{"id":23467,"date":"2023-10-30T14:10:57","date_gmt":"2023-10-30T13:10:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=23467"},"modified":"2023-10-30T16:09:33","modified_gmt":"2023-10-30T15:09:33","slug":"interview-mit-alex-beer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=23467","title":{"rendered":"Interview mit Alex Beer"},"content":{"rendered":"<p><em><strong><span id=\"fbPhotoSnowliftCaption\" class=\"fbPhotosPhotoCaption\" tabindex=\"0\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}\"><span class=\"hasCaption\">\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/span><\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p><i><b>1. Wer ist<\/b><strong> Alex Beer<\/strong><\/i><strong><em>? Magst du dich mal vorstellen?<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-23798\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-700x1050.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-900x1350.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-1280x1920.jpg 1280w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/06_Alex-Beer_by-Pamela-Russmann_300dpi-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>@by Pamela Ru\u00dfmann<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich wurde an einem Karfreitag geboren (wom\u00f6glich wurde mir damals schon der Hang zum Morbiden in die Wiege gelegt). Es folgten eine Kindheit am Land, ein Studium in Wien (Wirtschaft und Arch\u00e4ologie), ein kurzer Abstecher in die Welt der Werbung und mehrere Auslandsaufenthalte (u.a. New York und Berlin). Seit 2008 lebe ich als freischaffende Schriftstellerin in Wien. Meine Wohnung ist vollgestopft mit B\u00fcchern und Magazinen und befindet sich passenderweise in der ehemaligen k.k. Hof- und Staatsdruckerei. Mein Beruf ist gleichzeitig mein Hobby, weshalb ich die meiste Zeit mit Lesen und Schreiben verbringe.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>2.<\/strong><\/em> <em><strong>Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich war als Projektassistentin in einem New Yorker Verlag t\u00e4tig und bin dort zu der Erkenntnis gelangt, dass die Arbeit auf der kreativen Seite sch\u00f6ner ist. Die rund eineinhalb Stunden, die ich jeden Tag in der U-Bahn quer durch Brooklyn verbracht habe, habe ich genutzt, um mein erstes Buch zu schreiben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>3. Du wurdest mit dem Buch \u201cFelix Blom: Der H\u00e4ftling aus Moabit&#8221; f\u00fcr den Goldenen Homer 2023 nominiert. Das ist ein Preis f\u00fcr hervoragende Historische Literatur. Wie hast du dich gef\u00fchlt, als du von der Nominierung erfahren hattest und dann noch mit dem silbernen Homer heimgegangen bist?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich habe mich nat\u00fcrlich unglaublich gefreut. Schon die Nominierung war eine gro\u00dfe Ehre, dass ich dann aber auch noch den silbernen Homer bekommen habe, war einfach unfassbar sch\u00f6n. Da ich bereits einige Krimipreise gewonnen habe, war es f\u00fcr mich besonders toll, endlich auch eine Anerkennung f\u00fcr das historische Schaffen zu erhalten.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><strong><i>4. <\/i><\/strong><span class=\"5yl5\"><i><strong>Wie lange hast du an dem Buch gearbeitet<\/strong><\/i><\/span><strong><em>?<\/em>\u00a0<\/strong><strong><i>Wie kamst du auf die Idee zu diesem Buchtitel?\u00a0<\/i><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>An dem Buch habe ich ungef\u00e4hr ein Jahr gearbeitet.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>5. Wie verlief die Recherche zu diesem Buch und was war f\u00fcr dich bei den Recherchen die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>F\u00fcr die historischen Stoffe ist es wichtig, so tief wie m\u00f6glich in die jeweilige Epoche einzutauchen. Bevor ich mir eine Handlung ausdenke, versuche ich, so viel Zeitkolorit wie m\u00f6glich zu erfahren, und lese deswegen alle Zeitungen, Magazine, Biografien, politische Abhandlungen etc., die ich in die Finger kriege. Ich habe zudem viel in Archiven recherchiert und dort Geb\u00e4udegrundrisse und Stadtpl\u00e4ne studiert. Das artet manchmal aus und f\u00fchrt dazu, dass ich Hunderte von Stunden in der Nationalbibliothek, dem Staatsarchiv und \u00e4hnlichen Einrichtungen verbringe, bevor ich \u00fcberhaupt das erste Wort aufs Papier bringe.