{"id":26871,"date":"2025-06-03T08:56:58","date_gmt":"2025-06-03T06:56:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26871"},"modified":"2025-06-03T08:56:58","modified_gmt":"2025-06-03T06:56:58","slug":"interview-mit-pawel-kopijer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26871","title":{"rendered":"Interview mit Pawel Kopijer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em><span id=\"fbPhotoSnowliftCaption\" class=\"fbPhotosPhotoCaption\" tabindex=\"0\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}\"><span class=\"hasCaption\"> \u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/span><\/span><\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>1. Wer ist Pawel Kopijer? Magst du dich mal vorstellen?<br \/>\n<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Frage1_pawel_foto2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-26994\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Frage1_pawel_foto2-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Frage1_pawel_foto2-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Frage1_pawel_foto2-700x946.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Frage1_pawel_foto2-768x1038.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Frage1_pawel_foto2.jpg 966w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich wurde 1970 in Warschau geboren und habe Mathematik, Elektronik und Management studiert. Viele Jahre war ich in der Wirtschaft t\u00e4tig \u2013 als Unternehmer, Manager, Hochschuldozent, Trainer, Coach und Berater. In dieser Zeit habe ich viel gesehen, gelernt und auch einiges ver\u00f6ffentlicht: Fachartikel, Methoden zur Marktforschung, Standards f\u00fcrs Management \u2013 all das war Teil meines Weges. Aber ehrlich gesagt: Mein Herz hat immer f\u00fcrs Schreiben geschlagen. Ich interessiere mich f\u00fcr alles, was mit dem menschlichen Geist zu tun hat \u2013 besonders f\u00fcr mentale Selbststeuerung und pers\u00f6nliche Weiterentwicklung. Ich liebe Fu\u00dfball. Mit gro\u00dfem Interesse verfolge ich die neuesten Entwicklungen aus der Welt der modernen Technologie und der Quantenphysik. Doch mein gr\u00f6\u00dftes Abenteuer ist das Erfinden von Welten. Fantasy zu schreiben ist f\u00fcr mich wie ein intellektuelles Spiel mit unbegrenzten M\u00f6glichkeiten \u2013 ein Raum, in dem ich Geschichten, Figuren und ganze Universen zum Leben erwecken kann. Vor ein paar Jahren habe ich mich entschieden, genau das in den Mittelpunkt meines Lebens zu stellen. Die Businesswelt habe ich hinter mir gelassen \u2013 jetzt geh\u00f6rt meine Zeit dem Schreiben und dem Eintauchen in die Fantasie.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?\u00a0<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Schon in meinen j\u00fcngsten Jahren hatte ich einen Traum: Ich wollte B\u00fccher schreiben. Es war kein lauter Traum \u2013 eher ein leiser, stetiger Begleiter. Ich schrieb viel, wie man so sch\u00f6n sagt: f\u00fcr die Schublade. Ich nahm mir vor, dass irgendwann der Tag kommen w\u00fcrde, an dem ich mich ernsthaft an den Schreibtisch setzen und das Schreiben mit der Bedeutung versehen w\u00fcrde, die es f\u00fcr mich hatte. Im Jahr 2019 erlaubten es mir meine Lebensumst\u00e4nde, diesen Traum endlich in die Tat umzusetzen. Ich ver\u00e4nderte mich beruflich \u2013 vom Unternehmer und Manager wurde ich zum Schriftsteller. Nach diesem Wechsel griff ich auf meine alten Notizen zu Mitrys und den Chroniken der Zwei Welten zur\u00fcck. Daraus entstand der erste Band der Mitrys-Trilogie: Finsternis im Blut. So begann meine eigentliche Reise als Autor. Das ist die kurze Zusammenfassung, wie ich zum Schreiben gekommen bin. Ich hatte den Traum, einen Fantasy-Roman zu schreiben. Dieser Traum hat sich mit der Zeit gewandelt \u2013 von \u201eeinen Roman schreiben\u201c zu \u201eein Leben lang Fantasy schreiben\u201c. Heute sehe ich mich als professionellen Fantasy-Autor. Das Schreiben ist mein Leben <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>geworden, und ich hoffe sehr, dass ich es bis an mein Lebensende weiterf\u00fchren darf.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3. Nun sind zwei von drei Romanen aus der Mitrys-Trilogie im Buchhandel erschienen. <\/strong><\/em><em><strong>Wie kam dir die Idee zu dieser Fantasy Buchreihe und was m\u00f6chtest du den Lesern dar\u00fcber mitteilen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-26998\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-300x170.