{"id":20440,"date":"2022-10-20T06:36:24","date_gmt":"2022-10-20T04:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=20440"},"modified":"2025-10-20T17:49:23","modified_gmt":"2025-10-20T15:49:23","slug":"interview-mit-priska-lo-cascio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=20440","title":{"rendered":"Interview mit Priska Lo Cascio\/Pia Casell"},"content":{"rendered":"<p lang=\"zxx\"><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>1. Wer ist Priska Lo Cascio? Magst du dich mal kurz vorstellen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-20497\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-700x467.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-900x601.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982-1280x855.jpg 1280w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/047-8982.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Geboren bin ich in einem idyllischen Dorf im Oberaargau, im schweizerischen Kanton Bern. Als typisches Landei eben. Und doch wollte ich immer die Welt sehen, Abenteuer erleben und Reisen. Nach der Ausbildung zur Reisefachfrau und sehr zum Unverst\u00e4ndnis aller Nachbarn und Bekannten hat mich nichts mehr aufgehalten und ich bin ins Ausland gezogen. Zuerst in den Nahen Osten, dann nach S\u00fcdeuropa und schlie\u00dflich in den Norden sowie auf die Britischen Inseln. <\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Inzwischen bin ich zwar sesshaft geworden, lebe mit meiner Familie nun schon seit 25 Jahren in Z\u00fcrich, das innere Rei\u00dfen in die Ferne und die Faszination an fremden L\u00e4ndern, Sprachen und Kulturen hat mich jedoch bis heute nie losgelassen. Ich liebe es, Neues kennenzulernen, kann stundenlang durch Museen, alte Kirchen, Katakomben oder antike Tempelanlagen st\u00f6bern oder auch still und in Gedanken versunken die Atmosph\u00e4re geschichtstr\u00e4chtiger Orte auf mich wirken lassen. Daf\u00fcr nehme ich auch gerne lange, m\u00fchsame Anreisen in Kauf. Sehr zum Leidwesen meines Ehemanns, der eher in die Kategorie der erholungssuchenden Badeurlaubtouristen z\u00e4hlt. F\u00fcr mich sind solche Erlebnisse jedoch die gr\u00f6\u00dfte Inspirationsquelle. Sowohl f\u00fcr historischen Romane als auch f\u00fcr die etwas leichteren Wohlf\u00fchl-Urlaubstitel, die ich unter meinem Pseudonym Pia Casell ver\u00f6ffentliche. Und meine Bucket-List an Orten, die ich unbedingt noch bereisen will, ist lang. Es gibt also noch viel zu schreiben &#8230;<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum auch mit Pseudonyme?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wie bei den meisten Autor*innen k\u00e4me jetzt wohl das \u00fcbliche &#8220;Ich habe schon als Kind gerne Geschichten geschrieben&#8221;. Ja, ich gebe zu, ein St\u00fcck weit war&#8217;s auch bei mir so. Richtig mit Schreiben angefangen habe ich jedoch eigentlich erst vor knapp 15 Jahren, als ich schlicht kein Buch mehr gefunden habe, das mich wirklich packen konnte. Meine Idee war damals, eine Geschichte nur f\u00fcr mich allein zu schreiben, die ich dann ganz nach Gusto anpassen k\u00f6nnte. Damit habe ich mir alle Zeit gelassen, insgesamt vier Jahre. Inzwischen hatte ich mich aber zum Gl\u00fcck im DSFo (Deutsches Schriftsteller Forum) angemeldet. Dort habe ich erst gelernt, was es \u00fcberhaupt hei\u00dft, Geschichten zu schreiben, und zwar so, dass sie auch lesenswert sind. Das war eine der allerbesten Lehrzeiten \u00fcberhaupt f\u00fcr mich. Daraus ist schlie\u00dflich mein erstes Manuskript entstanden, mit dem ich auch prompt eine Agentur gefunden habe. Zwar wurde diese Geschichte nie publiziert, aber sie hat mir mit dem n\u00e4chsten Manuskript die T\u00fcr zum ersten Verlagsvertrag ge\u00f6ffnet. Mit &#8220;Das gelbe Tuch&#8221; habe ich inzwischen sieben B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht. Zwei davon sind nicht historisch, sondern typische Urlaubsromane mit Fernwehgarantie. Das offene Pseudonym wurde hier vom Verlag gew\u00fcnscht und dient zur klaren Differenzierung der beiden Genres f\u00fcr die Leser. Das ist eine g\u00e4ngige Marketingpraxis, die auch viele andere Autor*innen handhaben.