{"id":13525,"date":"2019-10-25T20:31:18","date_gmt":"2019-10-25T18:31:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=13525"},"modified":"2019-10-26T19:15:33","modified_gmt":"2019-10-26T17:15:33","slug":"interview-mit-franziska-erhard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=13525","title":{"rendered":"Interview mit Franziska Erhard"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>1. Wer ist Franziska Erhard? <em><strong>Magst du dich mal kurz vorstellen?<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Franziska-Erhard-1-700x748.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13757\" width=\"278\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Franziska-Erhard-1-700x748.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Franziska-Erhard-1-281x300.jpg 281w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Franziska-Erhard-1-768x821.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Franziska-Erhard-1-900x962.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Franziska-Erhard-1.jpg 982w\" sizes=\"auto, (max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Eine gute Frage, die ich mir auch manchmal stelle; Franziska Erhard ist:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong><em>eine Vollblut-Autorin, die manchmal den Montagmorgen kaum erwarten kann, um weiterzuarbeiten <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Gl\u00fccklicherweise die Ehefrau ihres Mannes <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Eine liebende Mutter (meistens) von zwei gro\u00dfartigen, einzigartigen, wunderbaren, witzigen Kindern (auch meistens) <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Hausfrau mit fatalem Hang zu sauberen B\u00f6den, aber wenig Affinit\u00e4t zum B\u00fcgelbrett <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Gelernte Augenoptikerin mit richtigem Gesellenbrief und so <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Diplom-Ingenieurin f\u00fcr Augenoptik <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Begeisterte Leserin, die bei einem guten Buch immer heult, aktuell aber leider kaum noch Zeit zum Lesen findet eine Freundin, die nicht nur in guten Zeiten f\u00fcr ihre Lieblingsmenschen da ist, sondern zur Not auch mal um Mitternacht Tochter von wunderbaren Eltern, die kleine Schwester, der man immer noch manches nachsieht, aber leider nicht mehr alles <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Schw\u00e4gerin und Schwiegertochter und manchmal auch die ruppige Verwandtschaft <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Sehr gerne Tante und bald Gro\u00dftante, was sie kaum noch abwarten kann <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Listen-s\u00fcchtig. Eine, die ihre Listen in Listen organisiert. So in der Art. <\/em><\/strong><\/li><li><strong><em>Dekorationsfan. Und schon ganz zappelig, bis nun endlich das ganze Weihnachts-Glitzer-Zeug aus den Kisten darf. <\/em><\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><em>Au\u00dferdem lacht sie gerne (auch mal \u00fcber sich selbst), ist aufgeschlossen, engagiert, verbei\u00dft sich in Dinge, die sie wirklich will, ist fantasiebegabt, hilfsbereit, manchmal leicht verr\u00fcckt, ab und zu ein klein wenig schwierig, gelegentlich auch mal ungerecht, und ziemlich ungeduldig. Woran sie allerdings arbeitet. Jetzt. SOFORT.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Diese Frage bekomme ich in der Tat sehr oft gestellt, und jedes Mal denke ich, die romantische Antwort w\u00e4re, dass ich seit jeher davon tr\u00e4umte. Da es allerdings nicht so ist, werde ich sie auch dieses Mal nicht geben. Obwohl ich eigentlich schon immer geschrieben habe, aber eben nie mit dem Gedanken, auch zu ver\u00f6ffentlichen. Das kam mir lange gar nicht in den Sinn, und hat letztendlich auch so viel Mut erfordert, dass ich dazu eben etwas Zeit brauchte.