{"id":24083,"date":"2024-01-03T13:03:12","date_gmt":"2024-01-03T12:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=24083"},"modified":"2024-01-03T13:03:12","modified_gmt":"2024-01-03T12:03:12","slug":"interview-mit-regina-mengel-tessa-hansen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=24083","title":{"rendered":"Interview mit Regina Mengel\/Tessa Hansen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><i><b>1. Wer ist<\/b><strong> Regina Mengel\/Tessa Hansen<\/strong><\/i><\/span><strong><em><span style=\"color: #000000;\">? Magst du dich mal vorstellen?<\/span><br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-24114\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-700x509.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-768x559.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-1536x1117.jpg 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-2048x1489.jpg 2048w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-900x655.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/IMG_0051a-1280x931.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Regina Mengel ist inzwischen 57 Jahre alt, wohingegen Tessa Hansen gerade einmal ein knappes Jahr z\u00e4hlt. W\u00e4hrend Regina in den letzten zw\u00f6lf Jahren \u00fcberwiegend als Selfpublisherin (Fantasyromane, Romantische Kom\u00f6dien) ver\u00f6ffentlicht hat, schreibt Tessa f\u00fcr den Insel Verlag. Ansonsten haben die beiden oder besser: wir beide eine Menge gemeinsam. Zum Beispiel teilen wir uns einen Ehemann, den besten der Welt \u00fcbrigens. Der unterst\u00fctzt uns nicht nur in all unseren Projekten und muss auch immer als Testleser herhalten, er h\u00e4lt uns auch finanziell den R\u00fccken frei. Wir sind sozusagen: Sponsored by G\u00f6ttergatte. Zumindest zwischenzeitlich, denn wie das so ist in so einem Business: Es l\u00e4uft nicht immer, wie man es sich w\u00fcnscht und man muss auch mal R\u00fcckschl\u00e4ge einstecken. Wenn man dann finanziell abgesichert ist, macht das schon ganz viel aus.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich bin ein Sonntagskind, im September 1966 in Wuppertal geboren und dort auch aufgewachsen. Inzwischen lebe ich in Stommeln, einem kleinen Stadtteil von Pulheim, sehr beschaulich und doch wunderbar nah an K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf und damit ganz viel Kultur und Einkaufsm\u00f6glichkeiten. Uns geht es wirklich gut, wir bewohnen ganz bewusst, um flexibel bleiben zu k\u00f6nnen, eine Wohnung zur Miete. Dazu geh\u00f6ren eine Terrasse und ein kleiner Garten. Dort sitze ich im Sommer oft im Strandkorb und schreibe. Es muss ja nicht immer der Schreibtisch sein, obwohl der durchaus seine Vorteile hat. Zumindest wenn man meinen R\u00fccken fragt, denn er bevorzugt auf jeden Fall den ergonomischen B\u00fcrostuhl und den h\u00f6henverstellbaren Schreibtisch.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Als Jugendliche habe ich als Leistungsschwimmerin einen gro\u00dfen Teil meines Lebens im Wasser verbracht. Heute liebe ich Wasser immer noch, allerdings zieht es mich ans Meer und nicht unbedingt in Schwimmb\u00e4der. Ich glaube Chlorwasser habe ich genug in meinem Leben gehabt. Reisen geh\u00f6rt zu meinen bevorzugten T\u00e4tigkeiten, ich liebe es Reisef\u00fchrer zu lesen und unsere Urlaube vorzubereiten. Meistens bewegen wir uns dabei innerhalb Europas, oft auch mit dem Auto, ich fliege auch gar nicht gern so lange. Alle Reisen planen wir komplett selbst und immer geh\u00f6rt sehr viel Kultur und Land und Leute dazu. Am liebsten wohnen wir in B&amp;Bs, wo man mit den Gastleuten und