<\/strong> <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3. Wie sieht dein Alltag aus? Was machst du noch neben dem Schreiben?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wenn ich nicht schreibe und reise, ist mein Alltag denkbar unspektakul\u00e4r. Ehrlich. Das Aufregendste war wohl, als ich mich vor rund anderthalb Jahren dazu entschieden habe, dem Tourismus nach drei\u00dfig Jahren endg\u00fcltig den R\u00fccken zu kehren und mich einer ganz neuen Aufgabe zu widmen. Seither arbeite ich in der externen Mitarbeiterberatung und k\u00fcmmere mich um die Koordination unserer internationalen Kunden. Ein sehr vielf\u00e4ltiger Job, in dem ich t\u00e4glich mit der ganzen Welt zu tun habe und der es mir dank des Teilzeitpensums erlaubt, meine Schreiberei noch besser nebenbei einzubringen. Seit letztem Winter habe ich zudem mit dem H\u00e4keln angefangen. Als meditative Nebenbesch\u00e4ftigung sozusagen. Und man kann dazu prima H\u00f6rb\u00fccher genie\u00dfen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Wie lange schreibst du an einem Buch?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Das kommt ganz darauf an. Historische Romane sind ja meistens rechercheintensiver und auch etwas umfangreicher als die Wohlf\u00fchl-Romane. Da ich (leider) nicht vollzeitig schreibe, kann es manchmal darum gut und gerne sechs Monate, wenn nicht sogar bis zu einem Jahr lang dauern, bis das Manuskript geboren ist. <\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>5. Du hast auch schon mehrere B\u00fccher geschrieben? Erz\u00e4hle uns bitte davon\u2026<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Dann fangen wir mal bei meinem Erstling an, der 2014 bei Thienemann unter dem Titel &#8220;Das Herz des Sternenbringers&#8221; erschienen ist. Ich staune noch immer, dass Thienemann als Kinder- und Jugendbuchverlag das Projekt seinerzeit gekauft hat, denn der Stoff war (naja, es geht auch um die Schlacht von Hastings, dem blutigsten Gefecht, das jemals auf englischem Boden stattgefunden hat) eigentlich f\u00fcr Erwachsene konzipiert. So haben das Buch auch haupts\u00e4chlich nur Erwachsene gelesen, die so einen Titel nat\u00fcrlich nie bei einem Jugendbuchverlag gesucht haben. Im Nachhinein betrachtet, war das eindeutig das falsche Thema f\u00fcr den falschen Verlag. Aber es war ein lehrreicher Einstieg und die Zusammenarbeit mit Thienemann genial.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Im gleichen Jahr ist im selben Verlag auch das zweite Buch &#8220;Die Herrscher von Dhaleth&#8221; erschienen. Dieses Mal ein Fantasy-Titel. Auch hier war eigentlich alles ganz anders geplant, denn der Verlag wollte zuerst eine Serie daraus machen. Mit dem Zusammenschluss von Esslinger und Thienemann wurde jedoch das gesamte Programm neu \u00fcberdacht, und es ist bei diesem einen Buch geblieben. Eine weitere Erfahrung als Autorin, die ich trotz allem nicht missen m\u00f6chte, denn ich habe erst hier festgestellt, wie schwer es eigentlich ist, wirklich gute Fantasy zu schreiben. Meine Hochachtung vor Autor*innen, die das wirklich k\u00f6nnen, ist seither ins Unermessliche gestiegen.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Nach einer Pause habe ich dann im Auftrag von Droemer ein neues historisches Projekt aufgreifen d\u00fcrften. Das Buch ist 2018 unter dem Titel &#8220;Das Spiel der K\u00f6nigsmacher&#8221; erschienen. Die Geschichte spielt im Ostfrankenreich des 10. Jh. n. Chr. und erz\u00e4hlt vom Werdegang Heinrichs I. zum K\u00f6nig. Darin gibt es Schlachten, Intrigen, Mord und alles, was dazugeh\u00f6rt. Allein schon die Recherche hierf\u00fcr war unglaublich spannend und intensiv. Um zu wissen, wie es sich anf\u00fchlt, eine fr\u00fchmittelalterliche R\u00fcstung und Waffen zu tragen, habe ich damals sogar am Kampftraining einer auf diese Epoche spezialisierten Re-enactment Gruppe teilgenommen. Eine unglaublich tolle Erfahrung, nach der ich zwar vor lauter Muskelkater fast eine ganze Woche lang kaum noch gehen konnte, aber es hat sich gelohnt. Ich h\u00e4tte sonst nie erfahren, wie ein Kettenhemd riecht, wie verflucht viel so ein Rundschild nach nur 5 Minuten wiegt und wie sehr man sich mit einem Spangenhelm auf dem Kopf auf die Speerspitzen der Gegner fokussiert. Falls es jemand noch nicht bemerkt haben sollte: ICH LIEBE RECHERCHE Vor allem, wenn sie eine solche Detektivarbeit wird wie hier, denn die Beweislagen in dieser Epoche sind d\u00fcnn ges\u00e4t.