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Die vielen angesammelten Fakten, Berichte, Anekdoten &#8230; f\u00fcgen sich irgendwann zu einem Gesamtbild, in das ich dann ein Verbrechen einbaue.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Jede Geschichte hat ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse und Anforderungen. Da ich es liebe, in Archiven und Antiquariaten zu st\u00f6bern, alte Landkarten und Stadtpl\u00e4ne zu studieren, sehe ich diese Art der Arbeit nicht als Herausforderung. Ich muss mich eher dazu zwingen, irgendwann mit dem Zusammentragen von interessanten Details und spannenden Anekdoten aufzuh\u00f6ren \u2013 immerhin ist das nur ein Aspekt des Buchs.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>6. Wie authentisch ist eigentlich der Hintergrund? Beruht dein Buch auf wahre Begebeneiten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Bei diesem Buch war es vor allem ein kleiner Artikel aus einer alten Zeitung (Berliner Gerichtszeitung vom 13. Juni 1878), in dem der mysteri\u00f6se Selbstmord eines jungen Konditorgehilfen beschrieben wird. Die Meldung setzte auf Anhieb mein Kopfkino in Gang, enth\u00e4lt sie doch ein \u00e4u\u00dferst mysteri\u00f6ses Detail: Der vermeintliche Selbstm\u00f6rder trug eine Karte bei sich, auf der zu lesen war \u201ebinnen 30 Stunden m\u00fcsse er eine Leiche sein\u201c. Was es damit wohl auf sich hatte? Nachforschungen im Berliner Polizeimuseum sowie anderen Institutionen und Archiven brachten leider keine Ergebnisse, und auch die Zeitungen von damals liefern keine weiteren Spuren. Es oblag also meiner Fantasie, sich eine Antwort auf die Frage auszudenken.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Und auch Felix ist an eine wahre Figur angelehnt. W\u00e4hrend meiner Recherchen stie\u00df ich auf die unglaubliche Biografie des 1857 verstorbenen Eug\u00e8ne Fran\u00e7ois Vidocq. Der abenteuerlustige Franzose verdingte sich zun\u00e4chst als Betr\u00fcger, Dieb und F\u00e4lscher, und wandelte sich im Laufe seines Lebens vom gerissenen Gauner zum Vater der modernen Kriminalistik und dem ersten Privatdetektiv der Geschichte.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>7. Erz\u00e4hl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Rituale gibt es nicht. An manchen Tagen schreibe ich viel, an anderen muss ich recherchieren oder \u00fcberarbeiten. Es gibt die Reisetage, an denen ich zu Lesungen, Buchmessen, Interviews \u2026 fahre. An manchen Tagen k\u00fcmmere ich mich um Dinge wie den Klappentext, Werbema\u00dfnahmen etc. oder ich arbeite Organisatorisches ab, wie z.B. Steuer, Reisebuchungen \u2026<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>8. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? <\/strong><strong>St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ja, denn nach dem Buch ist vor dem Buch.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>9. Wei\u00dft du bereits vorher genau, was in deinen B\u00fcchern passiert, d.h. arbeitest du dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich plane vorher sehr genau, denn f\u00fcr Umwege oder Verirrungen bleibt mir leider keine Zeit. Zum Gl\u00fcck kenne ich meine Figuren sehr gut, weswegen es kaum \u00dcberraschungen gibt.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen du erz\u00e4hlen m\u00f6chtest bzw. darfst?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Derzeit arbeite ich am 6. Teil der Emmerich-Reihe und mache mir auch schon Gedanken \u00fcber den 3. Fall f\u00fcr Felix Blom und Mathilde Voss. Es gibt auch noch einige Nebenprojekte, aber momentan ist noch keines davon spruchreif, weswegen ich auch nicht dar\u00fcber reden m\u00f6chte.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Alex Beer? Magst du dich mal vorstellen? @by Pamela Ru\u00dfmann &nbsp; Ich wurde an einem Karfreitag geboren (wom\u00f6glich wurde mir damals schon der Hang zum Morbiden in die Wiege gelegt). 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