{"id":12660,"date":"2019-05-01T20:35:03","date_gmt":"2019-05-01T18:35:03","guid":{"rendered":"http:\/\/richteronweb.de\/?p=12660"},"modified":"2025-10-20T18:24:19","modified_gmt":"2025-10-20T16:24:19","slug":"interview-mit-alizee-korte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.richteronweb.de\/?p=12660","title":{"rendered":"Interview mit Alizee Korte"},"content":{"rendered":"\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>1. Wer ist <em>Alizee Korte<\/em><\/strong><\/em><strong><em>? Magst du dich mal vorstellen?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12662\" src=\"http:\/\/richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-700x700.jpg\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-700x700.jpg 700w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-88x88.jpg 88w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-900x900.jpg 900w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2-1280x1280.jpg 1280w, https:\/\/www.richteronweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_4517-2.jpg 1542w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><\/span><\/figure>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Hallo und danke f\u00fcr die Einladung! Es freut mich, dass ich hier sein darf. Was kann ich \u00fcber mich erz\u00e4hlen? Ich bin 48 Jahre alt, vollzeitarbeitende Familienern\u00e4hrerin und Freizeitautorin. Als Autorin Aliz\u00e9e Korte bin ich seit achtzehn Monaten aktiv. Ich habe bisher zwei B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, meinen Roman \u201eDein Weg, meine Liebe\u201c im Oktober 2017 und im Juli 2018 den Erz\u00e4hlungsband \u201eDas Echo der Farben\u201c. Beide B\u00fccher finden sich im Genre zeitgen\u00f6ssische Belletristik. <\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?<\/strong><\/em><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"><em><strong><br \/><\/strong><\/em><strong><em>Die wohl am h\u00e4ufigsten gegebene Antwort: Ich habe immer schon gern Geschichten erz\u00e4hlt und der Erwerb der Schreibf\u00e4higkeit war eine willkommene M\u00f6glichkeit, sie festzuhalten und \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume hinweg zu optimieren. Mit dreizehn beschloss ich, Schriftstellerin zu werden. Mit sechzehn korrigierte ich: notfalls auch Journalistin! Mit siebenundzwanzig blickte ich auf sieben Romanmanuskripte, zahllose Kurzgeschichten, Erz\u00e4hlungen und Notizb\u00fccher voller Plotskizzen und gratulierte mir zu meinem Magister in Politikwissenschaft und dem Scheitern meines Plan A. Denn ich hatte es weder zu einem Verlagsvertrag, noch zu wirklich relevanten Publikationen gebracht. Also trat Plan B in Kraft. Ich wurde Journalistin. Dass ich 2012 doch noch mal einen Anlauf nahm, mit \u201eDein Weg, meine Liebe\u201c einen Roman zu schreiben, lag auch daran, dass ich vor meiner Tochter weder als \u201egescheitert\u201c dastehen wollte, noch als eine Frau, die aufgibt. Und da man heutzutage auch ohne Verlag publizieren kann, war das mein Weg. <\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?<br \/><\/strong><\/em><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Nein. Mein Rechner, meine Tastatur und ich. Br\u00e4uchte ich mehr, w\u00fcrde sich meine sp\u00e4rliche Schreibzeit noch mehr reduzieren und ich w\u00fcrde gar nichts mehr schaffen. F\u00fcr \u201eDein Weg, meine Liebe\u201c habe ich neben Vollzeitjob und Familie f\u00fcnf Jahre gebraucht. Die Erz\u00e4hlungen aus \u201eDas Echo der Farben\u201c stammen bis auf eine, die ich im Fr\u00fchjahr 2018 schrieb, aus den Jahren vor 2004. Ich habe sie lediglich \u00fcberarbeitet. <\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>4. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, f\u00fchlst du dann mit?<br \/><\/strong><\/em><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Ja, nat\u00fcrlich. Ich muss mich beim Schreiben sehr in die Szene hineinbegeben, alles ganz genau visualisieren und mith\u00f6ren. Nur dann kann ich das Geschehen realistisch wiedergeben, ohne dass eine Figur zwischendurch Augenfarbe oder Garderobe wechselt, die Sonne mittags untergeht oder sich die Architektur nach Harry-Potter-Manier verschiebt. Ich visualisiere \u00fcbrigens auch meine Charaktere so individuell, dass es keine realen Abbilder von ihnen gibt. Ich musste mal jemanden suchen, der aussieht wie Etienne Jeancour. Ich bin fast verzweifelt. Inzwischen kann ich verraten: Er hat ein bisschen was von Jon Kortajarena \u2013 aber nur in einigen (alten) Bildern. Dass es f\u00fcr mich beim Schreiben dann auch sehr emotional wird, sollte klar sein. Deshalb schreibe ich auch ungern an Orten, wo Fremde mich sehen k\u00f6nnten.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>5. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und ver\u00f6ffentlicht ist? St\u00fcrzt du dich gleich in den n\u00e4chsten Schreibmarathon?