{"id":27530,"date":"2025-11-01T10:00:10","date_gmt":"2025-11-01T09:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=27530"},"modified":"2025-10-31T12:47:43","modified_gmt":"2025-10-31T11:47:43","slug":"interview-mit-michael-jensen-arne-jensen-benjamin-cohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=27530","title":{"rendered":"Interview mit Michael Jensen\/Arne Jensen\/Benjamin Cohen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>1. Wer ist Michael Jensen\/Arne Jensen\/Benjamin Cohen? Magst du dich mal vorstellen?\u00a0<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-28084\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251-700x700.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MichaelJensen20251.jpg 1526w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wer bin ich? Sind wir nicht alle ein Leben lang auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage? Von Haus aus bin ich Nordfriese, aber das Klischee, wir seien mundfaul, trifft auf mich wohl nicht zu. S\u00fcdlich der Elbe bekomme ich allerdings schon Heimweh, bin also durch und durch &#8220;Nordisch by Nature&#8221;. Ich habe lange Zeit als Arzt gearbeitet und hier speziell in der Traumabehandlung und Naturheilkunde. Irgendwann wurde (durch verschiedene Umst\u00e4nde, die ich hier nicht erl\u00e4utern kann) in mir der Wunsch geweckt, mich schreibend auszudr\u00fccken. Vielleicht hatte ich im Lauf der Jahre einfach auch als Behandler zu viele Eindr\u00fccke aufgenommen, ich wei\u00df es nicht. Seit einigen Jahren schreibe ich also B\u00fccher und bin sehr gl\u00fccklich damit.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><strong><em><span style=\"color: #000000;\">2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du deine Geschichten mit deinem Klarnamen und zwei Pseudoyme?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Am h\u00e4ufigsten h\u00f6re ich \u00fcbrigens: &#8220;Ach, wenn ich mal Zeit habe, dann schreibe ich auch B\u00fccher.&#8221; Aber so wird das nix. B\u00fccherschreiben ist eine Leidenschaft, die auch Leiden schafft. Und das muss man wollen und aushalten. Wie das Leben selbst. Mein Schreiben und ich sind mittlerweile eine Symbiose eingegangen. Tage ohne Schreiben (oder wenigstens Ideen und Spinnereien) sind f\u00fcr mich keine sch\u00f6nen Tage. Herzschlag, Atmung, Essen, Trinken. Irgendwo da, beim absolut Lebensnotwendigen ist mein Schreiben verortet.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Tja, warum Pseudonyme? Da muss man eigentlich die Verlage fragen. Ein Verlagswechsel, ein kleiner Genre-Ausflug und schon kommt der Rat, es lieber mit einem Pseudonym zu machen. Ich halte das, ehrlich gesagt, f\u00fcr Unsinn. Die Leser:innen k\u00f6nnten sehr wohl unterscheiden, ob eine Autorin\/ein Autor mal einen Krimi, dann wieder einen Historischen Roman verfasst hat. Aber wer bin ich, dass ich mich gegen Marketing-Experten stelle &#8230;<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3<\/strong><\/em>. <strong><em>Wie lange, hast du immer an einen der B\u00fccher gearbeitet? Brauchst du f\u00fcr jedes Werk gleich lang? Und wie viele B\u00fccher sind es bis heute schon geworden? Berichte uns etwas davon&#8230;<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich arbeite immer an mehreren Projekten gleichzeitig. So lese ich \u00fcbrigens auch B\u00fccher. Ein Projekt ist vielleicht erst ein &#8220;Gerippe&#8221;, bei anderen f\u00e4llt mir dann etwas ein und ich schreibe ein paar Seiten. Und am Hauptprojekt kann ich nur arbeiten, wenn ich f\u00fcr das Thema &#8220;brenne&#8221;. Ich habe schon B\u00fccher in zwei Monaten geschrieben, ich habe aber auch mal ein Jahr gebraucht. Es wird ja auch nicht jeder Unsinn, den ich verzapfe, ver\u00f6ffentlicht (dem Herrn sei Dank). Wie oben bereits erw\u00e4hnt, Schreiben ist die Luft zum Atmen. Ohne geht es nicht mehr. Folglich arbeite ich oft eigentlich gar nicht, denn ich <span class=\"moz-txt-tag\">\/<\/span>lebe<span class=\"moz-txt-tag\">\/<\/span> in meinen Storys (bis der Auswurfschock kommt). Angefangen hat es mit der &#8220;Totenland&#8221;-Trilogie, dann kamen f\u00fcnf B\u00e4nde der Berlin-Krimireihe. Dazu noch ein Standalone-Krimi und der NY-Thriller &#8220;Und New York blieb dunkel&#8221;. Jetzt sind drei weitere B\u00fccher fertig bzw. in der Endphase ihrer Entstehung. Und ich sitze aktuell am 14. Buch. Eine Sucht eben.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Im Juli 2025 kam unter dem Pseudonym Benjamin Cohen bei Piper dein neuer Roman &#8220;Und New York blieb dunkel&#8221; in den Buchhandel. W\u00fcrdest du bitte etwas \u00fcber die Handlung der Geschichte uns mitteilen?\u00a0<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/71thW8v6zL._AC_UY218_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-28085\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/71thW8v6zL._AC_UY218_.