{"id":26948,"date":"2025-06-19T06:00:24","date_gmt":"2025-06-19T04:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26948"},"modified":"2025-06-17T10:44:51","modified_gmt":"2025-06-17T08:44:51","slug":"interview-mit-klaus-maria-dechant-til-petersen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26948","title":{"rendered":"Interview mit Klaus Maria Dechant\/Til Petersen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u273d\u2022<i>*\u00a8*\u2022<\/i><span lang=\"ar-SA\"><i>\u0e51<\/i><i>\u273f<\/i><i>\u0e51<\/i><i>\u2605<\/i><i> <\/i><\/span><i>Autoreninterview<\/i><i> <\/i><i>\u2605<\/i><span lang=\"ar-SA\"><i>\u0e51<\/i><i>\u273f<\/i><i>\u0e51<\/i><i>\u2022<\/i><\/span><i>*\u00a8*\u2022<\/i><i>\u273d<\/i><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><i>1. Wer ist Klaus Maria Dechant\/ Til Petersen?<\/i><i> Magst du dich mal kurz vorstellen?<br \/>\n<\/i><\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/kmd_autor_2021.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27078\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/kmd_autor_2021-282x300.png\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/kmd_autor_2021-282x300.png 282w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/kmd_autor_2021-700x746.png 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/kmd_autor_2021-768x818.png 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/kmd_autor_2021.png 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Jahrgang 1966, zum zweiten Mal verheiratet, zwei S\u00f6hne aus erster Ehe. Hundenarr.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Von Haus aus bin ich gelernter Journalist. Nach einem klassischen Zeitungsvolontariat verschlug es mich 1992 zum S\u00fcddeutschen Rundfunk (sp\u00e4ter S\u00fcdwestrundfunk), wo ich zehn Jahre lang als Reporter und Moderator arbeitete. Es folgten Anfang der 2000er Stationen in der PR, PR-Ausbildung, in der Werbung und im Marketing, bis ich 2018 zum Schreiben von Romanen und 2023 zu meinem Pseudonym Til Petersen kam.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><i>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und weshalb jetzt auch noch mit einem Pseudonym?<\/i><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Alles begann, wie erw\u00e4hnt, 2018. Ich stand kurz vor dem Burnout, meine Frau erkannte das, und sie bot mir an, mir ein sogenanntes Sabbatjahr zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr Selbst\u00e4ndige ein Kraftakt. Das bedeutete f\u00fcr mich: Raus aus dem Job, rein in etwas, was ich schon immer machen wollte. So kam es zu meinem ersten Kriminalroman MORDSLUST. Ich hatte nie an eine Ver\u00f6ffentlichung gedacht, bis ich vom SYNDIKAT erfuhr. Alles, was Rang und Namen in der deutschsprachigen Kriminalliteratur hat, ist dort vertreten, und ich wollte da unbedingt rein. Dann hie\u00df es, einen Verlag zu suchen. Und ich war ein echtes Gl\u00fcckskind. Ich habe genau drei Briefe geschrieben: An Gmeiner, an Emons und an den S\u00fcdwestbuchverlag. Von Gmeiner warte ich heute noch auf die Antwort, Emons gefiel mein Stil, fand das Thema aber zu schl\u00fcpfrig, und S\u00fcdwestbuch schickte mir einen Vertrag \u00fcber drei Romane. Zum Pseudonym komme ich in der n\u00e4chsten Antwort.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>3. <span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Wie viele B\u00fccher hast du bis heute schon ver\u00f6ffentlicht und w<b><i>ie lange schreibst du an einem Buch<\/i><\/b>?<\/span><\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/71fGRZbV5mL._AC_UY218_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27080\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/71fGRZbV5mL._AC_UY218_.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"218\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/71GX7Bq10sL._AC_UY218_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27081\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/71GX7Bq10sL._AC_UY218_.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"218\" \/>\u00a0\u00a0 <\/a><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/91l95fn2zzL._AC_UY218_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27082\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/91l95fn2zzL._AC_UY218_.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"218\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Neben meinen Schwetzingen-Krimis MORDSLUST und MORDSEIER habe ich mit den Kollegen Kai Bliesener und Jo Schuttwolf das Projekt ANLEGER 511 ver\u00f6ffentlicht. Ich nenne es Projekt, weil dieses Buch in seiner Art meines Wissens bis heute einzigartig ist. Wir drei haben n\u00e4mlich f\u00fcr drei Krimis bzw. Thriller im Novellenformat unsere Helden getauscht. Sehr spannend, und wie ich meine, sehr gelungen. <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/81VnX4bDUrL._AC_UY218_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27079\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/81VnX4bDUrL._AC_UY218_.