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Hallo Ihr da draußen,
ich möchte gerne mit euch hin und wieder eine Pause Dienstags machen. Ich habe mir so ein Büchlein besorgt, um in mir die Ruhe zu finden. Vielleicht habt ihr Lust mit mir die kleinen Aufgaben zu machen.

PAUSE 5 – INNERE RUHE Körperwahrnehmung

Die bei der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion gelehrte Körperwahrnehmung erkundet den Körper systematisch, wobei man die jeweils im Moment stattfindende Erfahrung wahrnimmt, ohne sie ändern zu wollen. So werden wir neugierig auf unser körperliches Selbst, wie wir in uns verbergen und die Geschichten, die wir uns über unseren Körper erzählen.

  • Legen Sie sich bequem hin. Die Körpertemperatur sinkt beim Liegen, decken Sie sich also mit einer Decke zu. Nehmen Sie das Gewicht des Körpers auf dem Boden wahr.
  • Schließen Sie die Augen. Atmen Sie ein paar Mal tief ein und aus und entspannen Sie bei jedem Ausatmen den Körper leicht.
  • Wie fühlen Sie sich jetzt – unsicher, aufgeregt, schläfrig? Lassen Sie sich sein, wie Sie sind. Schalten Sie jede Erwartungshaltung gegenüber dieser Übung aus – sie wird sich jedes Mal anders anfühlen.
  • Richten Sie die Aufmerksamkeit auf die Zehen. Was spüren Sie? Hitze, Kälte, Nadelstiche, Spannung oder Schmerzen? Nehmen Sie es nur wahr, ohne zu beurteilen oder nachzudenken, was es bedeutet.
  • Lenken Sie sanft die Aufmerksamkeit auf den restlichen Fuß und werden Sie sich jedes Gefühles bewußt, das Sie empfinden.
  • Lenken Sie die Aufmerksamkeit weiter nach oben, immer ein Teil nach dem anderen: Knöchel, Unterschenkel, Oberschenkel, Pobacken, Hüftbereich, unterer Rücken und Bauch, oberer Rücken und Brust, Schultern; entlang der Arme nach unten – Oberarme, Ellbogen, Unterarme, Hände und Finger; danach Nacken und Gesicht.
  • Gehen Sie an einen angenehmen Ort – machen Sie diese Übung fünf Minuten oder länger. Wenn Sie bemerken, das Ihre Gedanken abschweifen, führen Sie sie sacht wieder zurück. Es ist egal, wie oft Sie die Aufmerksamkeit verlieren – bei Achtsamkeit geht es darum, immer wieder neu zu beginnen.
  • Um die Übung zu beenden, synchronisieren Sie Ihre Aufmerksamkeit mit dem Atmen. Lassen Sie die Aufmerksamkeit durch den Körper streifen, beim Einatmen nach oben, beim Ausatmen wieder nach unten. Wiederholen Sie das vier Mal.
  • Weiten Sie nun die Aufmerksamkeit auf den ganzen Körper aus, dabei atmen Sie ein und aus. Genießen Sie das Gefühl der Ruhe. Öffnen Sie die Augen und ruhen Sie für eine Weile, ohne die Aufmerksamkeit auf irgendetwas Besonderes zu lenken.
  • Versuchen Sie, mit der gegenüberliegende Seite als Anleitung, über Ihre Erfahrung zu schreiben. Beim regelmäßigen Nachdenken über Ihre Körperwahrnehmung entdecken Sie vielleicht Themen und Muster.

Tipp: Täglich. Beginnen Sie mit fünf Minuten. Das kann sich am Beginn der Meditation furchtbar lang anfühlen, aber halten Sie durch. Stellen Sie einen Timer, damit Sie wissen, wann die Zeit um ist, ohne auf die Uhr schauen zu müssen. Wenn Sie mit der Übung vertraut sind, können Sie die Zeit auf 20 Minuten oder länger ausweiten.
Das ist weniger eine Entspannungsübung, als ein sanftes Vergegenwärtigen jedes Körperteils. Manchmal bringt Körperwahrnehmung einen körperlichen Schmerz in den Fokus oder weckt starke Emotionen. Wenn das Gefühl zu intensiv wird, öffnen Sie die Augen und atmen tief durch.

Quelle: „PAUSE VON KIM DAVIES“…
ISBN: 978-94-6359-407-3