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Auch wenn &#8220;Die K\u00f6nigsmacher&#8221; nicht zu den erfolgreichsten Titeln geh\u00f6rt, ist es eine meiner liebsten Geschichten und ich freue mich immer sehr, wenn mich positive Leserstimmen dazu erreichen.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Schlie\u00dflich hat mich meine Lektorin von Knaur gefragt, ob ich nicht auch mal &#8220;Wohlf\u00fchl-Urlaubstitel&#8221; schreiben wolle. Ja, warum eigentlich nicht, dachte ich mir. Als langj\u00e4hrige Touristikerin hatte ich schlie\u00dflich die Qual der Wahl an den sch\u00f6nsten Schaupl\u00e4tzen. Daraus ist die zweiteilige &#8220;Kreta-Sommer Serie&#8221; mit &#8220;Oliven zum Fr\u00fchst\u00fcck&#8221; und &#8220;Ein Sommer voller Salbeiduft&#8221; entstanden. Im Mittelpunkt steht dabei immer die liebenswert schrullige Gro\u00dffamilie Zoidakis aus Palekastro auf Kreta und das Thema des &#8220;Aufeinanderprallens der Kulturen&#8221;, sobald die bzw. der deutsche Hauptprotagonist*in auf die Zoidakis&#8217; trifft. Es macht unheimlichen Spa\u00df, die unterschiedlichen Mentalit\u00e4ten, Traditionen und Kulturen miteinander zu vergleichen, ihre Gegens\u00e4tze auszuleuchten und &#8211; ja &#8211; manchmal auch bewusst mit typischen Klischees zu spielen.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Im November 2021 ist schlie\u00dflich mit &#8220;Die Stunde zwischen Nacht und Morgen&#8221; mein absolutes Herzensbuch bei Droemer erschienen. Nachdem ich vor Jahren einen Artikel dar\u00fcber gelesen hatte, schwirrte mir die Idee dazu st\u00e4ndig im Kopf herum, doch ich hatte mich nie getraut, als Schweizerin ein so schwieriges Thema wie den 2. Weltkrieg aufzugreifen. Irgendwie f\u00fchlte sich das einfach zu vermessen an. Bis mich schlussendlich meine Lektorin und eine liebe Autorenkollegin \u00fcberredet haben. Die Geschichte spielt im K\u00f6ln des Jahres 1946 und erz\u00e4hlt mit dem direkten Schauplatz im &#8220;Schweizer Dorf am Venloer Wall&#8221; von einem kaum bekannten Kapitel der unmittelbaren Nachkriegszeit.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Tja, und am 30. September 2022 hat nun auch mein Neuling &#8220;Das gelbe Tuch&#8221; bei L\u00fcbbe das Licht der Welt erblickt. Hier befinden wir uns jedoch im Sp\u00e4tmittelalter, und zwar genauer Anno Domini 1449 in N\u00fcrnberg. Wie Cover und Titel bereits verraten, geht es um eine H\u00fcbschlerin (Prostituierte) in der Hauptrolle, die um ihre Rechte in der st\u00e4dtischen Gesellschaft k\u00e4mpft. Aber nicht nur. Es ist zugleich ein Portrait des allt\u00e4glichen Lebens in einer der wichtigsten deutschen Handelsst\u00e4dte des Sp\u00e4tmittelalters, w\u00e4hrend sich der Konflikt zwischen den stets m\u00e4chtiger werdenden Patriziern und dem alten Landadel immer weiter zuspitzt und schlie\u00dflich im Markgrafenkrieg (1449\/1450) seinen H\u00f6hepunkt findet. Dazu habe ich mich stark an historisch belegten Begebenheiten jener Zeit gehalten, die es tats\u00e4chlich in H\u00fclle und F\u00fclle gibt.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Das w\u00e4ren alle bisher erschienen Titel von mir. Im Moment g\u00f6nne ich mir zwar noch ein kleine Schreibpause, aber der n\u00e4chste Wohlf\u00fchl-Urlaubsroman ist bereits geplant und weitere Ideen f\u00fcr neue historische Projekte liegen auch schon in der Pipeline. Langweilig wird es mir also nicht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Naja, von der Abgabe des fertigen Manuskripts bis hin zur Ver\u00f6ffentlichung vergeht oft noch eine ganze Weile, manchmal sogar ein ganzes Jahr. So bleibt genug Zeit, um sich etwas Neuem zu widmen. Aber ich versuche, ein paar Wochen lang zu verschnaufen, bevor ich mit dem n\u00e4chsten Projekt anfange. Vor allem wenn es sich um ein v\u00f6llig neues Thema oder ein anderes Genre handelt. Ich wei\u00df, andere k\u00f6nnen da direkt loslegen, ich hingegen brauche da immer etwas Zeit, um mich neu einzufinden.