{"id":12781,"date":"2019-05-03T21:29:45","date_gmt":"2019-05-03T19:29:45","guid":{"rendered":"http:\/\/richteronweb.de\/?p=12781"},"modified":"2019-05-03T22:02:19","modified_gmt":"2019-05-03T20:02:19","slug":"interview-mit-roberta-gregorio-raffaella-belli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=12781","title":{"rendered":"Interview mit Roberta Gregorio\/Raffaella Belli"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>1. Wer ist Roberta Gregorio\/Raffaella Belli? <em><strong>Magst du dich mal kurz vorstellen?<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC9881-700x1050.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12838\" width=\"244\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC9881-700x1050.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC9881-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC9881-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC9881-900x1350.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DSC9881-1280x1920.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><figcaption><strong><em>Photographie von Eleonora Ferolla <\/em><\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich bin ein Mensch mit St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, mit \u00c4ngsten und Zweifeln, aber auch mit Zuversicht und Mut. Die Gegens\u00e4tzlichkeit, die ich wegen meiner deutsch-italienischen Herkunft in mir trage, scheint in jeder Lebenslage und in jeder Charaktereigenschaft durch. Fr\u00fcher habe ich dagegen angek\u00e4mpft, heute sehe ich sie als eine meiner gr\u00f6\u00dften Bereicherungen. Dadurch bin ich sehr einf\u00fchlsam und flexibel geworden. Tolerant, sowieso.<br><\/em><\/strong><strong><em>Was es sonst noch \u00fcber mich zu wissen gibt? Nun, ich bin fast 43 Jahre alt, Mutter von zwei S\u00f6hnen, staatlich gepr\u00fcfte Fremdsprachenkorrespondentin. Seit 18 Jahren lebe ich in Italien, genauer im Cilento, das ist ein Naturpark im s\u00fcdlichen Teil Kampaniens.  <\/em><\/strong><br><strong><em>Ich mag gutes Essen, gute B\u00fccher und Schuhe. Morgens bin ich immer grantig. Oft muss ich allein und f\u00fcr mich sein. Familie bedeutet mir alles. <\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? <br>Und warum schreibst du mit Pseudoyme?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Zum Schreiben hat mich meine Leidenschaft f\u00fcr B\u00fccher gebracht. Ich habe schon immer viel gelesen und mich an eigenen Kurzgeschichten und mehr oder weniger dramatischen Gedichten versucht. Erst in meiner ersten Schwangerschaft habe ich mich an ein komplettes Manuskript gewagt. Aus diesem Versuch wurde \u201eWie im M\u00e4rchen\u201c, mein erster Roman.<\/em><\/strong>  <br><strong><em>Pseudonyme verwende ich in der Regel, wenn ich mich von meinem \u00fcblichen Genre wegbewege, oder um eine neue Phase einzul\u00e4uten. <\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>3<\/strong><\/em>.<strong><em> Wie lange, hast du immer an einen der B\u00fccher gearbeitet? Brauchst du f\u00fcr jedes Werk gleich lang? Und wie viele B\u00fccher sind es bis heute schon?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das ist ganz verschieden. Mal geht es schneller, mal langsamer. Kreativit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht immer steuern. Ein paar Monate brauche ich, wenn ich konzentriert und konsequent arbeite, f\u00fcr die Rohfassung aber schon.  <br>Inzwischen habe ich \u00fcber 20 B\u00fccher geschrieben. <\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><strong><em>4. Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?<\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich denke an die Anf\u00e4nge zur\u00fcck, als ich vom Schreiben noch gar nicht so viel wusste und mich auf die Suche nach einer Agentur gemacht habe. Der Tag, an dem ich einen Anruf von einer Agentin erhielt, die mich unter Vertrag nehmen wollte, ist und bleibt einer der sch\u00f6nsten meiner gesamten Karriere. In dem Moment habe ich begriffen, dass meine Geschichten etwas wert sind. Noch immer bekomme ich G\u00e4nsehaut, wenn ich daran zur\u00fcckdenke. Meine Agentin ist eine Konstante, der Fels in der Brandung. Ohne sie h\u00e4tte ich das Schreiben vermutlich l\u00e4ngst aufgegeben.