anderen Reisenden in Kontakt kommt oder in einem kleinen H\u00e4uschen im Gr\u00fcnen, m\u00f6glichst so gelegen, dass man von da aus im Umkreis allerhand anschauen kann. Und ganz oft verbringen wir unseren Urlaub nicht nur an einer Station, sondern ziehen zwischendurch um. Das kann wie z.B. in Irland, einem meiner Herzensl\u00e4nder, eine richtige Rundreise mit nur ein oder zwei \u00dcbernachtungen an einem Ort sein, oder auch so, dass wir zwei bis drei Wochen reisen und alle f\u00fcnf bis sieben Tage in ein anderes Domizil umziehen. Zwischendurch darf es dann auch mal ein schickes, luxuri\u00f6ses Hotel sein, wenn es noch halbwegs bezahlbar ist. Ich denke, der Mix macht es wie so oft im Leben. Italien, Kroatien und die skandinavischen L\u00e4nder bereisen wir ebenfalls sehr gern, wenn es uns nach Spanien zieht, dann meist nach Andalusien oder Barcelona. Und dann gibt es ganz viel, was wir noch nicht gesehen haben, wo es uns unbedingt mal hinzieht oder wir noch ein weiteres Mal hinwollen. Theoretisch w\u00e4ren wir wahrscheinlich die perfekten Wohnmobilurlauber, wenn wir uns mit Campingpl\u00e4tzen arrangieren k\u00f6nnten und mit dem Teilen von Duschen, usw \u2026 Aber da stelle ich mich echt m\u00e4dchenhaft an. <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Was gibt es noch \u00fcber mich zu wissen? Ach ja, von Hause aus, bin ich B\u00fcrokauffrau\/Fremdsprachenkorrespondentin f\u00fcr Englisch und Betriebswirtin, aber den B\u00fcrojob habe ich an den Nagel h\u00e4ngen d\u00fcrften, was mich ausgesprochen gl\u00fccklich macht. Nun schreibe ich also hauptberuflich und damit ich auch mal was anderes sehe als nur das eigene Arbeitszimmer, arbeite ich seit Jahren ehrenamtlich: mal als Lesementorin f\u00fcr leseschwache Kinder, mal unterst\u00fctze ich Gefl\u00fcchtete darin, unsere Sprache zu lernen. Das ist mein derzeitiges Engagement. Es tut mir gut zu helfen, und es setzt einem auch den Kopf zurecht, vor allem in Phasen, in denen man mit dem eigenen Schicksal hadert, wenn es mal wieder nicht so l\u00e4uft, wie man es sich gew\u00fcnscht hat. Uns geht es gut, auch wenn es uns mal nicht so gut geht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Oh je. Es klingt immer so albern, wenn man darauf antwortet, dass es einem in die Wiege gelegt wurde oder dass man als Kind schon gern geschrieben hat. Das trifft zwar einerseits zu, andererseits aber auch nicht. Ja, ich habe als Kind fantasievolle Aufs\u00e4tze geschrieben und sicher wurde mir das Talent zum Geschichten spinnen auch von irgendwoher mitgegeben, nicht von meiner Mutter, soviel kann ich mit Sicherheit sagen. Aber im Grunde war der Gedanke, mal ein Buch zu schreiben, eher so ein immer mal wieder hochschwimmendes Hintergrundrauschen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mir dazu das n\u00f6tige Selbstvertrauen erst einmal erarbeiten musste. Zu denken: \u201eAch, ich w\u00fcrde gern auch mal ein Buch schreiben\u201c und sich die F\u00e4higkeiten dazu selbst zuzutrauen sind ja zwei v\u00f6llig andere Paar Schuhe. Und dann kam einfach das Leben dazwischen. Viel Arbeit, viele \u00dcberstunden und ich habe ja auch stetig irgendetwas dazugelernt in meiner Freizeit. So ab drei\u00dfig vielleicht habe ich auch mal was Kurzes geschrieben, eigentlich immer dann, wenn ich mit der Situation im Job unzufrieden war, dann ploppte der Traum vom Schreiben wieder einmal hoch. Aber kaum holte mich der Alltag ein und die Situation entspannte sich ein wenig, lag erneut ein angefangenes Buch irgendwo herum. Damals habe ich noch in eine Kladde geschrieben. Sp\u00e4ter dann am Rechner, was allerdings