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-300x170.png 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-700x398.png 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-768x436.png 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-1536x873.png 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-2048x1164.png 2048w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Buchbild7-500x284.png 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Die Idee f\u00fcr ein neues Universum trage ich schon seit vielen, vielen Jahren mit mir herum. Sie ist ganz langsam in meinem Kopf gereift. Der Grundgedanke war da, und ich hatte bereits zahlreiche Notizen in Excel gesammelt, in denen ich das Universum skizziert habe. Zuerst kam die Idee f\u00fcr eine Geschichte \u2013 erst danach habe ich das Universum darum herum aufgebaut. Und erst dann begann ich, verschiedene Handlungsstr\u00e4nge zu entwickeln, die schlie\u00dflich ihren Platz im Buch fanden. <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>F\u00fcr ein Buch brauche ich in etwa ein Jahr. Band 3 wird in Deutschland bereits in <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>wenigen Wochen, also im Juli 2025 erscheinen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Wie lange hast du an den beiden bisher erschienenen B\u00fccher gearbeitet?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>An der Mitrys-Trilogie habe ich insgesamt etwa 3,5 Jahre gearbeitet. F\u00fcr jeden Band <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>ben\u00f6tige ich ungef\u00e4hr 13 bis 14 Monate. Zwischen dem zweiten und dem dritten Teil gabes eine kleine Pause \u2013 in dieser Zeit ist ein Brettspiel entstanden, das denselben Titel tr\u00e4gt: Mitrys. Das Spiel spielt im Universum der Zwei Welten, mit denselben Figuren, an denselben Orten, an denen auch die Helden der Trilogie ihre Abenteuer erleben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>5. Wie viele B\u00fccher hast du schon geschrieben?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich habe einige Sachb\u00fccher geschrieben und bisher vier Romane \u2013 darunter die<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>vollst\u00e4ndige Mitrys-Trilogie mit allen drei B\u00e4nden. In diesem Jahr ist bereits der erste Band der n\u00e4chsten Trilogie erschienen, und Band 2 ist f\u00fcr September geplant.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>6. Drei W\u00f6rter die die Fantasy Mitrys-Trilogie beschreiben?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Diese drei Leits\u00e4tze pr\u00e4gen die gesamte Mitrys-Trilogie. Sie machen die Geschichte, in diewir eintauchen \u2013 in der wir die vielschicksalhaften Wege au\u00dfergew\u00f6hnlicher Charaktere vor dem Hintergrund eines verflochtenen Weltgef\u00fcges verfolgen \u2013 zu einer stark subjektiven Erz\u00e4hlung.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Nichts ist so, wie es scheint:<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Man kann die Figuren nicht eindeutig einordnen \u2013 sind sie gut oder b\u00f6se? Es h\u00e4ngt <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>vom Standpunkt ab. Manche Leser entdecken ihre Helden, andere ihre Gegenspieler. Doch es gibt keine klaren Urteile. Schlie\u00dflich sind auch wir Menschen komplex, und unsere Handlungen lassen sich unterschiedlich bewerten.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Alles hat eine Wirkung:<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Jedes Ereignis kann der Funke sein, der eine Lawine ausl\u00f6st. Es kommt vor, dass<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>bestimmte Begebenheiten erst viel sp\u00e4ter ihre Wirkung entfalten \u2013 weil jemand<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>etwas getan hat, auf eine ganz bestimmte Art. Alles h\u00e4ngt zusammen, alles hat<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>seinen Kontext. Jede Handlung hat Konsequenzen \u2013 auch wenn wir manchmal ein <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>wenig warten m\u00fcssen, bis sie im Buch sp\u00fcrbar werden.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Alles ver\u00e4ndert sich:<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Die beiden Hauptfiguren \u2013 Noran und Vinea \u2013 sind junge Menschen, die glauben,<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>ihr Leben sei geplant. Sie haben eine klare Vorstellung davon, wie ihre Zukunft<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>aussehen soll, beruflich wie pers\u00f6nlich. Doch ein einziger Fehler, zur falschen Zeit, <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>auf die falsche Weise \u2013 und alles ver\u00e4ndert sich. Ihre Pl\u00e4ne zerbrechen. Das<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Schicksal wirbelt sie in einen Strudel unglaublicher Ereignisse, in dem sie ums<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>\u00dcberleben k\u00e4mpfen m\u00fcssen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>7. Erz\u00e4hl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Meinen Schreiballtag zu beschreiben ist gar nicht so einfach, weil ich an verschiedenen Orten und zu ganz unterschiedlichen Zeiten schreibe. Ein \u201etypischer\u201c Tag \u2013 wenn man ihn so nennen will \u2013 beginnt damit, dass ich nicht allzu fr\u00fch aufstehe und mir zum Fr\u00fchst\u00fcck mindestens drei Tassen Kaffee g\u00f6nne. Ich brauche eine Weile, um in den Tag zu kommen, Gedanken zu sortieren und mich geistig zu sammeln. Erst nach dem Brunch setze ich mich dann an den Computer und schreibe f\u00fcr etwa drei bis vier Stunden. Allerdings schreibe ich auch sehr viel unterwegs \u2013 zum Beispiel in Z\u00fcgen. Deshalb sieht kein Tag wirklich gleich aus. Im Grunde genommen habe ich zwei Modi, in denen ich<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>schreibe \u2013 ich habe dir dazu auch ein Bild aus der Natur beigef\u00fcgt.