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>5. Du lebst ja in Italien und  du schreibst auch Romane \u00fcber das Meer, die K\u00fcste und das Leben dort. Was gef\u00e4llt dir denn da am meisten, das du uns dann diese Geschichten schreibst?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Mein Leben in Italien erlebe ich als Mensch, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Also praktisch als Deutsche, obwohl ich doch sehr italienisch bin. Dieser seltsame Kontrast erlaubt mir, das Leben hier aus einer gewissen Distanz beobachten zu k\u00f6nnen. Deshalb sehe ich vermutlich die vielen Besonderheiten, die ich dann gerne mit meinen Lesern teile.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>6. Mittlerweile sind es einige Verlage, bei denen du unter Vertrag bist. Bedeutet, du schreibst hauptberuflich? Wie schaffst du das dann noch eine Familie zu managen, denn du mu\u00dft ja dann viele Geschichten schreiben?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich schreibe zwar hauptberuflich, aber ich mache nebenher noch eine ganze Menge: unterrichten, \u00fcbersetzen, redigieren \u2026<br>Ganz ehrlich: Ich schaffe es nicht immer, alles unter einen Hut zu bringen. Der Alltag, die Familie \u2026 das alles muss ja trotzdem laufen. Wenn mir alles zu viel wird, verschwinde ich f\u00fcr ein paar Stunden und gehe ans Meer. Dort finde ich die Kraft, um mich wieder aufs Wesentliche zu besinnen. <\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><strong><em>7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?<\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kritik ist mir absolut wichtig. Wenn sie konstruktiv ist, nehme ich sie mir sehr zu Herzen. Bisher hatte ich noch keine Kritik, die mich bis in den Schlaf verfolgt oder nachhaltig verletzt hat. Aber selbst dann, denke ich, w\u00fcsste ich damit umzugehen. Man wird mit der Zeit ja reifer und besonnener.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?<\/em><\/strong><br><br><strong><em>Kaffee oder Tee? <\/em>\u2013 <em>Tee. Aber nur Kr\u00e4utertee. Oder Rooibos.<\/em><\/strong><br><strong><em>Sommer oder Winter?<\/em> \u2013 <em>Fr\u00fchling und Herbst. Ich hasse Extreme. Ich brauche milde Temperaturen.<\/em><\/strong><br><strong><em>Gut oder B\u00f6se?<\/em> \u2013 <em>Gut! Aber ich kann auch B\u00f6se. Das dauert, doch wenn ich bei B\u00f6se angelangt bin, dann gibt es kein Zur\u00fcck.<\/em><\/strong><br><strong><em>S\u00fc\u00df oder Sauer?<\/em> \u2013 <em>Sauer mag ich gar nicht. S\u00fc\u00df schon deutlich mehr, aber ich versuche, nicht zu \u00fcbertreiben.<\/em><\/strong><br><strong><em>Print oder Ebook? <\/em>\u2013 <em>Ich bevorzuge Print. Ebooks aber gerne auf Reisen, oder im Wartezimmer. <\/em><\/strong><em> <\/em><br><strong><em>Film oder Buch? \u2013 Buch \u2013 immer das Buch!<\/em><\/strong><br><strong><em>Fernsehen oder Lesen? \u2013Lesen \u2013 ist doch klar!<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was w\u00fcrdest du \u00e4ndern wollen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Auf pers\u00f6nlicher Ebene stehe ich ziemlich genau dort, wo ich sein wollte. Beruflich warte ich noch immer auf einen Spiegel-Bestseller.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM &amp; Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich bin leider nicht so oft auf Messen. Das h\u00e4ngt einfach mit der doch etwas l\u00e4ngeren Anreise aus dem Ausland zusammen. Auch mag ich kleinere Veranstaltungen lieber. Auf der lit.Love in M\u00fcnchen, zum Beispiel, bin ich sehr gerne. Ich liebe das Gespr\u00e4ch mit meinen Leserinnen, die ganz besondere Atmosph\u00e4re, die auf derartigen Events herrscht. Ebenfalls interessant ist es, einfach mal zu schauen, was es so Neues gibt. Die Buchwelt ist magisch. Ich lasse mich gerne verzaubern.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Roberta Gregorio\/Raffaella Belli? Magst du dich mal kurz vorstellen? Ich bin ein Mensch mit St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, mit \u00c4ngsten und Zweifeln, aber auch mit Zuversicht und Mut. 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