auch nie zu einem fertigen Manuskript gef\u00fchrt hat. Dazu war erst ein weggebrochener Arbeitsplatz und die sichere Jobsituation meines Mannes n\u00f6tig. 2010 habe ich den Entschluss gefasst, es einfach mal zu probieren und mir daf\u00fcr zwei Jahre zu nehmen, um zu schauen, wo es hinf\u00fchrt. Naja, der Rest l\u00e4sst sich auf meiner Homepage (<span style=\"color: #800000;\"><a style=\"color: #800000;\" href=\"https:\/\/wortentbrannt.de\">https:\/\/wortentbrannt.de<\/a> <\/span>) anhand der Ver\u00f6ffentlichungen nachverfolgen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3. Warum schreibst du unter einem Pseudonym deine Geschichten? Ist das wegen dem Genre?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Es ist im Grunde eine Abgrenzung zwischen Selfpublishing und Verlagsautorin. Und Tessa Hansen passt doch auch einfach sehr viel besser zu der Buchserie. \u201eDas kleine B\u00fccherschiff\u201c spielt ja in Hamburg und da bot sich ein nordischer Name einfach an.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Wie viel, von dir selbst, steckt in deinen Protagonisten?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Das ist ganz unterschiedlich. Aber ein bisschen immer. Mal sind es die eigenen Werte, die sich widerspiegeln, vielleicht sogar mal eine im weitesten Sinne politische Meinung, mal sind es die allt\u00e4glichen Verr\u00fccktheiten, zu denen ich neige. Nehmen wir zum Beispiel \u201eDas kleine B\u00fccherschiff\u201c, dann f\u00e4llt mir spontan Katjas Pragmatismus und ausgepr\u00e4gtes Gerechtigkeitsgef\u00fchl ein oder Miris gro\u00dfe Klappe. Wobei in Miri auch ganz viel von meiner besten Freundin steckt, die tickt so \u00e4hnlich. Grunds\u00e4tzlich ist es ganz oft so, dass positive Figuren an Stellen, an denen es in die Tiefe geht, meine pers\u00f6nliche Haltung widerspiegeln. Nat\u00fcrlich nicht immer, vor allem nicht, wenn sie d\u00e4mliche Fehler machen. Ich bin nat\u00fcrlich v\u00f6llig fehlerfrei \u2026 nat\u00fcrlich \u2026 nicht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>5. Wie lange schreibst du so an einem deiner Romane?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Das l\u00e4sst sich nicht pauschal beantworten. Ich erlaube mir, es so lange dauern zu lassen, wie es dauert. Wobei das, seit ich f\u00fcr einen Verlag schreibe, etwas anders geworden ist, da gibt es feste Abgabetermine, an die ich mich halten muss. Aber ich kann nat\u00fcrlich bei Vertragsabschluss mitreden, zu welchem Termin die Abgaben f\u00e4llig sind. Insgesamt lasse ich mir gern etwas mehr Zeit als es manche andere Autor*innen tun. Mit allem Drum und Dran: vom Rohmanuskript \u00fcber mehrere Nachbearbeitungen, Lektorat, usw., setze ich pro Buch etwa sechs Monate an. Das kann allerdings auch sehr viel schneller gehen. Mal flie\u00dft eine Geschichte einfach so aus mir heraus, mal f\u00e4llt es mir etwas schwerer, dranzubleiben. Gerade freue ich mich auf ein Buch, das ich gleich nach diesem Interview beginnen werde. Das geh\u00f6rt nicht in die B\u00fccherschiff-Reihe. Es spielt in Frankreich und als ich es letzten Sommer erdacht habe, stand die Geschichte \u2013 nach einer groben Vorabrunde mit meiner Agentin \u2013 innerhalb von wenigen Stunden. Die Geschichte kam direkt aus meinem Herzen und ich freue mich sie jetzt endlich umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Meist g\u00f6nne ich mir eine kleine Pause, ein bis zwei Wochen, aber dann geht es gleich wieder los. Allerdings sieht die Reihenfolge jetzt, da ich beim Publikumsverlag ver\u00f6ffentliche, anders aus als fr\u00fcher. Da habe ich tats\u00e4chlich