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Nach der Ver\u00f6ffentlichung von \u201eDein Weg, meine Liebe\u201c habe ich angefangen, meine Autorenpr\u00e4senz (Website, Facebook, Twitter, Instagram) aufzubauen und mit Bloggerinnen in Kontakt zu treten. Ich dachte nicht, dass ich noch ein zweites Buch herausbringen w\u00fcrde, wollte aber alles tun, damit das erste m\u00f6glichst viele LeserInnen findet. Ich bin einfach sicher, dass wir in der Literatur mehr Figuren wie Etienne Jeancour brauchen und dass es daf\u00fcr auch ein Publikum gibt. Etwa ein halbes Jahr nach Erscheinen des Romans habe ich gedacht, dass ich auch meine Erz\u00e4hlungen ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnte. Quasi als Abschluss meines schriftstellerischen Schaffens. Irgendwann w\u00e4hrenddessen kam mir dann die Idee, aus den ausrangierten Romanszenen eine Fortsetzung zu schreiben. Daran arbeite ich jetzt seit \u00fcber einem Jahr.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>6. Was ist bis jetzt der Sch\u00f6nste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Ich finde jeden Moment gro\u00dfartig, wenn ich mitbekomme, dass jemandem mein Buch gefallen hat. Ich mag es, wenn Frauen sich trotz seiner Behinderung in Etienne Jeancour \u201everlieben\u201c und wenn mir jemand schreibt, dass sich der eigene Blick auf Menschen mit Behinderung durch meine Geschichte ver\u00e4ndert hat.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><em><strong><span style=\"color: #000000;\">7. Neben dem Schreiben und Reisen ist Japan eine gro\u00dfe Leidenschaft von Dir? Erz\u00e4hl uns doch bitte, warum das so ist. Ich und meine Leser sind neugierig! (Mein \u00c4lester macht gerade Work&amp;Travel und ist seit 26.4.19 in Japan)<\/span><\/strong><\/em><\/p>\r\n<p><em><strong><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/strong><\/em><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Japan war eins der ersten L\u00e4nder, das ich allein bereist habe. Ich war mit meiner japanischen Freundin unterwegs und hatte viel Familienanschluss. Damals mit knapp zwanzig habe ich viele Dinge entdeckt, die ich bis heute sch\u00e4tze, zum Beispiel japanische Reiskuchen, die ich gerade jetzt nasche.<\/em><\/strong><\/span><br \/><br \/><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>8. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du hast ja auch eine Arbeitsstelle. Wie koordinierst du all die T\u00e4tigkeiten? In welcher Zeit f\u00fchlst du dich am wohlsten?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>In meinem Roman sagt Etienne Jeancour einmal: \u201eEin gutes Leben ist wie ein guter Kampf im Karate: Man trifft, man trifft nicht. Es kommt darauf an, eine Balance zu finden zwischen dem, was gelingt und dem, was nicht gelingt.\u201c In meinem Leben als vollzeitberufst\u00e4tige Familienern\u00e4hrerin gibt es Einiges auszubalancieren und die Dinge, die gelingen, kommen gl\u00fccklicherweise aus allen Bereichen. Gerade war ich mit meiner Tochter einige Tage in Florenz und habe ihr die Kunst der Renaissance n\u00e4her gebracht. Das war eine sehr sch\u00f6ne Mutter-Tochter-Zeit. Auch beruflich gibt es neue, spannende Entwicklungen und nach Feierabend habe ich gerade einen guten Lauf mit meinem zweiten Roman. Daf\u00fcr sind die Gesundheit und die Sozialkontakte momentan Schwachstellen. Das Leben ist eben nie perfekt, aber solange es Dinge gibt, die gelingen, nenne ich es gut.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>9. <\/strong><\/em><strong><em>Der Roman &#8220;Dein Weg, meine Liebe&#8221; erschien ja im Herbst 2017. Mit &#8220;Das Echo der Farben&#8221;, einem Erz\u00e4hlungsband, erschien im Juni 2018. Hast du nur diese Beiden oder hast du evtl. auch unter Pseudonyme schon ver\u00f6ffentlicht?<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Aliz\u00e9e Korte ist mein einziges Pseudonym. Unter meinem b\u00fcrgerlichen Namen findet sich alles, was mit meinem Hauptjob zu tun hat, das hei\u00dft: auch Vieles zu meinen Chefs. Das wollte ich nicht mit meiner schriftstellerischen T\u00e4tigkeit vermischen.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><strong>10. Etwas aus der Vergangenheit und mal ganz spontan eine andere Frage: Hattest du w\u00e4hrend deiner Schulzeit eine Judendliebe?<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Ja, hatte ich. War eine komplett einseitige Sache und ich habe danach Jahre gebraucht, um zu kapieren, dass Liebe nichts ist, was man sich durch Anpassung und Gefallen-Wollen erarbeitet, sondern etwas, was man bedingungslos geschenkt bekommt.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #000000;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u273d\u2022*\u00a8*\u2022\u0e51\u273f\u0e51\u2605 Autoreninterview \u2605\u0e51\u273f\u0e51\u2022*\u00a8*\u2022\u273d 1. Wer ist Alizee Korte? Magst du dich mal vorstellen? Hallo und danke f\u00fcr die Einladung! Es freut mich, dass ich hier sein darf. Was kann ich \u00fcber mich erz\u00e4hlen? 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