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"218\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Im Jahr 1977 kam es in New York nach einem Blitzeinschlag zu einem gigantischen Stromausfall, der mehrere Stadtteile betraf. Kann man nachlesen. In der Nacht f\u00fchrten Unruhen mit Pl\u00fcnderungen und Brandstiftungen zu einem Ausnahmezustand. Mich reizte wieder (wie in allen meinen B\u00fcchern) das Herunterbrechen des gro\u00dfen, historischen Ereignisses auf Einzelschicksale. Wir begleiten in meinem Roman einige Mitglieder der Familie Simmons auf ihrer Odyssee durch eine dunkle, chaotische Stadt. Dazu gibt es ein Grusel-Bonbon: 1976 und 1977 wurde die Stadt von einem Serienkiller, dem &#8220;Son of Sam&#8221;, heimgesucht. Es ist nicht bekannt, was er w\u00e4hrend des Stromausfalls gemacht hat. Aber meine Fantasie hat diese L\u00fccken gef\u00fcllt, und er streift durch die Nacht. Auf der Suche nach einem neuen Opfer. Ob er jemanden erwischt, m\u00fcsst ihr durchs Lesen selbst herausfinden.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>5. Beschreibe den Roman \u201cUnd New York blieb dunkel\u201d mit 5 Worten, welche w\u00e4ren das?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>&#8220;Es k\u00f6nnte wieder geschehen.&#8221; (Ich habe es nicht so mit Zahlen.)<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>6. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Meine Figuren und ich leben eine gewisse Zeitlang zusammen. Ich spreche sogar manchmal mit ihnen. Und ihre Gef\u00fchle muss <span class=\"moz-txt-tag\">\/<\/span>ich<span class=\"moz-txt-tag\">\/<\/span>\u00a0ebenfalls f\u00fchlen, um sie aufschreiben zu k\u00f6nnen. Wenn sie mich daran nicht teilhaben lassen, ist das Geschriebene nur Mist. Meine besten Szenen (glaube ich) sind die, in denen ich dabei war. &#8220;Von oben draufschauen&#8221; ist nicht mein Ding, vielleicht ist das der Grund, warum ich die auktoriale Erz\u00e4hlperspektive eher meide.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>7. Welche sind deine Lieblingsprotagonisten unter all deinen B\u00fcchern?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Eindeutig <span class=\"moz-txt-tag\">*<\/span>Jens Druwe<span class=\"moz-txt-tag\">*<\/span> aus der &#8220;Totenland&#8221;-Reihe, auch weil er eine Art Alter Ego ist. Er stammt ebenfalls aus Nordfriesland, und ich habe ihm ein paar Macken auf den Leib geschrieben, mit denen ich bereits einige Jahrzehnte lebe. Deshalb habe ich Druwe auch in der Berlin-Reihe (als jungen Kripo-Assistenten) auftreten lassen. Und in &#8220;Zur\u00fcck unter M\u00f6rdern&#8221; (ET Dezember 2025) hat er einen weiteren Cameo-Auftritt als gealterter Detektiv.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>8. Hast du Rituale oder einen R\u00fcckzugsort beim Schreiben? Wenn ja, welche\/wo?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Tee und mindestens vier Stunden f\u00fcr mich. Dann kann ich am Schreibtisch arbeiten. Der Ort ist mir dann fast egal. Wenn ich nachts nicht schlafen kann (kommt \u00f6fter vor), schreibe ich auch mal zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Am liebsten aber arbeite ich an der Schlei in einem kleinen Schreibb\u00fcro. Kraniche, G\u00e4nse, Wind. Die Geschichten sind einfach da, man muss nur zuh\u00f6ren. Und nichts macht den Kopf so frei wie ein Strand- oder Deichspaziergang im Herbst bei Windst\u00e4rke 8. Nordisch by Nature.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9.\u00a0 <i>Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autor gewesen?<\/i><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Die erste Lesung aus meinem ersten Roman &#8220;Totenland&#8221;, als ich merkte, dass mein Text die Menschen interessierte. Ein unbeschreibliches Gef\u00fchl. Dieser Kick kommt seither bei jeder Lesung wieder. Ich und das Publikum, wir k\u00f6nnen das rocken. Ich gebe aber zu, dass es auch schon mal in die Hose geht. Dann ist es Zeit f\u00fcr Whisky, Schokolade und Trauerarbeit.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM &amp; Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ein wunder Punkt, den Du da ansprichst. Ich sage mir leider zu oft: &#8220;Da interessiert sich doch keiner f\u00fcr mich. Was soll ich da?&#8221; Das sind die Zweifel, die wohl jede(n) plagen. Ich st\u00fcrze mich in meine Welten und mein Schreiben. Und oft vergesse ich, mich selbst zu promoten. Wenn demn\u00e4chst eine Fee vorbeikommt, werde ich sie bitten, mich am Markt besser zu coachen. Aber Scherz beiseite: Frankfurt habe ich mir f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr fest vorgenommen (man erkennt mich dann, weil mich eine Fee an der Hand h\u00e4lt).<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Michael Jensen\/Arne Jensen\/Benjamin Cohen? Magst du dich mal vorstellen?\u00a0 Wer bin ich? Sind wir nicht alle ein Leben lang auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage? 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