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Aber tats\u00e4chlich war es so, dass ich in einer Phase meines Lebens das Gef\u00fchl hatte, dass nichts so richtig l\u00e4uft. Die Kinder eben aus dem Gr\u00f6bsten raus und morgens im Kindergarten, der alte Job weg, und kein neuer in Sicht. Ich tat, was ich in diesen Situationen immer tue, ich fl\u00fcchtete mich in die B\u00fccher. Nur dass es damals die Falschen waren. Ich las also von Frauen, die mit sich haderten und nichts lief. Soweit gut. Dann aber nahmen sie ab und zack \u2013 das Leben war perfekt, der Mann auch, und der Job sowieso. Und ein seltsamer Trotz packte mich. Ich wollte Geschichten lesen, in denen es auf andere Weise klappte, das Leben in den Griff zu bekommen, die mich inspirieren w\u00fcrden. Und in denen man nicht erst Modelma\u00dfe erreichen musste. Nat\u00fcrlich gibt es diese Geschichten, aber zu meinem Gl\u00fcck hatte ich damals andere B\u00fccher auf meinem SUB. Und so habe ich mich eines Morgens einfach an den Rechner gesetzt und angefangen zu schreiben. Die Geschichte hatte sich schon seit l\u00e4ngerer Zeit in meinem Kopf versteckt, und ich musste sie nur herauslassen. Und seither habe ich einfach nicht mehr aufgeh\u00f6rt, weil es das Beste ist, was ich jemals tun durfte.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>3. <\/em><\/strong><em><strong><em><strong><em><strong><em><strong>Wie viele B\u00fccher hast du insgesamt schon geschrieben?<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/em> <\/strong><\/em><em><strong>Gibt es denn einen Charakter, in dem du dich selbst wiederfindest?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich habe bisher f\u00fcnfzehn B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, am sechzehnten schreibe ich flei\u00dfig. Und tats\u00e4chlich steckt in jedem Charakter ein wenig Franziska Erhard. Irgend eine Kleinigkeit, eine Macke, eine Angewohnheit (oder ein Fettn\u00e4pfchen). Beim Schreiben muss ich mich ganz in die Figur hineindenken, ich muss f\u00fchlen wie sie, denken wie sie, sp\u00fcren, wie sie agieren wird, damit der Charakter rund und glaubhaft wird. Das finde ich extrem spannend, weil ich mich selbst dadurch ver\u00e4ndere. Ich lerne neue Sichtweisen kennen, spiele mir ungewohnte Reaktionen durch. Insofern beeinflussen wir uns gegenseitig, und nach einem Buch steckt dann auch ein St\u00fcckchen der neuen Protagonistin in mir.  <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>4. Wenn du die Geschichten deiner B\u00fccher mit 5 Worten beschreiben m\u00fcsstest, welche w\u00e4ren das?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>(Diese Frage f\u00fcrchte ich in Interviews, ganz ehrlich. Frag mal meine Familie, ich kann nichts in f\u00fcnf W\u00f6rtern wiedergeben, ich rede und denke in Romanen. Aber ich habe mir jetzt einen eleganten Weg aus dieser Klemme gesucht und einfach f\u00fcnf Adjektive aus Rezensionen herausgepickt, die mich beim Lesen sehr gefreut haben.)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>bezaubernd  \u2013 wundersch\u00f6n \u2013 fesselnd \u2013 romantisch &#8211; witzig  <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>5. <\/em><\/strong><em><strong><em><strong><em><strong>Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in deiner bisherigen Zeit als                     Autorin gewesen?<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Oh, da waren sehr, sehr viele sch\u00f6ne Momente. Vielleicht der allererste Kauf meines Deb\u00fctromanes? Oder als ich zum ersten Mal in die Top 100 gekommen bin? Die erste Mail einer Leserin, die sich f\u00fcr eine Geschichte bedankte? Oder jede weitere Nachricht, die mich unglaublich gefreut hat? Der erste Verlag, der von sich aus an anklopfte und fragte, ob ich an einer Zusammenarbeit interessiert sei? Die tollen Gespr\u00e4che, die ich mit Leserinnen f\u00fchren durfte? Oder als ich zum ersten Mal mit: \u201eSind Sie nicht diese Autorin?