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>7. Liest du auch selbst gerne mal? Wenn ja, welches Genre bevorzugst du selbst pers\u00f6nlich?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich w\u00fcnschte, ich h\u00e4tte mehr Zeit zum Lesen, denn es geh\u00f6rt zu meinen Lieblingsbesch\u00e4ftigungen. Am liebsten lese ich zwar auf Englisch, das jedoch in fast jedem Genre au\u00dfer Thriller und Krimis. Keine Ahnung warum, aber damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Und ich k\u00f6nnte sie auch nicht schreiben. Wahrscheinlich w\u00fcrde ich den M\u00f6rder bereits auf den ersten zwanzig Seiten verraten.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>8. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Oh ja, beim Schreiben bin ich meistens so nahe an meinen Figuren dran, dass ich mit ihnen lache, fluche und mitfiebere. Je nach Szene kann ich auch mal Rotz und Wasser heulen. Das passiert mir st\u00e4ndig, ob beim Lesen oder im Kino. Ich bin nun mal ein sehr emotionaler Mensch. Aber dieses Eintauchen in die Protagonisten, deren Geschichte man erz\u00e4hlt &#8211; genau das liebe ich so sehr daran. Auch wenn es manchmal f\u00fcr die Leute, die mich beim Schreiben beobachten, ziemlich verst\u00f6rend sein kann.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Als ich meinen allerersten ver\u00f6ffentlichten Roman gedruckt und mit meinem Namen auf dem Cover in H\u00e4nden gehalten habe.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10&#8230; so spontan\u2026 was f\u00e4llt dir dazu ein?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsfarbe: Rot<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsbuch: Wie gesagt, lese ich am liebsten auf English, darum: &#8220;The Guernsey Literary &amp; Potato Peel Pie Society&#8221; von Mary Ann Shaffer. Auf Deutsch lautet der (meiner Meinung nach sehr einfallslose) Titel &#8220;Deine Juliet&#8221;. Ein absolut wunderbares Buch, \u00fcber ein Gr\u00fcppchen von Menschen auf der Insel Guernsey, die der Zufall und der 2. Weltkrieg zusammenschmiedet. Dadurch dass die Geschichte ganz in Briefform geschrieben ist, wirkt sie noch viel eindringlicher, finde ich. Und ja, ich heule st\u00e4ndig dabei, auch wenn ich sie schon so oft gelesen habe, dass ich gewisse Szenen fast auswendig kenne.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsschriftsteller(in): Da gibt es mehrere. Als Jugendliche war die Schweizer Schriftstellerin Federica de Cesco mein gro\u00dfes Vorbild. Ihre B\u00fccher geh\u00f6ren auch heute noch zu den Sch\u00e4tzen in meinem B\u00fccherregal. Im Historischen Bereich lese ich jedoch inzwischen eher Bernhard Cornwell und Ken Follett. Aber auch Rebecca Gabl\u00e9 geh\u00f6rt zu meinen Favoriten. Habe ich genug von Histos, greife ich sehr gerne zu Alena Schr\u00f6der oder Delia Owen.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsessen: Pasta alla Norma<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsgetr\u00e4nk: Pi\u00f1a Colada ohne Alkohol im Sommer, Ingwertee im Winter.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsfilm: &#8220;La vita \u00e8 bella&#8221; von Roberto Benigni.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsschauspieler(in): Nachdem ich das nun schon gef\u00fchlte 323 Mal angepasst habe &#8211; voil\u00e0, hier meine Favoriten: Benedict Cumberbatch &amp; Emma Thompson. Unter vielen vielen anderen begnadeten Schauspielern allerdings.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsort: Oje, das ist schwer, es gibt so viele wunderbare Orte. Zu meinen absoluten Kraftorten geh\u00f6ren jedoch die Region am N\u00e6r\u00f8yfjord (Norwegen) und das Wadi Rum (Jordanien).<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingsland: Schottland, Island und Jordanien.<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Lieblingshobby: Reisen, Lesen und neuerdings auch H\u00e4keln.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Priska Lo Cascio? Magst du dich mal kurz vorstellen? Geboren bin ich in einem idyllischen Dorf im Oberaargau, im schweizerischen Kanton Bern. Als typisches Landei eben. 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