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Der erste Modus ist der kreative: Ich entwickle Szenen und Geschichten in meinem Kopf. Dabei sitze ich nicht am Computer, sondern bin meistens drau\u00dfen \u2013 im Park, im Wald, irgendwo in der Natur. Manchmal auch zu Hause. Ich gehe dabei oft spazieren, das hilft mir, Bilder entstehen zu lassen, Figuren zu entwickeln, Handlungen zu formen. <\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Der zweite Modus ist das eigentliche Schreiben an der Tastatur: Ich setze mich hin und bringe das, was zuvor in meinem Kopf entstanden ist, in Textform. Dann arbeite ich an Formulierungen, feile an S\u00e4tzen \u2013 es ist eine eher literarische, textbezogene Arbeit. Daf\u00fcr brauche ich nicht die gleiche Art von Konzentration oder R\u00fcckzug wie beim kreativen Denken. In dieser Phase kann ich auch problemlos in Caf\u00e9s schreiben, selbst wenn Menschen um mich herum sind. Das st\u00f6rt mich nicht \u2013 im Gegenteil. Wenn ich schreibe, verschwinde ich innerlich aus der realen Welt. Es bildet sich eine Art schalldichte Blase um mich, und ich kann mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27002\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1-700x525.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frage1_pawel_foto1.jpg 1984w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>8. Hast du einen Lieblingsort, an dem du besonders gut deine Geschichten schreiben kannst? Vielleicht an einem Schreibtisch?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich schreibe an den unterschiedlichsten Orten \u2013 in Caf\u00e9s, im Park, im Zug, oft unterwegs. <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich kann sogar auf Buchmessen und w\u00e4hrend Fantasy-Events schreiben, wenn es gerade <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>etwas ruhiger ist \u2013 ich klappe einfach den Laptop auf und los geht\u2019s. Auch zu Hause <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>schreibe ich, an verschiedenen Pl\u00e4tzen, je nachdem, wie es gerade passt. <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Aber es gibt zwei Orte, die f\u00fcr mich besonders angenehm sind \u2013 auch wenn sie nicht <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>unbedingt typische Schreibpl\u00e4tze sind.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Der erste liegt etwa eine Stunde von meinem Wohnort entfernt, plus eine halbe Stunde <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Fu\u00dfweg zu einem Staudamm. Dort bin ich mitten im Wald, umgeben von den Ger\u00e4uschen <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>und Ger\u00fcchen der Natur, mit Blick auf das Wasser, und ich kann in einem kleinen Caf\u00e9 bei <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>gutem Kaffee arbeiten \u2013 das ist etwas ganz Besonderes. Dort finde ich leicht Inspiration <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>und kann offene Fragen zur Handlung oder Struktur besser l\u00f6sen.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Der zweite Ort ist mein \u201eSchreib-Retreat\u201c: ein altes Haus mitten im Wald, das ich von <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>meinen Eltern geerbt habe und mit dem ich eine starke emotionale Verbindung habe. Es <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>liegt wirklich v\u00f6llig abgeschieden \u2013 kein Handyempfang, kein Internet. Nur der Duft von <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>sonnendurchflutetem Kiefernwald, absolute Stille, Ruhe \u2013 nur ich und mein Laptop. Dort <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>schreibe ich intensiv, aber ich habe keine Fotos davon. Und selbst wenn, das Haus ist so <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>alt, dass es sich vielleicht gar nicht lohnt, es zu zeigen.