\u201c begr\u00fc\u00dft wurde? Oder doch die Nachrichten, in denen mir Menschen erz\u00e4hlten, dass ihnen eines meiner B\u00fccher in schweren Zeiten ein wenig Gl\u00fcck geschenkt hat oder sie durch das Lesen motiviert wurden, etwas zu \u00e4ndern oder neue Sichtweisen zu entdecken? Ich wei\u00df es nicht. Ich wei\u00df aber, dass jeder dieser sch\u00f6nsten Momente immer damit zusammenh\u00e4ngt, dass es Leser gibt da drau\u00dfen, die meine Geschichten lieben. Und daf\u00fcr bin ich unendlich dankbar.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>6. <\/em><\/strong><em><strong>Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Rezensionen sind mir sehr wichtig, denn sie sind das wichtigste Tool, mit dem ich R\u00fcckmeldungen bekomme. Wenn ein Leser dort seine Eindr\u00fccke schildert, kann ich so vieles lernen. Was gefiel, was ankam, und auch, wo ich etwas besser machen kann. Ohne solche R\u00fcckmeldungen kann ich nicht lernen und nicht versuchen, immer etwas besser zu werden. Und nat\u00fcrlich freut sich jeder von uns, wenn er Reaktionen auf seine Arbeit bekommt, eine R\u00fcckmeldung erh\u00e4lt. <\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich vergleiche es jetzt mal ganz profan mit dem Kochen, was viele von uns ja t\u00e4glich machen. Wir \u00fcberlegen uns, was es geben soll. Wir schnippeln und brutzeln, schmecken ab, geben uns M\u00fche und versuchen, ein richtig gutes Mahl auf den Tisch zu stellen. Und dann? Setzten sich alle, essen, stehen auf und gehen einfach? Nein. Nat\u00fcrlich ist es toll, zu h\u00f6ren, dass es schmeckt. Oder was vielleicht noch besser dazu gepasst h\u00e4tte. Wir freuen uns, wenn es gew\u00fcrdigt wird, und die Arbeit eine Wertsch\u00e4tzung erh\u00e4lt. Und wenn die Kommentare dann eben mal: \u00bbNaja, nicht schlecht, musst du aber so schnell nicht mehr kochen\u00ab lauten, dann wei\u00df man, dass man sich f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag etwas anderes ausdenken muss.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>So ist es auch mit den B\u00fcchern. Nat\u00fcrlich bekomme ich lieber gute R\u00fcckmeldung als schlechte. Aber wenn sie erkl\u00e4rt, was genau nicht gefallen hat, dann reflektiere ich das sehr genau, selbst wenn es weh tut. Nur mit ganz fiesen Rezensionen habe ich Schwierigkeiten, das gebe ich zu. Die verletzen, auch wenn man sich sagt, dass der Schreiber vielleicht einfach einen schlechten Tag hatte und dann auch noch sein K\u00fchlschrank kaputt ging und er das jetzt einfach abladen wollte.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>7. Wie vereinbarst du das Schreiben mit der Familie? Bekommst du Unterst\u00fctzung von deiner Familie?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das Schreiben ist erst einmal ein Job. Ich arbeite wie viele andere M\u00fctter, nur dass ich dazu in kein B\u00fcro fahre, sondern zuhause bleiben darf. Allerdings ist es manchmal ein ziemlich verr\u00fcckter Job. In manchen Phasen kann ich einfach nicht aufh\u00f6ren, dann schreibe ich auch mal eine Nacht durch. Und lege dann einen Zettel auf den Tisch, dass ich eben erst ins Bett bin und bittesch\u00f6n jetzt schlafen will. Das geht, aber nat\u00fcrlich nur in Ausnahmef\u00e4llen und idealerweise am Wochenende.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ansonsten haben sich meine Lieben inzwischen daran gew\u00f6hnt, dass ich eben ein wenig emotionaler bin, wenn ich im Schreibprozess stecke, und je nachdem auch mal schlecht gelaunt bin, wenn die Kinder heimkommen, weil ich gerade an einer Szene arbeite, in der es kracht, und ich die Stimmung bewahren will, bis ich weiterschreiben kann. Sie gehen damit wirklich gro\u00dfartig um. Und sie haben mich vom ersten Moment an unterst\u00fctzt und an mich geglaubt. Ganz zu Beginn habe ich mit meinem Mann dar\u00fcber gesprochen, dass ich gerne als Autorin arbeiten w\u00fcrde. Er hat das ziemlich entspannt aufgenommen, und wir haben einen Deal geschlossen, dass ich es ein Jahr ausprobiere, ehe ich mich wieder um einen \u201enormalen\u201c Job k\u00fcmmere. Zum Gl\u00fcck war das dann nicht mehr n\u00f6tig. Und mittlerweile finden es die Kinder richtig cool zu sagen, dass die Mama Autorin ist, und wir haben tolle Diskussionen, wenn es um neue Titel oder Coverentw\u00fcrfe geht.