{"id":26648,"date":"2025-05-01T09:00:37","date_gmt":"2025-05-01T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26648"},"modified":"2025-04-30T10:12:06","modified_gmt":"2025-04-30T08:12:06","slug":"interview-mit-susanne-arnold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=26648","title":{"rendered":"Interview mit Susanne Arnold"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>1. Wer ist Susanne Arnold<\/strong><\/em><\/span><strong><em><span style=\"color: #000000;\">? Magst du dich mal vorstellen?<\/span><br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-26700\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832-700x1048.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832-768x1149.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832-1026x1536.jpg 1026w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/15-IMG_6832.jpg 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich wurde am 11.11.1976 in Koblenz geboren und war angeblich geplant, was man in Anbetracht des Datums hier im Rheinland vielleicht ein wenig in Frage stellen k\u00f6nnte. Nachdem ich jahrelang und mit mehr Pflichtgef\u00fchl als Begeisterung f\u00fcr eine gro\u00dfe Versicherungsgesellschaft gearbeitet habe, bin ich nun mit gro\u00dfer Freude als freiberufliche Autorin t\u00e4tig. Ich lebe mit meinem Mann und unseren beiden S\u00f6hnen in einem H\u00f6henstadtteil von Koblenz.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Oh ja, diese Frage kommt wirklich sehr oft. Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne geschrieben, ob Tagebuch, Briefe oder auch kleinere Geschichten. In der Oberstufe habe ich Deutsch als Leistungskurs gew\u00e4hlt und mein gro\u00dfer Lebenstraum war es, einmal ein Buch zu schreiben &#8211; ein richtiges Buch, das ich in der Hand w\u00fcrde halten k\u00f6nnen und auf dem mein Name stehen w\u00fcrde. Dass das Schreiben zu meinem Beruf werden k\u00f6nnte &#8211; so weit habe ich nie gedacht. Umso froher bin ich, dass ich vor allem auch Dank meiner Familie derzeit die M\u00f6glichkeit habe, diesen wundervollen Traum zu leben. Denn die Entscheidung, einen gut bezahlten uns sicheren Job f\u00fcr das Schreiben aufzugeben, betraf und betrifft ja nach wie vor nicht nur mich. Gl\u00fccklicherweise stehen mein Mann und meine Jungs voll hinter mir.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3. Wie kamst du auf die Idee Krimis \u00fcber das englische Kent zu schreiben? Und wie entstanden deine beiden weiblichen Protagonistinnen Elisabeth und Margret?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ehrlich gesagt hatte ich urspr\u00fcnglich die Idee, einen witzigen Frauenroman zu schreiben, doch den habe ich nie beendet, weil er mir selbst nicht gefallen hat. Heute wei\u00df ich, dass es das falsche Genre f\u00fcr mich war. Ich bin ein gro\u00dfer England Fan und als ich auf einer Rundreise das Sommerhaus von Agatha Christie besuchte, wusste ich pl\u00f6tzlich, was ich schreiben wollte. Auf Lesungen scherze ich immer, dass Agatha Christie ja nun tot ist und irgendjemand das Ganze ja weiter machen muss. Da ich Miss Marple schon immer etwas lieber mochte als Hercule Poirot, ich aber nicht auch eine \u00e4ltere Dame erfinden wollte, beschloss ich, dass es in meinen Geschichten zwei betagte Damen geben sollte und zwar zwei ganz unterschiedliche. Eine davon sollte detektivische F\u00e4higkeiten haben. Ich denke dabei gerne an Sherlock Holmes und Watson. Watson ist der Erz\u00e4hler, der nicht so genau wei\u00df, was im Kopf seines Freundes Holmes vor sich geht. In meinen B\u00fcchern ist es \u00e4hnlich, Elisabeth erz\u00e4hlt und Margret ermittelt. Durch Margret, Elisabeth und meinen fiktiven Ort Rosefield habe ich die M\u00f6glichkeit, meine Leidenschaft f\u00fcr England und das britische Lebensgef\u00fchl mit der f\u00fcr das Schreiben zu verbinden. An Kent gef\u00e4llt mir die N\u00e4he zu London, aber auch die Landschaft und die kleinen Ortschaften. Und man ist auch schnell mal in Sussex oder Oxfordshire. In Band drei fahren meine beiden Damen beispielsweise nach Rye, ein wundersch\u00f6ner Ort in East Sussex, den es wirklich gibt und der gerne von Reiseunternehmen angesteuert wird.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Wenn du deine Geschichten mit 5 Worten beschreiben m\u00fcsstest, welche w\u00e4ren das?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>F\u00fcnf Worte &#8230; mal \u00fcberlegen. Auf jeden Fall &#8220;Freundschaft&#8221;, wenn ich an meine beiden Damen denke. Und dann w\u00fcrde ich den Begriff &#8220;Wohlf\u00fchlkrimi&#8221; als zweites Wort w\u00e4hlen, den mag ich sehr und der trifft es auch ganz gut wie ich finde. Als drittes w\u00fcrde ich gerne &#8220;very british&#8221; nehmen. Das sind zwar zwei W\u00f6rter, aber vielleicht l\u00e4sst du das ja durchgehen. Das vierte Worte w\u00e4re &#8220;Dorfgemeinschaft&#8221;, denn die Dorfbewohner von Rosefield begleiten die Leserin oder den Leser durch die B\u00e4nde. Und dann wahrscheinlich noch schlicht und ergreifend &#8220;England&#8221;.