recherche zu diesem Buch und was war f\u00fcr dich bei den Recherchen die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung? <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wie f\u00fcr meine anderen historischen Romane habe ich auch f\u00fcr \u00bbRose und Kreuz\u00ab monatelang recherchiert, viel Fachliteratur gelesen und die Schaupl\u00e4tze der Geschichte in der Champagne, der Picardie, in Lothringen und in Paris erkundet. Die besondere Herausforderung war diesmal, dass f\u00fcr mich relevante Fachliteratur \u2013 etwa zum Templerorden \u2013 nicht in deutscher Sprache erh\u00e4ltlich ist, mitunter nicht einmal auf Englisch. Einiges gibt es nur auf Franz\u00f6sisch, das ich solide lesen kann. Aber ich brauche daf\u00fcr l\u00e4nger als f\u00fcr einen deutschen oder englischen Text.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>6. Wie authentisch ist eigentlich der Hintergrund? Beruht dein Buch auf wahre Begebeneiten?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Meine Darstellung des Lebens am Ende des 13. Jahrhunderts, der politischen Verh\u00e4ltnisse in Europa, des Alltags von Knappen und Rittern usw. entspricht exakt den historischen Fakten. Die Romanhandlung \u2013 Constantins Suche nach dem Drachenstein, M\u00e9lisandes Flucht vor einer Zwangsehe, G\u00e9rards Kampf gegen einen Feind des Templerordens \u2013 ist dagegen Fiktion. Wobei die Erlebnisse meiner drei Hauptfiguren eng mit realen Ereignissen verwoben sind, die ich nat\u00fcrlich den Tatsachen entsprechend geschildert habe.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>7. Erz\u00e4hl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Rituale w\u00fcrde ich es nicht nennen, eher \u00bbkreative Gewohnheiten\u00ab, die ich brauche, um jeden Tag mein Schreibpensum zu schaffen. Ich stehe fr\u00fch auf, sitze meistens schon gegen sieben Uhr am Schreibtisch und versuche, 1500 W\u00f6rter zu schreiben. Das gelingt mir an den meisten Tagen. Daneben recherchiere ich Details, die f\u00fcr die aktuelle Szene relevant sind, und mache mir Notizen zu sp\u00e4teren Passagen des Plots. Wenn Nachmittags meine Frau von der Arbeit kommt (sie ist Lehrerin), bin ich in der Regel mit meinem Tagespensum fertig, und wir radeln zusammen ins Hallenbad, um eine Dreiviertelstunde bis Stunde zu schwimmen: f\u00fcr mich der ideale Ausgleich zum Schreiben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>8. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wenn ich ein fertiges Skript zum Verlag geschickt habe, mache ich immer erst mal eine Pause. Manchmal nur eine Woche, manchmal auch drei oder vier \u2013 je nachdem, wie fordernd das Buch war und wie der Ladestand meiner kreativen Batterien ist. Aber sobald ich mich ausgeruht habe und die Lust aufs Schreiben wieder voll da ist, geht es weiter mit dem n\u00e4chsten Buch.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. Wei\u00dft du bereits vorher genau, was in deinen B\u00fcchern passiert, d.h. arbeitest du dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte? <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Fr\u00fcher habe ich vor dem Schreiben akribisch geplottet und ein ausf\u00fchrliches Storyboard mit allen Szenen und Kapiteln ausgearbeitet. Davon bin ich inzwischen abgekommen. Zwar plane ich vorab immer noch \u2013 bei komplexen B\u00fcchern wie meinen geht das nicht anders \u2013, aber nicht mehr so detailliert. Ich lasse der Geschichte und den Figuren viel mehr Raum, sich organisch zu entwickeln. Das hat auch den Vorteil, dass ich morgens, wenn ich mich an den Schreibtisch setze und die Romandatei \u00f6ffne, nicht so genau wei\u00df, wohin die Reise heute gehen wird. So kann ich mich selbst \u00fcberraschen, was mehr Spa\u00df macht als nah an einem Szenenplan entlang zu schreiben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen du erz\u00e4hlen m\u00f6chtest bzw. darfst?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Band 2 meiner Templersaga habe ich gerade abgeschlossen, zur Zeit warte ich auf die Anmerkungen meiner Lektorin zum Manuskript. Ende Oktober darf ich endlich bekannt geben, wie der Titel lautet, wie das Cover aussieht, wann das Buch erscheint und nat\u00fcrlich: um was es darin geht. W\u00e4hrenddessen arbeite ich bereits an Band 3, geschrieben habe ich aber erst wenige Seiten. Au\u00dferdem mache ich mir hier und da Gedanken, wie es nach der Templersaga weitergehen wird. Ich habe viele Ideen, aber mehr verrate ich noch nicht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Daniel Wolf? Magst du dich mal vorstellen? (c) Klaus Venus Mit b\u00fcrgerlichem Namen hei\u00dfe ich Christoph Lode, Daniel Wolf ist mein Pseudonym f\u00fcr historische Romane. 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