{"id":20374,"date":"2022-11-01T14:04:26","date_gmt":"2022-11-01T13:04:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=20374"},"modified":"2023-10-12T09:18:40","modified_gmt":"2023-10-12T07:18:40","slug":"interview-mit-ulf-schiewe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=20374","title":{"rendered":"Interview mit Ulf Schiewe"},"content":{"rendered":"<p><em><strong><span id=\"fbPhotoSnowliftCaption\" class=\"fbPhotosPhotoCaption\" tabindex=\"0\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}\"><span class=\"hasCaption\">\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/span><\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p><i><b>1. Wer ist<\/b><strong> Ulf Schiewe<\/strong><\/i><strong><em>? Magst du dich mal vorstellen?<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/image_stack_img-30.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-20781\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/image_stack_img-30-265x300.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/image_stack_img-30-265x300.jpg 265w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/image_stack_img-30.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong> \u00a9 Bj\u00f6rn Marquart<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Ich bin im Weserbergland geboren, inzwischen 75 Jahre alt, bin weit gereist und habe 25 Jahre im Ausland gelebt, jetzt aber am sch\u00f6nen Starnberger See. Mit meiner Sandra, die aus Brasilien stammt, bin ich seit 48 Jahren verheiratet, wir haben drei erwachsene Kinder und zehn Enkelkinder, einige in Brasilien, die meisten in Deutschland.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>2.<\/strong><\/em> <em><strong>Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Eigentlich hatte ich mit Literatur \u00fcberhaupt nichts zu tun, au\u00dfer, dass ich immer viel gelesen habe. Ich stamme beruflich aus der IT-Welt, speziell Software Vertrieb- und Marketing. Aber Ende 50 hatte ich die verr\u00fcckte Idee, einen Roman zu schreiben. Nach einem etwas ungl\u00fccklichen Start musste ich einsehen, dass man besser zuerst das Handwerk lernen und beherrschen sollte. Damit und mit der Recherche und Planung meines ersten Romans habe ich dann ein Jahr verbracht und anschlie\u00dfend losgelegt. So ist in vier Jahren neben meinem Beruf &#8220;Der Bastard von Tolosa&#8221; entstanden, mit dem ich das Gl\u00fcck hatte, sofort einen Agenten und einen Verlag zu finden.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><\/figure>\n<p><em><strong>3. Du wurdest mit dem Buch &#8220;Die Mission des Kreuzritters&#8221; f\u00fcr den Goldenen Homer 2022 nominiert. Das ist ein Preis f\u00fcr hervoragende Historische Literatur. Wie hast du dich gef\u00fchlt, als du von der Nomminierung erfahren hast?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-19209\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223-300x251.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223-300x251.png 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223-700x587.png 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223-768x644.png 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223-900x754.png 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/fb_blogtour20223.png 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Nat\u00fcrlich habe ich mich gefreut. Es ist ja eine Wertsch\u00e4tzung, egal ob man den Preis gewinnt. Im Jahr davor habe ich f\u00fcr &#8220;Die Kinder von Nebra&#8221; tats\u00e4chlich den Goldenen Homer gewonnen und im Jahr 2014 sowohl den silbernen wie auch den bronzenen Homer. Es ist sch\u00f6n, einen solchen Preis zu gewinnen, aber man sollte es auch nicht \u00fcberbewerten.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><strong><i>4. <\/i><\/strong><span class=\"5yl5\"><i><strong>Wie lange hast du an dem Buch gearbeitet<\/strong><\/i><\/span><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Etwa acht Monate. Das scheint so mein Durchschnitt f\u00fcr einen Roman dieses Umfangs zu sein. Ich tr\u00f6dele nicht, aber ich hetze mich auch nicht.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>5. Erz\u00e4hl uns doch ein wenig aus Deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast Du bestimmte Rituale?<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Man muss bei der Stange bleiben und jeden Tag schreiben. Mal mehr, mal weniger aber immer regelm\u00e4\u00dfig. Sonst wird das nichts. Ich arbeite sechs Tage die Woche, nur sontags nicht. Das musste ich meiner Frau versprechen. Sonntags ist Pause.