{"id":12785,"date":"2019-05-04T19:59:44","date_gmt":"2019-05-04T17:59:44","guid":{"rendered":"http:\/\/richteronweb.de\/?p=12785"},"modified":"2019-05-04T19:59:44","modified_gmt":"2019-05-04T17:59:44","slug":"interview-mit-lilli-beck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=12785","title":{"rendered":"Interview mit Lilli Beck"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>1. Wer ist Lilli Beck? <em><strong>Magst du dich mal kurz vorstellen?<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Lilli_Jeans.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12868\" width=\"356\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Lilli_Jeans.jpg 638w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Lilli_Jeans-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><figcaption>Photographie von Susie Knoll<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Sich selbst zu beschreiben ist ja nicht so einfach, deshalb hier die Biografie, die man auch auf meinen B\u00fcchern findet:<br>Lilli Beck wurde in Weiden\/Oberpfalz geboren, wo sie auch aufwuchs       und nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Gro\u00dfhandelskauffrau       absolvierte. Ende 1968 wechselt sie nach M\u00fcnchen. Nach zwei Wochen       tippen bei einem Rechtsanwalt, wurde sie von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disco ,Blow up&#8217; entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschlie\u00dfend arbeitete sie u.a. f\u00fcr Zeitschriften wie BRIGITTE, landete wegen ihrer perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-K\u00fchlerfigur der 70er Jahre und Covergirl auf der LP &#8220;Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz&#8221; von Marius M\u00fcller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte sie ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders&#8217; &#8220;Der amerikanische Freund&#8221;), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann sie, Kurzgeschichten zu verfassen. Nach der Geburt ihrer Tochter gab sie die Schauspielerei auf und       wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verlie\u00df sie die Welt des sch\u00f6nen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Ver\u00f6ffentlichungen von Kurzkrimis.<br>Aber ich bin auch Privatperson, ziemlich praktisch veranlagt, tr\u00e4ume st\u00e4ndig vor mich hin, bin gerne allein, kenne keine Langeweile, lese viel, gucke auch gerne in die Glotze oder gehe ins Kino. Ich hasse Hausarbeit, koche aber sehr gerne und zwar t\u00e4glich, verabscheue Fertigprodukte, kaufe vorwiegend Bio, achte auf Inhaltsstoffe in allen Produkten und habe im letzten Jahr meinen Konsum an Klamotten &amp; Co. drastisch reduziert. Und als alte Hippiefrau tr\u00e4ume ich immer noch vom Weltfrieden, obwohl das gerade mal wieder total unrealistisch ist.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>W\u00e4hrend meiner Modelzeit habe ich regelm\u00e4\u00dfig Tagebuch geschrieben, was dem Romanschreiben gar nicht so un\u00e4hnlich ist. Mitte der 80er Jahre habe ich dann mit Kindergeschichten weitergemacht und einige auch an den Dtv-Verlag gesandt. Als die Lektorin mich ermutigt hat, es mit einem Kinderroman zu versuchen, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Bis zu meinem ersten Roman &#8220;Reich heiraten&#8221; hat es aber noch eine Weile             gedauert und ich musste viele, viele Absagen einstecken. Erst 2008 erschien dann mein erster Roman &#8220;Reich heiraten&#8221; im Rowohlt-Verlag. Er handelt von einer Hippiefrau, die sich nie um Geld gek\u00fcmmert hat und glaubt, durch eine reiche Heirat ihre Geldsorgen l\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Aber wie wir alle wissen: Geld macht nicht gl\u00fccklich. Es st\u00f6rt aber auch nicht             wirklich, sagt Betty, die Heldin in dieser Geschichte. <br>Die Pseudonyme waren und sind nicht meine Idee, die Verlage und Buchhandlungen stecken einen gerne in Genre-Schubladen, und da ich f\u00fcr Couchgefl\u00fcster eine j\u00fcngere Protagonistin hatte, wollte Rowohlt ihn nicht unter Lilli Beck ver\u00f6ffentlichen. \u00c4hnlich war es beim Weihnachtsroman &#8220;Die h\u00e4sslichste Tanne der Welt&#8221;, da musste noch mal ein neuer Name her. Im Januar erscheint nun bei Blanvalet ein             Frauenroman mit einer \u00e4lteren Protagonist unter dem Pseudonym Lilli Marbach, denn die Lilli Beck steht bei Blanvalet f\u00fcr historische Romane.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><strong>3. <em>Wie lange, hast du immer an einen der B\u00fccher gearbeitet?             