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"218\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ein Jahr darauf (ich hatte bereits meinen eigenen Verlag Early Bird Books) erhielt ich von der Verwertungsgesellschaft Wort v\u00f6llig \u00fcberraschend ein Stipendium f\u00fcr eine Buchidee, f\u00fcr die sich irgendwie kein Verlag erw\u00e4rmen wollte, n\u00e4mlich die bitterb\u00f6se und rabenschwarze Krimi- und Bestattersatire FAHR NICHT FORT, STIRB AM ORT! Und mit diesem Buch wurde auch mein Pseudonym Til Petersen geboren. Warum ein Pseudonym? Weil es sich bei der Satire schlicht um ein neues Genre f\u00fcr mich handelt. Damit wei\u00df jede und jeder: Wo Dechant draufsteht, ist ein eher harter Krimi drin, bei Petersen wird\u2019s bissig und satirisch. Ich finde das praktisch.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><i>4. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<\/i><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Sehr interessante Frage, die ich klar mit \u201aJa\u2018 beantworten kann. Ganz besonders bei traurigen Szenen, die direkt ins Herz gehen sollen, ertappe ich mich dabei, wie mir bei Lesungen oder beim Einsprechen des H\u00f6rbuchs, die Tr\u00e4nen kommen. Das geht aber schon beim Schreiben los. Schlimm wird\u2018s, wenn unangenehme Charaktere ins Spiel kommen. Da sp\u00fcre ich, wie Aggressionen in mir hochkommen.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>5. Welche sind deine Lieblingsprotagonisten?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ganz spontan: Hermann Thadd\u00e4us K\u00f6nig, der Bestatter aus FAHR NICHT FORT, STIRB AM ORT! Nicht, weil er am Ende einiges auf dem Kerbholz hat, sondern weil er alles tut, um seine Liebsten zu sch\u00fctzen und er ein Gerechtigkeitsfanatiker ist.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>An zweiter Stellen tritt mein Hauptkommissar Guido Ruck, den ich (Vollpfosten) in den Knast schick. Anf\u00e4ngerfehler. Guido ist ehrlich, liebt seine Tocher \u00fcber alles, ist ein guter Bulle, aber er hat seine Schw\u00e4chen. Deshalb bekommt er (er darf aus dem Gef\u00e4ngnis raus) auch als bald seine eigene Krimireihe.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>6. <span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Woher nimmst du deine Ideen?<\/span><\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wei\u00df ich nicht. Die Ideen finden mich irgendwie. Ein Gespr\u00e4ch, eine Bobachtung, ein Zeitungsartikel \u2026 Wer Augen und Ohren offenh\u00e4lt, wird immer wieder Impulse bekommen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>7. <\/strong><\/em><strong><i>Wie sieht dein Alltag aus?<\/i><i> <\/i><em>Was machst du noch neben dem Schreiben?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Da ist mittlerweile ja auch Verleger, H\u00f6rbuchproduzent und -sprecher bin, dreht sich mein ganzer Tag rund um\u2019s Schreiben. Vormittags sitze ich meist im B\u00fcro oder im Lager, wickle Bestellungen des Gro\u00dfhandels ab, schreibe Rechnungen, bezahle Rechnungen, versuche meinen SuMs abzuarbeiten (Stapel ungelesener Mails). Die Nachmittage geh\u00f6ren (wenn der Vormittag produktiv genug war) entweder dem H\u00f6rbuchstudio, dem aktuellen, eigenen Roman oder Lektoratsarbeiten an Verrlagsmanuskripten.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>8. <span class=\"_2PHJq public-DraftStyleDefault-ltr\">Welche Autoren finden wir in deiner privaten Bibliothek?<\/span><\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Das ist sehr krimilastig und sehr bunt. Ich habe es auch gerne historisch (eher Franz\u00f6sisch als Englisch), daher stehen auch Gaston Leroux oder Emile Gaboriau im Regal neben Fred Vargas. Was ich sehr mag sind die Sommerfeldt-Roman von Klaus-Peter Wolf, den Schreibstil der Kollegen Kibler und Gruber, die Thriller meines Freundes Mathias Aicher \u2026 und das ganze steht neben Andreas Franz, Steve Cavanagh und Frank Sch\u00e4tzing. Wenn ich es hart m\u00f6chte, dann steht Chris Carter auf dem Zettel, aber nur als H\u00f6rbuch mit dem gro\u00dfartigen Uve Teschner. Das gilt auch f\u00fcr Max Bentow, meist gelesen von Axel Milberg.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><i>9. Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autor gewesen?<\/i><\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/81Xjc8oXXL._AC_UY218_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27083\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/81Xjc8oXXL._AC_UY218_.jpg\" alt=\"\" width=\"144\" height=\"218\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Da muss ich nicht lange nachdenken: Das war der Tag, ab dem ich allen erz\u00e4hlen konnte, dass die CRIMINALE in mein geliebtes Schwetzingen kommt, dem Spielort meiner erster Krimis. Und das waren dann ja auch gro\u00dfartige f\u00fcnf Tage, die mich sehr gl\u00fccklich gemacht haben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>10<\/em><\/strong><strong><em>. Der perfekte Ort, um deine B\u00fccher zu lesen?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Auf dem Sofa, einen unserer Hunde auf dem Bauch, ein Glas Wein auf dem Tisch und ein Klavierkonzert von Mozart im Ohr.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Klaus Maria Dechant\/ Til Petersen? Magst du dich mal kurz vorstellen? Jahrgang 1966, zum zweiten Mal verheiratet, zwei S\u00f6hne aus erster Ehe. Hundenarr. Von Haus aus bin ich gelernter Journalist. 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