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Wie l\u00e4uft mein Tag ab? Ich mache morgens Fr\u00fchst\u00fcck. Das nehmen wir gemeinsam im Bett ein, unterhalten uns und lesen die Zeitung. Zwischen 9 und 10 setze ich mich an den Computer und fange an. Zuerst \u00fcberarbeite und erg\u00e4nze ich, was ich tags zuvor geschrieben habe. Ich schreibe nicht weiter, bis ich nicht vollst\u00e4ndig damit zufrieden bin. Das nimmt mich mindestens bis mittags in Anspruch. Dann schreibe ich weiter an neuem Text. Meistens so bis 4 oder 5 Uhr. Dann gehen wir eine Runde am See spazieren und anschlie\u00dfend koche ich unser Abendessen. Das ist so mein Tagesablauf.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Manche Autoren schreiben relativ schnell eine Rohfassung, die sie dann sp\u00e4ter \u00fcberarbeiten, ver\u00e4ndern, eventuell neu schreiben. Das funktioniert bei mir nicht. Ich \u00fcberarbeite sehr sorgf\u00e4ltig schon bei der ersten und einzigen Fassung. Setzt nat\u00fcrlich auch einen guten Plotplan voraus. Auch daf\u00fcr nehme ich mir Zeit, bevor ich mit dem Schreiben anfange. All das hat den Vorteil, dass ich im Grunde fertig bin, wenn ich das letzte Wort getippt habe. Ich gehe dann nur noch fl\u00fcchtig durch und mache kleinere Wortverbesserungen.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? <\/strong><strong>St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Meistens ja. Da warten meistens schon ein oder zwei Buchvertr\u00e4ge auf mich, dass ich anfange. Es sind ja auch Abgabetermine zu respektieren.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong>7. Du hast bereits mehrere B\u00fccher geschrieben und ver\u00f6ffentlicht. G<\/strong><\/em><em><strong>ibt es noch Romanideen f\u00fcr andere Genre, z.B. Sachbuch oder &#8230;?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ja, inzwischen sind es 16 Romane geworden. Ein Sachbuch zu schreiben habe ich nicht vor. Ab und zu lieb\u00e4ugele ich mit der Idee, einen spannenden Thriller zu schreiben, aber ich bin nun mal als Autor von historischen Abenteuern bekannt, also ist es wohl besser, dabei zu bleiben.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><em><strong><span style=\"color: #000000;\">8. Wei\u00dft Du bereits vorher genau, was in Deinen B\u00fcchern passiert, d.h. arbeitest Du Dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen Dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?<\/span> <\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ja, ich habe einen Plotplan. Da ich Romane schreibe, die mit historischen Ereignissen zu tun haben, muss ich zwangsl\u00e4ufig Zeitabl\u00e4ufe und Ereignisse respektieren. Das ergibt schon ein loses Grundger\u00fcst. Um dieses Ger\u00fcst herum plane ich dann weitere fiktive Ereignisse und die Lebensumst\u00e4nde meiner fiktiven und auch historischen Figuren. So entsteht im Computer ein ver\u00e4stelter Plotplan, der einem in einem Blick den Handlungsablauf zeigt. An dem arbeite ich mich dann beim Schreiben entlang. Nat\u00fcrlich entstehen beim Schreiben gelegentlich spontan neue Figuren oder Ereignisse, die eingebaut werden, aber am Grundplan \u00e4ndere ich nichts.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. Hast Du Vorbilder im Schreibbereich \u2013 Lieblingsautoren oder Romane, die Du selbst gern geschrieben h\u00e4ttest?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Ich habe Lieblingsautoren wie jeder Leser, aber Vorbilder w\u00fcrde ich sie nicht nennen. Im Gegenteil. Nat\u00fcrlich gibt es eine gewisse Art von Roman, die mir besonders gef\u00e4llt. Unbewusst baue ich Romane wahrscheinlich \u00e4hnlich auf. Aber einen bestimmten Autor als Vorbild zu nehmen, dagegen wehre ich mich. Ich will mir meinen eigenen Stil, meine eigene Autorenstimme bewahren und vielleicht erweitern, aber niemanden nachahmen. Das w\u00fcrde nur unecht wirken.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen Du erz\u00e4hlen m\u00f6chtest bzw. darfst?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>Bei mir gibt es immer neue Projekte. Im Moment arbeite ich an der Geschichte einer gro\u00dfartigen und faszinierenden Frauenfigur, die als Herrscherin enormen Einfluss auf unsere Historie gehabt hat, leider dann tagisch endete. Eine echte Herausforderung f\u00fcr einen Autor. Das Buch wird wohl n\u00e4chsten Herbst erscheinen. Mehr darf ich aber nicht verraten.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. 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