Brauchst du f\u00fcr jedes Werk gleich lang? Und wie viele B\u00fccher sind es bis heute schon geworden? <\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>F\u00fcr die heiteren Frauenromane rechne ich von der ersten Idee bis zur finalen Manuskriptabgabe ca. 6 Monate, bei den historischen dauert es 1,5 &#8211; 2,5 Jahre.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><strong><em>4. Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen? <\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ein gro\u00dfartiger Moment war nat\u00fcrlich der erste Buchvertrag von Rowohlt im Jahre 2007, und dann der ersten Vertrag f\u00fcr ein Hardcoverbuch, Gl\u00fcck und Glas, f\u00fcr den der Verlag auch eine Buchpremiere spendiert hat. Grunds\u00e4tzlich bin ich aber jeden Tag happy, weil ich schreiben darf und mittlerweile bereits am 12. Buch arbeite. <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong><em><strong>5. K\u00f6nntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? <\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Scheibtisch_2-700x603.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12869\" width=\"285\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Scheibtisch_2-700x603.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Scheibtisch_2-300x258.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Scheibtisch_2-768x662.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Scheibtisch_2.jpg 830w\" sizes=\"auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Am Schreibtisch recherchiere ich und in meinem Bettschreibtisch schreibe ich dann die Texte. Dort habe ich keinen Internetzugang, das Handy ist ausgeschaltet und ich kann mich ganz auf meine Geschichte konzentrieren.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett-700x1050.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12870\" width=\"261\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett-700x1050.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett-900x1350.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett-1280x1920.jpg 1280w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schreibtisch-bett.jpg 1365w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong><em><strong>6. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen? <\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ideen &#8220;\u00fcberfallen&#8221; mich oft bei einem Spaziergang. Bei den historischen Projekten ergeben sie sich aber auch beim Recherchieren. <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong><em><strong>7. Mittlerweile habe ich dich schon mehrmals getroffen, und wei\u00df aus einigen Gespr\u00e4chen, das du mal gemodelt hast? Du bist immer noch eine sehr h\u00fcbsche Frau, warum \u00fcbst du diesen Beruf nicht mehr aus, sondern erz\u00e4hlst uns Geschichten? <\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Vielen Dank f\u00fcr das Kompliment, aber ich habe es nur wegen der guten Bezahlung gemach und hatte nie vor, ewig zu modeln. Es ist ein oberfl\u00e4chlicher, stumpfsinniger Job, mit vielen Reisen. Abends sitzt man dann oft allein in einem Hotelzimmer oder man hetzt zum Zug, weil der       Fotograf mal wieder kein Ende fand. Ist man erfolgreich, muss man jederzeit bereits sein, hockt quasi permanent auf gepackten Koffern und das Privatleben kann man vergessen. Sehr frustrierend. Dazu kommt die       ewige Angst vor Falten, dem Alt- und Fettwerden. Und ab 30 schaffen es nur die ehemaligen Top-Top-Models wie Claudia Schiffer &amp; Co noch gebucht zu werden. Und diese Glitzer-, Glamourwelt, von Frau Klum im TV, ist reine Fiktion. <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong><em><strong><em><strong>8. Wie wichtig sind f\u00fcr dich die sozialen Netzwerke?<\/strong><\/em> <\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Sehr wichtig, zwar sehr zeitaufwenig, aber doch eine wunderbare M\u00f6glichkeit mit den Lesern in Kontakt zu kommen und zu bleiben.<\/em><\/strong><em><strong><em><strong>         <\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>9. Wie w\u00fcrdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realit\u00e4t aus? <\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich w\u00fcrde gerne mal einen langen Urlaub machen, allerdings bin ich kein Sonne-Strand-und-Meer-Typ. Ich liebe St\u00e4dtereisen, und die           sind sehr teuer. Dazu kommt meine Vorliebe f\u00fcr Luxushotels.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong><em><strong>10. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich lese sehr viel, was ich nicht mag, sind brutale Krimis, erotische Romane oder Dystopien.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Lilli Beck? Magst du dich mal kurz vorstellen? 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