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>8. Bist du eher ein spontaner Typ, oder brauchst du eine genaue Planung f\u00fcr Unternehmungen? Und wie wirkt sich das auf dich als  Autorin aus?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Eigentlich bin ich ein Mensch, der gerne alles plant und tausend Listen schreibt. Nat\u00fcrlich auch beim Schreiben. Leider halten meine Protagonisten nichts davon. Irgendwann entwickeln sie ihre eigene Ideen und werfen meine ganze sch\u00f6ne Planung um. Das macht mich einerseits verr\u00fcckt, andererseits habe ich mittlerweile gelernt, dass es besser ist, ihnen zu vertrauen. Dadurch erlebe ich die Geschichten selbst, und es ist eine spannende Sache, wenn ich mich von ihnen leiten lasse. Deshalb habe ich f\u00fcr das Schreiben jetzt einen neuen Plan: Ich wei\u00df, wo es losgeht und wer mitkommt. Ich wei\u00df, wo unser Ziel ist. Ich kenne ein paar Stationen der Reise. Und dann starten wir und lassen uns \u00fcberraschen, was auf dem Weg so alles passiert.  <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>9. Angenommen, du h\u00e4ttest ausreichend Geld, um dir deinen  Traum zu verwirklichen: Wo auf dieser Welt w\u00fcrdest du am liebsten dein  Schreibdomizil errichten?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Irgendwo am Meer. In einem sch\u00f6nen Haus mit gro\u00dfer Terrasse, von der aus man das Wasser glitzern sieht. F\u00fcr Regentage st\u00fcnde ein Schreibtisch vor einer gro\u00dfen Fensterfront, ebenfalls mit Meerblick. Aber eigentlich muss ich zugeben, dass ich ein ziemlich heimatverbundener Mensch bin und dass ich ungern auf meine ganze Familie und meine Freunde verzichten w\u00fcrde. Von daher bin ich auch sehr zufrieden mit meinem aktuellen Schreibdomizil. Und hole mir meine Dosis Meer im Urlaub, wo ich es dann auch voll und ganz genie\u00dfen kann.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>10. Hattest du schon so ein richtig peinliches Erlebnis?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Eins? Am Tag? So in etwa. Ich bin die K\u00f6nigin der Fettn\u00e4pfchen, weil ich leider erst rede und dann nachdenke, wenn mich etwas wirklich bewegt. Oder weil ich immer tausend Dinge zeitgleich erledigen will, obwohl ich eigentlich nicht multitaskingf\u00e4hig bin. Oder einfach nur zu d\u00e4mlich dazu. Neulich zum Beispiel rief die Schule an. Der Gro\u00dfe hat Bauchweh und m\u00f6chte bitte abgeholt werden. Ich war mitten im Schreiben und wollte noch unbedingt dieses eine Kapitel fertigstellen. Deshalb musste es danach schnell gehen, noch eben zur Toilette, und dann ab die Post.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich fahre also zur Schule, melde mich brav im Sekretariat, gehe r\u00fcber ins Krankenzimmer, plaudere kurz mit der Oberstufensch\u00fclerin, die sich um den Kerl k\u00fcmmerte, und marschiere mit Kind zur\u00fcck \u00fcber den Schulhof zum Auto. Auf dem Heimweg noch eben beim B\u00e4cker angehalten, wenn man jetzt eh schon unterwegs ist, dann nach Hause.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Und dort, erst dort, sagt der Bub: \u00bbMama, diese Hosen-Sch\u00fcrzen-Kombination ist echt ziemlich seltsam.\u00ab Ich sehe an mir hinunter, Pulli und Rock, eigentlich nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Dann d\u00e4mmert es mir, und euch vermutlich auch. In der Eile blieb der Rock im Bund der Strumpfhose stecken, und ich hatte nat\u00fcrlich keine Zeit, um mal schnell in den Spiegel zu sehen, ehe ich aus dem Haus renne. Zum Gl\u00fcck war es eine dieser superblickdichten, aber ich argw\u00f6hne immer noch, dass die Verk\u00e4uferin beim B\u00e4cker seither so seltsam grinst &#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Franziska Erhard? Magst du dich mal kurz vorstellen? 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