geschrieben, \u00fcberarbeitet, gesetzt, ver\u00f6ffentlicht, beworben und dann das n\u00e4chste Buch begonnen. Nun l\u00e4uft es anders. Das zweite B\u00fccherschiff-Manuskript gebe ich zum Beispiel diesen Monat noch ab. Danach malen beim Verlag erst mal die M\u00fchlen. \u00dcbrigens auch jetzt schon. Im Hintergrund passiert ganz viel, zum Beispiel entsteht das Cover und der Vorschautext, usw. Damit habe ich dann immer mal wieder kurz zu tun, muss Input liefern oder meine Meinung sagen, zu dem, was sich der Verlag vorstellt. W\u00e4hrenddessen arbeite ich bereits am n\u00e4chsten Manuskript, das im besten Fall beim gleichen Verlag landet, oder das meine Agentin ggf. bei anderen Verlagen anbietet, sobald eine ad\u00e4quate Leseprobe steht \u2013 ich schreibe rund 150 Seiten des Romans vorab, den Rest, wenn der Vertrag steht. Es k\u00f6nnte nat\u00fcrlich auch immer noch mal ein Selfpublishing Buch werden, aber derzeit m\u00f6chte ich lieber f\u00fcr Verlage schreiben. Ich habe einfach keine Lust mehr, f\u00fcr alles allein verantwortlich zu sein. Wenn ich dann mit meinen 150 Seiten etwa so weit bin und das Buch von der Agentur angeboten wird, kommt mit dem Lektorat das vorherige Buch wieder auf meinen Tisch. Und dazwischen muss ich ja auch noch neue Geschichten erarbeiten bzw. niederschreiben und ausgestalten, was so an Inspiration und verr\u00fcckten Ideen in meinen Kopf herumspringt und unbedingt herauswill.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Klar, ich glaube sonst w\u00e4ren weder die Figuren noch deren Erlebnisse glaubw\u00fcrdig. Zum einen muss die Figur ja ihrem Charakter treubleiben und das geht zumindest bei mir nur, indem ich mich in die Person hineinf\u00fchle, mit ihr lache und weine oder durch be\u00e4ngstigende Situationen gehe. Es ist so ein bisschen wie Schauspielern am Schreibtisch, ich turne auch manchmal etwas rum, ahme die Bewegungen nach oder die Mimik der Figuren, ob es so passt. Und wenn eine Geschichte traurig wird, kann ich auch mal mitheulen. Ich habe eh so nah am Wasser gebaut, dass ich selbst bei Werbung gelegentlich in Tr\u00e4nen ausbreche.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>8. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Sehr wichtig. Echte Kritik nehme ich mir zu Herzen. Es schadet nicht zu wissen, was die Leser*innen sich w\u00fcnschen, und wenn ich merke, dass ich mit einem Thema oder einer Situation innerhalb der Geschichte \u00fcbers Ziel hinausgeschossen bin, dann kann ich ja nur daraus lernen und es ggf. beim n\u00e4chsten Buch besser machen. Deshalb mache ich auch immer sehr aktiv bei Leserunden mit, hinterfrage und freue mich \u00fcber ehrliche Leseeindr\u00fccke. Anders ist es mit dem Punkt \u201aGeschmack\u2018. Jede Kritik, auch wenn man sich die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche gibt, objektiv zu bleiben, hat subjektive Anteile aus der eigenen Lebenswelt und den eigenen Erfahrungen heraus. Und manchmal hat man auch einfach eine andere Erwartungshaltung oder stellt sich aufgrund des Klappentextes etwas anderes vor. Da gilt es f\u00fcr mich abzuw\u00e4gen, wo es an mir (respektive Verlag) liegt, wie es zum Beispiel bei einem irreleitenden Klappentext der Fall sein k\u00f6nnte und wo ist es einfach ein anderer Geschmack oder aus der eigenen Erfahrung heraus eine andere Erwartungshaltung. Kritik nehme ich ernst, aber ich wei\u00df auch, dass ich nicht jedermanns Geschmack treffen kann und es immer Menschen geben wird, denen das, was ich schreibe, nicht gef\u00e4llt. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn wir alle das Gleiche lesen w\u00fcrden, w\u00e4re ja auch gar kein Platz f\u00fcr all die vielen anderen talentierten Autor*innen da drau\u00dfen. Und mindestens eine Einstern-Rezension geh\u00f6rt doch irgendwie auch dazu, oder?<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>9. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu? <\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Kaffee oder Tee? &#8211; Beides, aber h\u00e4ufiger doch Kaffee, vielleicht aus praktischen Gr\u00fcnden.<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Sommer oder Winter? &#8211; Definitiv Sommer, aber f\u00fcr mich darf gern bei 28 Grad Schluss sein.<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Gut oder B\u00f6se? &#8211; Hat doch beides seinen Reiz, aber dennoch eher gut.<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong><em>S\u00fc\u00df oder Sauer? &#8211; M\u00e4\u00dfig s\u00fc\u00df und sauer, gern salzig, zumindest, was die H\u00fcftgoldfraktion angeht.<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Print oder Ebook? &#8211; Beides, f\u00fcr Herzensb\u00fccher Print, gern mit Widmung, f\u00fcr den t\u00e4glichen Konsum aber tats\u00e4chlich mehr E-Book. Und H\u00f6rbuch im Auto oder beim Kochen\/Putzen.<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Film oder Buch? &#8211; Beides, aber die Reihenfolge ist wichtig: erst Buch, dann Film.<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Fernsehen oder Lesen? &#8211; Ich kann ganz gut Serien und Filme streamen, aber es gibt keinen Tag, an dem ich nicht auch ein paar Seiten lese. Im Urlaub steht definitiv das Lesen ganz vorn, zu Hause kann es auch mal andersherum sein.<br \/>\n<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM &amp; Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>In Leipzig bin ich eigentlich immer, schon weil ich als Standpersonal dort bin: seit Jahren am Qindie-Stand und demn\u00e4chst auch bei DELIA. Meistens bin ich Donnerstags bis Samstags vor Ort, dieses Jahr wahrscheinlich nur Donnerstag und Freitag. Da kann man mich dann entweder am Stand besuchen oder sich mit mir verabreden. Au\u00dferdem haben wir meist auch am Samstagabend eine Lesung irgendwo in der Stadt. Da lesen wir dann aus den ber\u00fchmten Bloody Qindie Halloween-Anthologien vor. Das machen wir schon seit Jahren und es sind immer wieder grandiose Veranstaltungen. Nach Frankfurt fahre ich nur, wenn ich dort etwas Konkretes zu tun habe, irgendeine Form von offiziellem Termin. Obwohl Frankfurt f\u00fcr mich n\u00e4her liegt als Leipzig, gef\u00e4llt mir die Leipziger Buchmesse und das Lesefest drumherum sehr viel besser. Dar\u00fcber hinaus gehe ich auch gern mal (privat) auf eine Convention und zu Lesungen. Und nat\u00fcrlich gibt es hin und wieder auch Lesungen von mir.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Regina Mengel\/Tessa Hansen? Magst du dich mal vorstellen? Regina Mengel ist inzwischen 57 Jahre alt, wohingegen Tessa Hansen gerade einmal ein knappes Jahr z\u00e4hlt. W\u00e4hrend Regina in den letzten zw\u00f6lf Jahren \u00fcberwiegend als Selfpublisherin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=24083\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-24083","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lesebuch"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24083"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24083\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24115,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24083\/revisions\/24115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.richteronweb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}