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong><span class=\"gmail-m_-4129930962894746149null\">5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<\/span><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ja, ich f\u00fchle immer mit. Ich glaube, anders funktioniert eine gute Szene auch nicht. Es ist wichtig, dass man sich komplett in seine Figuren hineinversetzt, mit ihnen leidet, sich mit ihnen freut, mit ihnen liebt und hasst &#8211; eins mit ihnen wird. Sonst wird das Ganze wenig glaubhaft.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? Wirst du vielleicht mit Blogger\/Bloggerin zusammenkommen, um das Buch mehr in den Sozialen Medien zu pushen?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich schreibe immer eine komplette Version in der Erstfassung, die ich an meinen Verlag schicke. Irgendwie hat es f\u00fcr mich etwas mit Freiheitsgef\u00fchl zu tun, die Geschichte erstmal komplett alleine bis zum letzten Wort zu schreiben ohne dass jemand etwas dazu sagt. Meine Programmleiterin nimmt dann eine erste Einsch\u00e4tzung vor und macht gegebenenfalls \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge. Sp\u00e4ter wandert das Buch dann weiter ins Lektorat etc. Es dauert ja noch eine ganze Weile, bis es wirklich in der Buchhandlung liegt und begegnet mir noch mehrmals, zuletzt beim Pr\u00fcfen des Buchsatzes. Jedes Mal werde ich von Erleichterung und gleichzeitig von Wehmut \u00fcberflutet, wenn eines meiner Babys in die Welt entlassen wird. Und immer nehme ich mir vor, eine Verschnaufpause zu machen, doch es gelingt nie. Sofort sitze ich wieder mit Stift und Notizbuch da. Ich kann nicht anders. Mit Bloggerinnen arbeite ich super gerne zusammen (bislang waren es tats\u00e4chlich immer Frauen), einige begleiten mich seit dem ersten Band und es ist ein richtig netter Austausch entstanden. Ich finde es gro\u00dfartig, dass es diese M\u00f6glichkeit der Zusammenarbeit gibt. <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>7. Welche ist deine liebste Buchfigur aus deinen B\u00fccher?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich f\u00fchle mich mit Elisabeth sehr verbunden, wir haben so einiges gemeinsam. Vielleicht liegt es auch an der Ich-Perspektive, in der ich schreibe, dadurch ist sie mir besonders nah und permanent pr\u00e4sent. <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>8. Beschreibe einer deiner Lieblingsmomente als Autorin?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Oh, da gibt es unfassbar viele tolle Momente. Ich glaube, ich kann mich gar nicht f\u00fcr einen entscheiden. Ich liebe die Momente ganz f\u00fcr mich, wenn ich in meine Geschichte versunken bin. Ich liebe es jedes Mal, wenn ich ein fertiges Buch zum ersten Mal in der Hand halte, ich liebe den Moment, wenn ich die Mail mit den Cover-Vorschl\u00e4gen \u00f6ffne (beim ersten Mal habe ich vor Freude geheult, weil ich sie so sch\u00f6n fand), ich liebe es, dass ich so viele tolle neue Menschen kennengelernt habe, seit ich B\u00fccher schreibe und dass daraus Freundschaften entstanden sind. Ich liebe es, dass Margret und Elisabeth schon eine richtige Fangemeinde haben, das h\u00e4tte ich zu Beginn nie erwartet. Und ich liebe Momente wie diesen, in dem ich dir von meinen anderen tollen Momenten erz\u00e4hlen darf.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. Welche Dinge verfolgst du mit Leidenschaft?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Schreiben, Lesen, N\u00e4hen! Ich liebe es, kleinen &#8220;Nippes&#8221; wie Brotk\u00f6rbchen, Leseknochen und Kulturtaschen zu n\u00e4hen. In meinen B\u00fcchern kommt hin und wieder eine Schneiderin vor und bei Lesungen verlose ich dann gerne zwischendurch mal einige von meinen N\u00e4h-Sch\u00e4tzen und erz\u00e4hle, dass ich sie von Mrs Lewis aus Rosefield habe. Ansonsten nehme ich mir gerne mal eine Auszeit mit meinem Mann f\u00fcr ein Wochenende in einem Wellness-Hotel (wir versuchen es eigentlich jedes Jahr) mit leckerem Essen, Sauna und Massage. Die Leidenschaft f\u00fcr gutes Essen teile ich wohl auch mit Elisabeth &#8230;<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10. Und die letzte Frage: Wer kocht bei euch zu Hause, wenn du im regelrechten Schreibmarathon bist?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Auch wenn ich im Schreib-Endspurt bin, sorge ich meistens daf\u00fcr, dass alle ges\u00e4ttigt werden, aber auch mein Mann stellt sich mal an den Herd oder lieber noch an den Grill. Mein \u00e4lterer Sohn hat gerade Abitur gemacht und da sein Studium erst im Herbst beginnt, versuche ich jetzt, ihn auch zwischendurch mal zum Kochen zu motivieren. Ich werde berichten, ob es mir gelungen ist.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Susanne Arnold? Magst du dich mal vorstellen? 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