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Tats\u00e4chlich schreibe ich \u00fcberall \u2013 besonders wenn es ums Ausdenken von Szenen und <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Handlungsstr\u00e4ngen geht. Ich schreibe sogar im Auto. Auf Reisen nutze ich Sprachnotizen. <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich versuche zwar meistens, mit dem Zug zu fahren, aber wenn ich mit dem Auto fahre, <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>entwickle ich trotzdem Textpassagen, nehme sie auf und \u00fcbertrage sie sp\u00e4ter in den <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Computer. Im Grunde schreibe ich rund um die Uhr \u2013 an ganz verschiedenen Orten. <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wahrscheinlich ist das alte Familienhaus mitten im Wald mein bester Schreibort. Dort f\u00fchle <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>ich mich ein wenig wie Hemingway in Key West \u2013 ich war sogar einmal dort und habe in <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>dem Caf\u00e9 gesessen, in dem er oft geschrieben hat. Diese v\u00f6llige Abgeschiedenheit hat <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>eine ganz besondere Atmosph\u00e4re. An keinem anderen Ort schreibe ich so viel in so kurzer <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Zeit. Die besten Texte entstehen f\u00fcr mich immer inmitten gro\u00dfartiger Natur \u2013 auch wenn <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>ich tats\u00e4chlich am h\u00e4ufigsten zu Hause schreibe. Aber das ist nicht unbedingt mein <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>liebster Ort daf\u00fcr.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. Wei\u00dft du bereits vorher genau, was in deinen B\u00fcchern passiert, d.h. arbeitest du dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Was die Planung angeht: Wenn ich eine neue Reihe beginne \u2013 zum Beispiel eine Trilogie \u2013, fange ich immer mit dem Ende an. Ich sehe die letzte Szene vor mir \u2013 und auch die erste. Damit habe ich schon einmal das grobe Ger\u00fcst. Danach verfeinere ich diesen Rahmen, indem ich ein detailliertes Inhaltsverzeichnis schreibe. Es entstehen sozusagen Meilensteine der Handlung, an denen ich mich orientiere. <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich versuche dann, diese Meilensteine auch konsequent einzuhalten. Nat\u00fcrlich kommt es vor, dass mir beim Schreiben bessere Einf\u00e4lle f\u00fcr den Handlungsverlauf kommen und ich \u00c4nderungen am urspr\u00fcnglichen Plan vornehme. Aber in der Regel bleibt etwa 90 Prozent der urspr\u00fcnglichen Struktur erhalten.Wenn es dann ans Schreiben einzelner Szenen geht, habe ich dort meist nur eine grobe Vorstellung \u2013 ich wei\u00df, welches Ergebnis die Szene haben muss. Aber was genau passiert und wie es passiert, wei\u00df ich meist erst, wenn ich mit dem Kopf ganz in die Szene eintauche. Beim \u00dcbertragen dieser inneren Bilder in den Text entstehen oft neue, spannende Ideen, die das Geschehen bereichern oder ver\u00e4ndern. Es ist also ein sehr lebendiger Prozess \u2013 die Geschichte entwickelt w\u00e4hrend des Schreibens ein Eigenleben. Allerdings bleibt sie immer innerhalb des zuvor festgelegten Rahmens. Die Figuren d\u00fcrfen also nicht v\u00f6llig frei \u201eherumgaloppieren\u201c. Man kann sagen: Ich bin ein Autor, der mit einem klaren Plan arbeitet \u2013 aber auf Satzebene lasse ich meinem kreativen Kopf freie Hand. Da darf mein Herz ruhig selbstst\u00e4ndig \u201eschreiben\u201c.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10. Wer das Buch liest, f\u00fchlt sich nach der letzten Seite\u2026?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ehrlich gesagt: Die meisten Leser sind nach der letzten Seite erst mal w\u00fctend. Ich<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>bekomme oft R\u00fcckmeldungen wie: \u201eWie konnten Sie es an dieser Stelle enden lassen?\u201c \u2013 vor allem in den mittleren B\u00e4nden einer Trilogie. Ich liebe es einfach, Geschichten mit <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>einem Cliffhanger abzuschlie\u00dfen. Wenn man umbl\u00e4ttert und pl\u00f6tzlich merkt, dass das <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Buch zu Ende ist \u2013 genau das erzeugt dieses starke Gef\u00fchl von \u201eIch muss sofort <\/strong><\/em><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>weiterlesen!\u201c. Deshalb rate ich Leserinnen und Lesern, die ich auf Buchmessen treffe, auch oft, gleich die ganze Trilogie zu kaufen \u2013 damit sie nicht an genau diesem Punkt h\u00e4ngen bleiben m\u00fcssen. Neben dieser Spannung gibt es am Ende vieler B\u00e4nde auch eine starke emotionale Komponente. Oft ist das Ende mit einer gewissen Melancholie verbunden \u2013 die letzten Szenen sind meist emotional herausfordernd. Es gibt viel Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Figuren und das Schicksal, das ihnen in der Geschichte widerf\u00e4hrt.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Pawel Kopijer? Magst du dich mal vorstellen? Ich wurde 1970 in Warschau geboren und habe Mathematik, Elektronik und Management studiert. Viele Jahre war ich in der Wirtschaft t\u00e4tig \u2013 als Unternehmer, Manager, Hochschuldozent, Trainer, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26871\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-26871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lesebuch"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26871"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27003,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26871\/revisions\/27003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}